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Mountainpeak (eberhard-grossgasteiger)

LEP#116 – UTMPeak now or never

Neben den aktuellen Themen, wie den unglaublichen Radritt von Christoph Strasser, sehen wird die Hochphase der UTMB Vorbereitung beleuchtet. Wie sieht es so in der Peak Week aus? Ist Flo auf Kurs?

Aktuelle Stunde

10.000 m Weltrekord

Innerhalb von 2 Tagen wurde der 10.000 Meter Weltrekord gleich zweimal verbessert. Als erste setze Sifan Hassan in Hengelo (Niederlande) die Marke auf 29:06,82.

Siegerfoto von Sifan Hassan
Kurzzeitig hatte Sifan Hassan den Weltrekord inne.

Kurz darauf shredderte die Äthiopierin Letesenbet Gidey diesen Rekord auf der gleichen Strecke und legte die neue Bestzeit mit 29:01,03 fest.

Lauffoto von Letesenbet Gibey
Die aktuelle Weltrekordlerin ist auch Favoritin für Olympia (Foto: Zuma Wire)

Sowohl die Zeiten, als auch die Sprünge sind unglaublich. Tiefer Respekt.

Hardrock100

Francois Dhaene – Gewinnt den Hardrock 100 und unterbietet den bisherigen Streckenrekord von Kilian Jornet um knapp eine Stunde und setzt ihn nun auf 21:45:5.
Deutlich dahinter, aber trotz allem mit unglaublichen Zeiten kamen unter anderem Dylan Bowman und Ryan Smith ins Ziel.
Bei den Frauen hat sich mit Sabrina Stanley eine Wiederholungstäterin ganz vorne platziert. Am Siegertreppchen wurde sie von Darcy Piceu und Meghan Hicks flankiert.

Die Resultate finden sich hier.

Wie bei allen Wettkämpfen gebührt allen Finisher:innen Respekt und Anerkennung – muss man ja mal machen und dann auch noch schaffen.

Siegerfoto von Francois D'haene und Sabrina Stanley beim Hardrock 100
Die Sieger des diesjährigen Hardrock 100 (Foto: irunFar.com)

Christoph Strasser – 24h Weltrekord

Christoph Strasser mit Rad vor seinem Weltrekordversuch
Ein Mann – eine Maschine …. und ein Rad hat er auch dabei (Foto: Lex Karelly)

Christoph Strasser, der Rekord-RAAM-Sieger, hat seinem Rekorde und Siegebuch ein weiteres Kapitel angehängt.

Aus Kraubath (nahe Bruck an der Mur) kommend, hat er in Zeltweg, also unweit seiner Heimat, einen (oder eher 12) Weltrekord aufgestellt, der unfassbar ist und sich auf einem Niveau mit einem Marathon unter 2h trifft.

Er hat in 24h sage und schreibe 1026km am Fahrrad absolviert. Damit hat er als erster Mensch überhaupt 1000km in unter 24h geschafft und nebenbei hat er noch mehr als 10 Unterdistanzweltrekorde mitgenommen.

Das Wetter war zudem nicht optimal und die letzten 9 Stunden ist er im Regen gefahren – mit einer schnittigen Durchschnittsgeschwindigkeit von 42km/h.

Christoph Strasser in Aeroposition am Rad
Unglaubliche 1026km wurden es nach 24h (Foto: Lex Karelly)

Da hat man gar nicht soviele Hüte, wie man hier ziehen will.

Der Bericht von Christoph Strasser findet sich hier.
In den nächsten Folgen des Sitzfleisch Podcasts wird er hier sicher noch ausführlich erzählen. Eine Empfehlung an alle – nicht nur für Radenthusiasten.

Aktuelle Folge

UTMB Peak Week

Nur noch einige Wochen ist der UTMB, das jahrelange Ziel von Flo entfernt. Mit dem Trainer gibt es also schon seit Monaten einen fixen Aufbauplan, der nun seinen Umfanggipfel erreicht.
Damit Flo hier auch brav die Zonen und Distanzen einhält, hat Christoph aka. der Trainer, der nebenbei auch beim UTMB startet, die Peak Week persönlich überwacht.

Anfang Juli wurden also in zwei aufeinanderfolgenden Wochen jeweils mehr als 120 km in die Beine geprügelt. Die intensivste Zeit war dabei das Ultra-Doppeldeckerwochenende.

Am ersten Tag sind Flo und Christoph den Lindkogeltrail-Ultra abgelaufen, der dieses Jahr auch erstmals als Bewerb beim Lindkogel im Herbst stattfindet. Laut GPX sollten es ca. 54km sein, wenn man sich verläuft, sind es natürlich ein paar Meter…Kilometer mehr.

Streckenfoto vom Lindkogeltrail

Flo: Lindkogeltrail: https://www.strava.com/activities/5611111069

Spass beim Lindkogeltrail
Wenn Spass zwei Gesichter hat

Etwas mehr als 8 Stunden sind sie unterwegs gewesen und haben auch hier schon brav versucht, die Geschwindigkeit an den kommenden Saisonhöhepunkt anzupassen. Die Beine, der Magen und der Kopf haben gut mitgemacht, einzig die Eigenversorgung ist immer etwas schwierig.
Den Tag gut ins Ziel gebracht, ab ins Bett, weil am Folgetag ja noch die Kombination Schneebergtrail – Schneeberglauf auf dem Programm stand.

Am zweiten Tag ging es also ab nach Puchberg und der Schneebergtrail sollte es werden. Waren die Beine beim Aufstehen noch gut in Schuss, haben sie ihre Meinung zu Laufen bis zum Start ein wenig geändert.

Vor dem Start zur Schneebergrunde
Zwei Grinsekatzen in Puchberg – los gehts


Aber – #hueftjonix – ab gehts es und nach ein paar Kilometern war der Flow wieder da. Mit der Vorbelastung war auch keine Gefahr des Overpacings gegeben und so arbeiteten sich die Beiden brav auf den Mont Neige rauf. Im Gegensatz zu Wettkämpfen sind die Pausen etwas länger, man muss sich ja auch ein wenig anstellen, aber der Spass ist nicht geringer.

Flo – Schneeberg: https://www.strava.com/activities/5616011521

Streckenfoto vom Schneebergtrail/Schneeberglauf
42 km sind der perfekte Recoveryrun – Schneebergtrail/Schneeberglauf

Nachdem der Schneeberg erklommen war und “nur noch” der Schneeberglauf, also im großen und ganzen ein langer Downhill bevorstand, war die Motivation auch das noch zu laufen enden wollend. Doch was muss, das muss und so brachten die Zwei auch das noch gut ins Ziel und am Ende des Wochenendes standen 98 km mit 4700Hm am Tacho.

Schneebergtrail Uphill
Die Richtung stimmt – Die Form zeigt bergauf


Das kann man wohl als gutes Trainingswochenende werten. Vorallem waren die Vitalparameter und die Beine am Folgetag in Ordnung.

Dann kann ja der Vorbereitungswettkampf, der OTT – Osttirol Trail, mit 84km und 5000hm kommen. Den werden die Beiden Ende Juli ebenfalls ins Angriff nehmen. Bei dieser Form und Vorbereitung wird das wohl ein walk in the Park.

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LEP #115 Interview – Morgenspaziergang Podcast

In Folge 115 gibt es wieder ein besonderes Format: Podcaster interviewen Podcaster im Podcast.

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Wer sind die Beiden?

Florian und Thorsten sind ganz normale Jungs mit dem Hang zum Laufen, zum Reden und skurrile Dinge zu tun. Gemeinsam mit ihrem Partner in Crime, Hansi, überlegen sie sich immer neue Abenteuer. Die meisten davon erleben sie laufend.

Die Läufe

Der Flaschendrehlauf

Eine klassische Ultramarathonidee ist der Flaschendrehlauf. Treffpunkt früh morgens, keinen speziellen Plan aber den ganzen Tag Zeit. Als raus mit der Flasche und gedreht. Anstelle eines Kusses gibt es dann 8 Stunden Lauf in die finale Flaschenhalsrichtung.

Thorsten hat es allerdings geschafft, genau die Richtung zu erwischen, die Florian und Hansy eine Woche davor belaufen sind. Also 3 Stunden Gemotze bis klar wurde, dass da ja Brauereien am weg liegen 🙂

Am Schluss wurden es nicht nur 8 sondern 8,5 Stunden, da sich dann auch noch die Ziellabe in der Gutmannbrauerei einbauen ließ.

Die ganze Geschichte gibt es hier.

Der Coronazirkel

Nicht weniger innovativ ist der Coronazirkel. In Bayern gab es zwischenzeitlich nächtliche Ausgangsbeschränkungen und zusätzlich eine Mobilitätseinschränkung auf 15km rund um den Wohnort.

Was macht man also also Ultraläufer? Die maximale Distanz laufen. 2rπ bei r=15 und cutoff ist die Ausgangsbeschränkung.

Fertig ist ein knapper 100km Lauf.

Auch hierzu hat Thorsten eine wunderbare Geschichte geschrieben.

Der Kuckucksuhrenlauf?

Die vorherigen Läufe zeigen schon, dass hier Laufpunks unterwegs sind. Am kürzesten Tages 2020 parkte ein Wohnmobil am Parkplatz des TSV Katzwang. Bestückt mit den Läufern Florian und Thorsten (Hansi hat aufgrund der zu diesem Zeitpunkt geltenden Beschränkungen auf 2 Personen pro Lauf auf einen Start verzichtet) und einer Kuckucksuhr, ging es auf zum Kuckuckuhrenlauf.

Der MBUT – Morgenspaziergang Backyard Ultra Trail

Ultraessen am FLozart

LEP#114 – Flozart

Wenn im Jahresplan im Juni der erste Vorbereitungswettkampf für das Jahreshighlight steht, dann wird dieser gelaufen. Ob es eine offizielle Veranstaltung gibt oder nicht – gelaufen wird. Und so wurde aus dem Mozart der Flozart. Stick to the plan.

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Die Starterbox von Athletic Greens

Die aktuelle Stunde

Tod großer Läuferinnen

Vor einigen Tagen ist Emma Roca mit nur 48 Jahren verstorben. Sie zählten zu den besten spanischen Schibergsteigerinnen und hat sich auch im Ultralauf einen Namen gemacht.
Bei der Diagonales des Fous, dem Lavaredo Ultratrail und vielen anderen Läufen sah man sie ganz vorne. Leider verlor sie ihren Kampf mit einer Krebserkrankung in diesem Jungen
Ebenfalls im 48 Lebensjahr hat sich ja vor einigen Monaten Andrea Huser aus Selbigen verabschiedet. Ein Mountainbiketrainingsunfall hat sie unglücklicherweise direkt zum Fährmann gebracht.
Aus dem Mountainbikesport kommend, hat sie “nebenbei” im Ultralauf ganz vorne mitgemischt. Ein Auszug ihrer Erfolge:

  • Ultra Trail Lavaredo, 2015 1. Rang
  • Transgrancanaria, 2016, 2017 & 2018 2. Rang
  • Madeira Ultratrail, 1. Rang
  • Eiger Ultra Trail, 2016 & 2017 1. Rang
  • Ultra-Trail du Mont Blanc, 2016 & 2017 2. Rang
  • Diagonales des Fous, 2016 & 2017 1. Rang

Backyard Ultra World Record

Beim Suffolk Backyard Ultra haben Matt Blackburn and John Stocker den Weltrekord im Backyard Ultra gebrochen. Mit 80 bzw. 81 Runden zu jeweils 4 Meilen pro Stunde, haben sie gesamt mehr als 542 Kilometer absolviert. Bei diesen Dimensionen weiss man gar nicht, ob die Distanz, die mentale Herausforderung oder der Schlafentzug am meistn Respekt einflößt. Auf alle Fälle eine unglaubliche Leistung.

Artikel – BBC

Artikel – Runners World

Hochwechseltrail

https://www.hochwechseltrail.at/ (Logo: Hochwechseltrail)

Man glaubt es kaum, aber es gibt dann und wann Wettkämpfe, die auch tatsächlich vor Ort stattfinden. Ein erwähnenswerter, lokaler Wettkampf ist hier der Hochwechseltrail. Mit 3 Tagen und 5 verschiedenen Bewerben wurde Anfang Juni das Wechselgebiet zu einem Trailfestivalgebiet.

Die Streckenlängen zwischen 10 und 80 km, sowie eine 3 Tages Kombinationswertung bringen hier für alle Leistungsstufen und Vorlieben eine schöne Auswahl.

Aktuelle Folge

Flozart

Ultralaufen at it’s best – Sitzen, Essen und sich von den Betreuerinnen verwöhnen lassen

Flo, Christoph und Robert haben sich Anfang Juni auf den Weg nach Salzburg gemacht und absolvierten hier einen selbsorganisierten Lauf auf dem Mittelteil der Mozart100- Strecke. Zwei Runden zu je 50 km sollten es sein.
Als Unterstützung und rasende Labe haben sich Sabrina und Kathi verpflichten lassen. Mit derartiger Betreuung konnte ja gar nichts schiefgehen.
Am Vortag wurde nochmal der Magen gefüllt und dabei der Wetterbereicht studiert. Dabei wurde schnell klar, dass die Unternehmung wohl nicht 100% im Einklang mit dem Wetter stand. Gegen Nachmittag/Abend waren Gewitter angekündigt und wie schon öfter besprochen sind Gewitter am Berg kein großer Spass.
Nundenn – früher starten und los geht’s (auch wenn Robert kein Fan von frühen Frühstarts ist 🙂 )

Flo, Christoph und Robert sind also um 0530 in Salzburg losgetrabt und haben sich direkt ein paar mal um einige hundert Meter verlaufen – Track ist gut / Auszeichnung im Wettkampf sind oft besser 🙂 Vielleicht hätte Flo da auch einfach ein Kaffee geholfen
Nachdem die änfänglichen Orientierungsschwierigkeiten beseitigt waren, ging es direkt hoch auf den ersten Berg. Der Almkogel ist auf der 50 KM Runde, die das Mittelstück dees Mozart 100 abbildet, der erste und auch niedrigste Berg. Ein perfekter Eingroover sozusagen. Die anderen Erhebungen steigern die Anstiegslänge danach kontinuierlich um dann am Zwölferhorn zu gipfeln.
Größtenteils im Wald und gut lauf/wanderbar ging es also auf den ersten Gipfel rauf und danach logischweise auch wieder runter. Der Downhill war vergleichsweise technisch und Flo war auch zu seiner eigenen Verwunderung RichtStimmung gut, Wetter gut, Läufer gut – alles gut.
Nach dem Auf- und Abstieg des Almkogels ging es zum Schafberg, bevor das Zwöferhorn am Ende der Runde warten sollte.
Man muss nicht ganz auf den Schafberg rauf aber trotzdem geht es nach dem gut fordernden Aufstieg richtig lange bergab. Alles steil, aber alles gut laufbar und es hat sich sehr lange hingezogen. 6km können sich gut lange anfühlen.

Es war aber auch das erste Drittel und da soll es einem ja lächerlich einfach vorkommen. In der Mitte soll es die Wohlfühlzone sein und hintenraus wird es ohnehin Mist. Also gilt es diesen Sweet Spot des Tempos zu finden um maximaleffektiv unterwegs zu sein.
Die erste Labestation der beiden Damen wäre im offiziellen Lauf Labe2 (bei ca. Km30) gewesen.
Flo konnte die bis dahin mit Orangensaft (WTF!) gefüllten Softflask mit sinnvollerer Flüssigkeit gefüllt und der Magen wurde in der hochgelobten Refillzone gefüllt. (Die Laben bekommen im LEP-Ranking 4,5 von 5 Ultrarunneroliven – der Einsatz für die Besorgung bekommt 5 von 5 Oliven).
Der Orangensaft wird zusammen mit Langos und Knoblauchpizzen auf die Blacklist der Startverpflegung gesetzt.

Das kredenzte koffeinhaltige Getränke machte den Anstieg auf das folgenden Zwölferhorn zu einer Wonne. Flos RedBull hatte wohl auch ein wenig Marschierpulver im Doserl und es ist nicht bekannt, wie oft er den Anstieg gemacht hat, während die anderen Beiden den Anstieg einmal raufgelaufen sind. Man munkelt von 3-4x 🙂
Die Buben sind in einem gutem Marschtempo das Zwölferhorn rauf und auf 3/4 des Weges gab es doch tatsächlich noch die Möglichkeit der Einkehr in einer Gastwirtschaft, die Apfelsaft gespritzt feilgeboten hat.
Flos wiederholte Bemerkung, dass der zweite Anstieg mühsamer war, stieß bei den anderen, die bereits still und mehr oder weniger heimlich vor sich hingelitten haben nur auf wenig Gegenliebe 🙂

FlozartFloFotoFoto

Beim Downhill nach dem Zwölferhorngipfel hat Flo den Wettergott aka. die Bergziege kontaktiert und es wurde ihm das bald aufziehende Ungemach am Himmelszelt vorausgesagt. Kurz darauf, der Forstautobahn Richtung Tal folgend hat auch des Flos Papa von dem düstern Ausblick erzählt. Die in der Ferne schon zu sehenden schwarzen Wolken haben diese Eindrücke verstärkt und es kamen die ersten Zweifel auf, ob dass Ding an diesem Tag wirklich noch in Ziel zu bringen sei. Auf alle Fälle musste aber die erste Runde finalisiert werden ud danach kann man ja je nach aktueller Lage über den weiteren Verlauf nachdenken.
Hier hat sich die Streckenführung bezahlt gemacht, denn grundsätzlich ist ein Abbruch nach jedem Berg möglich und für die Begleiterinnen nicht schwer erreichbar. Auch ist der Almkogel als erster der 3 Gipfel selbst bei Gewitter noch mäßig gefährlich, da er sich weit unter der Baumgrenze befindet und auch nicht exponiert ist.

Nach dem Ende der ersten Runde war die Wiedersehensfreude mit den heilbringenden Begleiterinnen groß und die Labe nach 50 km wurde auf knapp 30 Minuten ausgedehnt.
Die Wetterapps und Unwetterwarnungen verfolgend wurde beschlossen, dass zumindest der Almkogel noch gehen sollte. Danach wird wieder beraten und spontan entschieden.

Die ursprüngliche Marschtabelle hat ausgespuckt, dass die erste 50km Runde in 8 Stunden zu erledigen sei. Diese durch höchst wissenschaftliches Daumen in den Wind halten bestimmte Marke hat sich Robert in den Celebrallappen gebrannt und der Laufverlauf hat ihm da durch den wiederkehrenden Vergleich mit dieser Zielzeit zugesetzt.

Am Almkogel war recht schnell klar, dass es nach diesem ein Ende findet. Das Grollen in der näheren Umgebung und die später in schwarzen Wolken gehüllten Berge haben die Entscheidung doch recht eindeutig gefällt.

Nach der Rückkehr in das Tal war der La-uf Geschichte – eine schöne Geschichte und eine wunderbare Vorbereitung auf den UTMB.

UTMB / CCC – a new Chance

Am 22.6 gibt es (bzw. wenn ihr das lest – gab es) eine neue Chance für alle nicht gezogenen der UTMB-Lotterie, sich in einem First Come/First Serve – Restplatzangebot noch einen Startplatz für einen Bewerb im Rahmen des UTMB zu sichern.
Am Ende steht eine nun größere Gruppe an österreichischen Teilnehmern, da es sowohl Steffen (UTMB) als auch Peter (CCC) Startplätze bekommen haben.

Backyard Ultra – MBUT

Runde um Runde um Runde um Runde (beim MBUT)

Am 25.6. startet Peter in seinen ersten Wettkampf des Jahres beim MBUT, einem Backyard Ultra. Mal sehen, was Bein und Kopf zu diesem Format sagen.

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LEP#113 – Interview Florian Grasel

Florian Grasel, 100 Meilen – Top 10 – 1 Mann, dieses Mal im Interview.
Der Niederösterreicher mit dem memorablen Bart im Gesicht und den flinken Beinen unterm Gesäß ist ein rundum beschäftigter Mann. Um alles unter einen Hut zu packen, ist sein Motto: #worklifetrailbalance.
Nur so kann es klappen – und wie es klappt.

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Work

Florian Grasel ist Unternehmer, der in der IT sein Geld verdient (manchmal kann das auch sehr hart sein).
Business ist kein Zuckerschlecken

Direkt nach seiner sportlichen Schulausbildung und dem anschliessenden Schwenk zur IT, fand er nach einem Monat als Arbeitnehmer direkt heraus, dass er eher ein Unternehmertyp ist. Also selbstständig gemacht und dann heißt es beißen. Seit mehr als 10 Jahren ist er sein eigener Herr und Meister und hat mittlerweile 7 Mitstreiter im Team, die er führt. Also Durchhaltevermögen, Führungsqualität, Teamplayer – Check!

Life

Florian Grasel bei der Pre-Race Körperpflege und dem Bartfönen.
Woher kommt der Spitzname Trailbeard bloss – Damit die Familie nicht schimpft wird der Körper gepflegt

Ohne eine Frau an seiner Seite, die ihn unterstützt, fordert und fördert würde das alles nicht klappen. Daneben noch Zwillingen, die Freude bringen und Zeit verschlingen. Da kann und will man sich nicht rausnehmen. Daneben wird wohl nicht mehr viel Zeit für ein Hobby sein. Also vielleicht ein wöchentliches Halmaspiel mit Freunden oder vielleicht Dart im Keller? Weit gefehlt – Ultratrailrunning – man gönnt sich ja sonst nichts.

Trail

Finisherfoto vom Transgrancanaria
Dieses Offroadlaufen hat es ihm angetan

Abseits der Asphaltpisten der Welt zählt Florian Grasel zu den ganz großen dieses Sports. Neben Killian Jornet, Jim Walmsley und wie sie nicht alle heißen, ist Florian Grasel einer derer, die auf den Siegerfotos meist von ganz oben runterstrahlt. Gerade als Mehr-als-Vollzeit-Arbeitender und Familienvater wollen die 15 Stunden Training in der Woche gut eingeteilt werden und die Qualität der Einheiten muss schon hoch sein.

Balance

Richtig balanciert kann Großes entstehen. (Photo by Shiva Smyth from Pexels)

Mit dem Hashtag #worklifebalancetrail bringt Florian auf den Punkt, wie er diesen Dreisprung hinbekommt und es drückt auch schön aus, weswegen er kein verbissener Profiläufer ist. Wie ein dreibeiniger Schemel versucht er immer, die perfekte Balance zwischen seiner Firma, seiner Familie und seinem Hobby zu finden. Je nach Woche/Monat/Mondphase/Auftragslage ist mal das eine und mal das andere im Fokus, aber mit diesem Spirit steht er ausgeglichen und fest im Leben. Diese Ausgeglichenheit spürt man auch direkt im Gespräch mit ihm.

Von 0 auf 100

Nach den ersten Jahren seiner Firma hatte er viel zu viel gearbeitet und viel zu wenig auf sich geschaut. Irgendwann ist Florian dieser Umstand bewusst geworden und laufen mochte er bereits in der Schulzeit. Wie es sich gehört, hat er den Einstieg in die Lauferei strikt gegen jedes Lehrbuch gemacht. Zum Start gleich einen Marathon als Ziel und bald darauf den Zweiten. Als ob das nicht genug wäre, war da die Zeit mit Sub3 auch noch brutal schnell. Aber wer kann, der kann. Doch diese Straßenläufe und das strukturierte Training inklusive Intervalltraining etc. war nicht so ganz seine Erfüllung.
Kurz darauf (wir reden hier von Wochen, nicht Jahren) gab es ein Gewinnspiel für einen Startplatz beim Ironman Kärnten. Florian bewarb sich und zack – gewonnen. Also muss er sich mal flott einen Neoprenanzug und ein Fahrrad leihen und ein paar Trainingswochen später absolvierte er seinen ersten und einzigen Ironman. Der zeitliche Trainingsumfang ist aber neben dem Job nicht sinnvoll unterzukriegen, also bleibt er lieber beim Laufen.

Wir wollen dieses “Triathlonkapitel” an dieser Stelle schnell überspringen und sind froh, dass Florian auf seiner Reise zum Traumsport an diesen Sirenen vorbeisegeln konnte.

— ab hier wächst und gedeiht es noch —

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Mont Blanc

LEP #112 – UTMB wird Konamonix

Dieses Mal wollen wir von den tragischen Ereignissen in China, über die diskussionswürdigen Entwicklungen in Chamonix hin zu den aussergewöhnlichen Leistungen in Britannien gleiten und die letzten Wochen rekapitulieren.

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Spenderfeier

Christopher hat uns 10,00 EUR gesendet. Vielen Dank dafür!

Aktuelle Stunde

Yellow River Stone Forest Park 100K

Mehr als 20 Tote gibt es bei der vierten Auflage des Yellow River Stone Forest Park 100k zu beklagen. Es kam zu einem überraschenden Wettersturz, der mit starkem Wind und Temperaturen unter 0 aufwartete. Da laut Berichten nur Rettungsdecken verpflichtend waren und warme Kleidung nur empfohlen, war die Ausrüstung einiger Athlet:innen nicht optimal.
Es ist natürlich immer eine tragische Verkettung verschiedener Faktoren, wenn ein Unglück, wie jenes in China eintritt. An dieser Stelle wollen wir aber nochmal an die Folge 111 verweisen. Die Regelungen, die Thomas Bosnjak für die ASTA aufgestellt hat, und die auch einigen anderen großen Trailwettkämpfen (siehe UTMB mandatory Gear) da sind, retten im Zweifelsfall Leben. Einheitliche und strikte Regeln, die überprüft werden, dienen nicht nur der Fairness, sondern vorallem der Sicherheit. Ebenso darf es bei einem
Rennabbruch, der besser früher als später passiert, keine Diskussionen geben. Wetter am Berg ist tödlich!

Standardartikel

Outdoorgearguidesarticle

FKT Man – Damian Hall – Wainwrights Coast to Coast

185 Meilen – von Küste zu Küste

Damian Hall ist gerade auf den letzten Kilometern (wenn ihr das hört, ist er bereits neuer FKT-Halter) auf dem Wainwrights Coast to Coast Trail – Der Rekord besteht bereits seit 30 Jahren, aber 2021 wird der Zähler zurückgesetzt.

Wer ist Damian Hall? Bio
Zusammengefasst: ein durchaus talentierter und wetterbeständiger Ultraläufer, der auch bei internationalen Wettkämpfen im Ziel ist, wenn andere noch bei der Hälfte dahinschlapfen.

Zu empfehlen ist auch sein Buch: in for the long Run
In diesem schreibt er über seinen FKT Versuch am Pennine Way 2020.

FKT Kremstal Donauweg

Florian Grasel hat sich wohl die FKT-Seite angesehen. Und weil er für einen Longrun gerade nichts anderes vor hatte, hat er sich die FKT am Kremstal Donauweg geholt. Gratulation von uns.
Eine ganze Stunde hat er Peter abgenommen. Wer die Krone nun haben will, muss die 96km in 10 Stunden 30 absolvieren.

Wenn Achill Ruhe gibt, muss Peter da wohl nochmal ran 🙂 #hueftjonix

Nach 10:37:00 war Flo Grasel wieder in Krems – FKT

Motivation: Innere Ruhe vs. Aggression

Wenn es um das Thema Motivation geht, sind Peter und Flo eher konträr gepolt.

Flo such die innere Ruhe und totale Akzeptanz der Situation. So kann er diese annehmen und sich ungeachtet verschiedenster Umstände wie Regen, Wehwehchen, Wind oder anderer Unwegsamkeiten, seinen Weg ans Ende des Laufs bahnen.
Aggression kostet nur Energie und diese kann anders besser genutzt werden.

Peters Ansatz ist hier ausgeglichen Laufen wenn es Spass macht. Wenn es Hindernisse gibt, Umwelteinflüsse wie die der vermaledeite Himmelsbläser oder die weisse Wolkenkotze bzw. Zipperleins wie die satanische Ferse oder ein Motivationsloch im Kopf oder gar im Bauch, dann versucht er die Negativspirale der Gefühle und sinkende Motivation meist mittels Musik in Aggression umzuwandeln. Energie durch Aggressionskanalisation sozusagen.

In welchem Team seid ihr?

Ironman Group & UTMB

UTWT endet dieses Jahr. Ab nächstem Jahr Qualifying, Majors around the world und Finale in Chamonix.

Flo und Peter wollen sich nicht so recht festlegen, ob sie die Folgen dieses Zusammenschlusses überwiegend positiv oder negativ sehen. Gerade in den sozialen Medien wurde diese Kollaboration sehr kritisch kommentiert, da eine weitere Kommerzialisierung und Elitastizität ( ja das Wort gibt es ab jetzt 🙂 ) befürchtet wird bzw. absehbar ist. Andererseits ist diese Entwicklung nicht ohnehin bereits seit Jahren zu beobachten? Gerade beim UTMB ist es doch bereits in den letzten Jahren so gewesen, dass man neben der Qualifikation auch Losglück und einige Euros haben musste um teilnehmen zu können. Ausser man hat bei einem anderen Rennen der Gruppe teilgenommen oder hat für wohltätige Zwecke eine Stange Geld gespendet.
Andere Läufe sind innerhalb von Minuten ausverkauft und müssen sich auch eine Strategie für die nächsten Jahre überlegen.

Was kann also passieren?

  • UTMB wird teurer (siehe Kona)
  • der Weg zum UTMB wird schwieriger oder elitärer
  • das Logo und die Aufmachung ändert sich
  • das Flair geht verloren
  • Es gibt bei Wettkämpfen dieser Gruppe einheitliche Standards (Verpflegung, Pflichtausrüstung, Betreuung,…)

Welche Dinge wissen wir nicht?

  • Wie geht diese Gruppe mit Rennen um, die als Qualifier oder Majors am Start sein wollen?
  • Wird diese Aufteilung die Szene spalten?
  • Werden Veranstalter verdrängt?

Worüber man sich wohl keine Sorgen machen muss, ist die Strecke und die Wahlmöglichkeiten, die man als Läufer:in hat.

Die Strecke (gleich wie viele andere Strecken) besteht das ganze Jahr – also kann jeder den UTMB laufen, ganz unabhängig von der Veranstaltung

Ende August.

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Bosnjak_Wuestensprung

LEP#111 – Interview Thomas Bosnjak

Wie kann man Traillaufen ganzheitlich betreiben? Geht das? Es geht!
Dieses Mal durften wir Thomas Bosnjak zum Interview begrüßen. Er hat als Athlet, Betreiber eines Trailrunningshops, als Veranstalter und als Communitybuilder alle Seiten des Laufsports abgedeckt.
Er lebt und erlebt Trailrunning 24/7.

Interview Thomas Bosnjak

Thomas Bosnjak – er lebt Trailrunning

Seit seinem zehnten Lebensjahr ist Thomas ein Läufer. Bereits 1986 war der Sport seine Leidenschaft. Da er beim Fussball eher vor dem Ball weggelaufen ist, als zum Ball hin, aber dafür auf der Laufbahn wirklich fix war, sollte aus ihm kein Goalgetter, sondern ein Mittelstreckenläufer werden.

Thomas der Läufer

Der Start war also die Mittelstrecke und dort hat Thomas auch eine ganze Reihe an Titeln eingeheimst. Er wurde in den nächsten Jahren x-facher oberösterreichischer und österreichischer Meister. Nach einigen Jahren auf der Bahn, kam der Wechsel auf die Straße. Halbmarathon und Marathon in durchaus flottem Tempo sollten Folgen und so verwundern die Zeiten 1:08:32 im Halbmarathon und 2:30:43 im Marathon nicht wirklich.
Die Vita seines Läufertums ist beeindruckend.

Als Läufer immer in Action

Wie kam der Umstieg?

Von der Straße wechselte er nach Jahren des Asphaltzaubers in die Natur. Nicht in Österreich, wo es damals noch Geländelauf bzw. Bergmarathon hieß (und auch so praktiziert wurde), sondern in Frankreich. Dort wurde bereits damals von Trailrunning gesprochen und bei seinem ersten Lauf hat er auch verstanden, was Trailrunning bedeutet.
Gestartet, wie bei einem Marathon/Bergmarathon, war er plötzlich vorne. Doch im Laufe des Rennens, waren die Höhenmeter

Thomas der Unternehmer

Thomas sah sich immer als Hobbyläufer gesehen und sich nie 100% auf seine läuferischen Erfolge verlassen. So kam es, dass er neben der Läuferkarriere eine abgeschlossene Berufsausbildung gemacht hat, sich mit Leistungsdiagnostik beschäftigt hat und nach einiger Zeit auch einen Trailrunningshop eröffnet hat. In der Athlet*innenbetreuung hat er stets den Grundsatz verfolgt:
“Der finanzielle Gewinn sollte sein, jedoch richte ich meinen Gewinn nach dem erreichen der Ziele meiner Athleten aus, d.h. viel wichtiger ist mir, dass meine Athleten die gesetzten Ziele erreichen, dann kommt der Gewinn automatisch. Auch habe ich mir selber eine Grenze gesetzt bis zu welcher ich meine Athleten perfekt betreuen kann und mehr Athleten nehme ich nicht auf, so kann ich Qualität garantieren und stehe über dem finanziellen Erfolg, den die Athleten sind mir wichtiger”

Immer im Dienst – immer am Trail – 24/7 Sportler

Mit diesen Schritten war er also nicht nur Läufer, sondern auch bereits Trainer und Händler. Man könnte meinen, dass das schon ein recht umfangreiches Portfolio ist und er alle Seiten des Sports abgedeckt hat. Doch weit gefehlt – Thomas Tatendrang oder wohl auch zum Teil Unzufriedenheit mit der Trailrunningszene in Österreich haben in dazu angetrieben in weitere Gefilde vorzudringen…..weil geredet ist es schnell, aber machen muss es halt auch jemand. Oftmals war es dann Thomas.

Thomas der Communitybuilder

Thomas war als Läufer und Athletenbetreuer auf vielen Laufveranstaltungen vertreten und erlebte hautnah die verschiedenen Arten der Organisation und die nicht vorhandenen Standards. Da der Trailrunningsport oft in alpinen Gelände stattfindet, zum Teil in der Nacht gelaufen wird und der Abstand zwischen den Labestationen etwas weiter ist, braucht es hier ein Mindestmaß an Regeln.

Mit einigen Gleichgesinnten hat er also die ASTA (damals noch ATRA), die Austrian Skyrunning & Trailrunning Association, gegründet und Grundregeln festgelegt. Immer wieder mit verschiedenen Veranstaltern im Gespräch, ist der österreichische Trailrunning Cup entstanden und eine Nationalmannschaft im Skyrunning wurde geformt. . Daneben hat der Verband Trail Running Guides ausgebildet um die Werte des Trailrunnings und ein sicheres Miteinander in die Communities zu tragen.
Auf internationaler Ebene ist die ASTA ein Teil der ITRA und Thomas war zwischne 2015 und 2017 auch Mitglied des ITRA Steering Commitees.

Da sich die ASTA aus den Mitgliedbeiträgen finanziert gibt es den Link zur Mitgliederanmeldung hier.
Damit ist man nicht nur Teil der Bewegung, sondern erhält auch ein T-Shirt und Vergünstigungen bei diversen Laufveranstaltungen.

Zusätzlich werden auch immer Menschen gesucht, die einen Beitrag leisten wollen. Ob im Social Media Bereich, als Volunteer vor Ort, als Grafiker, etc. Meldet euch und werdet Teil.

Damit sind jetzt aber alle Bereicht abgedeckt, oder? ….Einer fehlt noch.

Thomas der Veranstalter

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https://www.b-trail-events.com

Um die 360 Grad Sicht auf diesen Sport abzurunden ist Thomas auch noch in die Veranstalterszene gerutscht. Anfangs nur angefragt, ob er eine Strecke designen bzw. vorschlagen kann, hat er irgendwann den Hochkönigman veranstaltet. Mittlerweile sind es Hochkönigman, KAT100, Kaiserkrone, Nassfeld-Mountain-Skytrails und die Traunstoa Trails . Über Arbeitsmangel kann er also wahrlich nicht klagen.

Dazu kommt natürlich die sich im Moment ständig verändernde Situation und so ist das Veranstalterleben 2021 eine wahre Achterbahnfahrt.

Wir hoffen alle, dass sich hier bald einheitliche Regeln finden, die Veranstaltungen ermöglichen und den Veranstaltern ein wenig Planungssicherheit geben.

Gewinnspiel

Im Rahmen dieser Folge dürfen wir wieder etwas verlosen – einen Startplatz beim KAT100. Die Lösung sendet bitte an kontakt@le-podcast.at oder auf Instagram. Wir freuen uns schon auf die Auslosung.

Links:

Interview mit der Bayrischen Laufzeitung

Interview mit Trailrunning Szene

Interview Beraufbergab

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LEP#110 – Die aktuelle Stunde

Die Zeit ab März ist normalerweise davon geprägt, dass die Wintertrainingssaison endet und Vorbereitungswettkämpfe abgeschlossen sind. Die ersten Städtemarathons finden statt und ab April ist der Laufkalender randvoll mit tollen Wettkämpfen. 2021 erhalten viele Läuferinnen auch regelmäßig Post von Veranstalterinnen. Wir müssen verschieben – wir müssen absagen – wir können es noch nicht sagen….. Für Läuferinnen mühsam und demotivierend, für die Veranstalterinnen wirklich brutal …. Wir hoffen, dass viele Veranstaltungen diese Krise überstehen.

Trotz aller Breitensportabsagen, finden einige Läufe – Rekordversuche – Meisterschaften statt und da sich hier wirklich einiges angesammelt haben, wollen wir dieses Mal einen schönen Überblick schaffen.

Aktuelle Stunde

Desiree Linden – SUB 3 auf 50 km

Desiree Linden hat als erste Frau die 50km in unter 3 Stunden absolviert. In 2:59:54 hat sie mit einem Schnitt von 3:36 pro Kilometer eine granatenstarke Vorstellung abgegeben. Unbekannt ist sie natürlich nicht. Desiree Linden hat mitunter den prestigeträchtigen Bostonmarathon gewonnen.

Strassenlauf Staatsmeisterschaft 10 Kilometer

Andreas Vojta 39ster Staatsmeisterschaftstitel

In einem beeindruckenden Solorennen hat Andreas Vojta, Interviewgast aus Folge 103, seinen 39sten Staatsmeistertitel erlaufen und gezeigt, in welch bestechender Form er ist.

Julia Mayer vor Sandrina Illes

Bei den Frauen haben sich die beiden aktuell dominierenden Andrea Mayer vor Sandrina Illes (Gast in Folge 107) durchgesetzt.

Julia Mayer hat auch in Frankreich ihre 10k Bestleistung aufgestellt und ist nun die drittschnellste Frauenzeit Österreichs gelaufen (33:xx)

Österreichische 100KM Meisterschaft

In Langenzersdorf wurden am 23. April, der Lauf musste um einen Tag nach vorne verlegt werden, da sonst zuviele Fußgängerinnen und Kinderwägen auf der Strecke gewesen wären, die 100km Meisterschaft ausgetragen. Die Begleitevents, 12h und 6h, durften leider nicht stattfinden.

Am Ende konnten sich Karin Freitag bei den Frauen in einer Zeit von 8:16:17 und bei den Männern 7:04:17 durchsetzen. Die kompletten Ergebnisse gibt es hier.

Wir gratulieren zu dieser Bombenleistung und zum Durchhalten auf den mehr als 100 Runden um die Seeschlacht.

100Meilen und 12h Weltrekord

Alexsandr Sorokin stellte einen neuen 100Meilen und beim selben Lauf einen 12h Weltrekord auf. Nun steht die Bestmarke bei 11:14:56 für 100 Meilen und 170.309 Kilometer für die 12-Stunden. Mit diesem Lauf verbesserter er den bisherigen Rekord von Zack Bitter nochmal deutlich. Er ist also so schnell, dass er wohl einen 100Meiler ohne Stirnlampe laufen kann 🙂 

IATF 21 verschoben

Leider hat es nun auch den IATF erwischt und er musste verschoben werden. Wie im Vorjahr versuchen es die Veranstalter nun mit einem frühen Septembertermin. Fingers crossed.

Für die Teilnehmerinnen werden mehrere Möglichkeiten angeboten, die von den entsprechenden Anmeldeoptionen abhängen. Genaueres hier: IATF und Facebookseite IATF

Wilhelmsburger Insellauf

Die Teilnehmerinnen des Wilhelmsburger Insellaufs haben das Ganze direkt als Generalprobe für den Wings for Life Run nehmen können. Überzeugt davon, dass es ein schöner Wettkampf wird, sind die 400 Teilnehmerinnen am 11.4 über die Startlinie getrabt und ihrem Ziel zwischen 5 und 21 Kilometer entgegengelaufen.
Um 12:12 wurde die Veranstaltung aber von einem offiziellen CatcherCar aka. Partybus formerly known as Polizei beendet und die Personalien einiger Läuferinnen und der Veranstalter aufgenommen. Die Veranstalter versuchten dann noch ein zumindest halbwegs sinnvolles Ergebnis zusammenzuzimmern und haben den Teilnehmerinnen auf der Website versichert, dass sie nichts unrechtes getan haben.
Eine genehmigte Veranstaltung während sie stattfindet zu stoppen ist mal etwas neues und sollte so nicht vorkommen.

Candice Burt – DNF und Hero of the Day

Die Ultraläuferin und Rennorganisatorin Candice Burt hatte sich vorgenommen den Arizona Trail mit mehr als 1200 km zu durchlaufen und hier eine neue Fastest Known Time aufzustellen. Ihre bisherigen Versuche sind leider gescheitert und auch dieses Mal musste sie aufgrund eines medizinischen Problems abbrechen. Wir sind aber überzeugt, dass sie wiederkehrt und sich dieses unglaubliche Ding nochmal antut und dabei eine FKT aufstellt.

Auf der Heimfahrt von ihrer Unternehmung hat sie aber noch viel mehr als einen neuen Rekord erreicht. Knapp vor ihrem Heimatort sah sie mitten in der Nacht ein Auto, dass neben der Strasse in Flammen stand.

Dinge, die man nicht erleben möchte – Foto Candice Burt

Sie konnten den dort eingeschlossenen Mann aus den Flammen retten und das ist viel mehr wert als eine Bestzeit. Sie hat das in einem sehr langen Instagrampost beschrieben.

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Guracell in Action

LEP#109 – Interview Gunter Aigmüller

Gunter – die hoppelnde Rakete – zeigt vielen Jungspunden, wo der Hase die Karotten herholt. Doch beginnen wir von vorne.

Gunter Aigmüller

1964 geboren, ist Gunter abseits des Schulsports und vereinzelter Wanderei kein speziell sportaffinier Mensch gewesen und hat sich lange Zeit nicht mit Training oder gar Wettkämpfen beschäftigt.
Auf Anraten seines Arztes, gerade mit einem Bürojob, hat er mit 42 Jahren nach einer sportlichen Betätigung gesucht. Am einfachsten und naheliegensten schien da das Laufen.

Aller Anfang ist schwer

2006 ging es los mit den ersten Kilometern. Direkt um die Ecke gibt es in seiner Heimat Linz eine Runde die mit etwas über einen Kilometer einen schönen Einstieg bietet.
Nach einigen Monaten des Laufens kam allerdings der Winter und die Motivation war enden wollend. Im Jahr 2007, im Zuge eines Jobwechsels und der damit verbundenen zwischenzeitlichen Freizeit, startete Gunter den zweiten Anlauf und blieb dieses Mal auch dran.

Stick to a Plan

Zuerst ohne große Ansprüche, aber doch kontinuierlich mit 3-4 Laufeinheiten pro Woche war der Grundstein gelegt. Mit dem Internet an der Hand, fand er auch schnell zu einem Laufplan und folgte diesem auch direkt.
Bei seinen Streifzügen durch das Netz stolperte er auch flott über verschiedene Wettkämpfe und Ergebnislisten und plötzlich war da schon der Gedanke, so ein Halbmarathon wäre ja mal was.

Am Weg zum ersten Halbmarathonfinish im Jahr 2008

Als Belohnung gab es neben dem erhebenden Gefühl auch direkt Schienbeinschmerzen, die mal 2 Wochen an den Event erinnert haben. Dennoch war er nun richtig auf den Geschmack gekommen und der erste Marathon folgte.

Der erste Marathon unter 4 Stunden in Wien

Nachdem auch der erste Marathon erledigt war, sollten noch einige folgen.

Tja und dann ist auch der erste Ultra “passiert”. Rodgau 50 war in der Onlinecommunity ein geflügelter Begriff und zack war er auch schon angemeldet.
Dort angekommen haben er und Demeter Dick (Triathlondog) die Strecke getestet und den harten Schneebelag für optimal befunden. Nicht bedacht haben sie, dass am nächsten Tag hunderte Läufer dort ihre Runden ziehen werden. Tja, da war die Oberfläche dann eher so semigut.

Dabei hatte er die erste Begegnung mit Florian Neuschwander gehabt, der gewonnen hat und dabei Gunter auch drei Mal überrundet hat. Dabei war Gunter mit einer Zeit um die 4 Stunden wahrlich nicht langsam unterwegs.

Und wenn man die 50km auch so elegant ins Ziel bringt, dann ist es wohl klar, dass es auch Offroad gut gehen muss

In die Berge

5 Monate nach dem ersten 50km Lauf in Rodgau war Gunter zusammen mit Martin und der Bergziege Basti am Start des Veitscher Grenzstaffellaufs. Mit knapp über 50km und mehr als 2000hm war das doch ein schöner Schritt.

Veitscher Grenzstaffellauf des Team Ultrakitty

Der Teufelssteig bleibt jedem in Erinnerung und auch Flo und Peter hatten da bereits ihre Erfahrungen (Folge 18 ist die neue 36).

Guracellpower

Gunter hat festgestellt, dass er ein ordentliches Grundtempo gehen kann und so hat er sich immer wieder in verschiedenen Städtemarathons vergnügt und bereits 2013 mit 3:09 eine wirklich flotte Zeit rausgehauen.
2013 hat ein anderer Bekannter (ketterechts) eine neue lustige Idee umgesetzt und ist Linz und Wien, die nur eine Woche auseinanderliegen mit flotten Zeiten gefinisht. 2014 haben Gunter und Pingu (Geordi) sich auch dieser Ketterechts-Challenge angenommen und beide in unter 4 Stunden ins Ziel gebracht. Damit die Beine nicht zuviel ausruhen, haben sie dann auch direkt eine Woche später noch einen Ausflug Wien – Bratislava (60km) im Laufschritt angehängt.
Damit das Jahr auch gut ausklingt, hat er dann 2014 auch noch die 3 Stunden Marke geknackt und ist mit 2:58 inst Ziel geflogen.

Das hat sich bis Linz 2016 noch gesteigert und dort hat er seine Bestzeit mit 2:56 aufgestellt.

Gemeinsam mit Geordi flog Gunter in Linz 2016 zu einer unglaublichen 2:56

Neben den wirklich zackigen Straßenmarathons hat Gunter immer wieder Ultramarathons eingestreut um die Landschaft zu genießen. So ist er Finisher der Rennsteig Supermarathons und hat dann auch direkt am Transalpine Run (7 Tage – 264 kilometer – 16500 hm) teilgenommen (und natürlich gefinisht).

Den ganzen Wahnsinn kann man hier nachlesen.

Ein sehr schönes Interview hat auch Helden des Laufsports mit Gunter gemacht:

Gunter der Streakrunner

2018 begann für Gunter neben seinen Wettkampfambitionen noch ein ganz anderes Kapitel. Er wurde Streakrunner. Jeden Tag mindestens eine Meile in die Beine zu bekommen, lässt sich gut in den Alltag integrieren und so konnte er die Streak auch bis 2021 fortführen. Und dann? Hatte er keine Lust mehr?

Streak on – Guracell läuft und läuft und läuft….

Covidere

Dann streckte ihn eine COVID-Infektion darnieder. Nach dem positiven Test ging es direkt in die Wohnungsquarantäne. Dort versuchte er anfänglich noch die notwendige Distanz zu absolvieren, doch als das Fieber stieg, verlagerte sich der Fokus und die Gesundheit war Priorität 1.

Wir die Streak wieder starten? Mal sehen. Aktuell ist der Weg zurück noch nicht abgeschlossen.

Blaufränkisch Ultra – ein Genusslauf

Aktuelle Stunde

5KM Weltrekord Strasse Frauen

Völlig überraschend ist der 5000m Strassenweltrekord gebrochen worden (durch eine Triathletin!). Beth Potter, eine schottische Triathletin (die aber von den 10.000m kommt und hier auch schon bei den olympischen Spielen war) hat mit 14:41 eine fabulöse Zeit aufgestellt.
Da niemand mit dieser Leistung gerechnet hat, waren einige Details nicht ganz eingehalten (zB Antidopingmenschen direkt vor Ort). Dadurch ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser Lauf nicht als offizieller Weltrekord gezählt wird. Es ist auf alle Fälle eine extrem beeindruckende Leistung.

Neuer 5k World Record von Beth Potter – 14:41 (Foto: Instagram Beth Potter)

Halbmarathon Weltrekord Frauen

Die Weltrekorde purzeln auch 2021 fröhlich weiter und so hat Ruth Chepngetich in Istanbul den Halmarathonweltrekord auf blitzschnelle 1:04:02 verbessert. Für die Pacerechner unter euch….es ist eine 3:02 pro Kilometer.

https://sport.orf.at/stories/3075350/

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Road to UTMB

LEP#108 – Road to UTMB – The Beginning

Unterstützung

Sponsor dieser Episode ist Blinkist. Blinkist bringt die Kernaussagen von über 4.000 Sachbüchern auf dein Smartphone. Für alle, die tiefer ins Thema einsteigen wollen, gibt es auch Hörbücher in voller Länge. Hört sich interessant an? Ihr erhaltet 25% auf das Jahresabo Blinkist Premium unter: www.blinkist.de/laufendentdecken

Aktuelle Stunde

Barkley Marathons 2021

Die Startliste war wieder voll mit klingenden Namen, Finishern und Stars der Szene. Der Barkley hat sie erwartet. Mit typischen Barkleywetter und einem Kurs, der die Bezeichnung Endgegner wahrlich verdient hat.

Konnten Jared Campell, Courtney Dauwalter, Maggie Guterl, Jamil Coury den Kurs bezwingen?
Sie konnten nicht. The Barkley wins.
Dieses Jahr waren die Läuferinnen nicht körperlich zu schwach, sondern die Wetter, die Orientierung und Cutoffzeiten sortierten das Feld in einer rasanten Geschwindigkeit aus.

On their way (Foto: JenniferDJames1 – Twitter)

Waren nach einer Runde noch mehr als 10 Menschen im Wald spazieren, so waren es nach zwei Runden nur noch 2. Die beiden Verbleibenden Läufer, unter ihnen der mehrfache Barkley Finisher Jared Campell, schlossen den Funrun ab, waren aber hinter dem Cut off und so wurde die Schranke schneller als erwartet geschlossen.

LLE- 100k Von der Skyline zum Weisswein

Daniel von LLE hat sich eine persönliche Challenge vorgenommen um sich selbst und seinen Bauch zu fordern. 100km sollen es sein und es gibt einen schönen Einblick in die Welt eines Ultraläufers. In aller Ausführlichkeit könnt ihr das hier nachhören oder unten den Film ansehen. Ein großer Hut voll Respekt ist getippt und gelupft und wir hoffen Daniel regeniert brav mit weissem Spritzer an der Skyline.

Western States Lottery Änderung

Der Western States 100 hat die Bedingungen der Lotterie geändert. Die Losanzahl bleibt erhalten und bei der nächsten Qualifikation werden diese angerechnet. Zusätzlich gibt es Änderungen für Frauen in der Schwangerschaft um hier die Verschiebung und den Wiedereinstieg zu erleichtern. Genau könnt ihr das hier nachlesen.

Aktuelle Folge

Ferse hoch – geht doch

Nachdem der erste zarte Laufversuch von Peter leider nicht optimal verlaufen ist, musste er wieder einen Schritt zurücktreten. Nun, 1 1/2 Wochen und den eisern durchgezogenen Übungen später ging es also wieder zum Check in die Physiopraxis. Das #trailpivo des Vortags war vielleicht nicht die perfekte Vorbereitung, denn so wurden die ersten Übungen zur Herausforderung und das abschliessende “steh auf einem Bein mit geschlossenen Augen auf einem Wackelbrett und male mit der Hand deinen Namen in die Luft” zum Endgegner. Lohn für die Mühen war aber die Freigabe, dass ein erneuter Test ein paar Tage später ok ist. Ein lockerer 5er darf es sein…

Sorry

Mit Endorphinen vollgepumpt ging es auf zum Testlauf, der gleichzeitig der virtuelle Lasseer Benefizlauf war. Locker und leicht dahinlaufend ging es richti gut. Nach der Halbzeit ein Blick auf die Uhr und huch 4:05 am Kilometer, das ist gar ein bisserl schnellt. Naja, jetzt ist es schon egal und so waren die 5 Kilometer nach 21 Minuten erledigt.

ein bisschen zu schnell der Lauf
hupps…

Danach eine Beichte bei der Physio und dem Versprechen, dass über die Definition nochmal geredet wird.
Die Hoffnung lebt aber wieder, Flo bei seinen Trainingseinheiten Richtung UTMB doch nochmal zu begleiten.

Große Schritte zum großen Ziel

Flo ist dafür bekannt, dass er, wenn er ein Ziel hat, sich ganz auf dieses fokussiert und dann alles dafür tut, sich optimal auf die Herausforderung vorzubereiten. Dabei ist Genuss zwar gern gesehen, aber nicht zwingend notwendig. Da Flo aktuell zeitlich recht beschränkt ist, hat er einen ganz speziellen Ansatz gewählt, sich der 10000 HM Herausforderung im Sommer anzunähern.

Nasenfetisch

Nicht weit von Flos Wohnung befindet sich der Leopoldsberg und der Weg auf selbigen wird auch Nasenweg genannt. Nicht wirklich hoch, aber mit einer doch recht knackigen Steigung, ist er wahrscheinlich der effektivste Trainingsanstieg im Wiener Stadtgebiet. Da Flo aktuell das Training zeitlich möglichst optimal nutzen muss und möchte, ist dieser Nasenweg seine neue Obsession. Beinahe täglich liest man auf Strava von 1-n Runden auf diesen Hügel, immer auf der Jagd nach dem wöchentlichen Höhenmeterziel.

Warum es dieses gibt?

Bereits vor zwei Folgen kam die Frage auf, welche Eigenschaft des UTMB für Flo die herausfordenste ist. Länge, Höhe oder Dauer. Die Länge kennt er bereits und die hat er sicher in den Beinen. Die Dauer ist schwierig zu trainieren, aber auch hier hat er mit dem MIUT, dem IATF, dem WUT usw. schon einige Erfahrungswerte. Die Höhenmeter wollen aber gut trainiert werden, denn die können richtig ins Gebein fahren.
Als Konsequenz sieht Flos Trainingsplan nun Höhenmeterziele und Laufdauerziele vor. Der Genuss steht jetzt nicht explizit im Plan.

Der Trainingsfortschritt kann aber gut mit der Herzfrequenz und dem Gefühl, was ist noch laufbar geschätzt werden.
Daneben wird brav Core und Flexibilität mit Yoga trainiert – Flo ist am Kurs und der UTMB wird nur noch die Kür.

Daneben fängt Flo bereits an, sich über das Equipment Gedanken zu machen und hat hier auch sc-hon die Kauffühler ausgestreckt. Stöcke, Köcher,… da wird schon fleissig aufmagaziniert.

Last Vertical Standing

In Purkersdorf findet am 24.04.2021 der Last vertical Standing statt. Dabei wird eine 5,47 KM-Runde mit jeweils 300m pro Stunde gelaufen. Das Event hat kein definiertes Ende und läuft, solange noch jemand läuft.

up, up, up….

Es wird alles versucht, den aktuellen Regelungen konform dieses Event stattfinden zu lassen und die bisher veröffentlichten Rahmenbedingungen lassen hoffen.

We keep you updatet ….und vielleicht gibt es ja eine Folge aus Purkersdorf…

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LEP#107 – Interview Sandrina Illes

Nur Laufen ist zu langweilig? Radeln ebenso? – wie wäre es mit der Kombination?
Sandrina Illes hat auf unserer virtuellen Interviewcouch Platz genommen und über ihren spannenden Lieblingssport – Duathlon – gesprochen.

Start der folge und des Wettkampf
Auf geht es zu einer Reise in einen viel zu wenig beachteten Sport…

Was ist Duathlon?

Was ist Duathlon?
Ein Multisport, bestehend aus Laufen – Radfahren – Laufen inkl. zweier Wechsel. Die Standarddistanz, die Paradedisziplin von Sandrina, besteht aus 10km Laufen – 40 km am Rad (inklusive Windschattenerlaubnis) und einem knackigen 5km Lauf am Schluss. Kurzum ein ziemliche Vollgasgeschichte, die dennoch recht taktisch abläuft. Für Zuseher auf alle Fälle ein recht ein Spektakel.
Doch von Beginn an…

Wer ist Sandrina Illes?

Geschwind beginnen und dann steigern…

Sandrina Illes: Sportbiomechanikerin, Buchautorin, Sportlerin
Seit 1986 atmend und seit mehr als 10 Jahren im Lauf und Duatholnsport in Österreich aktiv.
Mehrfache Staatsmeisterin im Duathlon und auf verschiedenen Distanzen im Laufen.
Europameisterin und Weltmeisterin im Duathlon. Die ganze Erfolgsliste ist auf ihrer Webseite nachzulesen – diese ist schier endlos.
Fazit: Frau, Selbstständige, Wettkämpferin

Wie kam es?

Die Anfänge im Sport machte Sandrina im Laufsport und über den schmerzvollen Weg der vielen Verletzungen fand sie zum Multisport. Mit kurzen “Ausrutschern” im Triathlon, fand sie zu ihrer Traumsportart Duathlon. Der Duathlon ist mit zwei Läufen recht lauflastig und durch die Aufteilung bzw. die Länge der einzelnen Abschnitte auch durchgehend fordernd.

Die “relative Radschwäche”

Relative Radschwäche sieht hier keiner - Sabrina Illes in Front
Relative Radschwäche sieht hier keiner

Laut eigenen Ausführungen hat Sandrina eine relative Radschwäche. Das soll heissen, dass sie ihre Erfolge selten am Rad einfährt, sondern ihre Stärke ist das Laufen. Spannend ist diese Aussage natürlich, wenn man bedenkt, dass sie in der österreichischen Radbundesliga mitfährt und dort nicht die rote Laterne hochhält.

Training

Sandrina ist naturverliebt. Sie liebt neben den Wettkämpfen an sich auch die Bewegung draussen. Wind und Wetter machen ihr nichts aus – alles besser als Indoor.
Bevor sie einen Wettkampf indoor fährt, attackiert sie Stravasegmente. Ein Onlinewettkampf ist für sie die Notlösung der Notlösung. (Wer weiss, ob sie die Zwift-Duathlonserie umstimmt 😀 ).

Für Sandrina ist es auf alle Fälle wichtig, sich in den verschiedenen Disziplinen mit den Spezialisten zu messen, um hier zu lernen und dann die einzelnen Teile möglichst optimal zusammenzufügen. Vielseitigkeit ist sicher für die Technik und die Aneignung der optimalen Werkzeuge sehr hilfreich.

Wettkampffoto WM2018 - Sandrina Illes vorne weg mit einer Toplaufperformance

Wie oben erwähnt bedeutet das für sie, dass sie nich nur in der Radbundesliga mitfährt, sondern auch auf diversen Laufdistanzen ganz vorne mitspielt. Wie breit Sandrina hier aufgestellt ist, sieht man, bei einem Blick auf ihre Erfolgsliste. Zwischen 1500m und Halbmarathon, ob Strasse, Bahn oder Offroad, ob Crosslauf oder Berglauf – sie ist überall daheim und wer mit ihr auf Augenhöhe läuft, ist entweder weit vorne oder wird gerade überrundet :). (Viele Berichte und Informationen auf ihrer Webseite).

Auch international ist es üblich, dass die Topathletinnen und -athleten des Duathlons auch in den Einzeldisziplinen EM/WM oder Olympialimits erreichen und teilweise auch da sehr erfolgreich sind.

Nationale Unterschiede

Es gibt national erhebliche Unterschiede in der Vereinsorganisation
Andere Länder, andere Sitten

In Frankreich ist der Duathlon eine sehr populäre Sportart, deren Athletinnen auch eine staatliche Anstellung und demnach geregelte finanzielle Unterstützung geniessen.
In Österreich fristet der Duathlon ein Nischendasein. Die Strukturen und Unterstützungen durch Staat und Sponsoren halten sich in sehr engen Grenzen. Der Duathlon kann hier durch die geringere Anzahl an Athletinnen sogar ein wenig mehr für die einzelnen Sportlerinnen abwerfen, da im Gegensatz zum reinen Laufsport die Möglichkeiten international über Preisgelder sich seinen Sport zu finanzieren größer sind.
Die verschiedenen nationalen Ansätze haben natürlich ihre Vor- und Nachteile. Die finanzielle Sicherheit der Anstellung (wie in Frankreich) erkauft man sich mit Einschränkungen in der persönlichen Wahlfreiheit. Ob Unterbringungen, Reisen oder auch Trainingslager, so bringen starke Verbandsstrukturen auch einige Verpflichtungen mit sich.

Start der WM2018 - da wird geklotzt und nicht gekleckert - Sandrina Illes im Spitzenfeld
Mit einem 4er Schnitt kann man in diesem Feld nicht nur einpacken, sondern ist schon beim Besenwagen

Sehr empfehlenswert ist es auf alle Fälle, einen Brotberuf parallel zu erlernen, da der Sport nicht bis zur Pension auf Weltklasseniveau ausgeübt werden kann.

Auch nimmt es ein wenig Druck von den Schultern, gewinnen zu müssen, um sich das Leben leisten zu können.

Wieso Multisport?

Radteil der Weltmeisterschaft 2018
Wechselzonen sind ein unverkennbares Zeichen von Multisportevents (auch wenn sie in einer Tiefgarage sind)

Im Gegensatz zu den Einzelsportarten, ist eine Multisportart naturgemäß vielseitiger. Durch die zusätzliche taktische Komponente und auch die erhöhte Komplexität, ist Multisport fordernder als die einzelnen Bestandteile. Athletinnen, die sich für Multisport entscheiden, leiden weniger unter Entscheidungsschwäche, welchen Einzelsport sie ausüben sollen, sondern entscheiden sich aktiv für den Multisport.
Ein schöner Vorteil bei einem Multisport sind auch die Vielzahl an Möglichkeiten der Verbesserung. Geht es an einer Stelle nicht weiter, besteht vielleicht woanders eine gute Chance etwas zu verbessern.

Ist Duathlon nur etwas für Spitzensportler?

Nein. Duathlon hat zwar in Österreich weit weniger Breitensportevents, aber es gibt wirklich für alle Leistungsstufen und Altersklassen die Möglichkeit reinzuschnuppern und auch Wettkämpfe zu bestreiten.

Das Buch

Buchcover des Buchs "Duathlon" von Sandrina Illes
Holt euch dieses Buch, denn es ist gut.

Ganz nebenbei hat Sandrina auch ein Buch “Duathlon” geschrieben. In diesem gibt sie auf 180 Seiten ein umfassenden Blick auf das Leben einer Spitzensportlerin und diesen Multisport im speziellen. Vom Werdegang über das Training und die Ernährung bishin zur mentalen Komponente, welche Kraftübungen ihr geholfen haben und wie sie mit Medien umgeht bekommt man einen richtig guten Eindruck und vorallem eine lange Liste an Learnings und Tipps. Es ist so praxisnahe und fesselnd, dass man einerseits total Lust auf diesen Sport bekommt und sich viele Sachen für das eigene Leben und Training mitnehmen kann. Bezogen kann es direkt bei ihr auf https://www.sandrina-illes.at/buchprojekt werden.
Ein Exemplar gibt es auch bei uns zu gewinnen:

Die Gewinnfrage: Welches Datum ist im Buch falsch geschrieben?
Lasst uns eure Antworten zukommen und das Buch kann euer sein 😀

Siegerehrung der Weltmeisterschaft 2018 - Sabrina Illes gewinnt Gold
Am Ziel der Träume

Die Biomechanikerin

Neben ihrem sportlichen Karriere, ist Sandrina auch abseits davon ganz dem Sport verschrieben. Als Biomechanikerin sind die Themen wie Verletzungsprophylaxe, Leistungsaufbau, Gang/Laufanalyse und Trainingsbegleitung ihr Handwerk.
https://www.sandrina-illes.at/laufanalyse
Im Gegensatz zu kurzen Laufchecks oder Videoanalysen im Sportgeschäft analysiert sie die Bewegungsabläufe und Belastungen tiefergehend und vor allem auch abseits des Laufbandes beim Laufen in der Natur und bringt so sicher langfristig einen Gewinn in den sportlichen Lebenslauf aller Athletinnen, die sich das gönnen.

Lasst uns auch wissen, ob ihr noch Fragen an Sandrina habt und ob ihr gerne einen zweiten Teil hören möchtet? Wir sind gespannt.

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