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Zeitnehmung des Ineos 159 im Ziel

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde

Rekorde so weit das Auge reicht. In dieser Folge geht es um persönliche Rekorde, die Freuden des Unterstützens bei Rekorden und natürlich um die Weltrekorde, die der Herbst 2019 mit sich gebracht hat.

Die Stravagruppe

Virtualrun 16.12 - 22.12
Ein drittes Mal geht es um die Beinkrone. Join #teamkurzehose oder #teamlangehose

Virtual Run 3 – 16.12-22.12

Als Jahresausklang gibt es wieder eine neue Auflage unseres virtual Runs. Der Virtual Run 3 findet zwischen dem 16.12 und dem 22.12.2019 statt und erneut kämpfen die Teams #teamkurzehose und #teamlangehose um die Vorherrschaft am Spekulatiusteller. Wenn andere den Gürtel enger schnallen, knallen wir die Kalorien nur so raus und verlangen Nachschlag.
Alle Regeln, den Twitterfeed und News findet ihr auf unserer Virtual Run Seite: https://laufendentdecken-podcast.at/virtual-run/

Weihnachtsmarathon

Als ganz besonderes Zuckerl haben wir uns zum Abschluss des 3.Virtual Runs ein Communityevent überlegt. Beim diesjährigen Weihnachtsmarathon am 22.12.2019 in Langenzersdorf bei Wien werden Flo und Peter an den Start gehen und gemeinsam mit hoffentlich ganz vielen von Euch einen Lauf absolvieren. Es gibt Distanzen zwischen 241,2m bei den Wichtelläufen bis hin zu 42.195 Kilometern, wenn man den ganzen Weihnachtsmarathon machen mag.
Es gibt doch keine schönere Kombination, wie Laufen mit netten Menschen in der Vorweihnachtszeit und sich dabei die beste Ausrede für die Völlerei in den Folgetagen zurückzulegen: “Bin ja so weit gelaufen – hab ein Kaloriendefizit”.

Bitte nicht vergessen: Ihr müsst einfach auf http://www.weihnachtsmarathon.at/ klicken und euch mit dem Teamnamen “Laufendentdecken Podcast” anmelden und schon seid ihr dabei.

Wir haben auch hierfür eine Strava Veranstaltung ins Leben gerufen: Weihnachtsmarathon Veranstaltung


Es gibt zum Virtual Run und zum Weihnachtsmarathon ein Stravaevent. Meldet euch fleissig an und kontrolliert bitte, ob ihr noch angemeldet seid. Strava hatte hier technische Schwierigkeiten und bei einigen Events (natürlich auch diese Beiden) sind alle Teilnehmer gelöscht worden.

Die aktuelle Stunde:

Bigs Backyard Ultra

Jedes Jahr im Oktober wird in Tennessee die inoffizielle Weltmeisterschaft der Backyard Ultras ausgetragen. Die Regeln dieser Läufe sind denkbar einfach. Wir haben es bereits in der Folge 45 näher erläutert. Ebenso sei allen das nachhören der Folgen rund um die Barkley Marathons ans Herz gelegt.
Maggie Guterl gewinnt als erste Frau mit 60 Runden und einer Gesamtdistanz von 402,5 KM. Nachdem letztes Jahr Lazarus Lake noch Courtney Dauwalter mit den Worten “Es wird niemals eine Frau diesen Lauf gewinnen” getritzt hat, hat bereits ein Jahr später, die Damenschaft ein dickes “Aber wetten doch!” Statement abgegeben und spätestens jetzt sollte klar sein, dass im Ultrasport Chromosomenpaare nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Disziplin, Talent und Sturheit sind nur drei Eigenschaften, die alle einen größeren Einfluss auf den Ausgang eines Ultraevents haben.

Marathon Weltrekord

Am 13. Oktober 2019 lief Brigid Kosgei im Rahmen des Chicago-Marathons eine unglaubliche Zeit von 2:14:04. Damit verbesserte sie den 16 Jahre bestehenden Weltrekord von Paula Radcliffe um 1 Minute 24 Sekunden. Die 25 jährige Kenianierin hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Karriere hingelegt und ist davon überzeugt, dass der Weltrekord der Frauen bald unter 2:10:00 liegen wird.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Brigid Kosgei hat den 16 Jahre bestehenden Weltrekord von Paula Radcliffe um 1 Minute 24 Sekunden unterboten. (Foto: gettyimages | Jim Young)

Weltrekord über 42,195 Kilometer

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
#nohumanslimited

Eilud Kipchoge hat im Rahmen des INEOS 159 Events den schnellsten Lauf eines Menschen über die Distanz von 42,195 km in 1:59:40 absolviert.
Als in Wien lebende Läufer mussten das ganze natürlich live begleitet werden und es war eine unfassbare Demonstration an läuferischer Perfektion. Wie ein Uhrwerk, mit einer Leichtigkeit, die unsereiner nur für 100m während eines läuferischen Balztanzes hinbekommt, hat Eilud Kipchoge und seine Mannschaft an Pacemakern, die allesamt eine Spitzenleistung gebracht haben, die 42 Kilometer abgespult. Er war so gut vorbereitet, dass er auf dem letzten Kilometer nochmal einen Temposteigerung von seinem “normalen” 2:50er Schnitt auf 2:40 hingelegt hat. Da hat er wohl Flo Neuschwander gut zugehört und einen #fastlastk hingelegt.

Ein famoser Laufstil und eine perfekte Formation bieten den Rahmen zu einem geschichtsträchtigen Lauf

Die schönsten Worte fand der Moderator nach dem Zielinterview: “Eilud sieht nach dieser Leistung aus, als ob er gerade beim Bäcker Frühstück holen war”.

Es werden immer wieder Stimmen laut bzw. kommen Meinungen in Umlauf, die da behaupten, dass das alles nicht soviel wert sei. Es ist ja kein echter Weltrekord, die Pacemaker haben ja getauscht, die Bahn war ja optimal vorbereitet etc.

Hier sei festgehalten, dass Eilud Kipchoge auch der offizielle Weltrekordhalter ist.
Es wäre zudem auch relativ einfach gewesen “offizielle” Bedingungen zu kreieren. Hierüber haben sie die beiden Fat Boys Run – Protagonisten in Folge 174 Gedanken gemacht. Allerdings wäre die Geschichte mit den Pacern nicht ganz so einfach, wie es sich Michael Arend vorgestellt hat, da diese nicht überrundet werden dürfen.

Kurzum war es kein offizieller Marathonweltrekord, aber Eilud Kipchoge ist der erste Mensch der die Distanz von 42.195 KM in unter 2 Stunden absolviert hat.

24h – Weltbestleistung

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
24 Stunden in Albi (Foto: Sabrina Lederle)

Bei der IAU 24h Weltmeisterschaft in Albi hat Camille Herron ihre eigene Bestmarke auf nunmehr 270,1 km geschraubt und die Damenwertung überlegen gewonnen. Damit ist sie in der Gesamtwertung auf Rang 6 gelandet und hat ein weiteres Mal ihre unglaubliche Konstitution unter Beweis gestellt. Den Sieg holte sich Aleksand Sorokin aus Litauen vor Tamás Bódis aus Ungarn. Die ungarische Mannschaft war dieses Jahr bärenstark unterwegs.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Camille Herron am Weg zu ihrem triumphalen Sieg



Aus dem Team Vegan.at ist Sabrina Lederle ins österreichische Team einberufen worden und konnte sich mit mehr als 160km in den Top 100 halten, obwohl dieses Jahr suboptimal verlaufen ist. Wir werden in den nächsten Wochen ein Special mit ihr machen und sie zu ihrem Werdegang, zur Faszination Ultrarunning und der Weltmeisterschaft befragen.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Die östereichische Mannschaft in Albi

Dick Collins Firetrails

Franz Preihs hat beim diesjährigen Dick Collins Ultramarathon mitgemacht und über die 80 Kilometerdistanz als 14ter gefinisht. Damit war er bester Nicht-Amerikaner.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Am Weg zum “Auslandsoscar” – Bullenstarker Auftritt von Franz in den USA. (Foto: Scenaperformance )

Es zeigt sich, dass er das er bei der ganzen Radlerei das Laufen noch nicht ganz verlernt hat. Wir sind gespannt, ob da nicht 2020 noch etwas kommt.

Aktuelle Folge

Wachau Halbmarathon

Beim diesjährigen Wachauhalbmarathon durfte Peter einen Freund, zu seiner neuen Bestzeit begleiten. Er wollte endlich die 1:40 unterbieten und so hat es sich gut getroffen, dass Peter gerade im Training war und Zeit hatte. Die Arbeitsaufteilung war Joe: Laufen, Peter: Rest.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Beim Start sehen die Jungs noch frisch aus (Foto: Conny Föda)

Mit dieser rudimentären aber klaren Trennung der Aufgaben ging es los und das Zieltempo von 4:40 pro Kilometer konnte am Anfang natürlich mit Leichtigkeit gehalten werden. Hier war die Herausforderung eher die, nicht zu overpacen (würde Peter ja nie machen) und nicht alle Körner auf einmal rauszuknallen.

Nach den ersten Kilometern war der Schnitt bei ca. 4:30-4:35 und ein paar Sekunden Buffer waren aufgebaut. Neben dem permanenten Blick auf die Uhr und regelmäßigen Checks ob alles gut läuft war es Peters Hauptaufgabe bei den Labestellen die Getränke zu organisieren und keine Sekunden unnötig zu verschwenden.

Bei Kilometer 12 würde die Rückfrage nach dem Spirit mit einer Naja-Geste beantwortet. Also Gel aus der Hose fischen und geschwind an Joe weiterreichen. Zucker wird es richten. Danach ein paar Sekunden langsamer machen um den Puls zu beruhigen und ab Kilometer 15 kam der zweite Frühling. Die Pace war wieder im Plan und mit fliegenden Schuhen ging es Richtung Ziel.

Kurz vor dem Ende sollte es noch ein zweites Gel gehen um kein Risiko einzugehen. Nach 1:38:30 war das Ziel erreicht und die Mission mehr als erfolgreich abgeschlossen. Diese schöne Teamleistung ließ alle um die Wette strahlen.

Grazmarathon

Anfang Oktober war Peter wieder im Einsatz und auch diesmal war er in Pacermission unterwegs. Diese Woche wollte er Maria zu einem Sub-4 finish beim Grazmarathon begleiten.

Gemeinsam mit der Fanschar (mit 2 und 4 Beinen) wurden die Startnummerm geholt und der Abend vor dem Rennen verbracht. Bei diesem Zusammensitzen erfuhr Peter, dass es bei der Erklärung der Superkompensation einige Missverständnisse gibt/gab. So ist der zeitliche Ablauf und die genaue Formel noch erklärungsbedürftig. Das wird in den nächsten Folgen nachgeholt. Es soll hier ja kein gutes Ergebnis verhindert, sondern Bestleistungen gefördert werden.

Nach einer kurzen Nacht ging es am Morgen zum Start und bei Kaiserwetter machten sich die beiden auf den Weg.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Vor dem Start des Marathon ist die Stimmung prächtig

Bereits bei der Starteinteilung zeigte sich, dass der Grazmarathon eine feine Veranstaltung ist, die es im Gegensatz zu gewissen anderen Stadtmarathons es schaffen, die Halbmarathonläufer ein paar Minuten später abzulassen.

Nach ein paar Kilometern wurde klar, dass der 4-Stundenpacemaker um einige Sekunden pro Kilometer zu schnell war. So kam es, dass Peter bald eine Gruppe von ca. 6-8 Läuferinnen und Läufern um sich hatte, die sich dem Duo anschlossen. Bei der ersten Labestation wurde fleissig angefeuert und ähnlich wie in der Wachau war Peters Aufgabe: Pace kontrollieren, Getränke holen und die Motivation hoch halten.

So ging es genau nach Plan durch die Stadt. Dazwischen wurde getratscht, die Getränke und Bananen verteilt und nach 1:59 war der erste Halbmarathon absolviert. Der Pacer wart nicht gesehen und es wurde deutlich, dass dieser die erste Hälfte um einiges zu schnell durchgezogen hat.

Auch aus der Gruppe rund um Maria und Peter sind ein paar Läufer verschwunden, aber die Gruppe blieb auf Kurs. In der zweiten Hälfte ist das Feld merklich ausgedünnt, aber durch die Streckenführung, die sich im das Stadtzentrum windet, ist immer eine gute Stimmung entlang der Strecke.

Ab Kilometer 30 zeigten sich mehrere Dinge. Peter bemerkte, dass es zwar sehr löblich ist, wenn man für seine Gruppe die Versorgung sichert, es aber auch schlau wäre, wenn man selbst auch genug trinkt. Glücklicherweise konnte er aber rechtzeitig gegensteuern und es wurde zu keinem Problem.

Bei Maria machten sich langsam ein paar Ermüdungszeichen bemerkbar. Mit dem einen oder anderen Gel konnte das Tempo aber aufrecht erhalten werden. Als es das zweite Mal Richtung Andritz ging und der Kilometer 33 um die Ecke lugte, musste das Tempo leicht reduziert werden. Letzte Wende und nur mehr 7 Kilometer waren es bis ins Ziel. Der letzte aus der Gruppe verbliebene Mitläufer musste bei Kilometer 36/37 plötzlich mit Seitenstechen das Tempo rausnehmen. So waren Maria und Peter als Duo Richtung Ziel unterwegs. Peter hat alle Motivationskniffe ausgepackt und das “Zielbier” ließ Maria nochmal alle Energiereserven mobilisieren.

Durch die letzten Gassen ging es wieder ins Stadtzentrum und in einer großartigen 4:03 konnte Maria ihre persönliche Bestleistung deutlich verbessern. Beim nächsten Mal wird noch an der Superkompensation geschraubt und die 4 Stunden werden ein sprichwörtliches Lapperl werden.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Mit Begeisterung ab ins 4 Stunden Erlebnis

Der Lauf hat Peter mindestens genauso viel Spaß gemacht wie die eigene Jagd nach einer neuen Bestzeit.

Tierschutzlauf

Am 6.Oktober fand der neunte Tierschutzlauf im Wiener Prater statt. Florian, Peter und deren Lieblingstriathlet Sebastian traten mit hohen Erwartungen an. Der von Florian und Peters Verein, Team Vegan, veranstaltete Wettkampf brachte neben einer Vielzahl von veganen und nicht-veganen Hobbysportlern auch den 3x-fachen österreichischen Staatsmeister Andreas Voija an den Start.

Nächstes Wochenende – nächster Wettkampf.

Sebastian war für die 5 Kilometer gemeldet und hat direkt vom Start weg eine sehr starke 3:25er Pace angeschlagen. Er konnte sein Tempo gut durchhalten und so gab es am Schluss neben einem schicken Foto mit elegantem Gesichtsausdruck auch eine Flasche Apfelsaft für den 3ten Platz.

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Attacke!

Währendessen wollten Florian und Peter die jeweiligen Bestzeiten über 10 Kilometer verbessern. Florian wollte eine 38:xx erreichen und Peter eine 39:xx.

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Zwei Gazellen im Wiener Naherholungsgebiet

In gewohnter Manier ging es los. Florian fast in seinem Zielbereich, Peter um 20 Sekunden zu schnell. Das konnte ja nur gut werden. Und so ging es über die Hauptallee zur ersten 180 Grad Kehre. Der Schnitt bei 3:40 und der Puls schon gut hoch und Peter einige Meter vor Flo. Tippitoppi.

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Volle Kraft voraus….

Nach 5 Kilometer waren die Beiden gleich auf und die Uhr zeigte 19:10 als Durchgangszeit. Florian war nun auf Betriebstemperatur und konnte sein Tempo beinahe unverändert durchziehen. Dem vielleicht doch etwas ambitionierten Anfangstempo geschuldet, musste Peter etwas abreissen lassen.

Das Tempo konnte er mit Krampf auf 4:10 halten und so mit 40:05 ins Ziel kommen. Knapp aber doch war das am Ziel vorbei.

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Geschafft…aber halt auch grad nicht…..

Und Florian?

Auch er hat ein wenig Zeit eingebüßt und musste am Schluss arg kämpfen. Die Uhr war aber gnädig und so war es eine 38:59,5 und das Ziel punktgenau erreicht.

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Das ging sich haarscharf aus….38:59

So kann jeder Trainer stolz sein!

Korneuburg Donaulauf

Und die Woche danach? Natürlich war auch hier ein Wettkampf. In Korneuburg fand erneut ein Halbmarathon statt. Da sich Stockerau zurückgezogen hat, würde aus dem 2 Städtelauf der Korneuburger Donaulauf. Sebastian und Peter dachten, daß Recht überschaubare Starterfeld betrachtend, “da könnt was gehen”. Die Zeiten der letzten Jahre waren machbar und so war eine Platzierung ganz vorne das Ziel.

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Mit dem Stockerl wurde geliebäugelt

Bei Toplaufwetter und mit grosse Motivation ging es ab an den Start. Sebastian, bisher schon eine Bestzeit von 1:27 stehen hatte, wollte die 1:24 angreifen. Peter, der im Frühjahr 1:32 schaffte, wollte endlich unter 1:30 kommen.

Startschuss und los ging es. Business as usual. Die Spitze schlug einen 4er Schnitt an und mittendrinnen sind Sebastian und Peter.
Für Sebastian waren 4:00 exakt die Zielpace, doch Peter wollte doch sub 1:30. Ob er da nicht vielleicht ein bisschen zu schnell war.
Nach 3-4 Kilometern hatte Peter einen klaren Moment, schaute auf seine Uhr und sah, dass er erstens um 10 Sekunden pro Kilometer zu schnell war und zweitens sein Puls um 10 Schläge zu weit oben war. Also Tempo drosseln und abreissen lassen.
Da zogen sie hin, die Verfolgergruppe inkl. Sebastian. Peter tappelte dann alleine Richtung Halbzeit, immer 2 Läufer im Abstand von ca. 50-100m im Rückspiegel sehend. Vorne war da nichts mehr zu holen. Kurz vor der Wende kamen ihm die beiden Führenden entgegen, die am Ende mit einer 1:16 bzw. einer 1:17 ins Ziel eilen würden. Die Verfolgergruppe hatte schon Respektabstand. Hier fand sich auch Sebastian, der ein wahnsinnig starkes Rennen lief und hinter den ersten 4 Läufern die Kehre nahm und seine kleine Gruppe hier stehenlassen konnte.
Peter kam dann auch als 8ter zur Wende, sah hier aber schon, dass einer seiner beiden Nächstgelegenen einen sehr fitten Eindruck machte und sich anschickte, schnell näher zu kommen. Und so war es dann auch. Bei Kilometer 15 wurde er eingeholt, blieb aber im Windschatten des Angreifers. Nach 200m winkte dieser rechts und bog ab. Das Schuhband war offen und in diesem Moment hatte Peter Mitleid. Mit einer so starken Leistung hat man kein offenes Schuhband verdient.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Keine Körner mehr für einen besseren Zielsprint über (Foto; Monika Magart)


Der besagte Mitläufer hatte sein Problem aber schnell gefixt und konnte danach, wohl auch mit etwas Wut im Bauch, wieder auf die Jagd gehen. 1-2 Kilometer vor dem Ziel war es erneut soweit und er überholte Peter. Dieser blieb zwar bis zum Schluss dran, konnte aber im Zielsprint nicht mehr soviel drauflegen und so musste er sich um eine Sekunde geschlagen geben. Auch wenn es am Schluss nur der 9te Rang war, erfreute Peter die Zeit von 1:28:38 umso mehr. Er hatte sein Ziel weit unterboten und hatte Florian für die Folgewoche auch eine gute Motivation mitgegeben.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Volle Kanne, Hoschi! Foto: Monika Magart

Sebastian hat zu dem Zeitpunkt bereits gut durchgeschnauft, da er bereits mit einer unglaublichen 1:22:xx ins Ziel gedüst ist. Platz 4 hieß es am Ende und Platz 3 in der AK. Da freute er sich doch gleich noch mehr über die nächste Flasche Apfelsaft.

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Stolz und zufrieden konnten die beiden Starter in Korneuburg über ihre neuen Bestzeiten sein

LCC – Herbstmarathon

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde

Florians A-Wettkampf im Herbst 2019 war überraschenderweise ein Straßenhalbmarathon. Der lcc-Herbstmarathon war das Objekt der Begierde und eine 1:27:xx sollte am Zettel stehen.

Peter hatte ja bereits in der Vorwoche sein Saisonziel mehr als erfüllt und konnte so ganz entspannt zum Start gehen. Kurz abgesprochen hieß es für Florian, 4:05 am Kilometer anschlagen und möglichst bis ins Ziel durchhalten.
Peter beschloss, Florian auf den ersten Kilometern ein Tempo zu machen und dann, je nachdem wie der Puls wäre, kürzer oder länger die Pace zu machen.
Gesagt, getan und ab ging es im strammen 4:05er Schnitt. Peter versuchte für Florian dann und wann die Strasse freizuschreien, da nicht am Wettkampf beteiligte Menschen immer wieder die gute Idee haben, durch ein laufendes Feld zu schreiten, ihr Fahrrad quer zu schieben oder sonstwie Dummfug zu machen.
Soweit konnten alle Hindernisse aus dem Weg geschafft werden und es ließ sich zeittechnisch gut an.
Als dann bei Kilometer 4 plötzlich die Liliputbahn das Läuferfeld querte und alle Anwesenden einen unvemuteten Ausfallschritt oder zwei oder drei machen mussten, war Florian und Peter bewusst, dass dieser Tag etwas sonderbar war.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
In trauter Zweisamkeit durch die erster Runde (Foto: Nadine Schmitz)

Nach der ersten 7 Kilometerrunde war der Puls bei Peter viel zu hoch und so überantwortete er Florian an einen ähnlich schnell Laufenden und ließ sich ein wenig zurückfallen.

Danach zog Florian davon und war gut auf Kurs, richtung Sub 1:28. Peter brachte mit 2 Kilometern im 4:25er Bereich seinen Puls wieder unter Kontrolle und lief zu diesem Zeitpunkt recht einsam dahin.
Kurz vor Ende de zweiten Runde (ca. KM 12) war die Gruppe um den 3:00 Marathonmann da und haben Peter eingekesselt. Dieser hat er sich für ein paar Kilometer angeschlossen, konnte das Tempo aber auch um ein Euzerl nicht halten. Ähnlich erging es der drittplatzierten Frau, die gemeinsam mit Peter die letzten Kilometer absolvierte.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde



Flo konnte in der zweiten Runde das Tempo gut halten und hatte den graushirtigen Mann immer in Schlagdistanz. Im dritten Umlauf waren es nur wenige Sekunden, die er langsamer wurde und schon musste Florian die letzten Geraden alleine laufen.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Die neue Bestzeit im Blick (Bild: Newetschny)

Kurz vor Schluss hatte Flo nochmal eine inspirierende Begegnung mit einem Linienbus, der quer zu Laufrichtung auf der Allee stand. Nachdem Florian in seinem Vorleben bereits schmerzhafte Erfahrungen mit Buskontakten hatte, hat er hier versucht, durch verbale Kraftakte einen Zusammenstoss vermeiden zu können und tatsächlich kam er ohne Metallvollkontakt ins Ziel.

Am Ende hatte Flo eine 1:27:50 stehen und wir sind wahnsinnig stolz auf diese großartige Leistung. Peter folgte mit einer soliden 1:31:xx, konnte so seine Form bestätigen aber merkte die 8 Wochen Racing.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Soviel Zeit muss sein….

Die ebenfalls angetretenen Freunde der Beiden haben es auch richtig krachen lassen und sind mit persönlichen Bestzeiten ins Ziel gekommen.

Dieser Quasi-Saisonabschluss war auf alle Fälle würdig und recht und die ganzen anfeuernden Teamkolleginnen waren Gold wert.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Knackfrisch – Die Medaille ist wirklich sehr schön.

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay

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Peter: Twitter, Instagram

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LEP#070 - Schluppencast

LEP#070 – Schluppencast

Der Schluppe

Schluppenchris läuft anders!

LEP#070 - Schluppencast
Guten Morgen, Christian!

Im Twitteruniversum der deutschsprachigen Ultrarunner fällt man früher oder später über Christian, besser bekannt als Schluppenchris oder Schluppe. @schluppenchris

Doch warum? Wer ist dieser berühmte und berüchtigte Läufer? Sind die denn alle bekloppt?
Was macht ihn so bekannt? Warum sollten ihn noch mehr Menschen kennen?


Um diese und noch mehr Fragen zu beantworten, haben ihn Peter und Florian zum Interview geladen.

LEP#070 - Schluppencast
Lass laufen (Foto: was läuft/Schuppenchris)

Wer ist Christian und warum Schluppenchris?

Vorneweg – Christian ist lustig. Und Christian ist kreativ. Fast scheint es so, als ob seine Ideen beim Laufen über Laufen ein kreatives Perpetuum Mobile sind. Je mehr er läuft, desto mehr Ideen hat er und desto mehr er davon umsetzt, desto mehr läuft er….

Wie bist du zum Laufen gekommen?
Diese Information ist wohl auf ewig in den Gedächtniswindungen verschollen. Christian weiss noch, dass es vor 1997 war, aber wann genau und warum hat es sich aus dem Kopf gelaufen.

Was hat sich über die Jahre verändert?
Nach 10 Jahren im eigenen Nahegebiet und ohne große Ambitionen war 2007 der erste Marathon fällig. Heute findet sich Chris das eine oder andere Mal in Ultrastartblöcken (siehe unten) und vorallem jeden Tag draussen, zum Laufen.

Er ist also Streaker, Ultraläufer, Laufchallengedesigner, Minimalschuhläufer und Querdenker.
Bei all der Verrücktheit, hat man aber nie den Eindruck, als ob es verkrampft wäre oder ein Kampf. Christian wird sehr natürlich und geradlinig und statt Top 3 mit Ellbogen meint man bereits beim ersten Interview / beim ersten Lesen seines Blogs zu wissen, dass es mit ihm ein Abenteuer ist.

Abenteuerlich sind auch einige seiner Einfälle. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die in einer Bierlaune die “ultimative” Idee haben, die dann nie Realität wird, setzt er vieles auch einfach um.

Verrückte Ideen

Der #Schlem

LEP#070 - Schluppencast
Die vollständige Strecke des SCHLEM

#SCHLEM (Schluppes Einfahrtmarathon)

Was ist der Schlem und wie kam es dazu?

Der SchlEM ist Schluppes Einfahrtmarathon. Dieser führt über eine Strecke von 182m und 231 Runden am ehemaligen Wohnort Christians. Die Ursprungsidee kam ihm in der Vorbereitung zum #METM, dem Mount Everest Treppenmarathon und 2017 tat er es….. er absolvierte die Strecke in seiner Einfahrt. Hierzu gibt es natürlich einen schönen Blogpost: https://schluppenchris.de/tag/schlem

Und weil er auf Twitter von #allesbekloppten umgeben ist, fanden die Idee so lustig, dass sie auch des Schluppes Einfahrt bevölkern wollten …. und so kam es dann 2018 zu einer Neuauflage: https://schluppenchris.de/der-schlem-2018

Natürlich musste hiernach der Erfinder noch einen drauflegen und den #SCHLEUM laufen (Schluppes Einfahrtultramarathon) 🙂

Gibt es eine Neuauflage oder etwa noch eine Steigerung?

Natürlich…. der Christian ist umgezogen und darum hat er 2019 den #SCHLUG25 (Schluppes Underground Garage 25k) gemacht. Unglaubliche 400 Runden hat er des Nächtens in einer/seiner Tiefgarage absolviert. Dabei hat er unter anderem eine mutmaßlich nüchterne, bekleidete Dame getroffen, die um 03:30 in der Nacht zu ihrem Auto gelaufen ist. Nach einer Weile Kofferaumgekrame hat sie ihre Beute, eine Flasche Cola, an sich genommen, hat Chris einen guten Morgen gewünscht und verschwand wieder.
Komische Dinge passieren, wenn man in der Nacht in der Tiefgarage laufen geht.
https://www.strava.com/activities/2784275560/overview

LEP#070 - Schluppencast

Das war alles? Aber sicherlich nicht……

#Runtzee

Was ist Runtzee?
Runtzee ist ein Laufspiel im Stil von Yahtzee kombiniert mit den Tagen eines Monats.
Kurzum, 31x Laufen gehen mit den Distanzen 1-31km. Das ergibt die Formel:

LEP#070 - Schluppencast
Bildungspodcast (bei n=31 ergibt sich für die Monatskilometer k ein Wert von 496)

Die ganze Geschichte rund um und zum Runtzee gibt es natürlich bei Chris: https://schluppenchris.de/runtzee . Dort beschreibt er den ganzen Reifeprozess, die genauen Regeln, den Ablauf und den persönlichen Eindruck der ganzen Geschichte.

Der geneigte Leser sieht, dass da eine ganze Goldader der lustigen Ideen unter der harten Rinde des Schluppeschen Kopfs liegt, die erst Stück für Stück freigelegt wird.

Und als Förderband bzw. Brandbeschleuniger hat der Jung’ nun auch noch begonnen zu streaken.

Streak running

Neben den erwähnten und beschriebenen Ideen, ist Christian seit mehr als 500 Tagen im Streakrunning gefangen.

  • Wie ist er dazu gekommen?
    Kurz: ist passiert 🙂 ….
    Lang: In Vorbereitung auf einen Ultramarathon wollte er eigentlich nur eine Peakweek einlegen und hat dazu jeden Tag einen Lauf eingelegt. Ebenso in der Folgewoche und weil er dabei war, hat er sich überlegt, dass er das ja auch einen Monat machen könnte.
    Schwupps, war der durch und dann ging es klassisch weiter….50 Tage, ein Quartal, 100 Tage, 111 ist eine lustige Zahl, Svens Streak schlagen, schaff ich ein Jahr…. 🙂
  • Was sind die größten Herausforderungen?
    Es zur Routine werden zu lassen. Am Anfang ist es natürlich schwierig, die Gewohnheit zu etablieren und nicht locker zu lassen. Später ist es eine Selbstverständlichkeit, aber kein Selbstläufer.
    Ungeachtet dessen klingt es aus Christians Mund selbstverständlich, dass er mal die eine und dann noch eine und noch eine Woche gemacht hat und plötzlich eine schon beachtliche Streak hatte.
  • Gab es / gibt es schwere Momente?
    Natürlich! Wenn die Zeit knapp ist oder bevor ein großes Ziel erreicht wird (zum Beispiel das 1te Jahr).
  • Hat sich dadurch etwas geändert?
    Es gibt sehr unterschiedliche Streakertypen, die jeden Tag meditative 22km absolvieren oder aber auch ein klassisches Trainingsprogramm absolvieren und die Pausentage mit dem Minimum von 1 Meile auffüllen. Darum kann man hier keine allgemein gültigen Ableitungen treffen.
    Christians Regenerationszeit ist allerdings merklich besser geworden, weil die Beine es gewohnt werden, dass sie täglich gefordert werden. Zusätzlich hat sein Immunsystem einen Boost erhalten und er wird noch seltener krank.

Und dann macht der Kerl auch noch Wettkämpfe. Der letzte war the great Escape.

The great Escape

Zu einem seiner neuesten Abenteuer hat Chris auch einen schönen Artikel verfasst: https://schluppenchris.de/die-belgische-meile

Ein spezieller Lauf voller Überraschungen und einem herausfordernden Ende. Auch Chris kann zweifeln 🙂

Runpacking

Zu guter Letzt wollen wir euch auch noch zeigen, was Christian treibt, wenn er mal richtig Hand anlegt. Dann denkt er sich einen Runpackinganhänger aus, den er sich dann bauen lässt.
Warum?
1. Weil es geht.
2. Weil es ihm so erlaubt, längere Touren zu machen und das Dropbag immer dabeizuhaben.

Zum weiterlesen gibt es hier den äußerst lesenswerten Blog von Christian: https://schluppenchris.de/

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–Viel Spass beim Hören!

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Florian: Twitter, Instagram
Peter: Twitter, Instagram

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Zielsprung

LEP#069 – Arktisches Geflügel gibt Fersengeld

Geordi tapselt mit Florian und Peter über den WSUT 2019 und den Schneebergtrail.
Erneut haben Florian und Peter einen Gast in der Folge. Unser Liebster Pinguin hat in den letzten Wochen sowohl mit Peter als auch mit Florian eine schöne Zeit verbracht und so soll darüber berichtet werden, wie das arktische Geflügel Fersengeld gibt.

WSUT 2019 – Wörthersee Ultratrail

Im südlichsten Bundesland fand Ende September der Wörthersee Ultratrail statt, der einen der Höhepunkte in Peters Rennplanung bildete. Das erste Mal weiter als 70km und das bestenfalls unter 9 Stunden. Damit auch nichts schiefgehen konnte, hat Geordi sich als Mitläufer, Supporter und Pacemaker ebenfalls auf in die “Seenswerte” Gegend gemacht.

Die Eckpunkte

Anreise und Racebriefing

Auch bei einer optimalen Superkompensation ist die Tradition des Preracebiers einzuhalten. Das verplichtende Racebriefing bietet hier meist den optimalen Rahmen. So auch in Pörtschach, wo Geordi und Peter, direkt nach der Startnummernausgabe und der Information, dass eine Stirnlampe vor 2 Tagen in die Pflichtausrüstung mitaufgenommen wurde, diese Hopfenkaltschale genossen. Bezüglich der Stirnlampe konnte mit den Verweis auf die kurze Vorankündigung mit dem Veranstalterteam vereinbart werden, dass bei gemeinsamen Start auch eine gemeinsame Lampe in Ordnung ist.

Preracebier
Das spannendste beim Racebriefing ist immer das Preracebier

Nach Abschluss des Briefing fuhren die Beiden nach Villach ins schwiegerelterliche Quartier. Nach einem schönen Carboloading und einem kleinen Schlummertrunk ging es in die Federn.

Das Rennen

Um 4 Uhr morgens ertönt der liebliche Klang der Wecker und es werden die Laufklamotten auf den Leib geworfen und das Frühstück flott einverleibt. Mit ein wenig Kaffee und einem Müsli im Magen konnte es losgehen. Die Flasks gefühlt, eine getauscht, weil sie undicht ist und dann ab nach Pörtschach.

Aufgeweckt
Aufgweckte Kerlchen um 04:30

Start

In Pörtschach angekommen wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und nach einem charmanten Pflichtausrüstungscheck ging es an die Startlinie.
Tatsächlich waren einige Fans um 6 Uhr morgens bereits beim Startgelände und feuerten die Meute 72er an.

Zwei eulen am Start
Zwei Eulen stehen am Start

Pünktlich ging es los und gut gelaunt ging es im vorderen Mittelfeld aus Pörtschach hinaus und hinauf auf die große Gloriette. Auf dem wurzeligen Trail war die Stirnlampe wirklich notwendig. Die Pinguinsche Lampe konnte Geordi und Peter aber sicher Richtung Forstsee bringen.

Erste 15km

Die Renneinteilung (ist ja nur ein Viertel- ein Halb- und ein Marathon) machte das Rennen etwas leichter fassbar. Die ersten Trails hinter sich gebracht und um den Forstsee herum ging es ab zur Römerschlucht.

Dampfender See am Morgen
Schön, ruhig und verlockend dampfend…

An dieser Stelle gab es auch die einzige Möglichkeit, sich zu verlaufen. Die Strecke, mit mehr als 1500 Fähnchen, Schildern und einer Heerschar von Frewilligen war vorbildlich ausgeschildert, fiel wohl für ein paar Meter einer Meute an Harvestern zum Opfer, die einen weichen, breiten aber doch eigenwiligen Forstarbeitertrail legten.
Eine Gruppe an Läufern und Läuferinnen kamen Geordi und Peter entgegen, nachdem sie sich um etwa 50-100m verlaufen hatten.
Gemeinsam mit dieser Gruppe ging es in Richtung Saisersee, der dann beinahe ganz umrundet wurde. Auch hier wieder wunderschöne Landschaft, herrliche Ufertrails uns eine gute Stimmung unter den Athleten.

Die Geordische Ferse, die seit einigen Wochen bereits für Ungemach sorgte und so für die längste Taperingphase in der Pinguinschen Laufkarriere gesorgt hat, verhielt sich noch recht ruhig und es hatte den Anschein, als ob das hier gut werden könnte.

Raus aus dem Wald und runter nach Velden. Dort wartet die erste Verpflegungsstelle und der erste Viertelmarathon ist absolviert.
Bei dieser Labe herrscht ein recht reger Betrieb, da das Feld noch relativ eng beeinander liegt. Als direktes Feedback wurde den freundlichen Damen vom Verpflegungsstand mitgegeben, dass anstelle des aus geschmacklichen Gründen muntermachenden Energydrinks ein Kaffee hervorragende Dienste leisten würde.

Kinderbagger in Velden
Ein bisserl Baggern muss immer drin sein

Frisch aufgetankt und ein wenig an der Strandpromenade gebaggert, dann kann es weitergehen.

Aufstieg zum Pyramidenkogel

Nach der kurzweiligen Asphalteinlage auf der Strandpromenade, ging es bei nächster Gelegenheit wieder auf Trails und dem Wörtherseerundwanderweg folgend in Richtung Pyramidenkogel. Dieser ist auf dem Höhenprofil (und natürlich auch in Wirklichkeit) der höchste Punkt, sieht aber nach dem schwierigsten Anstieg aus. Angekommen am Fusse des Pyramidenkogels ging es einer laufbaren Forststrasse entlang bergauf. Entgegen der Erwartung, dass hier ein schwierigerer oder steilerer Anstieg kommt, zeigte sich diese Steigung als durchgängig angenehm und hatte keine giftigen Steige. Bei dem ganzen Anstieg waren GEordie und Peter von Patrizia und Stefan begleitet. Patrizia, noch mit den Transalpinerun-Beinen, zeigte sich gerade bergauf bärenstark. Geordie und sie plauderten sich den Berg hoch. Stefan und Peter schwiegen sich sehr unterhaltsam an.
Auf diesem Anstieg haben die Jungs auch das einzige Mal das Livetracking gecheckt und bemerkt, dass sie um Platz 30 liegen und Patrizia gar auf Rang 2 bei den Damen.


Das sieht ja ganz gut aus. Inzwischen meldete sich das Flosserl vom Pinguin spürbar. Bergauf war es noch gut aushaltbar, aber der Asphalt war nicht die beste Therapie. Es bahnte sich aber langsam etwas an.

Zu diesem Zeitpunkt denkt man aber natürlich noch nicht an später. Also aufi aufn Berg und Turm besteigen war angesagt.. Plattform 8 war das Ziel und an dieser Stelle soll angemerkt sein, dass es wirklich ein einmaliges Erlebnis wäre, wenn man die rutsche nehmen dürfte….PFFF!

Aussichtsturm des Pyramidenkogels
Treppauf ging es …und Treppab

Nach dem Turm und der Labe geht es vorbei am Start der Marathonis, die um 9 gestartet sind. Im Unterschied zu den ersten Austragungen 2013/2014 ging es auch nicht zurück zum Wörthersee Rundwanderweg retour, sondern zum Keutschacher See. Diese Downhills kamen Peter endlich ein wenig entgegen und er konnte flott aber kontrolliert Meter machen. Hier hat sich das Bein vom besten Supporter der Welt leider stärker eingebracht und vermeldet, dass Downhills eigentlich gar nicht so geil sind. Für ein wenig Auflockerung sorgten tierische Begenungen mit einer Herde, Horde, Rotte, Rudel Esel deren Blicke doch sehr eindeutig waren und ihr Unverständnis über diese Menschen zum Ausdruck brachte.
Beim Keutschacher See gab es auch eine Labe, die bereits mit Bier (mit und ohne Alkohol) aufwartete 😉 Genusslauf auf kärntnerisch.

Seenswert
Seenswert war es und schön (Foto: Scherer)

Ein bisschen rauf, runter und rüber, über recht technische Wurzeltrails in Richtung Spintnikteiche und ab Richtung Klagenfurt. Diese Passage wäre 30km früher definitiv angenehmer und lustiger gewesen. Trotzdem konnte das Tempo einigermaßen gehalten werden und beim letzten Downhill Richtung Klagenfurt konnten die beiden auch auf einen, offensichtlich von der Straßenszene kommenden Läufer aufschliessen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Geordi bereits beide Kopfhörer im Ohr und das Hüftunterwerk bereitete ihm keine große Freude. Er ließ immer ein wenig abreissen und folge Peter im Abstand von 20-50m.

LEP#069 - Arktisches Geflügel gibt Fersengeld

Da ist der Lindwurm drin

Nach 50km, bei der Stadtdurchquerung der Kärntner Landeshauptstadt, fand sich die nächste größere Raststation (Wenn es neben Salami, Käse und Obst auch Bier gibt, dann ist das mehr als eine Labe).
Dort trafen die beiden auch Stefan, der gemeinsam mit Patrizia gestartet war. Nachdem sie am Weg zu dieser Labe erfahren hatte, dass die drittplatzierte Frau nur wenige Minuten hinter ihr war, sah er ein blitzen in ihren Augen und wusste, er sollte sie wohl besser ziehen lassen. Gemeinsam mit Thorben, der auch beim Pyramidenkogel nur ein paar Minuten vor dem Duo war, machte sie sich auf den Weg und Stefan wollte gemütlich finishen.
Nach ein/zwei Minuten in dieser Labe und einer kurzen Sitzpause ging es frisch aufgetankt wieder los. Zuerst zum Start der Halbmarathon Läufer und Trailwalker und danach quer durch Parks Richtung Falkenberg.

Der Split
In Klagenfurt erfolgte der Split…Pinguine leiden alleine

Bereits ein paar Meter nach der Labe zeichnete sich ab, dass das Füßchen nicht mehr wollte. Nach einer kurzen Unterredung schicke Geordi Peter völlig selbstlos los um die letzten Kilometer zu absolvieren, während alleine in Agonie den letzten Halbmarathon in Angriff nahm.

Bergauf war er noch flott im Vorwärtsmarschieren, hatte aber im Flachen und vorallem in den Bergabpassagen hart zu kämpfen. Da wurden die Schritte schwer und dem Vorfußlauf geschuldet, machte bald die Wade zu. In weiterer Folge meldete sich das Knie, der Oberschenkel und die Hüfte und irgendwann war es ein Wandertag.

Bei der letzten Labe war es dann genug und das angebotene Bier dankend angenommen “weils schon wurscht is”. Derart gestärkt konnte unserer Lieblingspinguin auch die letzten 8 Kilometer inklusive des letzten Schnappers über die kleine Gloriette absolviert werden.

Trotz aller Strapazen ging sich noch 9:37 noch ein Zielsprung aus. Glück und am Ende war das Abenteuer für Geordi beendet.

Zielsprung
Ein Pinguin fliegt ins Ziel

Doch wie ging es Peter so ganz alleine?

Attackmode

Nach dem 44-46km Einbruch und der Labe bei Klagenfurt waren Peters Beine wie ausgewechselt. Durch den Park in Richtung Falkenberg wurden die ersten Marathonläufer eingeholt und in weiterer Ferne konnte er einen Ultraläufer an seinem blauen Nummernschild erkennen. Der war das nächste Ziel. Der Abstand konnte geschwind verringert werden und beim Anstieg zum Falkenberg war er bereits direkt hinten dran.
Das Wettkampfgen erwachte und im Kopf machte es Klick. Ab diesem Zeitpunkt war der Attackemodus eingeschaltet. Mit dem Plan B des grandiosen Scheiterns und Eigehens auf den letzten 20 Kilometern wollte Peter wissen, was denn noch in den Knochen und Muskeln steckte.

Somit wurde bergauf, sofern es nicht laufbar war, ein strammer Marschierschritt angelegt und der eingeholte Ultraläufer war bald nicht mehr zu sehen. Als nächstes erkannte er das grüne Dress seines Teamkollegen Thorben. Bald aufgeschlossen, unterhielten sich die beiden und Thorben erwähnte, dass er sich wohl in den letzten Wochen auch ein wenig den Fuss beleidigt hat. Bergauf war hiervon wenig zu spüren, aber beim ersten Downhill ließ es Peter gut laufen und obwohl Thorben normalerweise ein richtig fixer Downhiller ist, war er am Ende des Downhills plötzlich fort.

Push hard


Wieder alleine und angetrieben von den immer wieder auftauchenden und überholten Trailwalkern, Halbmarathon- und Marathonläufern hatte Peter immer kleine Zwischenziele vor Augen, die es zu erreichen gab.

In den nächsten Kilometern wurde jeder Berg attackiert und es stellte sich neben der Anstregung auch eine gewisse Euphorie ein. Zwischendurch konnten auch immer wieder Ultraläufer eingesammelt werden und vor dem vorletzten Anstieg sichtete Peter in einigen Metern Patrizia, die auch sehr flott unterwegs war. Einen kleinen Abstieg später waren die beiden gleichauf und nach einem kurzen Tratsch schickte auch diese ihn auf die Jagd.

Kurz vor dem Anstieg zum Pirkerkogel, bei einer Wasserstelle, hatten sich gerade 4 Ultraläufer gesammelt um sich aufzumagazinieren. Die Chance witternd zog Peter das Tempo an, blieb nur kurz an der Stelle stehen um nur eine Flasche zu füllen und schaffte es, noch vor den vieren die Labe zu verlassen. Wieder mit Adrenalin und Motivation gepusht hoch den Pirkerkogel. Auch hier konnte ein weiterer Ultraläufer eingesammelt werden und ein “Echt Jetzt” von einer Gruppe bergaufwandernder Marathonis, die er laufend überholte, puschte zusätzlich.

Aus 4 mach 8

Runter den Hügel und hin zur letzten Labe erreichnete Peter sich die Distanz mit “oh nur mehr 4 Kilometer”. Groß war die Überraschung, dass direkt bei der Einkehr auf der Strasse stand “noch 8 Kilometer”. Da musste ein “geh bitte” über die Lippen huschen. Doch für viel Gefluche blieb keine Zeit, denn kurz vor dieser Stelle, war ja ein weiterer Ultra überholt worden. Also schnell zwei Wassermelonenscheiben und eine Banane in den Mund und dabei die Wasserflaschen füllen und weiter gehts. Aufi aufn Hügl und runter auf einer Straßenpassage.

Schlussattacke – All out

Pörtschach in greifbarer Nähe wähnte sich Peter schon am Weg ins Ziel. Vor dem geistigen Auge war nun schon der Zieleinlauf und die positiven Emotionen hatten schon überhand. In der Senke angekommen stand noch ein Strekcenposten der im Vorbeilaufen rief “nur noch über die kleine Gloriette und dann ist es geschafft”. Bei dem antwortenden “Danke” blickte Peter über die Schulter und sah aus dem Augenwinkel, neben einer gerade überholten Trailwalkerin, einen Rucksack samt darin steckendem Mann, der ein blaues Nummernschild (72km) trug und offenbar einen Zielangriff ritt und flott näher kam.

LEP#069 - Arktisches Geflügel gibt Fersengeld
Im Streckgalopp den letzten Downhill runter – “der kriegt mich nie!”

Im Kopf blitze ein kurzes “Aber fix nicht!” auf und obwohl die kleine Gloriette nicht im Laufschritt möglich war, versuchte Peter mit den Händen auf den Oberschenkeln den schnellstmöglichen Schritt zu gehen und ab der Kuppe mit allem, was die Beine noch hergaben, den Hügel hinunterzustürmen und danach die Straßenpassage in Richtung Ziel im All-Out-Mode hinter sich zu bringen. Nach 8 Stunden und 39 Minuten überquerte er als 18ter das Ziel. Erst da drehte er sich um und war verwundert, dass der Verfolger nicht zu sehen war.

Eine Minute später war dieser im Ziel und beim Plausch erfuhr Peter, dass dieser sich anschleichen wollte. Als sein Angriff bemerkt wurde und er Peters Downhill gesehen hat, stellte er gleich wieder ab mit den Worten “das wär sich nie ausgegangen”.

Kurz nach Peter war auch Patrizia im Ziel und durfte sich über Platz 2 in der Damenwertung freuen. 20 Minuten danach bog auch Thorben um die Kurve und nach einem Zielbier ging es hinaus zum Zielbogen um Geordi über die Linie der Glückseligkeit zu begegnen.

LEP#069 - Arktisches Geflügel gibt Fersengeld

Schneebergtrail

Frei nach dem Motto, gegen Laufverletzungen hilft wohl nur laufen, hat sich unser Lieblingspinguin nur 7 Tage nach dem doch recht durchwachsenen Wörthersee Ultra erneut die Laufschuhe angezogen und schickte sich an, mit Florian den Schneebergtrail zu absolvieren. Die Distanz von 32km ist mit 2400 HM garniert und das Wetter ist bei diesem Lauf immer eine besondere Herausforderung.

Fruehstueckslachen
Verschlafen aber gut gelaunt gehen es die Buben an

Die Fakten

Der Berg ruft

Schneeberg
Das Ziel immer im Blick

Frühmorgens am 28.9.2019 hat es Florian und Geordi aus den Laken geschüttelt und auf ging es zum Schneeberg. Nachdem die Woche davor von Schmerzen und dem Durchleben aller Altersstufen (man munkelt, dass der Sonntag im Pinguinheim eher einem Altersheim glich), hat sich nach einer Blitzgenesung der Tag schon schön angelassen. Leider ohne Peter, bei dem die Vernunft nach der Belastung am Wochendende davor gewonnen hat (wieso er tags darauf beim Wachauhalbmarathon gelaufen ist, zeigt, dass die vernünftigen Momente manchmal recht kurz sind) und ohne der Bergziege, die sich nicht von der Arbeit loseisen konnte. Verstärkung fanden die beiden aber mit Michele, der den Schneeberg auch wiedermal bezwingen wollte.

Team Defensiv

Gemütlich, aber nicht gemächlich gingen die beiden den Lauf an und testeten aus, wie sich die Glieder anfühlten. Mit einem zufriedenen “passt gut” war der Bodycheck abgeschlossen und so konnte der Anstieg kommen.

Stramme Marschierer

Bergauf hat Geordi einen sehr fixen Marschierschritt vorgelegt, sodass Florian das eine oder andere Mal einen kurzen Zwischenlaufschritt einlegen musste.

Das dicke Ende kommt zum Schluss
Das dicke Ende kommt zum Schluss… aber stramm marschiert ist halb gewonnen.

Glorreiches Ziel

Ohne große Verletzungen oder Blessuren flogen die beiden in der grandiosen Zeit von 4 Stunden und 57 Minuten ins Ziel. Entspannt heisst nicht immer langsam. Mit dieser Spitzenzeit könnten sich Florian und Geordi auch freuen wie zwei Schneeköniginnen.

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Viel Spass beim Hören!

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Bluelandtrail

LEP#068 – Interview Bluelandtrail

Aktuelle Folge

In der aktuellen Folge erfahrt ihr mittels Interview, dass Flo und Peter mit Johannes Riedelsheimer gemacht haben, alles über das Projekt Bluelandtrail.
Diese Trailveranstaltung hat am 12.10.2019 ihre Premiere und ist in Art und Organisation ein ganz spezieller Event. 

Der passionierte Outdoorsportler, Ultraläufer und Begründer des Bluelandtrails gibt einen tiefen und sehr schönen Einblick in die Organisation eines derartigen Events und auch in den Beruf eines engagierten Lehrers, der junge Menschen begeistern kann.

Wer ist Johannes Riedelsheimer?

Die Anfänge und die dunklen Zeiten

Johannes Riedelsheimer (40) ist seit Jahren ein passionierter Outdoorsportler, Bergsteiger Ultraläufer und Lehrer.
Direkt in der Ausbildung hat er die Leidenschaft Bergsteigen entdeckt und sich angelesen, dass es hierfür körperliche Fitness eine gute Voraussetzung wäre. So kam es recht flott zu ersten Marathonwettkämpfen und danach direkt zum Triathlon inkl. der Langdistanz um auch schön den ganzen Tag auszunützen.
Nachdem er 2010 auch direkt einen richtig schönen Höhepunkt im Triathlon erlebt hat, hat er sich nach neuen Herausforderungen umgesehen. Die Zeichen der Zeit haben auf Ultratrail gedeutet und die Liebe zum Laufen und die Liebe zum Berg ließen sich plötzlich herrlich miteinander verbinden.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Dunkle Zeiten im Becken und am Rad

Ultralauf und Erfolge

Direkt nach dem Schwenk auf Ultraläufe ging es zum Two Oceans Marathon. Dieser Lauf ist in Hannes Erinnerung einer der schönste, da er neben der unglaublichen Landschaft auch durch die wahnsinnige Lebensfreude und Leidenschaft der Bevölkerung beeindruckt. Nicht auf Bestzeit getrimmt, konnte Hannes den Lauf richtig geniessen und denkt gerne daran zurück.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Two Oceans Marathon – Langhaarige Glückseligkeit

Danach ging es richtig los und die DUV-Statistik von Hannes zeugt von gut gefüllten Saisonen und einiger Ultraerfahrung. Vom ZUT (Zugspitzultratrail), den TAR (Transalpine Run) über den Lavaredo bishin zum UTMB finden sich hier große Namen und schöne Erlebnisse.
Eine ganz spezielle Überraschung gelang beim Chiemgauer 100 km Lauf. Hier konnte Hannes mit einem zweiten Platz einen richtig großen Erfolg landen.
Nicht lange darauf sollte es gleich der UTMB sein und auch dieser wurde bezwungen. Nicht in der geplanten Sub30, aber dennoch in einer Spitzenzeit. Dieser Lauf hatbHannes aber auch gezeigt dass 100 Meilen und vorallem eine komplett durchlaufene Nacht nicht jedermann mag.
Danach gab es noch zwei 100 Meiler, die Hannes absolviert hat, aber er hat für sich festgestellt, dass 100 KM seine Distanz sind.

Lebkuchen und Allerlei

Der aussergewöhnliche Teamname, unter dem Hannes seine Läufe bestreitet, kommt vom Lebkuchengeschäft seines Schwiegervaters. Jedem, der in Nürnberg vorbeikommt, sei dieser Laden wärmstens empfohlen.

Pause?

2019 ist ein ganz besonderes Jahr. Zum 40sten Geburtstag sollte es kein Wettkampf sein, sondern ganz spezielle Abenteuer mit Freunden. Wir finden, dass das eine wunderschöne Idee ist.
Aber es ist ohnehin viel zu tun, den da gibt es ja noch den Bluelandtrail.

Bluelandtrail

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Begeisterte Schüler als Trailrunner

Wie kam es zum Bluelandtrail

Die Idee kam Hannes bei der Brockenchallenge. Dieser Wohltätigkeitslauf, der viele Leute begeistert war die Initialzündung, andere Menschen zum Laufen zu bringen.

Wie begeistert man 15 Schüler für einen Traillauf?

Vor einem Jahr hat Hannes ein Schwerpunktseminar über 1 1/2 Jahr gestartet. Bei diesem können bis zu 15 Oberstufenschülerinnen teilnehmen. Die Idee kam so gut an, dass sich doppelt soviele Schülerinnen gemeldet. Ziel dieses Seminars unter dem Leitfach Mathematik ist die Organisation eines Events inkl. Bewerbung, Sponsoring, Kommunikation, Dokumentation und Durchführung desselben.

So entstand der Bluelandtrail (BLUT) in und um Murnau . Der ursprüngliche Streckenvorschlag wurde von den Schülerinnen direkt überstimmt und nun sind die Fakten wie folgt:

Start und Ziel : Murnau am Staffelsee (Nähe Garmisch-Partenkirchen)
Länge: 35,6 Km
Höhenmeter: 1740
Teilnehmerzahl: max. 100

Das Projekt ist relativ komplex und umfangreich, aber gerade deshalb sind die Beteiligten mit soviel Herzblut dabei.
Wichtig ist, dass am Ende des Laufs die Teilnehmerinnen keinen unterschied zu anderen Läufen merkt und es kein “Schülerprojekt” ist.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Großer Einsatz eines Lehrers für seine Schüler

Bereits jetzt ist haben alle Beteiligten gelernt, wie schwierig manche Wege sind, welche Behörden man anschreiben muss, etc. Mithilfe der Gemeinde und der Sponsoren hat es aber bisher ganz gut geklappt.

Wie läuft das Wochenende ab?

Wie bei allen Veranstaltungen üblich, gibt es am ersten Tag Startnummernausgabe, Race Briefing und Pasta Party.
Am Lauftag selbst geht es zeitig los (7:30) und um 12:00 gibt es die Siegerehrung in Murnau.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Trail durch das Murnauermoos

Wie geht es weiter?

Obwohl der Lauf noch gar nicht durchgeführt ist, gibt es im kommenden bzw. laufenden Schuljahr bereits zwei Seminare, die direkt mit dem Bluelandtrail in Verbindung stehen. So wird nicht nur die Evaluierung und Verbesserung sichergestellt, sondern auch die weitere Einbindung der Jugend und des ganzen Orts in diese noch junge Pflanze des Trailsports.
Das ultimative Ziel von Hannes ist, dass er in 1-2 Jahren selbst mitlaufen kann. Dann ist der Lauf erwachsen geworden.

Fazit

Wir sind von der Idee des Bluelandtrails total begeistert und wollen allen Leserinnen und Hörerinnen empfehlen, sich doch spontan nach Murnau zu begeben und dort neben Kultur und Aussicht auch diesen Lauf zu geniessen. Das kann nur gut werden!

Es ist vollbracht:

Zeitungsbericht über den Blut2019
Die Premiere des BlUT war ein voller Erfolg!

Quellen
Sponsoo Artikel: https://www.sponsoo.at/p/johannes-riedelsheimer
Blueandtrail: https://www.bluelandtrail.de/%C3%BCber-uns/

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Downhillflo lässt es krachen

LEP#067 – Pumpgun Ronnie und der UTMB

Wenn es Richtung Herbst geht, ist es wieder Zeit für die Umrundung des Montblanc. Beim UTMB werden Jahr für Jahr aussergewöhnliche Leistungen gezeigt und in einer Qualität übertragen, die man als Benchmark für diesen Sport sehen kann. Gleichzeitig sieht man, am Beispiel von Pumpgun Ronnie, dass es bereits vor einigen Jahrzehnten ganz aussergewöhnliche Leistungen bei Bergmarathons gab. Auch der war “recht flott auf den Beinen”.

Feedback

Raceday.me

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB

Frage von Nadine: Wie heisst die Tracking App? (raceday.me)
Wie funktioniert das und wer braucht was ?

Das Service nennt sich raceday.me und ist ein personalisiertes Livetracking für Athleten.
Der Athlet hat muss aktuell noch ein iOS-Gerät haben und dort die entsprechende App starten.
Alle Beobachter können über den Browserlink das Rennen, die vorausgesagte Ankunft und die Abweichung zum gesetzten Ziel beobachten.
Ein Demo der Anzeige für die Crew, Fans, etc. findet ihr hier: Demo
Interview mit Stefan Kracht bei Fatboysrun – Folge 147

Entwickelt wird es von Stefan Kracht, der hier ein absolut feines Ding aus dem Boden gestampft hat. Obwohl es ein Gratisservice ist, gibt es die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen: Mit jedem Supporter kann das Service weiter ausgebaut werden – Support.
Wenn sich genug Menschen finden, wird es auch eine Androidversion geben. Das wäre natürlich für viele Läufer großartig.

Die aktuelle Stunde:

100 Meilen Weltrekord

Zach Bitter hat in 11:19:18 den 100 Meilenweltrekord um 9 Minuten unterboten mit einer Durchschnittspace von 4:15 pro Kilometer.
Bei der Veranstaltung, Six days in the dome hat er diese unglaubliche Marke gesetzt.
Ganz nebenbei hat er auch den 12h – Rekord mitgenommen. Ganze 104.88 Meilen hat er auf einer Laufbahn absolviert. Neben der läuferischen und körperlichen Leistung ist gerade bei solchen Läufen der mentale Aspekt ein ganz außergewöhnlicher.

Pikes Peak Marathon

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Pikes Peak – ein traditionsreicher Lauf auf einen wunderschönen Berg

Dieser Wettkampf ist ein besonder geschichtsträchtiger und geht 21km auf den Pikes Peak, bevor es den gleichen Weg wieder zurück geht. Bisherige Gewinner sprechen einhellig davon, dass das Rennen auf der Berabpassage gewonnen wird und es schon viele Athletinnen gab, die sich auf der ersten Hälfte zu sehr verausgabt haben und dann noch eingesammelt wurden.

Kilian Jornet, ganz lässig, aus der zweiten Reihe gestartet, ist hier in 3 Stunden 27 Minuten ist er ins Ziel geflogen. Dabei hat er Weltklasseathleten, wie Egloff, Puppi und Bonnet um 10-45 Minuten distanziert. Trotzdem besteht der Streckenrekord von Matt Carpenter aus dem Jahr 1992 mit 3 Stunden 16 besteht weiterhin und wartet auf die nächsten Herausforderer.
Das ganze Ergebnis gibt es hier.

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Die Top 10 des Pikes Peak Marathon 2019 (Foto – Pikes Peak Marathon)

UTMB 2019 – Ultratrail du Mont Blanc

Bei dieser Trailwoche der Superlative sieht man nicht nur im Bezug auf die sportlichen Leistungen ganz aussergewöhnliches, sondern auch die Technik und Videoübertragung (Runcam, Bikecam, Checkpoints, etc.) ist top of the league. Die Eliteläufer werden per E-Bikes oder laufend um den ganzen Kurs verfolgt und neben einer Regie, die zwischen den einzelnen Läuferinnen, den Checkpoints, den Interviewpartnern ist ein Moderatorenteam beinahe nonstop auf Sendung.
Für die Breitenwirksamkeit, die Zuschauer und Fangemeinschaft ist das ganz, ganz großartig. Als Läuferin ist das ein zweischneidiges Schwert. Ruhe gibt es für die Elite bei solchen Rennen nicht mehr. Jede Unsicherheit, jeder Ausrutscher, jede Emotion. Alles ist permanent im Blick. Das ist im Rennen vermutlich nicht direkt spürbar, da sich die Topathleten ohnehin sehr stark auf sich fokussieren müssen, aber im Bezug auf ihre Aussenwirksamkeit, die Nachbetrachtung und dem, was sie von sich preisgeben möchten oder auch nicht, ist es ein ganz neue Herausforderung.

Kurz vor dem Ziel - Bikecam
Die Aufbauten lieferten Topbilder – Topjob

CCC – 111km Courmayour – Champex Lac – Chamonix

Beim CCC gab es, wie beim OCC ein sehr spannendes und knappes Rennen. Das zeigt bei einer Länge von 111Km, wie eng das Weltklassefeld beieinander ist.
Männerergbnis:
1. Luis Alberto Hernando Alzaga
2. Thibaut Garrivier – nur 10 Min dahinter
3. Ciri Cipa – nur 16 min Rückstand

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den Damen:

Frauenergebnis:
1. Ragna Debats (NL) – 12:10
2. Amanda Bashman (USA) – 17min Rückstand
3. Camille Bruyas (FRA) – 24min Rückstand

UTMB

Dieses Jahr gab es einen Start-Zielsieg von Pau Capbell in nur 20 Stunden 20 Minuten. Diese Zeit benötigte er für 171 km mit 10.000 HM. Das ist auf die ganze Distanz gerechnet ein durchaus sportlicher 7er Schnitt.
Sehr stark und ab der Mitte bereits auf Platz 2 – Xavier Thevenard. Er war bis zum Schluss wieder extrem gut drauf, konnte aber den Abstand nicht genug verringern.
Robert Hajnal, letztes Jahr 2ter, war ganz lange auf Rang 3 , sah bei La Fouly und Champex Lac noch sehr gut aus, stieg aber in Trient völlig überraschend aus.

Miao Yao – blitzstart, hat richtig Tempo gemacht. Sie war lange in Top20 Overall, brach leider im Bereich des Col Ferrets ein und musste Courtney Dauwalter ziehen lassen. Bei La Fouly stand “withdrawn”. Wir sind überzeugt, dass sie wiederkommt und top performt.

Die männlichen Amerikaner sind wieder super gestartet aber wieder nicht glücklich. In Kurzzusammenfassung könnte man es so sehen:

Zach Miller – Gut, gut, gut, magen au, wieder gut, Champex Lac raus.
Hayden Hawks – gut, schnell , gut, raus. Im Interview könnte er keinen bestimmten Grund nennen. Es war einfach ein falscher Tag.
Tim Tollefsen – früh raus mit Magenproblemen.

Auch bei den anderen gab es ein paar Favoriten, die nicht ins Ziel kamen:

Kati Lickteig – Am weg Richtung Courmayour den berg runtergekugelt – over and out

Eva Marie Sperger – war top unterwegs, lange in den Top 10 der Damen – aufgegeben bei Champex-Lac.

Matthias Krah – Bester Deutscher:
Top 20 – Hat heuer schon den 85er beim Innsbruck Trail Festival gewonnen.

Triathlondog – Hat länger gebraucht ins Rennen zu kommen, war dann top da, hat sich aber beim Downhill nach Courmayour die Beine so zerschossen, dass sie danach zu gemacht haben und er es nicht mehr geschafft hat, sie zum arbeiten zu bekommen – leider nach 100km in Arnouvaz – Ende der Geschichte

Florian Grasel – bis kurz nach Courmayour Top 20 und danach leider raus.
Zum Thema Mental Stuff hat Flo Grasel auch einen schönen Einblick gegeben:

#disappointed is a way too small word how I'm currently feeling
Sooo many people put so much energy into my #utmbtop10 project (my family, my friends, @boafitsystem@sunshinemoments - thank you at this point!!!)
and it currently feels like letting them down!
It went all so well from the beginning and could ran through the night from the 50th to the 18th place... Only had some minimal lunge problems but everything else felt like I could definitely make my dream come true.
In Courmayeur I heard that @geraldsanchofister dropped out because of illness and the whole way up to Bertone I thought about "what if my lunge problems also come from an illness". And to be honest I started to get afraid - I don't want to be in the news with the headline "Runner died @utmbmontblanc because of myocarditis"
The negative feelings took over my mind and all mental tricks didn't work... Suddenly I felt like shit, was dizzy and crashed and hurt my knee and then it was #overandout
If I'm really ill - I don't know... If I come back to finish my project - I don't know... I only know now that my wife told me at the start line "No matter what will happen - your kids love you!" and this will help me over the next hard self-doubt phase I may have to #dialedin with...

Als Hörtipp können wir euch die Mentaltricks / Mentalcoach Folgen von Fat boys Run empfehlen. Folge 167 , Folge 166.

Aktuelle Folge

Kainach – Nachtrag

Ganz vergessen wurde bei der Berichterstattung zum Kainach Bergmarathon der Streckenrekord durch Pumpgun-Ronnie. Diese Geschichte wurde 2009 unter dem Namen “Der Räuber” auch verfilmt. Diese einzigartige Anekdote macht diesen Lauf sehr speziell.

Vienna Trail Run

Vienna Trailrun Startszene
Startschuss und los gehts… (Bild Vienna Trailrun)

18. August 2019 
Der Light Trail mit rund 6.4 km und 290 Höhenmeter oder der Classic Trail mit 14.0 km und 590 Höhenmeter.
Sebastian und Flo sind gestartet und wollten beide richtig Gas geben. Das ergab im Ziel Sebastian 11ter im Gesamtranking in 1:11:58 und Flo auf Rang 57 in 1:23:02.
Während es bei Sebastian richtig rund lief und er die Pace und Gruppe halten konnte, hat Flo nach einem starken Start in Sub4 beim ersten Anstieg bemerkt, dass seine Beine an diesem Tag nicht wie üblich arbeiteten. Gerade die Anstiege wollten nicht so leicht von den Wadeln gehen, wie es für Flo üblich ist und so musste er Sebastian relativ früh ziehen lassen. Dieser wiederum konnte die Form der letzten Wochen und Monate richtig ausspielen und das Anfangstempo voll durchziehen. Die recht hohen Temperaturen trieben bei den meisten Athletinnen die Pulsraten in luftige Höhen und forderten bei vielen Tribut. Als Hochpulserprobter war hier Sebastian gut gewappnet und hatte zwar einen durchschnittlichen Puls von 178, konnte diesen wahnsinnig hohen Herzschlag aber durchhalten, Platz um Platz gut machen und schlussendlich eine Bombenzeit herauslaufen..
Flo erfing sich auf den Bergabpassagen ein wenig und hatte noch das C-Ziel “Schneller als letztes Jahr” vor Augen. Die aufgebaute Downhillsicherheit der letzten Monate konnte er im Bereich nach dem Hermannskogel und in den Serpentinen gut ausspielen, musste aber in der letzten Sektion nochmal einen Gang zurückschalten und nachdem klar war, dass es einfach nicht sein Tag ist, lief er gemütlich ins Ziel.

Fotos

Finisher
(foto: Viennatrailrun)

Ergebnis 

2. Veltlinerlauf

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Das ganze Dorf macht mit…

Peter ist am 24.08.2019 beim 2.Veltlinerlauf in Neustift im Felde gestartet. Der ortsansässige Laufclub hat hier einen familiären Event im Rahmen des Feuerwehrfests aus dem Boden gestampft und der ganze Ort macht mit. Auch sind einige andere Laufclubs der Einladung gefolgt und so fand sich Peter unter einer Vielzahl von Athleten aus Horn, Langenlois, Turnau, Bruck, Klosterneuburg, Neustift, Wien etc.
Neben der gut organisierten Starterschar und dem netten Startgelände gab es bereits beim auch einen kleinen Negativpunkt: Es war heiß! Richtig heiß!
Der Start der 5km und 10km Läufe war für 1545 angesetzt und die Thermometer kochten bei 33 Grad im Schatten. Schon an dieser Stelle war die Idee “neue Bestzeit” eher im Bereich der Wunschträume anzusiedeln.
Trotzdem machte Peter sich nach Startunterlagenorganisation fertig für seinen Start. Ein aufmunterndes “Gib halt mal ein bissl Gas” gab es noch von der Freundin mit auf den Weg.
Dann konnte ja nix schiefgehen 🙂

Der Plan

Der Plan für den Lauf über 4 Runden á 2,5 km lautete:
1. Runde Platz finden und nicht zu flott angehen
2 und 3 Runde – Platz halten und Kräfte einteilen
4 Runde – Tempo steigern und am Schluss alles raushauen

Die Realität

Der Schützenverein ballerte die Meute ins Geschehen und Peter sortierte sich direkt in die erste Verfolgergruppe auf ca. Platz 10 ein. Vorneweg 3-4 Läufer, die entweder die 5km absolvierten oder sich die Podestplätze für den Tag ausmachten. Die Siegerzeiten auf 5km waren im Bereich der 17 Minuten, die Siegerzeit über 10km lag bei 34:xx. Hier gab es für Peter nix zu holen.

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Da lacht er noch, der Bub.


In einer 5er Gruppe stürmte er durch die erste Runde und die Pulsuhr gab natürlich Rückmeldung. Nach 2 Kilometern waren schon mehr als 175 Herzschläge notwendig, die Pace von 3:45-3:50 aufrechtzuhalten.
Die ersten Gedanken in Richtung “das wird eng” kamen auf, aber Peter wollte sich nicht aus der Verfolgergruppe droppen lassen. Also waren die ersten 2,5km nach 9:45 absolviert. In Runde zwei teilte sich die Verfolgergruppe zum ersten Mal und Peter konnte nur mit Mühe das Tempo der zweiten Gruppe halten.
In dieser Runde freuten sich die Athletinnen auch bereits sehr über die Bewohner des Ortes, die mit Gartenschläuchen für ein wenig Abkühlung sorgten. Es war spitze!

Der Tiefpunkt


Am Ende der ersten 5km war Sub40 ad acta gelegt, der Durchgang bei 20:06 und die Herzfrequenz ließen auch bereits böses für die kommenden 2 Runden erahnen und so wurde auch die dritte Runde die Schlimmste. Eine Pace von 4:30-4:45 mit Mühe haltend, zogen 2 weitere Athleten an Peter vorbei. Da hat sich wohl einer verzockt. Aber aufgeben ist auch keine Option, also Hinterbacken zusammenkneifen, noch einen Becher Wasser ins Gesicht und zumindest auf einem soliden Platz ins Ziel kommen. In der letzten Runde ging es wieder ein wenig besser und nach hinten war der Platz scheinbar auch abgesichert, also einigermaßen befreit in Richtung Ziel.

All Out

Zielsprint - letzte Reserven
Wenn der Puls auf der Ziellinie an der 200 kratzt – (Foto: Stefan Oellerer)


Wenn Peter aufgepasst hätte, hätte er einen heranspreschenden Konkurrenten bemerkt, der ihn 150m vor dem Ziel, direkt am Marktplatz mit einem lauten “HU!” zu einem spontanen Luftsprung animiert hat und zu einem Zielsprint zwang. Dieser wurde tatsächlich zu einem All-Out-Sprint mit einem Pulsschlag von 198 und einer Pace um die 2:20. Um 2 Zehntel konnte Peter sich zwar im Sprint durchsetzen, wurde aber hinter seinem Widersacher in der Ergebnisliste geführt, da dieser 4 Sekunden danach über das Startband lief.
Im Ergebnis gab es dann eine 43:06 und den 3ten Rang in der Altersklasse. Somit konnte Peter doch noch einen versöhnlichen Abschluss finden und freute sich über die Flasche Wein 🙂
Auch dieser Lauf ist einen Besuch wert! Schaut ihn euch an.



Das Ergebnis

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB

Nachtrag: Die Zeitnehmung hat leider nicht optimal geklappt und Peter war eigentlich 13ter, wurde aber mit Bruttozeit gewertet, da sein Chip beim Start nicht erfasst wurde.

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LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

LEP#066 – Des einen Freud, des anderen Leid

Nach dem Ausflug nach Frankreich, an den wunderschönen Montblanc, ging es in den Sommer. Der Trainingseinstieg erwies sich einerseits als nicht ganz einfach und andererseits warteten ja auch Wettkämpfe.

Die aktuelle Stunde

Grossglockner Ultratrail

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Grasel, Sperger und Farbmacher vorm Start (Bild – Livestream)

Am letzten Wochenende im Juli hat auch 2019 der Großglockner Ultratrail stattgefunden, an dem Florian ja bereits teilgenommen hat (Siehe Folge 40 – Der GGUT und der Carbonraketenmann).  Der Lauf umfasst in der Maximaldistanz 110 KM und 6500 HM und verläuft von Kaprun nach Kals und über die Rudolfshütte und das Kapruner Thörl wieder retour nach Kaprun. Eine großartige Beschreibung hat Klaus Sobirey auf trailrunning.de geschrieben.
Neben der Langdistanz gibt es auch eine Staffel, einen 75km, einen 50km und einen 30km Trail, die allesamt ein Erlebnis sind.

Am Freitag 2200 geht es für die Langdistanz los und 2019 wurde der Lauf zusätzlich zum bereits bekannten und großartigen Livetracking von Datasport auch per Facebook – Livestream übertragen. Über 30 Stunden wurden hier die Eregnisse begleitet, Interviews vor, während und nach dem Lauf mit den Favoriten geführt und Fragen der Community beantwortet. Derartige Berichterstattung kennt man eigentlich nur vom UTMB.
Ganz toller Service – bitte weitermachen!

Der Rennverlauf

Vor dem Rennen war schon der Zweikampf Farbmacher / Grasel angekündigt worden beide freuten sich darüber möglichst lange gemeinsam laufen zu können. Direkt nach dem Start hat sich auch genau dieser Paarlauf abgezeichnet. Lieder musste aber Thomas Farbmacher frühzeitig auf den DNF-Pfad abbiegen und ab diesem Zeitpunkt musste Florian Grasel ein einsames Rennen führen. 
In beeindruckender Manier hat er sich hier durchgesetzt und konnte nach 14 Stunden und 40 Minuten seine Kinder wieder in die Arme schliessen. Mit mehr als einer Stunde Vorsprung war das eine Machtdemonstration. 
Auf Platz 2 lief Amadeus Wild ein und knapp hinter ihm folgte Eva Sperger, die in 16 Stunden und 3 Minuten ein großes Ausrufezeichen in Richtung UTMB gesetzt hat. Hier sind wir schon sehr gespannt.
Aus dem Team Vegan konnte Sophia Schnabl das Rennen als 6te Frau beenden und schaffte es als letzte Dame über die ganze Distanz. Patrick Klug wurde nach einem guten Lauf bis zur Rudolfshütte, auf dieser abgewunken, da eine Gewitterfront aufzog. 

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Liveanfeuerung inklusive

Dieses Schicksal ereilte einen Großteil des Feldes und im Hinblick auf die Gefahr von Gewittern in den Bergen, ist eine entsprechende Entscheidung der Veranstalter zu unterstützen.

Das Rennergebnis findet sich hier.

Sierre Zinal

Im Schweizer Kanton Wallis fand die 46ste Ausgabe des Sierre Zinal statt.
Das schnellste Rennen der Golden Trails Series über 32km konnte, bereits zum 7ten Mal, Killian Jornet für sich entscheiden. Als Sahnehäubchen schaffte er gleich noch einen Streckenrekord, der nun bei 2:25:35 liegt.
Hinter ihm reihten sich der Sieger von 2016, Petro Mamu und Jim Walmsley ein. Bei den Damen konnte sich Maude Mathys mit einem neuen Streckenrekord von 2:49:20 durchsetzen.
Das Rennen wurde per Youtube-Livestream übertragen und es wurden neben den Kameras im Start/Zielbereich und den stationären Kameras bei den Labestationen auch Drohnen und Mountainbiker mit Kameras eingesetzt.
Gerade diese Kameraradler zeigten auf eine ganz beeindruckende Art, wie großartig die Bildstabilisatoren und die Gimbals mittlerweile sind. Die hinter den Athletinnen fahrenden Mountainbikerinnen vermittelten den Eindruck einer fixen Kamerafahrt.
Wie man das mit relativ überschaubarem Budget selbst hinbekommen kann, haben wir bereits vor zwei Folgen verlinkt, wollen es hier aber nochmals machen: Was läuft Podcast – Folge 19.

KAT100

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Premiere für ein neues Monster am österreichischen 100Meilen-Himmel (Foto Andi Frank)

Eine Premiere feierte heuer auch der KAT100 (Kitz Alps Trail). Zum ersten Mal wurde am 8.8 dieser 100 Meilen Lauf gestartet. Zusätzlich zu der 169km langen Distanz mit 9784 Höhenmetern gab es auch Unterdistanzen mit 87km, 58km, 23km und ein KidsRun.
Die Werte heben dieses Rennen in die Kategorie UTMB, wenngleich die Streckenschwierigkeit wohl noch über der des Referenzlaufs ist.
Werner Weissl hat sich dieser Herausforderung gestellt und konnte nach 39 Stunden und 58 Minuten als 14ter den Zielbogen durchschreiten. Insgesamt haben das nur 24 Teilnehmerinnen geschafft und somit betrug die Finisherquote 25%.
Die Siegerzeit lag über 28 Stunden und das Ergebnis spricht Bände.
Der Lauf an sich findet in einer beeindruckenden Landschaft statt, hat aber noch Verbesserungspotential bei den Labestationen und den Markierungen.
Wir freuen uns dennoch auf viele weitere Austragungen.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Es gibt noch einiges zu tun, aber der Weg führt bergauf. (Foto: Andi_Frank)

Phyrn-Priel Trophy

Startschuss bei der Phyrnprieltrophy
Start zum Speedtrail (c)Photo Phyrn- Priel-Trophy

Eine Woche nach dem Kainacher Bergmarathon hat unser Lieblingstriathlet Sebastian eine weitere Reise in die Steiermark unternommen. Bei dem Speedtrail der Phyrn-Priel-Trophy über 19,7 KM und 1270 HM konnte er seine momentane Hochform unter Beweis stellen. Direkt nach dem Start heftete er sich an die Führenden und konnte zwar die Ersten nicht halten, aber sich direkt im Verfolgerfeld behaupten. Nach 2 Stunden und 9 Minuten konnte er Gesamt Platz 11 erkämpfen. Eine Topleistung, die noch Großes in Aussicht stellt.

Bigfoot200

Beim diesjährigen Bigfoot 200, einem 200 Meilen Rennen in der Nähe von Washington, nahm ein australischer Surfer teil, der beim diesjährigen Delirious W.E.S.T. in Australien der Air BnB Host von Candice Burt war und dort spontan auf die Idee kam, er läuft auch sowas. Unterstützt von Candice hatte er nun 7 Monate Vorbereitung. Und er hat das Ganze als 11ter gefinisht. Das ist sehr, sehr unglaublich.

Aktuelle Folge

Training und der Schmerz (Flo)

Nach dem UTMBohneUTMB hat sich Flot als nächstes Ziel einen richtig schnellen Halbmarathon gesetzt. Am 27.10 soll es beim Herbstmarathon soweit sein. Als Minimalzielt ist eine 1:30 vorgegeben, soll aber möglichst weit unterboten werden.
Das beeinflusst natürlich das Training erheblich und so stehen viele Intervalle und Tempodauerläufe am Programm. Viele davon auf der Strasse und flach. Bei den ersten Intervallen ist es auch so richtig schief gegangen. Machbare Vorgabe haben nicht geklappt, der mentale Unterbau war nicht optimal. Mit der bereits gewonnenen Erfahrung hat Flo direkt nach 1-2 Wochen umgeschwenkt und einen langen Lauf am Wochenende in den Wiener Haushügeln auf der U4U4-Strecke mit Geordi gemacht.
Dieser Lauf fürs Gemüt war dringend notwendig und brachte sowohl Spass also auch die Geschwindigkeit retour.
Nach diesem Ausbruch konnten die kommenden Intervalle und Trainingsziele gut erreicht werden und der Plan stimmt wieder.
Es hat sich erneut gezeigt, dass man manchmal den Plan durchbrechen muss um den Plan einzuhalten.

Kainach Bergmarathon

Ankunft

Am 4.8. war es soweit. Der dritte und abschliessende Lauf des Bergmarathoncups (Östcher, Veitsch, Kainach) fand in einem Dorf zwischen nichts und nirgends statt. Gemeinsam mit unserem Lieblingstriathleten ging es für Peter um 5 Uhr morgens in die südliche Steiermark. Nach dem üblichen Startunterlagen, ich muss nochmal für Flatterblasler und einem kleinen Snack ging es für die Beiden direkt in Richtung Startbereich. Dort trafen sie direkt Franz Preihs, der dieses Jahr eine Ausgleichssaison vom Radfahren und dem RAAM macht und stattdessen ein paar Bergmarathons und als Saisonhighlight den Dick Collins 100k am Zettel stehen hat.
Auch Niki Kulmer, dem Moderator des Tierschutzlaufs, und seine Staffel trafen wir direkt bevor es losging.

Helfgott – zefix

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

In der Startaufstellung stehend, den Kreditkartenförmigen Timingchip an der linken Hüfte angebracht (weil sonst funktioniert er nicht ordentlich – ein kultiges Teil!) warten alle gespannt auf den Startschuss. Der kommt aber nicht. Es kommt der Dorfpfarrer, der ein paar Worte spricht und den Lauf segnet. Dieses Ritual verwirrt einige Starter, inklusive Peter und Sebastian sichtlich.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Venga, venga, venga

Ab dafür

Dann geht es aber wirklich los. Durch den Startbogen durch, ein paar Gassen durch das Dorf und raus auf die Landesstrasse. Nach 2 Kilometern biegt der Tross ab und hoch geht es den ersten Pfad. Vorneweg die Topleute der österreichischen Meisterschaft und die schnellen Staffeln. Dahinter die ambitionierten Athletinnen und dann irgendwann Sebastian und Peter.

Defensiv mit einem Lokalhelden

Die Beine fühlten sich gut an und die ersten Kilometer nach oben hätten noch ein wenig schneller gehen können, aber die Rennstrategie war “Defensiv nach oben, 1-2 Kilometer am Plateau ausschütteln und dann Attacke”. Also tapselten die Beiden nach oben und versuchten den Puls immer gut unter Kontrolle zu halten.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

Nach ungefähr 13 Kilometer ergab es sich, dass in einem Gespräch mit einem Mitläufer, dieser sich als ehemaliger Sieger dieses Laufs outete. Karl Scherz, früherer Mitorganisator des Laufs, hat dieses Rennen bereits in 3:30 absolviert. Nun, mit 57, läuft er nur mehr zum Spass an der Freud’ mit. In den nächsten Kilometern gab er wertvolle Tipps, wo man sich verbrennen kann und wo das Tempo schön angezogen werden kann.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Lokalmatador Karl Scherz zeigt den Weg

Daneben durften Sebastian und Peter erfahren, wie die umliegenden Berge und Täler heissen, wo ein schöner Aussichtspunkt ist, wo die Markierung wirklich geht (viele Läufer machen einen ungewollten Umweg 🙂 ) und welche Anekdoten es zu diesem Traditionslauf gibt. Die Zeit verging wie im Flug und es war eine großartige Abwechslung. Beim Plaudern vergingen die Kilometer rasch, der Staffelwechsel wurde durchlaufen und der steilste Anstieg des Laufs wurde absolviert.

King of the Mountain

Am Plateau angekommen, haben Herz-Kreislauf und die Beinchen, trotz der zurückhaltenden Strategie, bereits Rückmeldung gegeben, waren aber im Vergleich zum Veitscher Breakdown frisch wie der Morgentau. Die nächsten ebenen Trailkilometer ließen erahnen, welche Geschwindigkeit der Lokalmatador früher hatte. Die zwei Jungspunde hatten kein Bedürfnis zu überholen und gemeinsam konnten bereits die ersten Mitstreiter, die den Anstieg viel flotter angegangen sind, eingesammelt werden. Es ging Richtung Mittelfeld und die Aufholjagd konnte beginnen.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Ready for action

Drop it like it’s hot

Bei den Herren der Bergwacht links und hoppa, da geht’s runter. Jawohl – Downhill -Geil!
Peter konnte sich nicht halten und da der Aufstieg so gut eingeteilt war, konnte hier die Luzi richtig abgehen. Fallen lassen und die Füsse geschwind setzen. Die nächsten paar Kilometer waren eine Wonne und die Konkurrenz wurde eingesammelt wie Schwammerl. Motivation pur.

Peter hat hier richtig aufs Tempo gedrückt und hatte im Hinterkopf, dass Sebastian ohnehin auf den flacheren Passagen ein richtig flotter Flitzer ist. Nach dem steilen Downhill hat es allerdings ein wenig gedauert, bis von hinten ein Hulk-Sebastian im Streckgalopp angeschossen kam und erwähnte, dass er im Verkehr steckengeblieben ist und nun ein bisserl ausser Atem sei. Aber #hueftjonix, weiter in dem Tempo.

Die Formel W gibt Gas

Bis Kilometer 32, der zweiten Staffelübergabe wurden weiter Leute eingesammelt und plötzlich fanden sich die beiden wieder in der Damengruppe, die sie beim ersten Anstieg ziehen lassen haben. Diese Gruppe hatte zwischenzeitlich mehr als 15 Minuten Vorsprung, aber der Mittelteil ist den Beiden sehr fein gelungen. Von diesen Athletinnen umgeben, ging es auf die letzten 12 Kilometer und hier konnten Sebastian und Peter sehen, wie hart an der Spitze gekämpft wird. Die Damen haben um die Topplätze (Rang 5-8) gekämpft und so wurden alle Steigungen durchgelaufen, eine Labestation für ein paar Sekunden Vorsprung ausgelassen (muss man bei KM 37 auch schaffen), kurze Attacken zur Ermüdung geritten – kurzum großes Kino.
Ab Kilometer 40 ging es dann auf Asphalt und dort kamen die Klasse und der Leichtathletikbackground der weiblichen Konkurrenz ans Tageslicht. Sie zogen wieder davon und Sebastian und Peter freuten sich schon aufs Ziel

A Krampf mit dem letzten Schnapperl

Und dann waren sie da, die begeisterten Fans und Dorfbewohner und feuerten alle an. Die Kräfte wurden nochmal gebündelt und der Zielsprecher bereits zu hören. Die Duschen und das Ziel in Sicht, kam die letzte Labe….. Moment… warum ist da eine Labe…. und die Strecke bog nochmal 90 Grad nach rechts einen Hügel rauf. Ein “echt jetzt” kam über die Lippen und da hat doch tatsächlich jemand noch eine 1,5 km Schleife mit einem Schnapperl eingebaut. Die Freude war riesig, aber aufgeben war auch keine Option. Also nochmal rauf und am Friedhof vorbei Richtung Ziel. Im Rückspiegel kam noch ein Läufer und es sollte kein Platz mehr eingebüßt werden. Doch 400m vor dem Ziel krampfte Sebastians Wade so sehr, dass er einige Gehschritte einlegen musste. Eine kurze Abstimmung und es war vereinbart, dass Peter um den Platz kämpft und Sebastian nachkommt.

Um ein paar Sekunden ging es sich dann auch aus und Peter hatte nach 4:58 gefinisht. Sebastian konnte mit 4:59 ebenfalls Sub5 bleiben und ein großartiges Rennen konnte als erfolgreich abgeschlossen werden.

Am Ende belegten die Beiden Plätze 11 und 12 in der AK (Gesamt 76/78) – Das Ergebnis gibt es hier.
Peter konnte nach dem verpatzten Veitschauftritt auch wieder Plätze in der Cupwertung gut machen und am Ende gab es Rang 11 im Bergmarathoncup.

Klare Empfehlung für diese 3 Bewerbe, die sicherlich nochmal besucht werden.

Links zu den Seiten (entscheidet selbst, welche die schlimmste Optik hat 😉 ):
Ötscher
Veitsch
Kainach

Check/Packliste

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Ich packe in meinen Ultrakoffer

Die Packliste für Trailrunningevents, die nach dem 100 Meiler in Istrien begonnen wurde , haben wir nun durch die Liste des Trailrunning-Szene.at– Magazins ergänzt.
Ihr findet die Liste hier . Nutzt sie und ergänzt sie .

Tracknight

Auch dieses Jahr hat Mitte August ein ganz besonderer Event stattgefunden. Die Midsummer Tracknight. Bei dieser Leichtathletikveranstaltung dürfen neben den Einladungsevents alle interessierten und begeisterten Leichtathletinnen in verschiedenen Bewerben antreten. Neben Hoch- und Weitsprung, Hürdenlauf und Hammerwerfen gibt es natürlich auch die üblichen Laufdistanzen 100, 800, 1500 und 5000m. Hier ist die Besonderheit, dass es Topathleten gibt, die verschiedene Zeiten pacen und man sich so bei besten Bedingungen eine neue Personal Best erlaufen kann. Leider hatten wir dieses Jahr keine Zeit, aber für das nächste Mal ist der Kalender bereits vorbereitet.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

Vienna trailrun:

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Vienna Trailrun (foto – vienna Trailrun)

Am 18.8. wird der Vienna Trailrun stattgefunden haben. Sebastian ist nach den letzten Erfolgen topmotiviert und im Attackmode. Er will die Top 20 angreifen. Flo will es nach dem Trainingshänger auch ordentlich krachen lassen. Eine Sub 1:15 will es werden.

Oh das so geklappt hat, könnt ihr in den Ergebnissen nachsehen und in der nächsten Folge hören.

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Viel Spass beim Hören!

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Pfeil 700km nach Santiago

LEP#065 – Vengamom: Going to Santiago de Compostela

Dieses Mal präsentieren wir eine ganz besondere Folge. In dieser geht es weder um Florian noch um Peter. Es geht um dieses Mal um ein spezielles Abenteuer, dass viele Menschen auf der Lifebucketlist haben. Der Jakobsweg nach Santiago de Compostela (in diesem Fall ausgehend von St. Jean Pied de Port).

Florians Mama hat sich diesem Abenteuer gestellt und berichtet in dieser Interviewfolge davon.

Aktuelle Folge

Der Samen wurde gesetzt

Buch zur Vorbereitung
Gut gelesen ist halb gewandert

Der Ursprung dieses Abenteuers befindet sich bereits 30 Jahre zurück. Eine Arbeitskollegin hat Florians Mutter vor längerer Zeit immer wieder von ihrem Mann erzählt, der den Jakobsweg beschritten hat und während der Reise immer wieder Statusberichte nach Hause gesendet hat. Sie haben im Büro den Weg verfolgt und in diesem Moment entstand die Idee “Das will ich auch einmal machen”.
Allerdings war auch sehr schnell klar, dass sie das nicht alleine machen möchte. So gingen ein paar Jahre ins Land, aber der Wunsch blieb und immer wieder kam sie mit dem Jakobsweg in Form von Büchern oder Filmen in Berührung .
Eine Auswahl findet ihr hier:

Eine Mitstreiterin

Nicht ganz unsportlich, geht es jede Woche ins Fitnessstudio und jedes Jahr zum Schifahren. Bei dieser Reise fand sich spontan eine Freundin, die sich dieser Aufgabe stellen wollte.

Nachdem das wer geklärt war, könnte das wann auch fixiert werden und so fehlte ja nur noch Equipment und ein bisschen Training.

Die Vorbereitung

Internetrecherche – Listen – Outdoorstore – Listen – testen – Outdoorstore – Umpacken und wieder von vorne.

Wie bei jedem ersten Mal, war die Equipmentauswahl und Einschätzung, was wirklich gebraucht wird, sehr schwierig. Es gibt zig Anleitungen und Listen, Erfahrungsberichte und Tipps. Ein wichtiger Ratgeber war der Auslöser der Idee. Dieser wurde bei persönlichen Treffen befragt und konnte sehr nützliche Hilfestellungen geben. Zusätzlich hat das Outdoorfachgeschäft der Wahl, in diesem Fall Treksport , großartige Beratung geleistet. Mehrmalige Besuche, Umtausch diverser Gegenstände und Packversuche etc. folgt.
Auch wenn jeder seine ganz individuellen Wünsche, Ergänzungen und Vorlieben hat, ist eine Packliste als Grundlage und Leitlinie ganz praktisch.

Zusätzlich sollte man ja auch eine ausreichende Fitness haben. Grundlage bildete die doch vielseitige sportliche Betätigung mit Yoga, Fitnessstudio und üblicher Wanderei.
Auch hier gab es einen Plan. Dieser beinhaltete “irgendwann fang ich dann auch an wirklich weitere Strecken zu wandern”.
Tja…..also kurzum war die erste richtig lange Wanderung dann der Camino Francés.

Die Reise geht los

Bereits die Anreise zum Startort , St. Jean Pied de Port, ist recht komplex, stimmt aber schön auf die kommenden Wochen ein. Es stehe ja nun 800km und 5 Wochen Wanderung direkt an.

Schöne Übersicht über den Camino Francés und andere Jakobswege

Nach der Ankunft und dem obligatorischen Besuch im Pilgerbüro zur Stempelrally wurde der Start am nächsten Tag vorbereitet. Einmal noch schlafen und dann….ab gehts.

7 Tage

Auf in die Pyrenäen
Auf gehts in die Berg

Der Erste Tag umfasst 25km und führt über den Ibaneta-Pass nach Roncesvalles.
Bereits hier merkt man, dass der Weg auf Pilger und ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. In unregelmäßigen aber überschaubaren Abständen finden sich Menschen mit Bananenkisten, kalten Getränken, Riegeln, die die Pilger selbstlos unterstützen. Diese Unterstützung wird natürlich in Richtung Ziel immer teurer. Trotzdem ist es ein sehr beruhigender und schöner Support.
Nach dem ersten Tag war die Euphorie über das Geschaffte groß und es sollte auch die schwierigste Passage sein. Die Entscheidung für ein Hostel hat sich im Nachhinein als sehr positiv erwiesen, da diese Variante zwar ein wenig teurer ist, aber er Erholungsfaktor gegenüber einer Nacht in einem Schlafsaal durchaus höher ist.

Das abendliche Pilgerritual mit Pilgermahl und einer Flasche Rotwein lässt den Tag auch gleich nochmal schöner erscheinen.
Bei diesem Tropfen wird der Tag rekapituliert und die nächste Etappe betrachtet. Dabei haben die beiden Wandersdamen auch darüber gesprochen, dass es ja nur die ersten 7 Tage schlimm ist (hat der Flo gesagt!) und dann ist es eine Gewohnheit und läuft dahin.

Der Rhythmus, Aufstehen – Essen – Gehen – Jause – Gehen – Zimmer – Essen / Wein – Schlafen, pendelt sich bereits nach 2-3 Tagen ein. Der angekündigte 7 Tag war vielleicht nicht 100% treffsicher, aber tatsächlich stellte sich nach ungefähr einer Woche eine Routine ein, die den Alltag schön machen. Trotzdem, dass es eine bestimmte Gruppe ist, die gleichzeitig losgeht und ein ähnliches Tempo hat, geht man oft stundenlang alleine, sieht aber bekannte Gesichter beim Abendmahl oder anderen Gelegenheiten immer wieder. Allein dadurch ergibt sich ein schönes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Same Same

Obschon es eine schöne Tätigkeit ist, kommt nach einer Zeit auch das, vielen Läufern/Ausdauersportlern geläufige “Warum mach ich diesen Schwachsinn”. Hier zeigt sich auch die mentale Einstellung. Es ist nicht wichtig, dass dieser Moment mit Freude und Begeisterung weggelächelt wird. Ein “was bleibt mir sonst über” oder ein “hüft jo nix” bringt dasselbe Ergebnis. Wichtig ist ja nur, dass der Weg weitergegangen wird.

“Bon Camino”

Die Weizenfelder und endlosen einsamen Wege im Mittelteil des Pilgerpfads bieten hier ein perfektes mentales Training.

Die letzten 100km

Und plötzlich steht er da, der 100km Stein. Euphorie! Es sind nur noch ein paar Tage, es ist bald das Ziel.
Ab diesem Zeitpunkt ändert sich aber ein wenig die Einstellung. Es ist nicht mehr das hier und jetzt und die nächste Etappe im Fokus. Es wird nun schon ein wenig auf das Ziel geschaut, die Markierungen zeigen nun auch die Restkilometer bis Santiago.

Leute, soviele Leute. Plötzlich, von einem Tag auf den anderen sind auch richtig viele Menschen unterwegs und wandern das letzte Stück nach Santiago.
Um dem ein wenig aus dem Weg zu gehen, wurde der Tagesstart nach vorne verlegt. Dieser Tipp, des Pilgerbruders Peter, hat wirklich funktioniert und es ist wieder ein wenig Ruhe eingekehrt.

Der letzte Anstieg

Finale

Der Plan war, vom letzten Berg, auf dem die Kathedrale steht und bei der entsprechende Rituale gibt, die letzten 6 Kilometer bis Santiago ganz bewusst und langsam zu marschieren, alles revue passieren zu lassen und die Reise so zu beenden.
Leider wird gerade, da es 2020 ein Jakobusjahr gibt, die Kathedrale und das Begleitgedöns gerade renoviert und so war diese leider geschlossen. Und auch die Statuen waren fort. Dafür waren viele Menschen dort. Und alles ausgebucht.
Irgendwie nicht wie im Plan…..

Ankunft in der Kathedrale
Ankunft in der Kathedrale

Nadann wird halt weitergegangen, auf der Suche nach einer Herberge… Huch, ein Ortschild

LEP#065 - Vengamom: Going to Santiago de Compostela

Tja, einen Tag zu früh und völlig anders als geplant war das Ziel erreicht. Aber Plan B wurde schnell gefasst. Eine Unterkunft war gefunden und nach dem letzten Mal Pilgermenü und Wein ging es ins Bett. Am nächsten Tag wurden die letzten Kilometer per Taxi retour zur Kathedrale genommen und dann sollte es wie geplant auf die letzten Kilometer gehen.

Eine Gruppe Jugendliche beobachtend kam das Ende und nach den obligatorischen Wegen zur Pilgerurkunde und der Pilgerinformation wurde der Tag genossen.

Und nun?

Ein wenig angefixt von dieser Reise, wird das nicht die letzte gewesen sein.
Wir bedanken uns aus ganzenm Herzen für das tolle Interview und wir sind schon gespannt, welche Erlebnisse da noch kommen. Wir sind schon ganz gespannt.

“Bon Camino”

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

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Kilometer 18 GSL - es wird hart

LEP#064 – Grenzverschiebung – 18 ist das neue 36

Diese Folge dreht sich neben der Aufarbeitung der aktuellen Rennen der Schönen und Schnellen um den Veitscher Grenzstaffellauf 2019 und welche Läufe Florian und Peter in den nächsten Monaten geplant haben.
Es gab eine Grenzverschiebung und es wird die Formel für Peters Mauer des Schweigens angepasst.

Die aktuelle Stunde:

 Golden Trail Series

Marathon du Mont Blanc

Der Marathon du Mont Blanc findet zwischen 27.6 und 30.6 in Chamonix statt und ist das zweite Rennen der Golden Trail Series. Er geht völlig überraschend über 42 km, hat dem Berlinmarathon ein paar Höhenmeter, genauer 2780 HM voraus.
Das man dieses Teil trotzdem in 3:30 bezwingen kann, hat 2013 Kilian Jornet bewiesen. Allerdings muss sich auch der Damenrekord mit 4:03 nicht verstecken. Das sind aussergewöhnliche Zeiten, von phänomenalen Menschen.
Es vewundert also nicht, dass es dieses Jahr keine neuen Rekorde gibt. Die Siegerzeiten von 3:47:13 bzw. 4:34:44 sind aber wahrlich kein lockerer Longjog. Das sind Weltklasseleistung von Profiathleten.

Insofern ist auch das Ergebnis absolut respektabel.

Resultat Männer
1 – Davide MAGNINI – 03:47:13
2 – Nadir MAGUET – 03:54:26
3 – Bartlomiej PRZEDWOJEWSKI – 03:56:15
Resultat Frauen
1 – Ruth Charlotte CROFT – 04:34:44
2 – Silvia RAMPAZZO – 04:37:57
3 – Eli Anne DVERGSDAL – 04:38:30

Tour de Genf

Nachdem machte es sich Flo im Bus bequem und träumte dem kommenden Heimflug. Leider fuhr der Bus nicht am Flughafen sondern an einen sonderbaren Ort mitten in Genf und Flo musste, nur noch 90minuten vor dem Abflug von dort, ohne Französischkenntnisse oder Internetzugang auf dem geschwindesten Weg zum Terminal. Sodenn sprintete er in zum einzigen Bus, der Aeroporto am Schild hatte und heizte während der Fahrt dem Busfahrer telepathisch ordentlich ein, damit dieser den Gasfuß schön nahe am Bodenblech lässt.
Kurz vor knapp erreichte der Straßenkreuzer den Fliegerhorst. Rausgesturmt und ab zum Check-in hat er es noch knapp vor dem Cut off zum Gate geschafft.
Und dann hatte der Flug 20min Verspätung….

Dolomyths Skyrace

Am 21.7 ist der 3 Lauf der Golden Trail Series über die Bühne gegangen. Dieses relativ kurze Rennen über 22 km trägt mit seinen 1700 hm (also im Schnitt 7,7 % Steigung)) den Titel Skyrace durchaus zu recht.
Mit diesen Rahmendaten sind die Ergebnisse wiederum unglaublich.

Resultat Männer
1 – Davide MAGNINI – 02:00:28
2 – Nadir MAGUET – 02:02:54
3 – Elhousine ELAZZAOUI – 02:02:54
Resultat Frauen
1 – Judith WYDER – 02:18:51
2 – Ruth Charlotte CROFT – 02:21:56
3 – Maude MATHYS – 02:22:08

Die Streckenrekorde bei diesem Rennen liegen bei 02:00:11 Kilian Jornet und 02:18:51 Judith Wyder. Das heisst bei den Männern war Davide Magnini nur 17 Sekunden hinter dem Streckenrekord und bei den Damen wurde er dieses Jahr pulverisiert. Zur Einordnung der Leistung, wir reden hier von einem 5:27 min/km bzw. 6:16 min/km.

Lavaredo Ultra

Ebenso hat der Lavaredo Ultratrail in Italien, ausgehend und endend in Cortina Ende Juni stattgefunden. Diesem Lauf (im Jahr 2017) haben wir bereits in Folge 22 berichtet.
Die Eckdaten sind 120km und 5800 HM. Das Streckenprofil ist sehr fordernd aber die Landschaft atemberaubend.
Werner Weissl, vom Team Vegan war dieses Jahr dort vertreten und hat es auch in einer Spitzenzeit von 21:52:05 ins Ziel geschafft.
Auch hier sind Eliteläufer am Start gewesen und es hat sich einmal mehr gezeigt, dass Trailrunning und Laufen im allgemeinen in Asien extrem schnell ausbreitet und die Spitzenläufer nun zur Weltklasse aufgeschlossen haben.

Resultat Männer
1 – Tim TOLLEFSON – 12:18:47
2 – Jiasheng SHEN – 12:31:08
3 – Sam MCCUTCHEON – 12:47:22
Resultat Frauen
1 – Katrin GÖTZ – 14:59:52
2 – Audrey TANGUY – 15:24:10
3 – Francesca PRETTO – 15:34:28

WSER 2019 – Western States 100

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Jim Walmsley  Photo: iRunFar/Bryon Powell

Traditionell Ende Juni hat auch dieses Jahr der Western States Endurance Run über 100 Meilen die Aufmerksamkeit vieler Trailrunner auf sich gezogen. Mit einem hochkarätigen Feld und noch höheren Erwartungen wurde auf ultralive.net und auf Twitter dem Rennen entgegen und dem Rennverlauf entlang gefiebert.
Schafft Jim Walmsley eine Wiederholung seines Erfolgs von 2018?
Kann er die Zeit nochmal unterbieten?
Ist möglicherweise sogar die 14 Stunden Marke möglich?
Kann Ryan Sandes, ein anderer der Coconino Cowboys (der Laufgruppe aus Flagstaff, rund um Jim Walmsley) auftrumpfen?
Wird Courtney Dauwalter gewinnen?
Wie weit nach vorne schafft sie es im Gesamtergebnis?
Kann Camille Herron eingreifen und das Rennen für sich entscheiden?
Gelingt Lucy Bartholomew ein Überraschungssieg?

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Lucy Bartholomew  Photo: iRunFar/Bryon Powell

Es war also für viel Spannung gesorgt und es sollte sich tatsächlich zu einem phänomenalen Rennen entwickeln.
Es geht los, erster Anstieg und traditionell overpaced da jemand und gewinnt dann nicht das Rennen. So auch dieses Jahr und die beiden Führenden Hallvard Schjolberg und Gediminas Grinius landen am Schluss auf Rang 25 bzw. 6. Etwas dahinter lauern die Favoriten.
An der zweiten Labe nach 15 Meilen findet man Jim Walmsley auf Platz 1 mit einer Minute Vorsprung, dahinter das Feld recht eng und Courtney Dauwalter auf Gesamtrang 23 führt das Damenfeld an. Auch hier nur niedrige Minutenabstände. Camille Herron kommt allerdings nicht so richtig in ihren Tritt und ist auf Rang 15. Ebenso Lucy Bartholomew, die direkt dahinter auf Rang 16 liegt.
Bei Halbzeit hat sich das Feld schon etwas weiter auseinander gezogen und es apert heraus, wer einen richtig guten Tag hat und wo es nicht ganz so locker geht.
Vorne Jim Walmsley in einer Spitzenzeit, ein paar Minuten dahinter Jared Hazen und dann tut sich bereits ein Respektabstand auf. Noch deutlicher wird es bei den Damen, da hier Courtney Dauwalter bereits mehr als 30 Minuten Vorsprung hat und es danach aber recht eng zugeht. Auffällig ist, dass Camille Herron weiterhin nicht unter den Top 10 zu finden ist. Sie muss auch tatsächlich bei Meile 55.7 aufgeben und diesen Tag schnell vergessen.
Auch Meile 65.7 zeigt das selbe Bild. Walmsley, Hazen – Pause – Rest und auf Gesamtrang 16 die Führende Courtney Dauwalter mit 36 Minuten Abstand.

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Courtney Dauwalter auf Rekordkurs  Photo: iRunFar/Bryon Powell


Meile78 bei den Männern hat sich mittlerweile Tom Evans auf Rang 3 gekämpft und Ryan Sandes auf Rang 8. Bei den Damen ist das Gap zwischen Dauwalter und Clare Gallagher allerdings auf 12 Minuten geschrumpft und auch Brittany Peterson und Kaci Lickteig sind nur wenige Minuten dahinter.
Und plötzlich bei Meile 79.8 – Gallagher vorne, Peterson zweite und Dauwalter DNF. Die Hüfte hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht und anstatt eines überragenden Siegs ist Reha angesagt. Der Weg ist also frei für die nun Führende.
Im Ziel liegt sie auf Gesamtrang 17 und in einer Zeit von 17:09:38 hat Clare Gallagher ein großartiges Rennen absolviert. Nur 11 Minuten hinter ihr kommt Brittany Peterson ins Ziel und Kaci Lickteig kann ihren 3ten Rang verteidigen.
Bei den Herren hat sich der hohe Favorit Jim Walmsley in 14:09:28 durchgesetzt und seine Streckenrekord aus dem Vorjahr nochmal erheblich nach unten gedrückt. Jared Hazen hat mit 14:26:46 ebenfalls ein unglaubliches Rennen hingelegt. Mit dieser Zeit wäre er 2018 noch vor Walmsley und mit Streckenrekord ins Ziel gekommen. Auf Rang 3 kann sich Tom Evans behaupten und ist somit gleichzeitig erster Europäer.

Erwähnt sei hier auch Markus Meinke, der als bester von fünf deutschen Läufern in 19:33:29 eine Topleistung abgeliefert hat.

Die Racecoverage von irunfar.com war auch dieses Jahr wieder aussergewöhnlich und kann nur als Vorzeigebeispiel für andere dienen.

Badwater Ultramarathon

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Start des Badwater Ultramarathon – (Photo The Weather Network)

Vor einigen Tagen ging auch der Badwater Ultramarathon über die Bühne. Dieser, als einer der härtesten Ultramarathons bekannte Wettkampf startet im Death Valley bei Temperaturen um die muckeligen 50 Grad Celsius und geht über 217km bis zum Tor des Mt. Whitmore.
Da das Rennen so sehr an die Grenzen der Athleten geht ist das Starterfeld auf 100 Teilnehmerinnen begrenzt. Wie bei einigen Läufen, die große Beliebheit haben, wird hier ein Verfahren zur Auswahl angewandt. Anders als bei Läufen, wie dem WSER100 und dem UTMB, die auf ein Losverfahren setzen oder bei Läufen wie dem Eiger Ultratrail, der nach dem First Come – First Serve die Startplätze füllt, wird hier mittels Bewerbung gearbeitet. Ähnlich dem Barkley Marathons werden hier die Teilnehmer manuell ausgewählt zu einem exquisiten Starterfeld geformt.
Das die Auswahl sinnvoll ist, zeigt die Finisherquote von 90%.
Dieses Jahr wurde auch ein Niederösterreicher, Christian Magadits, ausgewählt und trat die Reise auf diesem heissen Pflaster an. Bisher ist er eher durch seine Spitzenleistungen bei 6 Stundenläufen oder dem Race Across Burgenland aufgefallen, hat sich aber hervorragend geschlagen und mit Rang 18 in 32:31:44 groß aufgezeigt.

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Christian Magadits (Photo – Badwater.com)


Gewonnen hat diesen Lauf der Japaner Ishikawa Yoshihiko, dessen Ultrasignup-Profil Bände spricht, in der Rekordzeit von 21:33:01. Mit einem Abstand von 3 Stunden, hat er hier eine Bombenzeit hingelegt. Diesen Rang 2 konnte sich die Polin Patrycja Bereznowska erkämpfen, die mit 24:13:24 ebenfalls einen Feuerstreifen in den Boden gebrannt hat.

Aktuelle Folge

Florian und Peter waren natürlich nicht nur am verfolgen der internationalen Szene und haben sich vor dem UTMB ohne UTMB selbst in ein Abenteuer gestürzt.

Grenzstaffellauf Veitsch

In der obersteirischen Ortschaft Veitsch, fand zum 33sten Mal der Veitscher Grenzstaffellauf statt. Als zweite Station des Bergmarathon 3er Cups ist er mit dem Ötscher Ultramarathon (siehe Folge 60) und dem Kainach Bergmarathon ein Klassiker in der österreichischen Ultralaufszene.
Länge und Höhenmeter des Laufs sind nicht ganz klar und so wird offiziell von 54km und 2060 gesprochen, verschiedene Uhren behaupten ca. 50-52km und 2000 hm. Auf alle Fälle ist der Lauf mit der steilsten Stelle genau in der Mitte eine herausfordernde Prüfung.

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Streckenprofil (Bild Grenzstaffellauf Veitsch)


Gemeinsam mit Patrick aus dem Team Vegan haben sich Florian und Peter also auf den Weg gemacht und da das Rennen in die Woche des 2ten Virtual Runs gefallen ist, wollten natürlich alle ihre Teams würdig vertreten.

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Vorm Start gut gelaunt (Photo Werner Pointner)

Los gehts

Gemeinsam mit Franz Preihs, legten die beiden los und wollten gemäß der anvisierten Zielzeit von 6 Stunden nicht mit Turbosocken aber auch nicht trödelnd den Berg nach oben dackeln.

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Das erste Drittel ( Bild – Veitscher GSL)

Aufi auf die Alm

Nach dem ersten Kilometer durch die Ortschaft geht es direkt auf eine Forststrasse, die sich mit stetiger Steigung die ersten 6-7 Kilomter nach oben schlängelt und die ersten 500 Höhenmeter in die Beine der Läufer drückt. Mit flottem Tritt und sich unterhaltend geht es zu den ersten Laben und nach dem zweiten kleinen Anstieg ist der erste Wechsel der Staffelläufer und somit das Ende des ersten Drittels erreicht. Alles im grünen Bereich, ein wenig warm aber sonst sehr schön. Zeitlich sind Peter und Florian auf Kurs und so soll es weitergehen.

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Die erste Wechselzone ist bei KM 16 erreicht (Photo – Florian Kern)

18 ist die neue 36

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Aus der Labe raus und ab Richtung Rotsohlalm. Ein schöner Ausblick Richtung Turnau und auf die umliegenden Berge, weiterhin bergauf und plötzlich wird es ruhig neben Florian. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass es erst KM 18 ist und so fragt er Peter ob denn alles gut ist. Die knappe Antwort “nicht wirklich” überrascht ihn, aber er kramt in der Tipp- und Motivationskiste.
“Nimm ein Gel”, “Hast Salz?”, “Nur mehr ein paar KM und wir sind oben”, “Lass uns ein bissl langsam machen, dann geht es sicher wieder”, “Wir sind ja noch nicht bei KM36”.
Offensichtlich ist die Mauer des Schweigens bei Peter ein komplexes Gebilde.
Die Formel ergibt sich neben der Distanz wohl auch aus Temperatur, Höhe, gelaufene Höhenmeter, dem Superkompensationseffekt und der Musikkonstanten. In den nächsten Wochen wird diese Formel weiter erforscht werden.

Alle Versuche nutzen nicht viel, denn bald ist er da.

Der Teufelssteig

Auf einer Strecke von drei Kilometern müssen die Athleten 500 Höhenmeter nach oben kraxeln und auf diesem Teilstück ist bei Peter der Ofen aus. Er keucht, er schnaubt, er flucht, doch flott ist er nicht. Flo versucht es weiterhin mit verschiedensten Mitteln um diesen Hügel endlich zu erklimmen, doch groß ist der Erfolg nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die beiden beim Graf-Meranhaus an und obwohl Peter Flo das Angebot gemacht hat “Lauf du, ich geh hier mal sterben”, war es auch weiterhin ein Paarlauf, da dieser ein herzliches “Wir haben gesagt wir laufen das zu zweit, also machen wir das auch” retournierte.

Stecker raus – Affe tot

Bei der Labe am Graf Meran Haus musste eine Pause von einigen Minuten eingelegt werden, damit es danach wenigstens im Wandertempo weitergehen konnte. Den Großteil des Plateaus waren keine weiten Laufstrecken von Peter erwartbar und so konnte Florian die Aussicht geniessen, dies auch kundtun und sich ein wenig mit anderen Läufern unterhalten. Während dieser Zeit verfluchte Peter den Umstand, dass er keine Kopfhörer mithatte. Nicht weil er Florian nicht hören wollte, sondern weil ihm ein paar hilfreiche Musikstücke fehlten. Eine gehörige Portion Hass hätte hier schon ganz gut getan.

Einfädelter Dehnplatscher

Ab Kilometer 27 ging es wieder leicht bergab und sobald die beiden unter 1700 Metern Seehöhe waren, gab es Latschen, Bäume und Wurzeln. Eine dieser lustig über den Weg stehenden Wurzeln hat sich in die Beine von Peter verguckt und sich ergriffen um das Schuhband desselben geschlängelt. Da er die bewährte Salomonschnürung in seinen Latschen hatte, hat das Schuhband gehalten, was es verspricht und ist nicht gerissen, sondern hat den Schuh schön am Fuß fixiert. Da aber der Schuh und der Fuß nun recht unvermutet stehengeblieben sind und der restliche Körper der Trägheit folgend weiter nach vorne ging, sollte Florian zwei bis drei Sekunden später ein “Ahhh – Ohhh – AU” hinter sich hören. Verdreht, wie ein Übungsdübel eines jungen Handwerkers lag sein Laufpartner auf der Erde und murmelte etwas von “Ich glaub mein Unterschenkel ist jetzt einen halben Meter länger”. Dieser, nun gut gedehnte, Unterschenkel machte Peter initial die meisten Sorgen, da er ausser einem Schmerzenden Oberschenkel, er ist wohl auf einen Baum oder seinen Stock gefallen, keine weiteren Blessuren entdecken konnte.
Nachdem feststand, dass es wohl kein Bruch, Riss oder ähnlich Schlimmes passiert ist, entknotete Peter sich und es ging nach einer Schreckminute weiter.

Die Wende

Nach einigen Kilometern war klar, dass der Unterschenkel wohl nur gut überdehnt wurde aber die Schmerzen weg waren. Der Aufprall am Oberschenkel sollte sich noch das ganze Rennen bei den Anstiegen bemerkbar machen und es verhindern, dass diese gelaufen werden können.
Trotzallem waren die Beiden froh, dass es so glimpflich ausging und überraschenderweise hat dieser Aufprall wohl einen moralischen Reset heraufbeschworen.
Das Laufen wollte wieder ein wenig besser klappen und bei der zweiten Staffelübergabe bei Kilometer 34,5 war Peters Gesicht wieder etwas heller (wenngleich nicht freudestrahlend).

Wellenreiten

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Entgegen dem ersten Gefühl beim betrachten der Karte, finden sich am dritten Abschnitt noch eine Reihe fieser Gegenanstiege, die nach 35+ Kilometern doch recht ordentlich weh tun. Da aber mit dem Oberschenkel ohnehin nicht an Laufen zu denken war, konnten diese noch gut bewältigt werden. Die Zielzeit schon lange abgeschrieben und nur noch auf finishen geeicht war die Stimmung ab Kilometer 40 auch gleich besser. Noch ein paar Waldtrail und schon ging es nach der vorletzten Labe runter.

Der Motiviationsschluck für den Zielsprint

Bei der letzten Labe angekommen, wurde zu den üblichen Leckereien auch ein Schluck aus der Motiviationsbierflasche gereicht und schon konnte der letzte Downhill in Richtung Ziel in einer 5er-Pace genommen werden.
Im Ort angekommen noch einen Kilometer durch die Gassen und nach 6 Stunden 38 Minuten konnten die Motoren im Ziel ausgeschalten werden.

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Endlich durch (Photo: Florian Kern)

Zusammenfassend war das Rennen für Florian und Peter sicher sehr verschieden und die Zeit sagt: “Grenzstaffellauf – Wir sehen uns wieder! Revanche”

Dank und Anerkennung

Andi und Gloria haben ihren Patreonbeitrag erhöht. Vielen Dank, wir sind sehr glücklich!

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Viel Spass beim Hören!

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LEP#063 - UTMB ohne UTMB

LEP#063 – UTMB ohne UTMB

Ist der UTMB nicht Ende August? Ja, ist er… ist uns aber egal.

Die Reise beginnt

Koffer vor dem Abflug
Die Koffer sind gepackt

Pünktlich um 4 Uhr morgens klingen in Wien die Wecker.Auf, auf, der Berg ruft.Tag der Anreise zum Abenteuer – #UTMBohneUTMB – ist gekommen. Die letzten Kleinigkeiten in die Taschen gepackt und ab zum Flughafen. Pünktlich um 6 Uhr morgens treffen sich 3 der 4 Läufer am Check-In und machen sich mit einem Bauch voller Vorfreude am Weg nach Genf. Dort erwartet sie bereits, der Weatherman und Ideengeber, @die_Bergziege.


Doch, halt!
Wie kamen die Buben zu diesem Ort und worum geht es eigentlich?

And the Winner is…

Die Athleten und Freunde, Basti (@die_bergziege) , Geordi (@geordi2504) , Michele(@montemuggiowien) und Florian (@laufenentdecken) hatten sich im Jahr 2018 die Punkte für den UTMB 2019 erlaufen und sich direkt in die Lotterie desselben geworfen.
Der UTMB eines der bekanntesten Ultratrailrennen über 170 km mit mehr als 10000hm.
Ein Team wollten sie bilden und haben dies natürlich bei der Anmeldung auch angegeben. Somit konnten Sie nur gemeinsam gezogen oder nicht gezogen werden……. Dachten sie. Es trug sich zu, dass von den vier Läufern zwei einen positiven Bescheid und zwei eine Absage erhalten haben.

Profiorganisationen machen keine Fehler

Laut der Lotterieregeln des UTMB ist das zwar nicht möglich, aber augenscheinlich doch Realität. Mit diesem verwirrenden Ergebnis konfrontiert, wandten sie sich an die Veranstalter um eine gütliche Lösung zu finden.

Leider gab es hier seitens der Veranstalter kein sinnvolles Entgegenkommen. Die angebotenen Alternativen, dass die Beiden gezogenen Läufer als Einzelläufer starten könnnen oder sie ihre Lose für das kommende Jahr behalten, vermochten keine Begeisterungsstürme auszulösen. Diese Enttäuschung im Kopf, geisterte zum ersten Mal die Idee “dann Lauf ma den UTMBohneUTMB” in der Runde herum.

Die Geburt des #UtmbOhneUTMB

Über die nächsten Wochen und Monate reifte dieser Gedanke zu einer fixen Idee und wurde zu einem Gemeinschaftsprojekt der vier Freunde und irgendwann stand fest:
Anfang Juli wird der UTMB gelaufen – Punkt.

Das Wochenende 5.7 – 7.7. war auserkoren und die Planung ging los. Ausgehend von völliger Selbstversorgung planten die vier ein Fahrzeug nach der 80-120 km in La Fouly oder Champex – Lac abzustellen, um die Dropbags zu deponieren und so frische Kleidung, Vorräte etc. auffüllen zu können. Alle anderen Laben müssten durch die Refuges abgedeckt werden.
Alles durchgeplant, hat es sich ergeben, dass Peter dieses Wochenende Zeit hatte und zwar nicht in der Lage ist, 170km zu laufen, wohl aber, die vier Helden als Supportcrew zu unterstützen und da waren es also Fünf.

Gentlemen, get ready

Fun vor dem Run
Das wird ein Spass….

Tja, und nun ist es soweit. Ein Tag Vorbereitung vor Ort, noch einmal schlafen und dann geht es los mit der 170 km langen Reise über 10000 HM auf einem der schönsten Weg rund um den höchsten Berg Europas.
Ausgehend von Chamonix in Frankreich führt die Route über Les Chapieux, Courmayeur, Champex-Lac und Trient um dieses bezaubernde Bergmassiv.

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Touristeneinkaufstour


Nach der erfolgreichen Ankunft im Quartier, optimal im Herzen von Chamonix, mit wunderbarem Blick auf den großen weissen Berg, ging es direkt los zum Verpflegungskauf. Nach erfolgreicher Essensjagd hieß es nun Kräfte sparen.
Am Vorabend des großen Abenteuers wurden die frisch erworbenen Karten der Gegend mit eingezeichneter TMB-Route studiert, Labestationen nach Wichtigkeit und Erreichbarkeit bewertet und ein Zeitplan aufgestellt.
LEP#063 - UTMB ohne UTMB

LEP#063 - UTMB ohne UTMB

Das Wetter sollte bis Samstag Nachmittag/Abend trocken und warm bleiben und so wurde die Startzeit auf Freitag 5.7.2019 – 0600 festgelegt (Üblicherweise startet der UTMB um 1800). Die Marschtabelle war auf eine Zeit von 40 Stunden ausgelegt, also sollte der Zieleinlauf am Samstag um 2200 sein.
Eckpunkte waren fixiert und nachdem alle Athleten ihre Rucksäcke gepackt hatten und auch die Verpflegung für die Laben finalisiert wurde ging es ab auf die Matratzen um nochmal Energie zu tanken.
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Start your Engines

Es war 0500 als die Wecker schepperten und Küchenchef Michele die Espressomaschine anwarf. Jeder kannte seinen Ablauf und in einer geschäftige Routine wurden die letzten Vorbereitungen getroffen.

Startschuss

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Letztes Foto vor dem Start
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They are rollin….

Punkt 0600 sollte es losgehen. Ging es aber nicht. Da mussten noch Fotos geschossen und nochmal die letzten Ausrüstungsgegenstände gecheckt werden. Also 0604 – Startschuss.
Voller Vorfreude auf die nächsten Stunden liefen alle fünf Richtung Les Houches. Fünf deshalb, da die erste Labe direkt vor Les Houches war und Peter diese “mobile” dabei hatte.
Durch die Strassen von Chamonix ging es nach 1-2 Kilometern direkt auf die erste Forststrasse. Von frühaufgestandenen Damen und einer Gruppe Jugendlicher Camper angefeuert, wurden die erste leichten Wellen absolviert. Im schlauen Buch zum UTMB steht geschrieben, dass Läufer, die nicht die Top 10 anpeilen und bis Les Houches durchgelaufen sind, einen Fehler gemacht haben. Dieser Weisheit folgend versuchte sich das Team, trotz überschäumender Motivation, in Geduld und die Anstiege wurden großteils im zügigen Gehschritt absolviert.

Splitter / CP 1 – Les Houches

Mobile Labe auf einem STein
Mobile Labe

Nach 8 Kilometern hatte die Gruppe Les Houches erreicht und es hieß Abschied nehmen. Peter lief wieder zurück zur Unterkunft und machte sich mit dem Versorgungsmobil auf den Weg zur zweiten Labe.
Die vier Läufer hatten nun den ersten ernstzunehmenden Anstieg vor sich. Über den Col de Voza, einem recht steilen 1700er, begleitet von einer Horde stechender Fluginsekten, ging es nach St. Gervais-les-Bains. Am Weg dorthin erwiesen sich der GPX-Track auf den Uhren nicht immer als optimal und so gab es den einen oder anderen Umweg. Glücklicherweise hatte Geordi den Track auch in der Ortovox-App gespeichert, die hiermit sehr lobend erwähnt sei, und konnte durch die dort sehr gute Navigation inkl. umliegender Pfade und Wege gröbere Irrwege verhindern.

Brunchtime / CP 2 – St. Gervais-les-Bains

Labe in St Gervais auf einem Betontrog
Brunchtime

Gut in der Zeit und nur wenige Minuten, nachdem der Checkpoint fertig aufgebaut war, lief die johlend und kichernde Reisegruppe in St. Gervais ein. Während des Kurzberichts über die kleinen Umwege, die Flugtierchen und die ersten Eindrücke, wurden die Trinkflaschen aufgefüllt, Wassermelone und Obst genascht sowie die ersten Gels nachbestückt.
Bei dieser Gelegenheit fiel auf, dass der Iso-Vorrat und ein Gurt für die Stöcke in der Unterkunft vergessen wurde. Also musste das Versorgungsmobil nochmal retour.
Derweilen setze sich die Trailcrew wieder in Bewegung und ging auf die nächsten 10km nach Les Contamines. Zu dieser Zeit, mittlerweile war es bereits nach 1000 stieg auch langsam die Temperatur in Richtung erweiterter Kuscheligkeit.

Dinner is Served / CP 3 – Les Contamines

Mittagessen in Contamines
Traillunch bei CP3

Während die laufende Mannschaft ohne Umwege Richtung Les Contamines unterwegs war, wollte das Navi den Versorgungsbus von einer mindestens 60m hohen Brücke stürzen. Trotz der Meinungsverschiedenheit ob der Existenz der Strasse, konnte in Les Contamines ein Mittagstisch bereit gemacht werden und frisches Baguette, Pfirsichen und Oliven sollten ein wenig Abwechslung zu den Gels und Cliffbars bieten. Pünktlich um 1130 erreichten alle die Labe und snackten sich durch das Angebot. Florian berichtete verwundert, dass @die_bergziege heute gar nicht so defensiv unterwegs war und schon mehrfach die Führungsarbeit übernommen hat.
Unterdessen wurden mittlerweile routiniert die Rucksäcke mit Gels, Riegeln und Getränken befüllt. Nebenbei wurde auch schon der Wasserkübel mit Schwämmen benutzt – war es doch schon gut warm. Nach ein paar Minuten waren alle Speicher wieder voll und der nächste, kurze Abschnitt konnte kommen.

Quickstop / CP 4 – La Balme Notre-Dame de la Gorge

Die Truppe folgte für die nächsten Kilometer einem Bachlauf in Richtung La Balme. Nicht zu heiss, etwas Schatten und das kühle Nass in unmittelbarer Nähe, lief es fantastisch. Nach 4-5 Kilometern bei Notre Dame de la Gorge angekommen, war allen direkt klar, dass die nächste Pause genau hier stattfinden würde, da der Weg zur eigentlichen Station nicht zugänglich war.
Diese Verkürzung war der Grund, weswegen Peter trotz flottem Labe-Verstauen und Vorratsaufstockung zu spät war. 1-2 Minuten nach den Läufern bog das schwarze Mobil erst um die Ecke. Die Fahrwege rund um dieses Bergmassiv sind erheblich länger, als die Fußwege.
Trotzdem wurde die Labe nicht ausgelassen. Zu erfahren war die Gruppe und wusste, dass jeder Verpflegungspause eine gute Pause war. Darum Getränke auffüllen, die ersten nahmen neben, je nach Ernährungsform, Käse, Salami oder Paradeiser, Datteln und Bananen auch bereits Suppe zu sich. Man munkelt, dass diese sehr gemundet hat.
Dem Plan folgend wurden die Grödel in die Rucksäcke gepackt, da es auf der nächsten Etappe erstmals über 2000m ging und es sehr wahrscheinlich war, dass am Col du Bonhomme oder beim darauffolgenden Abstieg Schneefelder die Route queren, die möglicherweise Leichtsteigeisen notwendig machen. Für diesen ordentlichen Anstieg und den Weg nach LEs Chapieux waren ca. 4 Stunden veranschlagt, sodass der südlichste Punkt der Umrundung gegen 1600 erreicht sein sollte.

South of Heaven / CP 5 – Les Chapieux

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Lac de Roselend

Während die Laufstrecke an dieser Stelle 15 km umfasst, die allerdings 1200 positive Höhenmeter beherbergen, ist die Versorgungsroute etwas ausladender. 90km und eine Fahrzeit von 2-3 Stunden standen am Navi. Den Bergstrassen folgend, durch diverse kleine Ortschaften, die allesamt vom Tourismus leben, entlang der Berghänge mit mehreren Tälern und anschliessenden Anstiegen, schlängelt sich das Asphaltband Richtung Les Chapieux. Mehrfach musste Peter stehenbleiben und das atemberaubende Panorama geniessen. Diese Pausen und ein wenig Verpflegungsaufstockung ergaben eine Ankunftszeit in Les Chapieux von 1530. Kofferaum auf, Labe aufbauen und ein schneller Kaffee….perfekt. Die vier Recken traben pünktlich wie ein Uhrwerk um 1557 in die Labe. Wieder gibt es Geschichten von einer offensiven und hochmotivierten Bergziege, die den Downhill runtergebrettert ist und sich davor am Refuge de la Croix du Bonhomme einen Radler gegönnt hat. Der Anstieg war aber recht anstrengend und vorallem Getränke zehrend. Alle Möglichkeiten der Wiederbefüllung mussten genutzt werden. Ebenso wurden bei allen Gelegenheiten die Buffs und Kappen in kaltem Wasser getränkt. Der von Geordi mitgebrachte mobile Wasserfilter war bereits zu diesem Zeitpunkt im Einsatz und leistete gute Dienste. Es war heiss!
Die üblichen Wiederbefüllungsmaßnahmen wurden getroffen und die Lampen für den nächsten Anstiege eingepackt. Es sollte ja nun über die zweiten hohen Berge gehen (Col de la Seigne und Co des Pyramides Calcaires). Noch ein paar Schlucke vom Radler und sie zuckelten Richtung Col de la Seigne, später auch Col der sengenden Hitze genannt.

Hot Stuff

Die folgenden Kilometer durchliefen und durchwanderte die Gruppe das sprichwörtliche Tal des Todes. Ohne Schatten, dafür aber eine, zwar nicht besonders steile, aber dafür nicht endenwollende Steigung hinauf zum Col de la Seigne. Nur abgelenkt durch die Sichtung mehrerer Wildtiere (ein Rudel Gemsen, ein freilaufender Bergbagger,…) und Gesprächen über Fußball ging es unaufhörlich Richtung italienischer Grenze. Basti, die Bergziege, litt auf diesem Anstieg sehr und er sehnte sich nach der Labe bei Lac Combal. Doch dazu musste er über die Berge drüber und auf der anderen Seite noch ein Stück hinunter. Zudem war diese wichtige, aber straßentechnisch exponierte Labe recht unsicher.
Michele, die Maschine zeigte keine Ermüdungserscheinungen, Florian hatte einen kurzen Durchhänger, war aber nach nunmehr mehr als 55km wieder gut drauf und auch Geordi war im Ultramodus.
Es nagte in Basti und er litt. Wie soll das weitergehen. Sie waren doch erst bei ungefähr einem Drittel der Strecke und seine Kräfte waren in den letzten Kilometern mit der Hitze verdampft. Wenn er doch schon bei 100km wäre, dann würde der Kopf den Rest erledigen. Aber hier und jetzt? So früh im Rennen? Den Col de Seigne überwindend und rund um den Col des Pyramides Calcaires reifte die Idee, bei der nächsten Labe abzubrechen. Als beim Abstieg, direkt nach den Gipfeln, die Grödel aufzuziehen waren, schoss zu allem Überfluss auch noch ein Krampf ins Bein. Unfähig sich selbst schnell die Grödel anzuziehen, packten die anderen der Gruppe an machten Basti bereit für das kommende Schneefeld. Angekommen beim Refugio Elisabetha versuchte er Peter zu erreichen um dessen Status zu erfahren.

Kette dran – du kommst da nicht rein

Dieser hatte eine erneut recht umfangreiche Fahrt am Plan. Wiederum 90km sollten es werden und erneut waren es Bergstrassen voller Serpentinen und Engstellen. Da die Ankunft um 2000 sein sollte, hiess es Gas geben. Es lief gut und nach einem weiteren Stopp in einem Supermarkt, um eine Ananas und andere Kleinigkeiten zu besorgen, ging es von Courmayeur in den Graben zur Labe Lac Combal. Vorbei an sonderbaren Gestalten, die offensichtlich spezielle Interessen haben und an diesem Tag ein Mittelalter oder Druiden-Festival feierten (oder ordentlich einen an der Waffeln hatten), ging es zügig den Berg hinauf. Plötzlich war eine Kette quer über die Strasse gespannt. Per Schloss gesichert und durch massive Steher war die Aussage an dieser Stelle “da geht es nicht weiter, mein Jung’ “. Ein Gegencheck mit der Karte verriet Peter, dass es noch 200hm und 3 km bis zum Labenpunkt vor ihm lagen. Mit einem geschätzten Gepäck von 10-15 kg und viel zu wenigen Tragetaschen war die Variante “hinlaufen” eine eher unschöne Aussicht. Am Wegesrand stand allerdings ein Schild der Cabane du Combal mit Telefonnummern. Geschwind gewählt ergab sich ein interessantes Gespräch. Die Dame am einen Ende der Leitung sprach und verstand nur Italienisch unnd rudimentär englisch.
Auf der anderen Seite stand Peter, der versucht mittels Englisch die Lage zu beschreiben. Nach 1-2 Minuten wurde das Telefon an einen Englischsprechenden weiter gegeben. Dieser beantwortete die Frage, ob es irgendeine Möglichkeit gibt kurzfristig den gesperrten Weg zu befahren, mit dem Hinweis, dass das nur die Polizei von Courmayeur kann und er leider nichts machen kann.
Mit dieser unschönen Antwort konfrontiert ging die Überlegung los, was denn an dieser Stelle des Kurses notwendig ist und definitiv mit muss, wurde der Rucksack begonnen zu packen.

Private Parts / CP 6 – Lac Combal

LEP#063 - UTMB ohne UTMB
durch diese hohle Gasse müssen sie kommen

Plötzlich taucht ein Geländewagen auf der anderen Seite der Absperrung auf. Mit dem mehrmaligem Hinweis, dass er nicht da ist, Peter nicht gesehen hat, wo der Schlüssel liegt, dieses Gespräch niemals stattgefunden hat, Peter sich des Risikos bewusst sei und dass das Auto bei Entdeckung mitunter abgeschleppt werden kann verschwand er wieder. Nicht aber ohne der dringlichen Aufforderung, dass Peter, falls er diesen Privatweg nutzt, nicht über die Brücke fahren sollte, da diese sehr gefährlich und vorallem einsturzgefährdet sei.
Überschwenglich bedankt war Peter 5 Minuten später auf der Privatstrasse am Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Um kurz vor 2000 war das Auto geparkt, die Labe aufgebaut und die Läufer könnten kommen. Negativ war nur, dass er kein Netz hatte. Immer wieder vergeblich in verschiedene Richtungen laufend, war er auf der Suche nach Netz um zu verkünden, dass die Labe, wie vereinbart, aufgebaut ist und sie freudig erwartet werden.

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Nur 2,5 km entfernt, im Refugio Elisabetha, magazinierten sie die vier Läufer auf, da sie nicht wussten, ob es Peter geschafft hat und sie ebenfalls keinen Empfang hatten um nachzufragen.

In dieser Situation hat Basti den anderen drei Läufern eröffnet, dass er, beim Aufstieg beinahe einen Hitzschlag bekommend, beschlossen hat, dass er das nicht durchhält und bei der nächsten Labe das Unternehmen beendet.

Teamspirit

Dieser Offenbarung folgte eine fast einstündige Diskussion darüber ob die anderen weitermachen sollten oder nicht. Basti versucht sie davon zu überzeugen, dass sie zu dritt, mit Peters Hilfe, ganz normal weitermachen könnten und er dazwischen ins Hotel gebracht wird.
Die Anderen waren sich allerdings schnell einig, dass das Abenteuer zu viert gestartet wurde und auch zu viert zu Ende geht. Wo und wann auch immer das ist.

Irgendwann hatten es ein paar Nachrichten auch durch den Äther geschafft und es war klar, dass es nur ein Katzensprung bis Lac Combal war.

Um 2145 trafen die bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 70km und 4500hm in den Beinen habenden Freunde bei Peter ein und drückten ihre Uhren ab.

DNF – Den Nächsten Finishen wir

LEP#063 - UTMB ohne UTMB

Der Nachgang

Nachdem noch ein paar Minuten versucht wurde, zu ergründen ob es nun tatsächlich beendet ist, stiegen alle ein und 45 Minuten später (der obszön teure Tunnel durch diesen Berg verkürzt die Fahrzeit ungemein) traf die Reisegruppe wieder im Mannschaftsquartier ein.
Es folgten ein paar Bier und ein Review der letzten 14 Stunden.

Fazit

Im Nachhinein betrachtet, in dem Wissen, dass es entgegen des Wetterberichts keine Gewitter gab, wäre ein Start am Abend vermutlich temperaturtechnisch besser gewesen.
Bei selben Voraussetzungen würden aber die Entscheidungen wieder exakt gleich getroffen werden. Gewitter in den Bergen ist unter allen Umständen zu vermeidendes Erlebnis.
Vielleicht hat die Bergziege vor lauter Freude zu sehr gepusht. Vielleicht war das Wetter und der Tag einfach nicht richtig.
Auf alle Fälle, war es für alle ein unvergesslicher und grandioser Tag in den Bergen und nach diesem Erlebnis ist festgeschrieben, dass weitere Reisen und autonome Unternehmungen folgen müssen.

Links

Hier noch einige Links und Eindrücke dieses großartigen Erlebnisses:

Eindrücke einer Tour:

LEP#062.5 - Strava Virtual Run 2

LEP#062.5 – Strava Virtual Run 2

Beim Strava Virtual Run 2 gibt sich die Gemeinschaft rund um den Laufend Entdecken Podcast erneut die Ehre. Der große Erfolg der ersten Auflage im Winter 2018 hat uns zu einer Sommerausgabe verleitet und wir sollten nicht enttäuscht werden.

Mehr als 50 Anmeldungen, aufregende Ankündigungen zu den Outfits, mitfiebernde Twitteranten und ein herausforderndes Wetter ließen auf eine grandiose Woche schließen.

Wir sollten aber nicht erahnen, wie herausragend die Beiträge waren.

Krasse Bilder / Krasse Leute / Krasse Krassheit

Neben den zu erwartend schönen Läufen für der beiden Lager,  wurden in der Kreativkategorie erfrischende und aufregende Beiträge abgeliefert.
Siegessicher hat Peter sich mit seinem Elefanten vor die Tür gewagt und dachte sich, “da werdens mit den Ohren schlagern”.
Doch so schnell war das Lied nicht zu Ende getrötet. Keine 8 Stunden später, beglückte Florian die Welt mit den Lauffotos im giftgrünen Mankini. Aber selbst diese beiden wirklich auf das Minimum reduzierten Outfits bildeten das Ende der Freizügigkeit.
lofi ließ es sich nicht nehmen, im #Teamohnehose durch Mallorca zu pflügen und seine Südseite freischwingend über die Trails zu peitschen.

Nur Nackt ist geil?

Nein!

Auf der anderen Seite der Skala, erreichten die Jury eine Röngtenhose von Bibi, Peter stellte sich mit seiner nochmal mit Geschwindigkeitslöchern aufgemotzten Carmouflageleggins an die STartlinie des Veitscher Grenzstaffellaufs und am letzten Abdruck gingen die bis dahin überschiessenden Temperaturen, die sich fleissig jenseits der 30 tummelten ein wenig zurück. Das nahm unser Geordi zum Anlass, sich in seinen Sweatsuit aka. Schihose zu werfen und eine Runde durch Wien zu drehen.

Diese Woche hat die Bandbreite der Möglichkeiten wirklich gezeigt und wir sind sehr glücklich, all diese Verrückten in der Community versammelt zu haben.

Die Topathleten

Neben Glanz und Glitter wurde aber der sportliche Aspekt nicht ausser acht gelassen und so erliefen sich die Athleten innerhalb einer Woche mehr als 2200 Km und 43000 HM.

Armin – Kurze Hose – 70.6 km Lauf und gesamt 5865 Höhenmeter
Christian – Lange Hose – 128.2 km
Ludwig – Kurze Hose – 3:21 / 5 km

Nach einem ausgeglichenen Start und einem knappen Rennen am ersten Tag, hat sich in den folgenden Tagen ein klarer Vorsprung für Teamkurzehose herauskristallisiert.
Durchschnittliche Tageshöchstwerte von mehr als 30 Grad Celsius haben die Starterzahl bishin zu einem Verhältnis von 4:1 verschoben.
Durch die gnadenlose Bekenntnis zu ihrem Team, konnten die Freunde des anschmiegsamen Wadenkleids trotzallem den Sieg der meisten Kilometer pro Teilnehmer und der meisten Höhenmeter pro Teilnehmer für sich entscheiden.

Die Gesamtwertung konnte mit klarem Abstand das Team Kurze Hose erlaufen. Hier half dem Team Lange Hose nichtmal die Mithilfe eines Olympioniken. Christian Kreienbühl hat sich zwar mit seinem Umfang von 128.2 km den Sieg in der Distanzwertug geholt, aber die zahlenmäßige Übermacht der Shortsportler war zu groß.

Gesamtkilometer:
Team Kurze Hose – 1700 km / 34000 HM
Team Lange Hose – 500 km / 9000 HM

In den nächsten Tagen werden die Gewinne an die Sieger versandt und wir hoffen, dass es wieder eine freudige Überraschung wird.

Liebe Teilnehmerinnen… Wir sind so stolz auf alle, die teilgenommen haben und freuen uns schon auf die nächste Ausgaben!


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Viel Spass beim Hören!

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