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Road to UTMB

LEP #108 – Road to UTMB – The Beginning

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Sponsor dieser Episode ist Blinkist. Blinkist bringt die Kernaussagen von über 4.000 Sachbüchern auf dein Smartphone. Für alle, die tiefer ins Thema einsteigen wollen, gibt es auch Hörbücher in voller Länge. Hört sich interessant an? Ihr erhaltet 25% auf das Jahresabo Blinkist Premium unter: www.blinkist.de/laufendentdecken

Aktuelle Stunde

Barkley Marathons 2021

Die Startliste war wieder voll mit klingenden Namen, Finishern und Stars der Szene. Der Barkley hat sie erwartet. Mit typischen Barkleywetter und einem Kurs, der die Bezeichnung Endgegner wahrlich verdient hat.

Konnten Jared Campell, Courtney Dauwalter, Maggie Guterl, Jamil Coury den Kurs bezwingen?
Sie konnten nicht. The Barkley wins.
Dieses Jahr waren die Läuferinnen nicht körperlich zu schwach, sondern die Wetter, die Orientierung und Cutoffzeiten sortierten das Feld in einer rasanten Geschwindigkeit aus.

On their way (Foto: JenniferDJames1 – Twitter)

Waren nach einer Runde noch mehr als 10 Menschen im Wald spazieren, so waren es nach zwei Runden nur noch 2. Die beiden Verbleibenden Läufer, unter ihnen der mehrfache Barkley Finisher Jared Campell, schlossen den Funrun ab, waren aber hinter dem Cut off und so wurde die Schranke schneller als erwartet geschlossen.

LLE- 100k Von der Skyline zum Weisswein

Daniel von LLE hat sich eine persönliche Challenge vorgenommen um sich selbst und seinen Bauch zu fordern. 100km sollen es sein und es gibt einen schönen Einblick in die Welt eines Ultraläufers. In aller Ausführlichkeit könnt ihr das hier nachhören oder unten den Film ansehen. Ein großer Hut voll Respekt ist getippt und gelupft und wir hoffen Daniel regeniert brav mit weissem Spritzer an der Skyline.

Western States Lottery Änderung

Der Western States 100 hat die Bedingungen der Lotterie geändert. Die Losanzahl bleibt erhalten und bei der nächsten Qualifikation werden diese angerechnet. Zusätzlich gibt es Änderungen für Frauen in der Schwangerschaft um hier die Verschiebung und den Wiedereinstieg zu erleichtern. Genau könnt ihr das hier nachlesen.

Aktuelle Folge

Ferse hoch – geht doch

Nachdem der erste zarte Laufversuch von Peter leider nicht optimal verlaufen ist, musste er wieder einen Schritt zurücktreten. Nun, 1 1/2 Wochen und den eisern durchgezogenen Übungen später ging es also wieder zum Check in die Physiopraxis. Das #trailpivo des Vortags war vielleicht nicht die perfekte Vorbereitung, denn so wurden die ersten Übungen zur Herausforderung und das abschliessende “steh auf einem Bein mit geschlossenen Augen auf einem Wackelbrett und male mit der Hand deinen Namen in die Luft” zum Endgegner. Lohn für die Mühen war aber die Freigabe, dass ein erneuter Test ein paar Tage später ok ist. Ein lockerer 5er darf es sein…

Sorry

Mit Endorphinen vollgepumpt ging es auf zum Testlauf, der gleichzeitig der virtuelle Lasseer Benefizlauf war. Locker und leicht dahinlaufend ging es richti gut. Nach der Halbzeit ein Blick auf die Uhr und huch 4:05 am Kilometer, das ist gar ein bisserl schnellt. Naja, jetzt ist es schon egal und so waren die 5 Kilometer nach 21 Minuten erledigt.

ein bisschen zu schnell der Lauf
hupps…

Danach eine Beichte bei der Physio und dem Versprechen, dass über die Definition nochmal geredet wird.
Die Hoffnung lebt aber wieder, Flo bei seinen Trainingseinheiten Richtung UTMB doch nochmal zu begleiten.

Große Schritte zum großen Ziel

Flo ist dafür bekannt, dass er, wenn er ein Ziel hat, sich ganz auf dieses fokussiert und dann alles dafür tut, sich optimal auf die Herausforderung vorzubereiten. Dabei ist Genuss zwar gern gesehen, aber nicht zwingend notwendig. Da Flo aktuell zeitlich recht beschränkt ist, hat er einen ganz speziellen Ansatz gewählt, sich der 10000 HM Herausforderung im Sommer anzunähern.

Nasenfetisch

Nicht weit von Flos Wohnung befindet sich der Leopoldsberg und der Weg auf selbigen wird auch Nasenweg genannt. Nicht wirklich hoch, aber mit einer doch recht knackigen Steigung, ist er wahrscheinlich der effektivste Trainingsanstieg im Wiener Stadtgebiet. Da Flo aktuell das Training zeitlich möglichst optimal nutzen muss und möchte, ist dieser Nasenweg seine neue Obsession. Beinahe täglich liest man auf Strava von 1-n Runden auf diesen Hügel, immer auf der Jagd nach dem wöchentlichen Höhenmeterziel.

Warum es dieses gibt?

Bereits vor zwei Folgen kam die Frage auf, welche Eigenschaft des UTMB für Flo die herausfordenste ist. Länge, Höhe oder Dauer. Die Länge kennt er bereits und die hat er sicher in den Beinen. Die Dauer ist schwierig zu trainieren, aber auch hier hat er mit dem MIUT, dem IATF, dem WUT usw. schon einige Erfahrungswerte. Die Höhenmeter wollen aber gut trainiert werden, denn die können richtig ins Gebein fahren.
Als Konsequenz sieht Flos Trainingsplan nun Höhenmeterziele und Laufdauerziele vor. Der Genuss steht jetzt nicht explizit im Plan.

Der Trainingsfortschritt kann aber gut mit der Herzfrequenz und dem Gefühl, was ist noch laufbar geschätzt werden.
Daneben wird brav Core und Flexibilität mit Yoga trainiert – Flo ist am Kurs und der UTMB wird nur noch die Kür.

Daneben fängt Flo bereits an, sich über das Equipment Gedanken zu machen und hat hier auch sc-hon die Kauffühler ausgestreckt. Stöcke, Köcher,… da wird schon fleissig aufmagaziniert.

Last Vertical Standing

In Purkersdorf findet am 24.04.2021 der Last vertical Standing statt. Dabei wird eine 5,47 KM-Runde mit jeweils 300m pro Stunde gelaufen. Das Event hat kein definiertes Ende und läuft, solange noch jemand läuft.

up, up, up….

Es wird alles versucht, den aktuellen Regelungen konform dieses Event stattfinden zu lassen und die bisher veröffentlichten Rahmenbedingungen lassen hoffen.

We keep you updatet ….und vielleicht gibt es ja eine Folge aus Purkersdorf…

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LEP#107 – Interview Sandrina Illes

Nur Laufen ist zu langweilig? Radeln ebenso? – wie wäre es mit der Kombination?
Sandrina Illes hat auf unserer virtuellen Interviewcouch Platz genommen und über ihren spannenden Lieblingssport – Duathlon – gesprochen.

Start der folge und des Wettkampf
Auf geht es zu einer Reise in einen viel zu wenig beachteten Sport…

Was ist Duathlon?

Was ist Duathlon?
Ein Multisport, bestehend aus Laufen – Radfahren – Laufen inkl. zweier Wechsel. Die Standarddistanz, die Paradedisziplin von Sandrina, besteht aus 10km Laufen – 40 km am Rad (inklusive Windschattenerlaubnis) und einem knackigen 5km Lauf am Schluss. Kurzum ein ziemliche Vollgasgeschichte, die dennoch recht taktisch abläuft. Für Zuseher auf alle Fälle ein recht ein Spektakel.
Doch von Beginn an…

Wer ist Sandrina Illes?

Geschwind beginnen und dann steigern…

Sandrina Illes: Sportbiomechanikerin, Buchautorin, Sportlerin
Seit 1986 atmend und seit mehr als 10 Jahren im Lauf und Duatholnsport in Österreich aktiv.
Mehrfache Staatsmeisterin im Duathlon und auf verschiedenen Distanzen im Laufen.
Europameisterin und Weltmeisterin im Duathlon. Die ganze Erfolgsliste ist auf ihrer Webseite nachzulesen – diese ist schier endlos.
Fazit: Frau, Selbstständige, Wettkämpferin

Wie kam es?

Die Anfänge im Sport machte Sandrina im Laufsport und über den schmerzvollen Weg der vielen Verletzungen fand sie zum Multisport. Mit kurzen “Ausrutschern” im Triathlon, fand sie zu ihrer Traumsportart Duathlon. Der Duathlon ist mit zwei Läufen recht lauflastig und durch die Aufteilung bzw. die Länge der einzelnen Abschnitte auch durchgehend fordernd.

Die “relative Radschwäche”

Relative Radschwäche sieht hier keiner - Sabrina Illes in Front
Relative Radschwäche sieht hier keiner

Laut eigenen Ausführungen hat Sandrina eine relative Radschwäche. Das soll heissen, dass sie ihre Erfolge selten am Rad einfährt, sondern ihre Stärke ist das Laufen. Spannend ist diese Aussage natürlich, wenn man bedenkt, dass sie in der österreichischen Radbundesliga mitfährt und dort nicht die rote Laterne hochhält.

Training

Sandrina ist naturverliebt. Sie liebt neben den Wettkämpfen an sich auch die Bewegung draussen. Wind und Wetter machen ihr nichts aus – alles besser als Indoor.
Bevor sie einen Wettkampf indoor fährt, attackiert sie Stravasegmente. Ein Onlinewettkampf ist für sie die Notlösung der Notlösung. (Wer weiss, ob sie die Zwift-Duathlonserie umstimmt 😀 ).

Für Sandrina ist es auf alle Fälle wichtig, sich in den verschiedenen Disziplinen mit den Spezialisten zu messen, um hier zu lernen und dann die einzelnen Teile möglichst optimal zusammenzufügen. Vielseitigkeit ist sicher für die Technik und die Aneignung der optimalen Werkzeuge sehr hilfreich.

Wettkampffoto WM2018 - Sandrina Illes vorne weg mit einer Toplaufperformance

Wie oben erwähnt bedeutet das für sie, dass sie nich nur in der Radbundesliga mitfährt, sondern auch auf diversen Laufdistanzen ganz vorne mitspielt. Wie breit Sandrina hier aufgestellt ist, sieht man, bei einem Blick auf ihre Erfolgsliste. Zwischen 1500m und Halbmarathon, ob Strasse, Bahn oder Offroad, ob Crosslauf oder Berglauf – sie ist überall daheim und wer mit ihr auf Augenhöhe läuft, ist entweder weit vorne oder wird gerade überrundet :). (Viele Berichte und Informationen auf ihrer Webseite).

Auch international ist es üblich, dass die Topathletinnen und -athleten des Duathlons auch in den Einzeldisziplinen EM/WM oder Olympialimits erreichen und teilweise auch da sehr erfolgreich sind.

Nationale Unterschiede

Es gibt national erhebliche Unterschiede in der Vereinsorganisation
Andere Länder, andere Sitten

In Frankreich ist der Duathlon eine sehr populäre Sportart, deren Athletinnen auch eine staatliche Anstellung und demnach geregelte finanzielle Unterstützung geniessen.
In Österreich fristet der Duathlon ein Nischendasein. Die Strukturen und Unterstützungen durch Staat und Sponsoren halten sich in sehr engen Grenzen. Der Duathlon kann hier durch die geringere Anzahl an Athletinnen sogar ein wenig mehr für die einzelnen Sportlerinnen abwerfen, da im Gegensatz zum reinen Laufsport die Möglichkeiten international über Preisgelder sich seinen Sport zu finanzieren größer sind.
Die verschiedenen nationalen Ansätze haben natürlich ihre Vor- und Nachteile. Die finanzielle Sicherheit der Anstellung (wie in Frankreich) erkauft man sich mit Einschränkungen in der persönlichen Wahlfreiheit. Ob Unterbringungen, Reisen oder auch Trainingslager, so bringen starke Verbandsstrukturen auch einige Verpflichtungen mit sich.

Start der WM2018 - da wird geklotzt und nicht gekleckert - Sandrina Illes im Spitzenfeld
Mit einem 4er Schnitt kann man in diesem Feld nicht nur einpacken, sondern ist schon beim Besenwagen

Sehr empfehlenswert ist es auf alle Fälle, einen Brotberuf parallel zu erlernen, da der Sport nicht bis zur Pension auf Weltklasseniveau ausgeübt werden kann.

Auch nimmt es ein wenig Druck von den Schultern, gewinnen zu müssen, um sich das Leben leisten zu können.

Wieso Multisport?

Radteil der Weltmeisterschaft 2018
Wechselzonen sind ein unverkennbares Zeichen von Multisportevents (auch wenn sie in einer Tiefgarage sind)

Im Gegensatz zu den Einzelsportarten, ist eine Multisportart naturgemäß vielseitiger. Durch die zusätzliche taktische Komponente und auch die erhöhte Komplexität, ist Multisport fordernder als die einzelnen Bestandteile. Athletinnen, die sich für Multisport entscheiden, leiden weniger unter Entscheidungsschwäche, welchen Einzelsport sie ausüben sollen, sondern entscheiden sich aktiv für den Multisport.
Ein schöner Vorteil bei einem Multisport sind auch die Vielzahl an Möglichkeiten der Verbesserung. Geht es an einer Stelle nicht weiter, besteht vielleicht woanders eine gute Chance etwas zu verbessern.

Ist Duathlon nur etwas für Spitzensportler?

Nein. Duathlon hat zwar in Österreich weit weniger Breitensportevents, aber es gibt wirklich für alle Leistungsstufen und Altersklassen die Möglichkeit reinzuschnuppern und auch Wettkämpfe zu bestreiten.

Das Buch

Buchcover des Buchs "Duathlon" von Sandrina Illes
Holt euch dieses Buch, denn es ist gut.

Ganz nebenbei hat Sandrina auch ein Buch “Duathlon” geschrieben. In diesem gibt sie auf 180 Seiten ein umfassenden Blick auf das Leben einer Spitzensportlerin und diesen Multisport im speziellen. Vom Werdegang über das Training und die Ernährung bishin zur mentalen Komponente, welche Kraftübungen ihr geholfen haben und wie sie mit Medien umgeht bekommt man einen richtig guten Eindruck und vorallem eine lange Liste an Learnings und Tipps. Es ist so praxisnahe und fesselnd, dass man einerseits total Lust auf diesen Sport bekommt und sich viele Sachen für das eigene Leben und Training mitnehmen kann. Bezogen kann es direkt bei ihr auf https://www.sandrina-illes.at/buchprojekt werden.
Ein Exemplar gibt es auch bei uns zu gewinnen:

Die Gewinnfrage: Welches Datum ist im Buch falsch geschrieben?
Lasst uns eure Antworten zukommen und das Buch kann euer sein 😀

Siegerehrung der Weltmeisterschaft 2018 - Sabrina Illes gewinnt Gold
Am Ziel der Träume

Die Biomechanikerin

Neben ihrem sportlichen Karriere, ist Sandrina auch abseits davon ganz dem Sport verschrieben. Als Biomechanikerin sind die Themen wie Verletzungsprophylaxe, Leistungsaufbau, Gang/Laufanalyse und Trainingsbegleitung ihr Handwerk.
https://www.sandrina-illes.at/laufanalyse
Im Gegensatz zu kurzen Laufchecks oder Videoanalysen im Sportgeschäft analysiert sie die Bewegungsabläufe und Belastungen tiefergehend und vor allem auch abseits des Laufbandes beim Laufen in der Natur und bringt so sicher langfristig einen Gewinn in den sportlichen Lebenslauf aller Athletinnen, die sich das gönnen.

Lasst uns auch wissen, ob ihr noch Fragen an Sandrina habt und ob ihr gerne einen zweiten Teil hören möchtet? Wir sind gespannt.

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LEP#106 – Die Rückkehr der Hügelritter

Ein langer Traum, nun steht er im Raum – es geht bald los, man glaubt es kaum. Letztes Mal noch gescherzt, wie die Ziehung wohl ausgeht und nun ist es wahr geworden. Die Truppe um Flo wird im Sommer in Chamonix lostraben und den UTMB bestreiten. Der Franzosenhügel muss bezwungen werden!

Die aktuelle Stunde:

Andreas Vojta – Monaco 5k

Andreas Vojta hat in Monaco einen neuen 5km österreichischen Rekord  in 13:49 aufgestellt. Eine Topleistung, zu der wir herzlich gratulieren. Gewonnen hat Cheptegei in 13:13. Also ist Andreas hier nicht weit entfernt.

Andreas Vojta – Staatsmeisterschaftstitel Nr. 38

Bei der Staatsmeisterschaft in Linz ist Andreas in 7 Minuten 51 Sekunden auch nochmal schnell seinen Staatsmeisterschaftstitel Nr.38 nach Hause gelaufen. Über die 1500m? nein…über 3000m.
Wir freuen uns über eure Versuche, dieser Zeit möglichst nahe zu kommen.

TWOT 100

TWOT100  – Ein ganz besonderer Lauf ist in diesen Tagen über die Bühne gegangen. Der TWOT100. Kennt ihr nicht? Schimpf und Schande. Der “The Wild Oak Trail 100” ist ein Lauf, der sich in die Reihe der ganz besonderen Veranstaltungen einreihen kann. Als Semieinladungslauf ohne Verpflegungspunkte, ohne Markierungen und sonstige Annehmlichkeiten oder gar Startgeld spielt er in einer Liga mit den Barkley Marathons. Seit 1988 wird dieser Wildnislauf veranstaltet und die Liste der Finisher ist überschaubar.
Ein Auszug aus den Bewerbungsvoraussetzungen:

  • If you are even the least bit worried or concerned about getting lost, don’t come.
  • If you have questions, don’t come.
  • If you need a crew, don’t come.
  • If you need toilet paper, don’t come.
  • If you expect to be pampered in any way shape or form, don’t come.
  • If you’re a whiner, don’t come.
  • If you’re a freeloader, don’t come.
  • If you’re seeking fame and/or fortune, don’t come.
  • If you’re thinking about writing a report about your experience at Wild Oak, don’t come.
  • If you crave abuse, if you yearn for abuse, if you are addicted to abuse in any way shape or form (be it physical, mental, sexual, verbal, mathematical, artistic or whatevah) BY ALL MEANS, BE MY GUEST. (This applies to abusees only. Abusers are not welcome. The only abuser allowed is the trail.)


Wenn ihr jetzt angefixt seid, lasst es uns wissen. Wir finden den Event superspannend und auch ein bisschen sonderbar.

Aktuelle Folge

UTMB

Starterliste UTMB21

Die Auslosung des UTMB2021 ist beendet und die Starter stehen fest.
Die Topläuferinnen dieses Jahr sind hier zu finden: Top Runner UTMB 2021. Neben diesen internationalen Eliteläufern startet dieses Jahr auch dieses Jahr auch die hochkarätige Laufcrew aus Österreich aka. Die Milleniumfalken aus Wien. Basti Skywalker, Geordi Solo, Michele “the Machine M2-D200” und C-3PFlo machen sind auf um den Franzosenhügel des Imperiums zu bezwingen. Ausserdem wird Christoph, der Trainer, dabei sein. Dieser will dieses Jahr auch als Finisher im August nach Hause fahren.

Da nun aus dem langehegten Wunsch plötzlich Gewissheit geworden ist, hat Flo sein Training wieder komplett umgestellt.

Train for the Longjog

Anstelle des langsamen Aufbaus für den Mozart100, der ja auch in einer großen Gruppe gelaufen werden soll, und der guten Vereinbarkeit des Trainings mit Familienzeit (Siehe Folge 104) tritt nun ein doch recht knackiger Trainingsplan für das Saisonhighlight.

Besonders die langen Läufe stellen hier eine logistische Herauforderung dar. Die Länge und die Höhenmeter wollen ja auch trainiert werden. Nach einem internen Meeting in der Flo’schen strategy group wurde als outcome das target bestätigt und das Training aufgegleist. Es gibt hier aber einen Steuerkreis, der das engmaschig begleiten wird und einer permanenten Review unterzieht um gegebenfalls entsprechende Anpassungen vorzunehmen oder einen Exit anzustoßen, wenn es mit den übergeordneten Goals einen Zielekonflikt gibt.

UTMB – Konkretes Ziel – konzentrierter Plan

Konkret bedeutet das, dass es wohl ein paar Trainingswochen mit Umfängen > 100km geben werden muss und die dafür notwendige Zeit ist nicht unerheblich. Es soll aber auf alle Fälle versucht werden. Als erste Maßnahme wurden die Läufe zum Teil von Umfang auf Dauer umgestellt. Daneben versucht er, dass er Höhenmeterziele möglichst zeitsparend unterbringt.
Auch hat Flo die Freuden des Laufbands entdeckt. Neben den schönen, sich wiederholenden Läufen auf und rund um den Nasenweg, hat man Flo nun schon mehrfach auf Zwift gesehen. Nur ein Treppenhaus von der Wohnung entfernt ist das natürlich das optimale “zwischendurch”-Training und vorallem auch ein gut steuerbares Training. Auch da können schön kontrolliert Höhenmeter trainiert werden.


Zusammenfassend bedeutet das, dass das Training in den nächsten Monaten von vielen qualitativ hochwertigen Einheiten geprägt sein wird und der “Spass” mal auf die Ersatzbank muss.
Positiv ist hier die Pandemie und das damit einhergehende Homeoffice. Dadurch spart sich Flo einige Wegzeiten und kann auch untertags ein wenig am Familienleben teilhaben.

Leider nicht gezogen wurden Gunter und Peter, die es wohl nochmal in der Lotterie versuchen müssen. Vielleicht sieht man sie aber trotzdem vor Ort als rasende Reporter oder als Trailtouristen.

Die größte Unbekannte ist natürlich, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann.

Vertical Backyard – TrainingsUTMB in Purkersdorf

Als einer der Vorbereitungswettkämpfe, neben dem Mozart100, wird es im Frühjahr in Purkersdorf bei Wien, einen Wettkampf geben, der grob nach den Regeln eines Backyard Ultras angelegt ist und auf der knapp 6 Kilometer langen Runde auch noch 300 Höhenmeter verpackt hat. Flo ist hier bereits angemeldet und versucht hier richtig Distanz, Zeit und Höhenmeter zu schinden. Interessant ist auch das Bezahlkonzept: die ersten Runden sind im Starttarif inkludiert, danach kostet jede Runde extra.

Die satanische Ferse

Peter ist weiterhin exklusiv am Rad unterwegs, da Laufen noch nicht erlaubt ist. Momentan wird er mit Stosswellen bearbeitet und darf sich in die Hände der Physiotherapeutin begeben…. was daraus wird – stay tuned.

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Viel Spass beim Hören!

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LEP#105 – Interview Trailrunnersdog

Hier haben wir Sascha. Sascha ist Ultraläufer, Podcaster, Blogger und Saubermann.
Klingt sonderbar, ist aber so.
Weil das eine sonderbare, aber auch großartige Kombination ist, haben wir ihn zu einem Stelldichein vor dem Mikrofon gebeten.

Mit einem klassischen Ansatz startete Sascha 2010 mit dem Laufen. Er wollte mit seiner Tochter gemeinsam Abenteuer erleben oder zumindest auf den Spielplatz gehen, ohne am Weg dahin schon Zusatzsauerstoff zu benötigen.
Aus dem ein bisschen joggen, wurde bald amtliches Laufen und mit Ausnahme von seltenen Strassenwettkämpfen (so ein Halbmarathon muss schon mal sein), war er bald auf den Trails zwischen Feld und Wald gefangen.

Gleichzeitig las er regelmäßig das Trailmagazin, war bei einem Revierguide dabei und schwupps waren sie da, die falschen Freunde und Bekannten.

Also die Marathondistanz elegant ausgelassen und ab zum ersten 50km Trailrun und das Ultralaufunheil nahm seinen Lauf.

Who let the dog out? who, who, who?

Doch halt! Warum eigentlich Trailrunnersdog? Als Sascha mit dem Laufen begann, gesellte sich seine Hündin Bonni zu ihm (sie musste ja ohnehin raus). Und so verband er das Spaßige mit dem Nützlichen.

Und wenn man dann drüber schreibt, kann man das ja auch gleich auch der Sicht der Hündin tun.

Eine hervorragende Seite mit vielen Inhalten und schönen Tests und Geschichten: Trailrunnersdog. Ausserdem findet sich dort natürlich der Podcast – “Trailrunnersdog”.

Mittlerweile ist der Blog zu einem richtigen Imperium angewachsen. Mehrere Beteiligte, als Spinoff der Endurance-Talk und eine ganze Datenbank an wissenswerten Artikeln.

Räum weg den Scheiss!

Und ganz nebenbei ist Sascha the Real-Inventor von “Clean your Trails”. Gerade als trailbegeisterter Mensch ist man immer wieder damit konfrontiert, dass Menschen Sackerl, Trinktüten, Riegelverpackungen, Waschmaschinen und andere Kleinigkeiten im Wald “verlieren”.

Seit einigen Jahren ist Sascha nun in seiner Gegend als sammelnder Trailläufer unterwegs und hilft dabei, dass die Natur ein Stück sauberer ist. Auf seiner Seite hat er hierzu auch einen gute Tipps und auch Links zu verschiedenen Vereinen, die hier eine unglaublich tolle Arbeit leisten.

Bikepacking

Neben Laufen mit und ohne Hund, sammeln und entsorgen von Müll hat es Sacha auch sein Drahtesel angetan. So hat er sich in dem Thema ein wenig verloren und schwuppsdiwupps wusste er, was er für einen Mehrtagestrip auf dem Rad benötigt. Die Route in seiner “Hood” war auch bald gefunden und es konnte losgehen.
Freicampen ist eigentlich nicht erlaubt, aber es gibt hier ein paar Ausnahmen, die man etwas freier auslegen kann. Seine Erzählungen machen Lust darauf, ebenfalls auf eine Tour zu gehen und auch hier finden sich auf trailrunnersdog.de wunderbare Tipps und Berichte.

tolle tolle shownotes ab hier……bald, really bald 🙂 —

Ready to Race

LEP#104 – To Race or not to Race

Das Jahr 2021 ist nun voll angekommen und neben tatsächlichen und Beinahe-Weltrekorden ist die Anmelde-, Lotterie- und Planungsphase im vollem Gange. Vorallem die Athletinnen und Athleten, die sich mit Verletzungen plagen, surfen wohl am meisten auf Anmeldeseiten und versuchen so ihre Motivation hoch zu halten.

Aktuelle Stunde

Hoka Project Carbon X2

Hoka one one hat sein Ultraläuferevent wiederholt und es sollte nichts geringeres geschehen, als ein neuer Weltrekord auf 100km. Bei den Männern war alles auf Jim Walmsley zugeschnitten und bei den Frauen war Camille Herron die Topfavoritin.

Hoka One One Carbon X2 is on: Neuer Schuh, neues Glück.

Am 23.1.2021 ging es in einem Elitefeld los und die Pace war auf Weltrekord ausgelegt.
Bei den Damen konnnt bis zur Hälfte der Distanz Camille Herron das Rennen anführen, wurde dann überholt und musste in Runde 6 von 9 mit Hüftproblemen aussteigen. Den Sieg trug Audrey Tanguy aus Frankreich in 07:40:35 davon.

Die Siegerin Audrey Tanguy hat das Ziel im Fokus

Bei den Männern konnte Jim Walmsley seiner Favoritenrolle gerecht werden und war der erste an der Ziellinie. Den amerikanischen Rekord hat er in ein neues Zeitalter gehoben und um 18 Minuten verbessert. Den Weltrekord musste um nur 11 Sekunden beim japaner Nao Kazami lassen der im Jahr 2018 diese Strecke in 06:09:14 absolviert hat. In 06:09:25 hat er allerdings schonmal das Book of Record auf der richtigen Seite aufgeschlagen. Er wird sicher in den nächsten Jahren seinen Namen eintragen

Nur Sekunden hinter dem Weltrekord kam Jim Walmsley ins Ziel

100k Laufbahnweltrekord

Ein etwas anderes Setup für einen Longjog…

Eine beinahe ebenso schöne Umgebung hat sich Florian Neuschwander für sein Winterabenteuer ausgesucht. Wer in so malerischer Landschaft wie er wohnt, muss ja fast ein persönliches Projekt angehen. Und das hat er auch…..

100 Kilometer auf dem Laufband (der link zum Nachsehen) in einer Turnhalle – direkt auf Zwift zum mitlaufen und Livestream mit Kommentatoren – na wenn das nicht mal ein stimmungsvolles Event in pitoresker Umgebung ist.

In einer unglaublichen Konstanz und mit unendlicher Motivation hat er das Ding durchgezogen. Begleitet von einem Moderatorenteam vor Ort, die ihn unterstützten und sicher auch ein wenig Ablenkung durch diverse Fragen lieferten (die er auch lange Zeit “nebenbei” beeantwortete”), einer Community, die auf Zwift mitmachten und zugeschalteten Athleten, wie Patrick Lange und Sebastian Kienle, knallte er eine 06:26:08 auf das Band und unterbot den bisherigen Weltrekord am Laufband um 13 Minuten. Gleichzeitig war er nur ein bisschen langsamer, als der deutsche Rekord über 100km – diesen will er aber auch noch angehen.

done, done done…..

Top typ – top Leistung – grosses Kino!

Aktuelle Folge

UTMB (again 🙂 )

Wie jedes Jahr geht es im Jänner / Anfang Februar wieder um die Anmeldung zum UTMB. Dieses Jahr mit besonderen Vorzeichen, da 2020 kein UTMB stattfand. Die Anmeldung ist somit noch ein wenig komplizierter geworden, da es nicht nur um Lose und die Lotterie geht, sondern nebenher noch 3 Anmelde/Losphasen dazukommen.
Zu Beginn durften die Menschen sich anmelden, die 2020 gezogen wurden. Diese haben bei Zusage einen Fixplatz.
Danach sind die Menschen an der Reihe, die 2020 angemeldet waren und nicht gezogen wurden. Hier gibt es je nach Anzahl der Bewerbungen eine Lotterie oder nicht.
Das Ergebnis dieser Lotterie wird am 4.2. veröffentlicht.
Je nach dem wieviele Plätze dann noch übrig sind, wird ein kleineres oder größeres Kontingent für die verschiedenen Bewerbe für die dritte Phase zur Verfügung gestellt.
Diese Phase beginnt am 4.2 und endet am 11.2.

Update: In der Folge war die Lotterie noch im Gange -heute wissen wir: Flo und “die Gang” wurden gezogen. Jetzt heisst es auftrainieren und das Ding schaukeln.
(Peter ist noch in der Lotterie für den CCC).

Linz Donautrail

Linz muss warten…

Das erste Saisonhighlight, der Linz Donautrail, ist leider, wie soviele Wettkämpfe davor, auch der aktuellen Situation zum Opfer gefallen und kann nicht am 6.2.2021 stattfinden. Die verschiedenen Varianten zwischen 21 und 100 Kilometer sollen nun am 20.3. stattfinden.

Alle, die es vorab schon machen möchten, können einen sogenannten App-Run machen und erhalten ihre Finishermedaille und das Startpaket.

Medaille und Startpaket stehen bereit

Der Ferses Ansporn

Der Schmerz des Achilles begleitet Peter bereits seit dem Rundumadum und nach Ignoranz, Selbstdiagnose, Physiotherapie, täglichen Übungen und mittlerweile Laufpause hat er es nach 2 Monaten auch tatsächlich zu einem Arzt geschafft.
Positiv dabei ist – die Achillessehne sieht eigentlich sehr gut aus.
Weh tut es trotzdem und deshalb wird nun abgeklärt ob es eine Entzündung daneben, ein Fersensporn oder eine sonstige Schwachsinnigkeit ist, die in diesem Fuß einen auf Charlie Lustig macht.
Der Plan lautet – Recovery bis März – Wettkampfsaisonstart in Linz und dann über den IATF und den Mozart100 ab zum CCC. (damit man nix überlastet 😉 )

Turboflo macht Laktatparty

Im Gegensatz zu 2020 ist Flo dieses Jahr verletzungsfrei. Deshalb ist sein Training im Moment richtig gut. Er macht zwar keine richtig langen Läufe, aber dafür wird konsequent an der Geschwindigkeit gearbeitet. Um auch geeignetes Zahlenmaterial zu haben ging es ab zum Laktattest.

Der grundsätzliche Aufbau:

Messen – in einer vorgegebenen Pace 1200m laufen – pieksen – Messen – in einer vorgegebenen Pace (die schneller ist) 1200m laufen

Das wird wiederholt bis man die Pace nicht mehr schafft.

Bis 3:36min/km konnte Flo das Tempo mitgehen. Somit cooles Tempo und besonders positiv ist, dass er Sub5 laufen kann mit einem niedrigen Puls (GA1). Somit steht flotten Ultras nichts im Weg. Wenn das keine perfekte Grundlage für den Mozart und den UTMB ist.

Die Vorbereitung auf diese langen Dinger wird 2021 speziell werden. Tempoläufe, Schwellenläufe, Intervalle sind auch in der aktuellen Situation für Flo gut machbar und er hat nun die Frühläufe noch mehr für sich entdeckt. Einzig die richtig langen Läufe werden wohl noch ein wenig Kopfzerbrechen machen, aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. Entweder trifft er dann um 4 Uhr morgens beim Longjog die richtigen Earlybirds oder er muss mal einen Nachtlauf einbauen.

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay

Florian: Twitter, Strava
Peter: Twitter, Instagram, Strava

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Andreas Vojta

LEP #103 – Interview Andreas Vojta

The Fast and the Furious

Pizza bestellen. einen schnellen Fünfer laufen und wieder daheim sein, bevor der Lieferant da ist? Geht sich aus – vorausgesetzt man heisst Andreas Vojta und ein 3er Schnitt geht immer.

1989 im Wiener Umland geboren und dann auch dort aufgewachsen, war er in Kindheit und Jugend ein Freizeitsportler und ist irgendwann (mit 12-13 Jahren) auch in einen Verein eingetreten.
In der Jugend kamen die ersten Erfolge, aber erst mit 20 Jahren kam plötzlich eine Leistungs- und Ergebnisexplosion.

Der erste Juniorentitel ließ das Potential erkennen….

Jahre der Dominanz

Der erste Staatsmeistertitel 2009, im Jahr darauf ab zur Europameisterschaft, danach Weltmeisterschaft und 2012 Olympiateilnahme.

Seit mehr als 10 Jahren ist Andreas im Mittelstreckenbereich dort, wo vorne ist…. (Foto:Wilhelm Lilge)


Seit diesem konsequenten und stetigen Aufstieg ist Andreas der beste österreichische Mittelstreckenläufer. Da geht ein Zehner schonmal in 28:30.
Im Team2012 ist er nun seit einem Jahrzehnt der schnellste Mittelstreckenläufer des Landes. Gemeinsam mit seinem Trainer Wilhelm Lilge zeigt er der heimischen Konkurrenz, wo der Schuhe seine Carbonplatte hat.

Olympia war ein Meilenstein in seinem Läuferleben und ist auch wieder das Ziel …

In diesem Interview erzählt er von den Verdienstmöglichkeiten in der österreichischen Leichtathletik, der Nachwuchsförderung und seinem Trainingsumfang.
Daneben geht es auch um die bisherigen und kommenden Ziele, was nach einer Olympiateilnahme noch so kommen kann und wo er sich in 10 Jahren sieht.

Train like a pro

Diese Erfolge kommen natürlich nicht von ungefähr. 350 Tage im Jahr traininieren und pro Woche mehr Einheiten als Tage zu haben, sind die Grundlage für ein professionelles Sportlerleben. Hier kommt es weniger auf die Trainingsstunden an, sondern um die Qualität der Einheiten und die Trainingsintelligenz. Hier ist ein erfahrener Trainer und ein gutes Gespür für den eigenen Körper unglaublich wichtig. Bei Andreas stimmt das alles zusammen und so kommt es, dass er im letzten Jahrzehnt auch nie ernsthaft verletzt war. Da kann man sich was abschauen…

Ganz nebenbei als heißer Tipp für alle, die schneller, besser und vielleicht auch schöner werden wollen: Laufheld

Mit Laufheld bietet Andreas eine tolle Möglichkeit sich Profitipps zu holen…


Andreas Vojta gibt sein Wissen und das Wissens seines Netzwerks weiter. Das bringt mehr, als Gadgets und Schuhe für 300 Euro.

Wer Andi in den nächsten Tagen, Monaten und Jahren nicht nur Euros gegen Wissen entgegenwerfen will, kann ihm auch auf den diversen Social Media Kanälen folgen.

The Candyman can

Dort findet man auch ein weiteres Hobby des Athlenten. Seit Jahren testet der, nun bereits seit 3 Jahren vegan lebende Spitzensporttler verschiedeneste Süßigkeiten. Ein Sponsoring mit der süßen Industrie kann da ja nur noch eine Frage der Zeit sein.

Jeder hat ein Laster – die Candychecks sind legendär (Foto: Andreas Vojta)

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Mt. Everest

LEP#102 – Everest zum Neujahrsfest

Rund um das kirchliche Wiegen- und das kalendarische Neujahrsfest, zieht es viele auf den Evererst. Es gibt ja viele Wege zum 8848er-Gipfel und viele davon wurden im letzten Monat gewählt. Andere gingen auf einen gemütlichen Longjog am Laufband oder marcothonierten durch den Dezember. Der gute Bruder des Wahnsinns geht in der Adventszeit in der Sportwelt um.

Aktuelle Stunde

Antrag mit Rückgrat

Unser lieber Thorben (siehe Folge 098) hat es dieses Jahr ja so richtig krachen lassen. Zuerst hat er sich für den Sport das Hinterteil aufgerissen, dann hat er bei Wettkämpfen und bei seinem ersten 100-Meiler Bäume ausgerissen, danach sich privat für Nachwuchs ins Zeug geschmissen, am Ende wollte er noch die Verlobungsflagge hissen, doch dabei….ja da hat es ihn von den Beinen gerissen (das war dann a bissi gschissn).

Bis zum 100-Meiler haben wir ja bereits berichten dürfen. Zum Jahresende wollte Thorben sein privates Glück mit einem Heiratsantrag krönen, der stilecht nach einer Schneeschuhwanderung am Falkert stattfinden sollte. Gesagt, getan – aufi aufn Berg, aussa mitn Ring und gefragt wird. Sie sagt ja und das Glück scheint perfekt.
Leider rutschte die Angebetete am Rückweg aus und Thorben versuchte sie zu fassen. Dabei war auch sein Halt dahin und bei stürzten 150-200m einen Abhang hinunter. Frau und Kind geht es gut und bis auf eine kleine Gehirnerschütterung waren viele Glückskobolde unterwegs.
Thorben allerdings, ja der kann Schmerzen. Er ist gefallen und auf einem Felsen aufgeschlagen. Dort konnte er sich irgendwie halten, bis er per Helikopter geborgen wurde. Mit einem zertrümmerten Brustwirbel inkl. Verletzungen der umgebenden Wirbel und was dort sonst noch unter der Haut schlummert ging es fix ab ins Krankenhaus.
Die OP verlief aber glücklicherweise gut und kurz nach der OP wurde er auch schon nach Hause geschickt (man munkelt, er war mit seinem sofortigen Reha-Training ein bissi anstrengend 🙂 ).

Wir wünsche an dieser Stelle der jungen Familie alles Gute und hoffen, dass alle Verletzungen gut und schnell ausheilen.

Everesting Weltrekord

Marc Schulze hat in 11:01:40 den Weltrekord im Everesting zu Fuß nach Deutschland geholt. Er hat auf der Spitzhaustreppe in Radebeul (Austragungsort des METM) eine perfekte Umgebung gefunden. Auf gerade mal 200m sind dort 76 HM zu bewältigen. Das bringt maximalen Aufstieg bei minimaler Laufdistanz. Ganze 116x musste er die Treppe bewältigen. Da Uhr und GPS nicht immer 100% genaue Daten liefern, dachte er sich, dass er gleich noch sicherheitshalber 5 Extrarunden einbaut. Am Ende waren es knapp über 9000hm und ca. 50km.
Mit ihm war auch René Claußnitzer am Start, der zwar etwas langsamer war, aber ebenfalls gefinisht hat und eine ebenso grandiose Leistung gezeigt hat.
Einen ausführlichen Bericht zu der schönen Aktion gibt es hier: JK Running

Inoffizieller 50km Laufbandweltrekord

Florian Neuschwander hat es wieder getan. Er hat sich wieder auf das Laufband gestellt und ist mal spontan einen 50km Laufbandweltrekord gelaufen. Der neue, inoffizielle Rekord liegt bei 2:51:52. HD-Sports. Auf Strava sieht das ganze so aus.
Ganz großer Sport und am Laufband eine ganz besondere Herausforderung. Gratulation.

Twitter Zwiftbande – vEveresting

Geordi und einige Twittergroupridekollegen haben das Jahresende genutzt und haben sich aufgeschwungen, sich in die Liste der Virtual Everester einzutragen. 8 1/3 mal die Alpe de Zwift nach oben sollte es werden. Der grobe Plan sah eine Aufstiegszeit von 1:15-1:20 und eine Abfahrt von ca 11-12 Minuten vor. Also 90 Minuten für eine Runde. Bei einem Start um 6 Uhr morgen ist man da gemütlich zum Sylvesterabendessen fertig.
Verbunden waren die Helden neben dem Avatar über Discord um sich quatschend die Zeit zu vertreiben. Die Zeiten waren zwar ein wenig von Michael Knudsens Weltrekord (7 Stunden 17 Minuten) entfernt, aber knappe 9000 HM sind einfach eine Wahnsinnsherausforderung. Jeder, der es schafft, ist ein großartiger Athlet. Also Hut vom Kopf und gratuliert! Das habt ihr fein gemacht.

Virtuell Sports – Real Crazyness

Im Jahr 2020 haben viele Dinge eine Pause eingelegt, aber die Sportler dieser Erde haben richtig Gas gegeben. Ob in persönlichen Abenteuern oder in virtuellen Wettkämpfen wurde geklotzt, nicht gekleckert. Ganz nebenbei waren manche Dinge nicht nur sportlich großartig, sondern auch kreativ: Boston Marathon 2020

Aktuelle Folge

Planung ist das halbe Rennen

Flo goes raceplanning….

Flo hat sich in den letzten Wochen viele Gedanken zu Wettkämpfen und der entsprechenden Vorbereitung gemacht. Im Gegensatz zu den sportlichen Vorbereitungen hat er wenig gefunden, dass ihm einen Plan für das Rennwochende gibt.
Wenn es sowas nicht gibt, dann macht man es halt selber. Eine Notionliste, die eine Reihe von Fragen beinhaltet. Wenn man diese Fragen beantworten kann, dann ist man top vorbereitet.

Die Themen gehen von “Wann ist das Rennen?”, “Wo ist das Rennen” über “Wie lange ist der Wettkampf” und “Wo schlafe ich?” bishin zu “Wieviele Anstiege gibt es?”, “Wie lange sind die Anstiege”.

Noch kein vollständiges Template, aber die derzeitige Fassung für den Mozart 100 ist hier in Notion zu finden.

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LEP#101 – Interview Christian Schicklgruber

Laufen ist Wettkampf. Laufen braucht ein Ziel. Laufen ist strukturiertes Training.
Unser Interviewgast Christian macht das alles nicht und ist seit Jahrzehnten ein glücklicher Läufer.

Waldluft statt Chlorgestank

Bereits früh hat Christian sportlich richtig Gas gegeben. Als Leistungsschwimmer hat er sowohl die Ausdauer, als auch die umfassende muskuläre Grundlage geschaffen, um als fitter Athlet zu gelten. Im Rahmen des Trainings gab es auch regelmäßige Waldläufe (jaja, so hieß das Trailrunning früher). Diese Läufe fand er schnell sehr motivierend und sie hatten den großen Vorteil, dass man danach nicht nach Schwimmbad roch. Und so kam es, dass das Schwimmen abgehakt wurde und Laufen zur Passion wurde.

Ohne GPS-Uhr, ohne detailierte Routenplanung, einfach durch den Wald laufen. So muss das sein. Und nebenbei auch ein paar 10km – Marathonläufe absolvieren.
Um das richtig einzuordnen, soll an dieser Stelle erwähnt werden, dass bei Christian “nicht ganz flott” eine 10km Zeit um die 34 Minuten bedeutet und einen Marathon unter 3 Stunden.
Doch der große Wettkämpfer war er nie. Einzig beim Veitscher Grenzstaffellauf hatte er quasi ein Abo gelöst. Beginnend mit 1992 hat er diesen Lauf bis 2014 ganze 11 Mal gefinisht und dabei mit einer persönlichen Bestzeit von 5:03:12 auch eine Marke gesetzt, die für viele Läufer ihr Leben lang ausser Reichweite bleibt.

Einen Blick von vorne auf ihn erhaschen nur wenige…


Mit dem Geburtsdatum 1961 sind diese Zeiten auch für Christian nicht mehr in Reichweite, aber “langsam” ist er dennoch nicht. Ein schneller 10er oder ein Businessrun in 4:xx pro Kilometer ist immernoch gegangen.

Was treibt ihn also an?

Für Christian ist das Entdecken und die Zeit in der Natur wohl der Hauptgrund zu Laufen. Eine GPS-Uhr hat er zwar vor kurzem geschenkt bekommen, aber diese nutzt er nur um zu sehen, wann er laufen war. Die Tourenplanung “jetzt mal links”, “hier mal rechts” gibt ihm viel mehr Freiheit und er muss sich nicht nach einer Route oder einer Vorgabe richten. Er nimmt sich einfach die Freiheit zu Laufen, wie, wo und wielange er mag.

Überraschung – du hast gewonnen

Neben dem Abo in der Veitsch und seinem Antritt beim 75km Lauf um den Traunsee hat Christian auch einen 100er im Weinviertel erledigt, den er nebenbei und für ihn überraschend auch gewonnen hat.
Eine unmarkierte Strecke und eine Flo’sche Rennplanung (Streckenbuch lesen kann ja jeder) und ein Nachtstart um 22:00 führten dazu, dass Christian nach dem ersten Marathon recht verloren war und sich bereits überlegt hat, ob er sich ein Taxi rufen sollte. In weiter Ferne sah er aber Lichtkegel und dachte, dass er gerettet ist, wenn er dahin aufschliesst. “Die Anderen haben sie die Strecke im Kopf”. Gesagt – getan – hat er sie eingeholt und in dieser Gruppe angekommen, hat er bemerkt, dass das die Führungsgruppe ist. Nach kurzem Hadern, ob er da mitlaufen soll, hat er das tatsächlich gemacht und zu viert sind sie dann im Ziel eingelaufen und haben den Lauf gewonnen.

Worldwide Runner

Beruflich oft in Nepal, hat er natürlich auch dort die Laufschuhe mitgenommen. Auf 5000 Metern über dem Meer ist der Sauerstoffgehalt gleich ganz anders und so hat er auch gleich Höhentrainings eingebaut.

Jeden Samstag gibt es im Kadmandutal einen Lauf, bei dem Nepalesen und Ausländer gemeinsam durch die Gegend laufen. Da hat er direkt mitgemacht und bei einem Plausch mit einem Nepalesen dachte er sich, er macht ein wenig auf dicke Hose, und hat erzählt, dass er auch Marathon läuft. Der andere Läufer darauf “Echt, super. ich auch”. Auf Nachfrage hat Christian erfahren, dass dieser beim Himalayan Marathon mitgemacht hat. Dieser hat allerdings 260km und besagter Läufer hat diesen gewonnen. Da verwundert es auch nicht, dass Christian ihn bald nur von hinten gesehen hat. Kurz darauf eine weitere Begegnung, die ähnlich ablief, nur dass dieser Läufer den Everest Marathon im Vorjahr gewonnen hat.

Hier sieht man aber, dass es wirklich weltweit üblich ist, dass bei Ultramarathons oder Trailläufen ein ganz anderer Spirit herrscht, wie bei Stadtmarathons.

Technische Gimmicks

Eine Laufuhr hat Christian, wie oben erwähnt, nachdem er diese geschenkt bekommen hat. Einen Pulsmesser sucht man in seiner Laufkiste vergeblich. Auch übermäßig viel Equipment und Verpflegung sind nicht seines. Ein Minimalist beim Laufen, der sich wirklich nur auf das wesentliche konzentriert…..Laufen!
Warum er läuft, dass weiss er auch nicht so richtig – “Weil es ihm taugt”.

Strukturiertes Training

Auch Trainingspläne oder strukturiertes Training findet man nicht in Christians Welt. Bevor er einen Marathon gelaufen ist, ist er schon ein paar längere Läufe ein “bisschen schneller” gelaufen. Wer nun glaubt, dass da wohl Zeiten jenseits der 4 Stunden rauskommen, hat sich geirrt. Noch ohne Nettozeitnehmung ist er dennoch in unter 3 Stunden im Ziel gewesen. Ob London, Wien oder Prag – da hat er schon einiges mitgemacht und den Beginn des Marathonbooms miterlebt.
Ohne große Ziele, ohne Ambitionen kommt er überall, wo er ist, zum Laufen und sieht doch sehr viel von der Welt.

Fazit

Das Fazit dieses großartigen Interviews ist – Laufen des Laufens wegen kann so vielseitig sein. Dabei kann es durchaus eine sportliche Geschwindigkeit sein …. muss man nur machen. Das ist wohl auch das Zauberwort – einfach mal machen.


foto: lukáš-dlutko

LEP#100 – TNGU – The next Generation Ultrarunner

Liveshows? paaahh. Lustige Feiergäste? pfff. Spannende Spiele und Nostalgie? Nicht bei uns.
In akribischer Vorarbeit und monatelangen Planung haben wir euch etwas einmaliges zu präsentieren: The Next Generation Ultrarunner!

Aktuelle Stunde

You spin me round and round

Eine Laufbahn hat überall Platz (Foto: Rainer Predl)

Der bekannte österreichische Ultraläufer Rainer Predl, hatte ja bereits im ersten Lockdown die großartige Idee, einen Ultramarathon um seinen Küchentisch zu laufen.
Da das etwas holprig und noch nicht ganz rund war, musste eine neue Idee her. Also lief Rainer Predl einen Marathon im Kreisverkehr. Warum? Weil er es kann und die Logistik auch denkbar einfach war. Es waren aber auch 1828 Runden. In einer beachtlichen Zeit und dieses Mal ohne kotzen, konnte auch diese witzige Idee ins Ziel gebracht werden.

Hillybilly als Roadwarrior

Der Trailprofi Kilian Jornet hat sich gedacht, dass das Jahr 2020 ohnehin verrückt ist, also kann er auch mal auf die Strasse wechseln. Da er in seinen Trainings ohnehin als Abschluss öfter 10 schnelle Kilometer als Abschluss einbaut und hier wirklich die Raketen zündet, wollte er wissen wie schnell er bei einem Straßenwettkampf ist. Angepeilt war eine 28:xx. Beim Rennen selbst ist es dann allerdings nicht ganz optimal gelaufen und im Ziel war er mit einer 29:59. Für unsere Verhältnisse unglaublich – für ihn halbgut.Kilian Jornet – 10000m.

Salomon Phantasm 24

Bei dem von Salomon ausgerichteten 24 Stunden Bewerb wollte der wohlbekannte Kilian Jornet den 24 Studen Weltrekord mit etwas über 300km brechen. Bei eisigen Temperaturen hat er sich dazu auf eine norwegische Laufbahn begeben und mit dem neuen Straßenlaufschuh von Salomon seine Runden gedreht. Mit von der Partie waren auch einige andere Läufer, die ebenfalls keine “Anfänger” waren. So fiel der norwegische 12h Rekord. Zeitlich hat es bei ihm sehr gut ausgesehen und auch kurzfristige Knieschmerzen konnten ihn nicht stoppen. Nach 13 Stunden musste Kilian leider abbrechen, da er mit Schwindel kämpfte. Wir gehen aber davon aus, dass er das nochmal probieren wird.

Weihnachtsmarathon

Leider ist der Langenzersdorfer Weihnachtsmarathon 2020 abgesagt. Wir sind sehr traurig, werden uns aber 2021 gleich vormerken.

Aktuelle Folge

Sei einem Jahr vorbereitet, sich strikt an den Trainingsplan gehalten, vor 9 Monaten initiiert und ein punktgenaues Finish hingelegt. Flo hat nun wirklich einen Ultra gemeinsam mit seiner Freundin hingelegt und perfekt zur 100sten Folge gibt es The Next Generation Ultraläufer – Flo ist Papa geworden! “Celebrate NOW”

Des Flos Fußstapfen

Bereits in den ersten Tagen zeigt sich, dass sich gewisse Parallelen zum Papa. Bei den Pausen zum Austreten wird man wohl nicht auf den jungen warten müssen. “Wie da Papa”.

Wie ändert sich das Training?

Nach der Geburt gab es mal eine Laufpause. Dafür wird früh schlafen gegangen und ein Schlafapnoetrainingscamp ist voll im Gange.
Erst am Tag vor der Aufnahme ging es zum ersten Mal raus. Die Trainingspläne gehen weiter, doch die Dauer und die Distanz sind um einiges kürzer. Zudem ist Flo nun ein wenig flexibler.

Wie ändert sich die Jahresplanung?

Pausejahr – Regeneration – Spontanität?

Es wird eine Mischung aus allem werden, wenngleich es jetzt noch nicht absehbar ist. Einziger Fixpunkt aus heutiger Sicht ist der Mozart100, da hier der Startplatz von 2020 noch erhalten ist. Rundherum werden es wohl eher spontane und kürzere Dinge werden, die nahe der Heimat stattfinden.

Vorfreude auf die ersten Laufwagenausfahrten?

Die Voraussetzungen für Läufe mit Kinderwagen sind bereits gut. Der Kleine schläft bei Transporten wunderbar. So kann Flo wohl seine Runden bald laufend und schiebend ziehen.

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LEP#099 – Interview Dominik Singer

Dominik, 37 Jahre, aus dem Harz ist in österreichischen Läuferkreisen wohl nicht der bekannteste Läufer. Dafür ist er ein Local Hero aus dem Harz und auch in der Trailszene kennen ihn sicher einige Läufer. Hat er doch bereits ein-zwei längere Läufe auf dem Kerbholz. Und ganz nebenbei soll es bald den ersten Eintrag im Guinessbook of Records geben.

Diese Abenteuer gehören aufgeschrieben, sonst glaubt es ja keiner

5 – 10 – 24

Vom Fußball kommend war er eher die Kurzstrecke die Heimat und ab und zu gab es dann einen 5 oder 10 Kilometerlauf. Was liegt da näher, als sich bei einem 24h-Lauf anzumelden.
Obwohl die Vorbereitung und Ausrüstung eher exotisch war, konnte er mit seinem Team direkt den zweiten Platz holen.
Die Laufliebe war geweckt.

Highest hopes

Trotz dieses ungewöhnlichen und auch flachen Einstiegs in die Langdistanzen, galt Dominiks Liebe immer den Bergen und der Natur. So ist es nicht verwunderlich, dass der Zugspitz-Supertrail im Jahr 2012 der erste Lauf in seiner DUV-Statistik ist. In dieser Manier ging es auch direkt weiter mit der Brockenchallenge und dem Zugspitz-Ultratrail. Lange Kanten waren und sind Dominiks Leidenschaft. Wenn es dann noch ordentlich bergauf/bergab geht – optimal.

Ab in die Wüste

Etappenrennen, wie der Transalpine-Run haben einen fixen Punkt in der Laufhistorie von Dominik. So verwundert es auch nicht, dass er bereits zweimal den Marathon des Sables (1x Marokko, 1x Peru) bewältigt hat. Diese Läufe zeichnen sich neben der Länge jenseits der 250 km und der mehrtägigen Extrembelastung durch die äußeren Umstände auch durch die Regeln aus. So muss jeder Teilnehmer alles selbst tragen. Das bedeutet, dass die Packlast im Vergleich zu anderen Wettkämpfen erheblich höher ist und man sich genau überlegen muss, was wirklich notwendig ist und was nicht (zB Wechselwäsche).

Bier rettet leben

Die erwähnten Wetterbedingungen machen auch erfinderisch, wenn am Abend bei orkanartiger Windstärke ein Feuer gemacht werden soll. Hier rettet Bier bzw. die dann leere Dose Leben. Mit dieser aufgeschnittenen Dose als Windschutz klappt es auch mit dem Feuer.

Doch all diese Abenteuer bedürfen einer normalen Wettkampf und Rennsaison. Das war ja 2020 eher nicht so der Fall. Also muss etwas neues her.

Dieses Monat? Laufen!

Als besondere Herausforderung im Jahr 2020 hat Dominik sich vorgenommen, ein Abenteuer für einen guten Zweck zu wagen, von dem er nicht wusste, ob er es durchhalten wird. Auch waren die Möglichkeiten der Beratschlagung und Information begrenzt, da er der erste war.

Die Strecke mit etwas mehr als 12 Kilometern Länge (6 km bergauf und natürlich wieder runter) und 500 Höhenmetern sollte innerhalb eines Monats so oft wie möglich bezwungen werden.
Der tägliche Plan umfasste also um 3:30 aufstehen, laufen gehen und dabei auf den Berg und wieder retour. Danach duschen, essen, arbeiten. Und weil es am Nachmittag so schön ist, nochmal zum Berg und noch eine Runde. Täglich waren es dann durchschnittlich 3 Runden d.h. ungefähr ein Marathon und um die 1500hm.

Kurz hochgerechnet ist das echt weit und dabei echt hoch!

Ganz ohne Musik im Ohr und nur minimalistischer Verpflegung ging es also jeden Tag auf die immer gleiche Strecke. Begleitet von Berichten in der lokalen Presse, hatte Dominik jedoch eine große Schar an Begleitern während dieses Monats und so manch Erlebnis bleibt ihm wohl lange in Erinnerung.
Das Wetter war, im Gegensatz zu den letzten Jahr, weniger golden sondern eher gießend. Mehr als 20 Regentage machen aus einem Trail halt ein Bachbett.

Mutti, es is muddy


Zwischenzeitlich sollte er eigentlich Urlaub haben, aber durch krankheitsbedingte Ausfälle hieß es durcharbeiten. So war es wirklich ein Fulltimejob, neben der Arbeit das Laufpensum unterzubringen. Es vewundert auch nicht, dass 4 Paar Schuhe und 24 Paar Socken in die ewigen Jagdgründe gingen bevor Dominik nach 1155,7 km und 40950 Höhenmetern zum letzten Mal die Ziellinie durchlief.

Für diese Leistung gebührt ihm auf alle Fälle der goldene Duracell-Award und wenn alles gut geht auch ein Eintrag im Guinessbuch der Rekord.

Wir ziehen alle vorhandenen Hüte und blicken schon freudig in die Zukunft, denn es wird nicht sein letztes Wahnsinnsabenteuer gewesen sein.