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LEP#110 – Die aktuelle Stunde

Die Zeit ab März ist normalerweise davon geprägt, dass die Wintertrainingssaison endet und Vorbereitungswettkämpfe abgeschlossen sind. Die ersten Städtemarathons finden statt und ab April ist der Laufkalender randvoll mit tollen Wettkämpfen. 2021 erhalten viele Läuferinnen auch regelmäßig Post von Veranstalterinnen. Wir müssen verschieben – wir müssen absagen – wir können es noch nicht sagen….. Für Läuferinnen mühsam und demotivierend, für die Veranstalterinnen wirklich brutal …. Wir hoffen, dass viele Veranstaltungen diese Krise überstehen.

Trotz aller Breitensportabsagen, finden einige Läufe – Rekordversuche – Meisterschaften statt und da sich hier wirklich einiges angesammelt haben, wollen wir dieses Mal einen schönen Überblick schaffen.

Aktuelle Stunde

Desiree Linden – SUB 3 auf 50 km

Desiree Linden hat als erste Frau die 50km in unter 3 Stunden absolviert. In 2:59:54 hat sie mit einem Schnitt von 3:36 pro Kilometer eine granatenstarke Vorstellung abgegeben. Unbekannt ist sie natürlich nicht. Desiree Linden hat mitunter den prestigeträchtigen Bostonmarathon gewonnen.

Strassenlauf Staatsmeisterschaft 10 Kilometer

Andreas Vojta 39ster Staatsmeisterschaftstitel

In einem beeindruckenden Solorennen hat Andreas Vojta, Interviewgast aus Folge 103, seinen 39sten Staatsmeistertitel erlaufen und gezeigt, in welch bestechender Form er ist.

Julia Mayer vor Sandrina Illes

Bei den Frauen haben sich die beiden aktuell dominierenden Andrea Mayer vor Sandrina Illes (Gast in Folge 107) durchgesetzt.

Julia Mayer hat auch in Frankreich ihre 10k Bestleistung aufgestellt und ist nun die drittschnellste Frauenzeit Österreichs gelaufen (33:xx)

Österreichische 100KM Meisterschaft

In Langenzersdorf wurden am 23. April, der Lauf musste um einen Tag nach vorne verlegt werden, da sonst zuviele Fußgängerinnen und Kinderwägen auf der Strecke gewesen wären, die 100km Meisterschaft ausgetragen. Die Begleitevents, 12h und 6h, durften leider nicht stattfinden.

Am Ende konnten sich Karin Freitag bei den Frauen in einer Zeit von 8:16:17 und bei den Männern 7:04:17 durchsetzen. Die kompletten Ergebnisse gibt es hier.

Wir gratulieren zu dieser Bombenleistung und zum Durchhalten auf den mehr als 100 Runden um die Seeschlacht.

100Meilen und 12h Weltrekord

Alexsandr Sorokin stellte einen neuen 100Meilen und beim selben Lauf einen 12h Weltrekord auf. Nun steht die Bestmarke bei 11:14:56 für 100 Meilen und 170.309 Kilometer für die 12-Stunden. Mit diesem Lauf verbesserter er den bisherigen Rekord von Zack Bitter nochmal deutlich. Er ist also so schnell, dass er wohl einen 100Meiler ohne Stirnlampe laufen kann 🙂 

IATF 21 verschoben

Leider hat es nun auch den IATF erwischt und er musste verschoben werden. Wie im Vorjahr versuchen es die Veranstalter nun mit einem frühen Septembertermin. Fingers crossed.

Für die Teilnehmerinnen werden mehrere Möglichkeiten angeboten, die von den entsprechenden Anmeldeoptionen abhängen. Genaueres hier: IATF und Facebookseite IATF

Wilhelmsburger Insellauf

Die Teilnehmerinnen des Wilhelmsburger Insellaufs haben das Ganze direkt als Generalprobe für den Wings for Life Run nehmen können. Überzeugt davon, dass es ein schöner Wettkampf wird, sind die 400 Teilnehmerinnen am 11.4 über die Startlinie getrabt und ihrem Ziel zwischen 5 und 21 Kilometer entgegengelaufen.
Um 12:12 wurde die Veranstaltung aber von einem offiziellen CatcherCar aka. Partybus formerly known as Polizei beendet und die Personalien einiger Läuferinnen und der Veranstalter aufgenommen. Die Veranstalter versuchten dann noch ein zumindest halbwegs sinnvolles Ergebnis zusammenzuzimmern und haben den Teilnehmerinnen auf der Website versichert, dass sie nichts unrechtes getan haben.
Eine genehmigte Veranstaltung während sie stattfindet zu stoppen ist mal etwas neues und sollte so nicht vorkommen.

Candice Burt – DNF und Hero of the Day

Die Ultraläuferin und Rennorganisatorin Candice Burt hatte sich vorgenommen den Arizona Trail mit mehr als 1200 km zu durchlaufen und hier eine neue Fastest Known Time aufzustellen. Ihre bisherigen Versuche sind leider gescheitert und auch dieses Mal musste sie aufgrund eines medizinischen Problems abbrechen. Wir sind aber überzeugt, dass sie wiederkehrt und sich dieses unglaubliche Ding nochmal antut und dabei eine FKT aufstellt.

Auf der Heimfahrt von ihrer Unternehmung hat sie aber noch viel mehr als einen neuen Rekord erreicht. Knapp vor ihrem Heimatort sah sie mitten in der Nacht ein Auto, dass neben der Strasse in Flammen stand.

Dinge, die man nicht erleben möchte – Foto Candice Burt

Sie konnten den dort eingeschlossenen Mann aus den Flammen retten und das ist viel mehr wert als eine Bestzeit. Sie hat das in einem sehr langen Instagrampost beschrieben.

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LEP#106 – Die Rückkehr der Hügelritter

Ein langer Traum, nun steht er im Raum – es geht bald los, man glaubt es kaum. Letztes Mal noch gescherzt, wie die Ziehung wohl ausgeht und nun ist es wahr geworden. Die Truppe um Flo wird im Sommer in Chamonix lostraben und den UTMB bestreiten. Der Franzosenhügel muss bezwungen werden!

Die aktuelle Stunde:

Andreas Vojta – Monaco 5k

Andreas Vojta hat in Monaco einen neuen 5km österreichischen Rekord  in 13:49 aufgestellt. Eine Topleistung, zu der wir herzlich gratulieren. Gewonnen hat Cheptegei in 13:13. Also ist Andreas hier nicht weit entfernt.

Andreas Vojta – Staatsmeisterschaftstitel Nr. 38

Bei der Staatsmeisterschaft in Linz ist Andreas in 7 Minuten 51 Sekunden auch nochmal schnell seinen Staatsmeisterschaftstitel Nr.38 nach Hause gelaufen. Über die 1500m? nein…über 3000m.
Wir freuen uns über eure Versuche, dieser Zeit möglichst nahe zu kommen.

TWOT 100

TWOT100  – Ein ganz besonderer Lauf ist in diesen Tagen über die Bühne gegangen. Der TWOT100. Kennt ihr nicht? Schimpf und Schande. Der “The Wild Oak Trail 100” ist ein Lauf, der sich in die Reihe der ganz besonderen Veranstaltungen einreihen kann. Als Semieinladungslauf ohne Verpflegungspunkte, ohne Markierungen und sonstige Annehmlichkeiten oder gar Startgeld spielt er in einer Liga mit den Barkley Marathons. Seit 1988 wird dieser Wildnislauf veranstaltet und die Liste der Finisher ist überschaubar.
Ein Auszug aus den Bewerbungsvoraussetzungen:

  • If you are even the least bit worried or concerned about getting lost, don’t come.
  • If you have questions, don’t come.
  • If you need a crew, don’t come.
  • If you need toilet paper, don’t come.
  • If you expect to be pampered in any way shape or form, don’t come.
  • If you’re a whiner, don’t come.
  • If you’re a freeloader, don’t come.
  • If you’re seeking fame and/or fortune, don’t come.
  • If you’re thinking about writing a report about your experience at Wild Oak, don’t come.
  • If you crave abuse, if you yearn for abuse, if you are addicted to abuse in any way shape or form (be it physical, mental, sexual, verbal, mathematical, artistic or whatevah) BY ALL MEANS, BE MY GUEST. (This applies to abusees only. Abusers are not welcome. The only abuser allowed is the trail.)


Wenn ihr jetzt angefixt seid, lasst es uns wissen. Wir finden den Event superspannend und auch ein bisschen sonderbar.

Aktuelle Folge

UTMB

Starterliste UTMB21

Die Auslosung des UTMB2021 ist beendet und die Starter stehen fest.
Die Topläuferinnen dieses Jahr sind hier zu finden: Top Runner UTMB 2021. Neben diesen internationalen Eliteläufern startet dieses Jahr auch dieses Jahr auch die hochkarätige Laufcrew aus Österreich aka. Die Milleniumfalken aus Wien. Basti Skywalker, Geordi Solo, Michele “the Machine M2-D200” und C-3PFlo machen sind auf um den Franzosenhügel des Imperiums zu bezwingen. Ausserdem wird Christoph, der Trainer, dabei sein. Dieser will dieses Jahr auch als Finisher im August nach Hause fahren.

Da nun aus dem langehegten Wunsch plötzlich Gewissheit geworden ist, hat Flo sein Training wieder komplett umgestellt.

Train for the Longjog

Anstelle des langsamen Aufbaus für den Mozart100, der ja auch in einer großen Gruppe gelaufen werden soll, und der guten Vereinbarkeit des Trainings mit Familienzeit (Siehe Folge 104) tritt nun ein doch recht knackiger Trainingsplan für das Saisonhighlight.

Besonders die langen Läufe stellen hier eine logistische Herauforderung dar. Die Länge und die Höhenmeter wollen ja auch trainiert werden. Nach einem internen Meeting in der Flo’schen strategy group wurde als outcome das target bestätigt und das Training aufgegleist. Es gibt hier aber einen Steuerkreis, der das engmaschig begleiten wird und einer permanenten Review unterzieht um gegebenfalls entsprechende Anpassungen vorzunehmen oder einen Exit anzustoßen, wenn es mit den übergeordneten Goals einen Zielekonflikt gibt.

UTMB – Konkretes Ziel – konzentrierter Plan

Konkret bedeutet das, dass es wohl ein paar Trainingswochen mit Umfängen > 100km geben werden muss und die dafür notwendige Zeit ist nicht unerheblich. Es soll aber auf alle Fälle versucht werden. Als erste Maßnahme wurden die Läufe zum Teil von Umfang auf Dauer umgestellt. Daneben versucht er, dass er Höhenmeterziele möglichst zeitsparend unterbringt.
Auch hat Flo die Freuden des Laufbands entdeckt. Neben den schönen, sich wiederholenden Läufen auf und rund um den Nasenweg, hat man Flo nun schon mehrfach auf Zwift gesehen. Nur ein Treppenhaus von der Wohnung entfernt ist das natürlich das optimale “zwischendurch”-Training und vorallem auch ein gut steuerbares Training. Auch da können schön kontrolliert Höhenmeter trainiert werden.


Zusammenfassend bedeutet das, dass das Training in den nächsten Monaten von vielen qualitativ hochwertigen Einheiten geprägt sein wird und der “Spass” mal auf die Ersatzbank muss.
Positiv ist hier die Pandemie und das damit einhergehende Homeoffice. Dadurch spart sich Flo einige Wegzeiten und kann auch untertags ein wenig am Familienleben teilhaben.

Leider nicht gezogen wurden Gunter und Peter, die es wohl nochmal in der Lotterie versuchen müssen. Vielleicht sieht man sie aber trotzdem vor Ort als rasende Reporter oder als Trailtouristen.

Die größte Unbekannte ist natürlich, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann.

Vertical Backyard – TrainingsUTMB in Purkersdorf

Als einer der Vorbereitungswettkämpfe, neben dem Mozart100, wird es im Frühjahr in Purkersdorf bei Wien, einen Wettkampf geben, der grob nach den Regeln eines Backyard Ultras angelegt ist und auf der knapp 6 Kilometer langen Runde auch noch 300 Höhenmeter verpackt hat. Flo ist hier bereits angemeldet und versucht hier richtig Distanz, Zeit und Höhenmeter zu schinden. Interessant ist auch das Bezahlkonzept: die ersten Runden sind im Starttarif inkludiert, danach kostet jede Runde extra.

Die satanische Ferse

Peter ist weiterhin exklusiv am Rad unterwegs, da Laufen noch nicht erlaubt ist. Momentan wird er mit Stosswellen bearbeitet und darf sich in die Hände der Physiotherapeutin begeben…. was daraus wird – stay tuned.

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Andreas Vojta

LEP #103 – Interview Andreas Vojta

The Fast and the Furious

Pizza bestellen. einen schnellen Fünfer laufen und wieder daheim sein, bevor der Lieferant da ist? Geht sich aus – vorausgesetzt man heisst Andreas Vojta und ein 3er Schnitt geht immer.

1989 im Wiener Umland geboren und dann auch dort aufgewachsen, war er in Kindheit und Jugend ein Freizeitsportler und ist irgendwann (mit 12-13 Jahren) auch in einen Verein eingetreten.
In der Jugend kamen die ersten Erfolge, aber erst mit 20 Jahren kam plötzlich eine Leistungs- und Ergebnisexplosion.

Der erste Juniorentitel ließ das Potential erkennen….

Jahre der Dominanz

Der erste Staatsmeistertitel 2009, im Jahr darauf ab zur Europameisterschaft, danach Weltmeisterschaft und 2012 Olympiateilnahme.

Seit mehr als 10 Jahren ist Andreas im Mittelstreckenbereich dort, wo vorne ist…. (Foto:Wilhelm Lilge)


Seit diesem konsequenten und stetigen Aufstieg ist Andreas der beste österreichische Mittelstreckenläufer. Da geht ein Zehner schonmal in 28:30.
Im Team2012 ist er nun seit einem Jahrzehnt der schnellste Mittelstreckenläufer des Landes. Gemeinsam mit seinem Trainer Wilhelm Lilge zeigt er der heimischen Konkurrenz, wo der Schuhe seine Carbonplatte hat.

Olympia war ein Meilenstein in seinem Läuferleben und ist auch wieder das Ziel …

In diesem Interview erzählt er von den Verdienstmöglichkeiten in der österreichischen Leichtathletik, der Nachwuchsförderung und seinem Trainingsumfang.
Daneben geht es auch um die bisherigen und kommenden Ziele, was nach einer Olympiateilnahme noch so kommen kann und wo er sich in 10 Jahren sieht.

Train like a pro

Diese Erfolge kommen natürlich nicht von ungefähr. 350 Tage im Jahr traininieren und pro Woche mehr Einheiten als Tage zu haben, sind die Grundlage für ein professionelles Sportlerleben. Hier kommt es weniger auf die Trainingsstunden an, sondern um die Qualität der Einheiten und die Trainingsintelligenz. Hier ist ein erfahrener Trainer und ein gutes Gespür für den eigenen Körper unglaublich wichtig. Bei Andreas stimmt das alles zusammen und so kommt es, dass er im letzten Jahrzehnt auch nie ernsthaft verletzt war. Da kann man sich was abschauen…

Ganz nebenbei als heißer Tipp für alle, die schneller, besser und vielleicht auch schöner werden wollen: Laufheld

Mit Laufheld bietet Andreas eine tolle Möglichkeit sich Profitipps zu holen…


Andreas Vojta gibt sein Wissen und das Wissens seines Netzwerks weiter. Das bringt mehr, als Gadgets und Schuhe für 300 Euro.

Wer Andi in den nächsten Tagen, Monaten und Jahren nicht nur Euros gegen Wissen entgegenwerfen will, kann ihm auch auf den diversen Social Media Kanälen folgen.

The Candyman can

Dort findet man auch ein weiteres Hobby des Athlenten. Seit Jahren testet der, nun bereits seit 3 Jahren vegan lebende Spitzensporttler verschiedeneste Süßigkeiten. Ein Sponsoring mit der süßen Industrie kann da ja nur noch eine Frage der Zeit sein.

Jeder hat ein Laster – die Candychecks sind legendär (Foto: Andreas Vojta)

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Geschnitzter Bär am Dobratsch Rundwanderweg

LEP#090 – Rock around the Dob

Der Wettkampfmotor läuft zwar wieder, aber nur sehr wenige Events finden tatsächlich statt. Andere wurden wiederum in den letzten Tagen abgesagt, wie der KAT 100.
Weil diese Zeiten so unsicher sind, hat sich in den letzten Monaten die Jagd nach FKTs auf diversen Trails ein neues “Format” in den Vordergrund gespielt. Vom Hobbyläufer bis zum Profi wird weltweit nach den schnellsten Zeiten auf den verschiedensten Strecken gewetteifert.

Die aktuelle Stunde

KAT 100 – Abgesagt

Bild – (c) Kat100

Entgegen unserer Auskunft in der letzten Folge hat sich direkt danach ergeben, dass der KAT 100 und alle Unterdistanzen dieses Jahr leider nicht stattfinden kann. Wie bei den meisten Veranstaltungen gibt es verschiedene Möglichkeiten mit der Absage und den gekauften Leistungen umzugehen. Genaues findet ihr hier.
Die Absage ist verständlich, wenngleich es natürlich für die angemeldeten Athletinnen, die einerseits vorbereitet sind und andererseits vielleicht auf die UTMB-Punkte gespitzt haben traurig.

FKT – Tahoe Rim Trail

Nur 1x um den See….Dann ist es geschafft – Lake Tahoe

Der Tahoe See ist Läufern wahrscheinlich ein Begriff, da hier der Tahoe 200 stattfindet. Dieses 200 Meilen Rennen wird von Destination Trail, dem Unternehmen von Candice Burt, veranstaltet und ist eines der 3 – 200 Meilen Rennen (mit dem Bigfoot200 und dem Moab240) die gemeinsam die TripleCrownof200 bilden.
Anderen ist der See wohl in Erinnerung, da Bonanza in der Umgebung des Sees spielt.
Rund um diesen See gibt es einen beliebten 165 Meilen Trail, den Tahoe Rim Trail. Es begann also die Jagd nach den FKTs. In den letzten Wochen wurde mehrere FKTs auf diesem Trail aufgestellt.
Zuerst wurde der Damenrekord unsupported 2 Mal unterboten und die oben angesprochene Candice Burt hält den aktuellen REkord mit einer Zeit von 2d12h47m34s.


Kurz darauf hat Kyle Curtin ebenfalls den Unsupported Rekord
der Herren verbessert und die aktuelle Bestmarke auf 1d17h9m gesetzt.
Bemerkenswert sind neben der nur relativ knappen Abstände zu den Supported-Bestzeiten, die verschiedene Berichterstattung. So wurde zb. in der Runnersworld dem Herrenrekord ein ausführlicher Artikel gewidmet, in dem der Damenrekord eine kleine Absatzrandnotiz erhält. Das ist wohl kein guter Ansatz.
Altra hat hier die Damen besser gewürdigt und allen Athleten und Athletinnen gleichermaßen gratuliert.

FKT – Pennine Way (268mi)

Quer durchs Land der Briten – Pennine Way

Auf der Europa am nächsten liegenden Insel, dem brexitierten Britannien, gibt es auch schöne und vorallem anspruchsvolle Trails. Neben dem Spinerace, findet man hier zb. auch den Pennine Way. Ein 268 Meilen langer Trail im Norden Englands, bishin nach Schottland. Auch hier startete die Jagd nach den FKTsDer letzte Finisher der Barkley Marathons, John Kelly, hat wohl dieses Jahr ein brittisches Jahr eingelegt. Nachdem er bereits beim Spine Race 2020 teilgenommen hat, hat er nun eine neue FKT auf besagtem Trail aufgestellt.

Fast am Ziel – John Kelly (foto: Nicki Lygo)


Bemerkenswert ist hierbei auch, dass die bisherige Bestzeit aus dem Jahr 1989 stammt. Wer hier ganz nach oben auf der Hall of Fame will, muss die Strecke in unter 2d16h46m absolvieren.

https://fastestknowntime.com/route/pennine-way-uk

La Grande Traverse

998km – 41445hm – 7 Days (5-11.7)
Ein ganz anderes Format hat Salomon mit LA Grande Traverse aus der Taufe gehoben. Mit Ikonen wie Francois Dhaene ging es eine Woche durch die schönsten Berge. Hier erwartet uns sicherlich noch ein schöner Film. Vorab der Artikel von Salomon

Peter Herzog- 5 km Strassenlauf – Österreichischer Rekord 13:54

So pulverisiert man Rekorde (Bild: Screenshot – 5k Video Tom Hiver)

Schick einen Österreicher nach Deutschland und er wird großes vollbringen.
Peter Herzog hat sich diesen Satz zu Herzen genommen und in Berlin, der wohl schnellsten Beton und Asphaltwüste der Marathonszene einen neuen österreichischen Strassenlaufrekord über die 5000m in den Boden gefräst. Mit 13 Minuten 54 Sekunden hat er nicht nur den bisherigen Rekord um eine halbe Minute geschreddert, sondern ist auch den Bahnathleten sehr nahe gekommen. 1954 wäre er mit dieser Zeit Emil Zatobek, dem damaligen Weltrekordhalter um ein paar Sekunden davongelaufen. Großer Hut sei an dieser Stelle gezogen.

New PB – 5000M Andreas Vojta

Am Weg zu einer neuen PB (Foto: Alfred Nevsimal)

Bei der Midsummer Tracknight hat österreichs schnellster Läufer auf diesen Distanzen eine neue Personal Best aufgestellt. Nur 2 Sekunden hinter dem deutschen- Maximilian Thorwirth kam er in 13:36:95 ins Ziel. Das bedeutet einen unglaublichen Schnitt von 2:43 pro Kilometer.
Ergebnisse der Midsummer Tracknight

 IATF Entscheidung bis 14.8

Waiting for IATF

Noch untentschieden ist die Durchführung des IATF. Im Moment tun die Organisatoren alles dafür, dass ein Wettkampf stattfinden kann, sind aber natürlich von der aktuellen Situation und den lokalen Behörden abhängig. Eine finale Entscheidung wird es spätestens am 14.8 geben.

Aktuelle Folge

The streets of Vienna

Flo treibt sich nach seinen knackenden Erlebnissen wie angekündigt eher auf befestigtem Terrain herum. Dabei vergisst er allerdings nicht, dass Höhenmeter als Vorbereitung sehr hilfreich sind und so werden es halt Bergsprints und die Wiener Stadtwanderwege. Daneben muss die Arbeitsstrecke und die Donau herhalten.
Auf der Habenseite sehen wir, dass er frisch, fit und fröhlich durch die Lande läuft ohne sich zu verletzen.
Wir sind sehr stolz auf den Flo.

Dobratsch Rundwanderweg nonstop – FKT

Vor einigen Monaten hat Peter entdeckt, dass es neben dem Wanderweg auf den Dobratsch (Kärnten) auch einen Rundwanderweg um besagten Berg (und Mitteleuropas größtem Bergsturzgebiet) gibt. Eine kurze Recherche später waren die Eckdaten klar: Offizielle 68km mit 1365 hm sind zu bewältigen. Die entsprechende Webseite spricht von einer 4-Tageswanderung, doch wer nimmt sich dafür schon soviel Zeit. Dabei müssen 4 Stempelstellen besucht werden um am Ende die heißbegehrte Wandernadel zu ergattern.

Eine schöne Runde mit tollen Aussichten

Wandernadel! Das wird wohl Peters neue Sammelleidenschaft.
Am 9.7.2020 war es soweit, dass Peter die FKT auf diesem Trail setzen wollte. In der Früh los und zum späten Mittagessen soll es vollbracht sein.

Die Goiserer sollen es schon sein

Ordentliches Schuhwerk wird empfohlen (Foto: Goiserermuseum)

Vorab, bei der Routendurchsicht fiel Peter auf, dass wohl ein guter Teil des Weges über Forstwege oder Radwege/Strassen abgedeckt ist und so stellte sich die Frage Trailschuhe oder Strassenschuhe. Wer könnte das besser wissen, als die auf der Dobratsch Rundwanderweg Seite angegebene Stelle. Also rief er an und brachte sein Anliegen vor. Die freundliche Dame am Telefon verwies ihn auf die örtliche Stelle, da sie den Weg nicht genau kannte. Bei besagter Stelle angerufen und nochmal vorgebracht, dass der Weg an einem Tag gelaufen werden sollte und die Frage nach “wie hoch ist der Asphaltanteil, da es um die Schuhwahl ginge” wurde mit einem höchst hilfreichen “Ich bin den Weg noch nicht gegangen, aber es sollten schon feste Bergschuhe sein, weil es gibt schon Waldwege und Wurzeln” beantwortet. Auch ein zweiter Erklärungsversuch hat nicht viel gebracht und so war Peter auf sich gestellt, hat aber der Dame zugesagt, ihr die Antwort danach zukommen zu lassen.
Die Strassenlaufschuhe sollten sein.

Am Tag davor noch 15 Gels eingepackt, einen Riegel und zwei Softflasks vorbereitet, da es wohl am Weg genügend Trinkbrunnen geben sollte um ohne Zusatzgepäck einen Unsupported Lauf zu machen.

Der frühe Wurm

Im Frühtau zu Berge, wir ziehen Fallera…

Nach einer unruhigen Nacht machte sich Peter bereits um kurz nach 5 auf den Weg zur Strecke. Da der Weg zum “normalen” Startpunkt doch ein paar Kilometer weiter war, hat er sich entschieden, am nächstgelegenen Punkt einzusteigen und natürlich auch bis zu diesem die Runde zu ziehen.
Darum ging zum Einlaufen 4 km mit 300 hm rauf zum beinahe höchsten Punkt der Strecke.

Abfahrt

Folgen sie diesem Schild…. unauffällig

Fast pünktlich um 0530 ging es los. Die ersten Kilometer über Forststraßen relativ eben Richtung Bad Bleiberg. Gemütlich in der Pace, mit Navigation auf der Uhr trappelte er dahin. Die Beschilderung war gut und nach Hundsmarhof, Heiligengeist und Hüttendorf war Bad Bleiberg bald erreicht. Und schon ging es um bzw. durch den ersten Friedhof. (Die Streckendesigner haben wohl eine morbide Ader).

Gut beschildert war die erste Stempelstelle schnell gefunden. An der Hotelrezeption stand zwar ob der frühen Stunde ein Schild “Nachtportier” mit einer Telefonnummer, doch nach 1-2 Minuten verwirrtem Suchen, bog eine Dame ums Eck, die zügig den Wanderpass und den Stempel zur Hand hatte und Peter wieder auf den Weg schickte (sichtlich ungläubig, dass er den Rest auch noch am selben Tag machen wollte).

Feine Aussichten zum Frühstück


Raus aus dem Hotel und ab in den Wald. Entlang der in dieser Gegend allgegenwärtigen Bergwerksstollen und auf Teilen des Stollenwanderwegs ging es über tolle Singletrails in Richtung Nötsch. Am Weg traf Peter noch einige Waldbewohner, wobei ein Rehbock offenbar 1-2 Sekunden für die Einschätzung dieses komischen Lauftiers mit Weste brauchte um die Entscheidung zu treffen, doch in den Wald zu gehen und ihn nicht zu grüßen oder irgendwie anders zu reagieren.

Der Stollenchair steht bereit…


Ab KM25 war es dann auch irgendwann aus mit dem kühlen Waldschatten und dem nordseitigen Laufen. Es ging in Richtung zweiter Stempelstelle. In diesem Waldbereich wären Trailschuhe durchaus angebracht, aber da es trocken war, konnte es auch gut mit den Strassentretern gemeistert werden.

Raus aus dem Schatten und rein ins heiße Vergnügen


Kurz vor Nötsch über einen Bach und dann war da kein Schild. Links oder Rechts war die Frage. Natürlich entschied sich Peter für Links und bog auf einen Waldweg ab, der nach ca. 1km immer unwegsamer wurde und irgendwie kamen Zweifel auf ob der sonst recht gut gepflegte Weg plötzlich so barkleyresk werden sollte.
Sollte er natürlich nicht und so lautete die Devise “kehrt Marsch” und zurück zum letzten Punkt, der als gesichert richtig angesehen werden konnte.
Dann also rechts und siehe da, nach 500m stand Peter bereits in der Ortschaft.

Der Stempelritter im Museum



Glücklicherweis wusste Peter, dass er hier nach dem Museum suchen sollte, da der Weg kurz vor dem Museum 90 Grad links abbog und bei striktem Folgen wäre er wohl um einige Meter vorbeigelaufen und der ersehnte Stempel hätte gefehlt.
Museum gefunden – Stempel erhalten – Beine in Ordnung – hervorragend – weiter geht es.

Über Strassen und Radwege geht es über die Gail, an der der erste Abkühlungsstopp eingelegt wird (Buff nass machen, Arme kühlen). Danach auf nach Feistritz an der Gail. Dieser Ort glänzt durch mindestens 7 Brunnen, die genug Möglichkeit zum Befüllen der Flasks und zur Abkühlung bieten.


Hoch den nächsten Hügel, vorbei an der nächsten Kirche und natürlich durch den nächsten Friedhof.
Danach einem Pilgerweg folgend zur nächsten kleinen Ortschaft, immer im Sinn die 3 Stempelstelle in Arnoldstein.
Die Temperaturen waren bereits an der 30 Grad Grenze und die 3te Etappe zeichnete sich durch viel Asphalt, wenig Schatten und wenig Abwechslung aus.
Glücklich über das endlich Ortschild von Arnoldstein, bemerkte Peter, dass es hier wohl nochmal eine Stadtrunde gibt, damit man alle Sehenswürdigkeiten, wie eine Kirche bzw.eine Klosterruine und einen Friedhof, sieht und der Track sagt, dass hier die Stempelstelle sein sollte.

Verirrt vorm Wallnerwirt

Wo ist dieser Wallnerwirt….


War sie aber nicht…..200 m vor – Ortsende – 200m retour – Verwirrt blicken – 2x im Kreis drehen – nochmal 100m in jede Richtung laufen und noch immer verwirrt  sein. Komisch…
Nagut, da es das Ortszentrum war, lief Peter in das Gemeindeamt ein und fragte dort nach dem sagenumwogenen Wallnerwirt. Freudig erklärte ihm die Dame, dass das nur 400m die Strasse runter ist und so groß, dass es nicht zu verfehlen sei.
Nur gut, dass das dann auch exakt diese Distanz vom Track abweicht. Nagut, dann eben nochmal 400m weg vom Weg, rein ins Hotel, Stempel holen und retour auf den Rundwanderweg.
Die nächsten Kilometer ging es wieder Radwege entlang, allerdings feinerweise wieder zu einem guten Teil zwischen/unter Bäumen. An der Almwirtschaft vorbei und ab Richtung Villach Warmbad, dem eigentlichen Start und Endpunkt der Runde.

Jo, wir san mitn Radl do

Auf besagtem Radweg wurde Peter von einigen hitzeresistenten Radfahrern überholt, konnte aber sein Tempo gut halten. Ein paar Kilometer später wurde es etwas steiniger und 2 Damen, die ihn etwas zuvor mit ihren Rädern überholt hatten, waren plötzlich wieder in Sichtweite. Kurz darauf hatte Peter aufgeschlossen und ein kurzes Pläuschen später (“Seit wann läufst du heute?” “Halb 6” “wie? von wo?” “Villach” “Die ganze Runde?” “Jup” – “wow – wir machen nur die 4 Etappe – mit dem Rad, damit es einfacher ist”.) zog er beim ersten wurzeligen Anstieg vorbei.

Bärige Aussichten letzten Abschnitt


Bei diesem Anstieg mussten sie ihr Rad schieben bzw. Tragen. Die folgenden 2-3 Kilometer ließen in Peters Kopf starke Zweifel aufkommen, ob sie die beiden Mädels mit dieser Entscheidung wirklich einen Gefallen getan haben. Entgegen der ersten Annahme, dass sie ihn wohl beim nächsten Radwegstück wieder einholen werden, sah er sie bis Villach nicht mehr.

Follow the Path.. entlang der Gail


Dem Ufer der Gail folgend (ab ca. KM 60) ging es nun, zur letzten Stempelstelle. Durch die Schütt und über noch einen Hügel in Federaun musste Peter noch über eine Wegmarkierung schmunzeln, die ihn vor die Wahl stellte ob er die längere oder kürzere Strecke zum finalen Checkpoint wählen möchte.
Einen Römerweg später ging es hinunter zum Warmbaderhof, an dessen Rezeption die letzte Tinte auf den Wanderpass gedrückt werden sollte.

Am Ziel der Träume?


Da wäre ja eigentlich das Ziel…eigentlich.
Da Peter ja nicht hier begonnen hatte, waren es ja erst 67 km auf dem Track und er musste ja noch zum Ausgangspunkt. Nur gut, dass er gerade am tiefsten Punkt der Strecke stand und wieder zum höchsten Punkt hinauf musste. 
Da hat er sich aber gefreut. Und da es 500hm in 5-6 km waren, ging es auch knackig nach oben. Das Tempo bis dahin war brutto mit einem Schnitt von 6:44 nicht so schlecht, aber nun ging es damit steil bergab. Fast ausschliesslich wandernd und mitunter laut fluchend und Vögel beschimpfend, warum sie den so fröhlich herumtirrilieren, wenn es ihm nicht so gut geht, kämpfte er sich über die nicht enden wollenden Anstieg.
Aber Aufgeben ist ein paar Kilometer vor dem Ziel halt auch nicht drinnen.
Und so war es dann nach Brutto 8 Stunden und 30 Minuten (Bewegungszeit 7:55) erledigt und die Uhr konnte endlich abgedrückt werden.

Der Rundweg ist erledigt. wenn da nicht noch die 4 hin und 4 retour wären 🙂

Crawling to the Cave

Tja, da war aber noch der Heimweg. Nur 4 Kilometer und 3 davon über ein Stravasegment, dessen Krönchen bei Peter liegt musste er noch bewältigen. Nur diesmal brauchte er für diese 4 Kilometer beinahe 30 Minuten. Laufen war das nicht mehr.

14:30 – Done


Um 14:30 der finale Sit down auf der Terasse und 80 km in den Beinen war Peter stolz aber auch froh, dass es vorbei war. Die neue FKT auf diesem Weg war erreicht und ein herrlicher Lauftag fand sein Ende.

Lessons Learned:

  • Schuhwahl war richtig und wohl deutlich angenehmer als mit Trailschuhen

  • Der Wanderweg ist perfekt für unsupported Attempts, da genug Wasserstellen vorhanden sind

  • Bei einem zweiten Versuch ohne Stempelstellensuche und Wegkenntnis ist da für Peter eine Sub 7:30 drinnen. (das muss wohl nochmal gemacht werden).

  • Wer am höchsten Punkt startet, hat den Anstieg am Schluss – das ist nicht schlau.

Zum nachsehen gibt es hier noch das Relivevideo dieses Laufs.

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