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LEP#077 – Jahrespaket mit Gewichtsverlust

Das Jahr 2020 geht los und die Pläne dafür leiden unter plötzlichem Gewichtsverlust. Die Themen UTMB-Auslosung, Indoorradfahren als Alternativtraining und Umorientierung stehen in diesem Jänner am Plan.

Der LaufenLiebeErdnussbutter Podcast (unbedingt reinhören) hat uns in der 200sten Folge des Bevegt-Podcasts (auch hier dringende Hörempfehlung) als Empfehlung genannt, darüber freuen wir uns sehr.

Für unseren Shop gibt es nun auch eine zusätzliche, einfach zu merkende, Adresse für Swag: https://laufendentdecken-podcast.at/swag – Go for Gold

Die aktuelle Stunde:

  • Hongkong 100
    • Traditionell beginnt die Ultratrail Worldseries und die 100km Saison mit dem HK100 im Jänner. Auch dieses Jahr wurden auf den 103km mit 5300HM wahnsinnige Leistungen vollbracht. Die Siegerzeit ist mit knapp über 10 Stunden pfeilschnell und das Feld knapp zusammen.
      Dominiert wurde es dieses Jahr von Chinesen, die die ersten 3 Plätze bei den Männern und den Sieg bei den Damen eingeheimst haben. In den Top 15 finden sich 12 Männer und 3 Frauen und  die Abstände sind minimal.

      Männer:
      1 – Peiquan You – 10:00:17 – China
      2 – Jing Liang – 10:33:39 – China
      3 – Guomin Deng – 10:38:24 – China

      Damen:
      1- Fuzhao Xiang – 11:28:21 – China
      2 – Veronika Vadovicova – 11:47:40 – Slowakei
      3 – Ragna Debats – 12:03:52 – Niederlande

Aktuelle Folge

UTMB 2020

Der UTMB 2020 findet ohne Florian und Peter statt, da beide nicht gezogen wurden. Leider hatte das Glückspaket überraschenden Gewichtsverlust und am Ende war die Kiste leer.

Dadurch ändert sich natürlich die Jahresplanung sehr stark, weil vor allem bei Florian, der ja die 171 KM absolvieren wollte, die komplette Planung auf diesen Höhepunkt abgestimmt war und nun ein Alternativprogramm her muss, dass bestenfalls auch noch die Punkte für den UTMB 2021 sichert.

Vienna Winter Trail

Leider hat sich Peters Knie mit Anfang Jänner in eine Trotzphase begeben (siehe unten) und der Vienna Wintertrail konnte nicht wie geplant mit Florian und Peter, als jauchzend und glucksend, durch die Wälder trampelndes Paar, stattfinden. Stattdessen war es eine Geschichte der ungünstigen Zufälle.

Peters Knie

Peters Körper folgt leider einem sonderbaren Jahresplan und erneut zickt ein Knielein herum. Seit Anfang des Jahres gibt es leider keine schmerzfreien Laufversuche und so muss nun weiter diagnostiziert und geheilt werden. Darum hat sich Peters Training auf den endlich einsatzfähigen Radtrainer verlagert.

Peter und der Radtrainer

Eine Geschichte voller Missverständnisse

Manchmal wird man abgewigglet

Plötzlicher Gewichtsverlust

Suchst du was – brauchst du was? Homma ned

Endlich die Lieferung

The Pain goes on

Finally zwiftet es

Florian’s Training

Kaltstart und Anlaufschwierigkeiten

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LEP#076 - Die golden Twenties kommen

LEP#076 – Die golden Twenties kommen

SHOP

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Die Stravagruppe – News

In unserer Strava Gruppe gibt es einen sehr netten Beitrag über die Notwendigkeit von Strava / Runalyze / etc. Wir haben diese Diskussion aufgeschnappt und im Podcast besprochen. Vielleicht seid ihr anderer Meinung oder verwendet gar andere Tools? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Aktuelle Folge

Die restliche Folge haben wir dem Ausblick auf das 1. Jahr im neuen Jahrzehnt gewidmet. Zuerst sind wir Peters Rennen und sonstige Ziele durchgegangen, dann haben wir uns Florian gewidmet.

Eine kleine Auswahl an Rennen bei denen ihr uns beide voraussichtlich sehen werdet

und noch viele mehr.

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LEP#075 - Virtual Run - Weihnachtsfun

LEP#075 – Virtual Run – Weihnachtsfun

LEP#075 - Virtual Run - WeihnachtsfunSHOP

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Für die beiden neuen Logos möchten wir uns ganz sakrisch bei Philip vom #happydaypodcast oder #fatboysrunpodcast.

Der 3. Virtual Run – Duell der Weihnachtshosen

Zwischen 16.12. und 22.12 war es wieder Zeit, dass immerwährende Duell der Hose in einer Weihnachtsedition auf die Strassen und Trails dieser Welt zu bekommen. Die diesmalige Ausgabe wartete, neben der bereits bekannten virtuellen Stravachallenge, mit einem waschechten Weihnachtsmarathon auf, bei dem die Teilnehmer einen wunderschönen Abschlusslauf gemeinsam geniessen konnten.

Die Woche des Virtualruns gestaltete sich wettertechnisch durchwachsen und so kam es zu diversen Wechseln. Einige Wendeknie haben die Woche als Langhosenstarter begonnen und sich zur Wochenmitte den etwas gestiegenen Temperaturen gebeugt. Plötzlich ließen sie ihre Knie durchblitzen.

LEP#075 - Virtual Run - Weihnachtsfun

—- FOTOS kommen hier noch 🙂 #——

Rückblick auf das Jahr 2019

Viele Rekorde und Höhen durchzogen das ganze Jahr 2019 und die wenigen suboptimalen Kleckse wurden durch grandiose, gemeinsame Abenteuer ausgebügelt. Ein rundum gelungenes und schönes Jahr.

Als Wunsch für 2020 steht bei uns ganz oben auf der Liste, dass alle gesund bleiben und Geordi nun flott gesund wird!

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LEP#074 - Wir zwei allein heut Nacht...beim Superkompensationsdinner

LEP#074 – Wir zwei allein heut Nacht…beim Superkompensationsdinner

Durch Superkompensation gepusht und Durch Kokosfett-Olivenhanföl powered mit einer 100 Meilen Woche beim Virtual Run nach der Krone greifen.

Nach einigen Interviews, die uns in die Laufwelten unserer Mitmenschen geführt und die verschiedenen Läufertypen beleuchtet hat, ist es wieder Zeit, dass andere Themen besprochen und analysiert werden.

Der Virtual Run

Zwischen 16.12 und 22.12., mit dem krönenden Abschluss beim Communitytreff-Weihnachtsmarathon in Langenzersdorf findet der 3.Virtual Run statt.
Erneut kommt es zum “Clash of the Hosen” .
Wie bereits in den bisherigen Austragungen ist die Kniescheibe der Spaltpilz der ansonsten einigen Podcasthörerschaft. Wird sie Wind und Wetter ausgesetzt oder fest in die Läuferlaken gehüllt?

Es stand geschrieben:

Blitzen 2 Handbreit rund um das Knierund ganz und gar bloße,
sollst du starten für #Teamkurzehose.
Ist’ eingepackt vom Knöchel bis zum Schenkel, ob weit oder auch lose,
bringst du Ruhm und Ehr’ für #Teamlangehose.

(und irgendein Vandale hat mit Sprühfarbe ergänzt:
Baumelt es unverhüllt in deinem Schoße,
läufst du wohl für #teamohnehose)

Teilnahme:
Meldet euch fleissig in der Stravaveranstaltung zum Virtual Run an und macht mit.
Die Regeln findet ihr hier: Virtual Run

Banner des 3.Virtual Runs
https://laufendentdecken-podcast.at/virtual-run/


Ebenso freuen wir uns über Anmeldungen beim Weihnachtsmarathon. Hier bitte nicht auf die Meldung auf der offiziellen http://weihnachtsmarathon.at/ – Seite vergessen.
Wir freuen uns auf viele bekannte und auch neue Gesichter.

Die aktuelle Stunde:

100 Meilen Laufen mit dem richtigen Ölgemisch – Nutrition

In einem Standard Artikel über 100 Meilenläufer hat Florian einen immer wieder diskutierten Punkt aufgeschnappt. Dabei hat ein Ultraläufer und Lauftrainer, Gerhard Schiemer, dass gerade bei sehr langen Distanzen der Fettstoffwechsel sehr wichtig ist und er normalerweise mit einem Olivenöl-Hanföl-Kokosfett-Gemisch sehr gute Erfahrungen macht.
Um hier mehr Insights zu bekommen, hat Florian ihn angeschrieben und das Mischungsverhältnis dürfen wir hier veröffentlichen:
125ml Flasks – 50% Kokosfett, 25% Olivenöl, 25% Hanföl
Er schreibt aktuell auch an einem Buch, dass sie auch diesem Thema widmet. Hier sind wir schon sehr gespannt.
Wir werden hier auch ein wenig testen und wenn ihr auch Ideen oder Erfahrungen habt, würden wir uns hier über Feedback freuen.

Verschiedene Öle, die einen guten Wettkampf ermöglichen sollen.
Mit dem richtigen Gemisch zum Erfolg

Zusätzlich hat Florian die Key Takeaways von der International Society of Sports Nutrition Position Stand on Ultrarunning Nutrition zusammengefasst. Wer sich hier genauer einlesen möchte, dem seien die Quelle und die Zusammenfassungsteile Teil 1 und Teil 2 ans Herz gelegt.

26:38 auf der Strasse – 10km Straßenlauf Weltrekord

Anfang Dezember hat Joshua Cheptegei aus Uganda den bisherigen Weltrekord über 10km um 6 Sekunden verbessert. Die unglaubliche Zeit von 26 Minuten 38 Sekunden ist der krönende Abschluss einer grandiosen Saison.:

LEP#074 - Wir zwei allein heut Nacht...beim Superkompensationsdinner

Barry Barkley gestorben

Der Namensgeber der Barkley Marathons, Barry Barkley, ist gestorben. Der Freund und langjährige Laufpartner von Mr. Barkley Gary “Lazerus Lake” Cantrell ist Anfang Dezember aus dem Leben geschieden.
Sein Neffe hat sich an die Community mit folgendem Schreiben gewandt: https://www.reddit.com/r/running/comments/e6rqfo/barry_barkleybarkley_marathons_has_passed_away/

LEP#074 - Wir zwei allein heut Nacht...beim Superkompensationsdinner
For those about to run – we salute you!



Aktuelle Folge

Superkompensation

LEP#074 - Wir zwei allein heut Nacht...beim Superkompensationsdinner

Ihr findet nun eine detailierte Seite zu dieser höchstwissenschaftlichen Trainingsmethode auf unserer eigenen Seite hier: https://laufendentdecken-podcast.at/superkompensation/
Wir freuen uns bereits auf euer Feedback, eure Testergebnisse und all die neuen Bestzeiten, die die Superkompensation ermöglicht. ‘CHEERS’.

Peter beim Superkompensationsbootcamp
Flüssigkeit – so wichtig!

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LEP#073 - Sabrina Lederle - 24/7 Running Queen

LEP#073 – Sabrina Lederle – 24/7 Running Queen

In dieser Interviewfolge dürfen wir eine der erfolgreichsten Ultraläuferinnen Österreichs bei uns begrüssen. Sabrina Lederle, österreichische Meisterin im 24h Lauf 2018, Teilnehmerin bei der 24h WM 2019 und Teamkollegin im Team Vegan.at schildert uns ihren sehr speziellen Start, ihre schönsten Erfolge, größten Herausforderungen, das aktuelle Laufjahr und ihre Zukunftspläne.

Zielsprung beim Wienerwaldultra
Wenn andere am Boden sind, hebt Sabrina erst ab

Wer ist Sabrina?

Sabrina Lederle ist eine der herausragensten Langdistanzläuferinnen in Österreich. Die 28-jährige Pädagogin läuft gerne lang, ausdauernd und bestenfalls rundenbasiert.

Bild von Sabrina am Weg nach Albi
Grinsekatze, Team Vegan.at – Social Media Expertin, Stundenläuferin und Pädagogin

Was bisher geschah – The Past

Sabrina mochte Laufen nicht. Sabrina lief auch nicht.
Doch irgendwann hat sie sich zu einem Frauenlauf überreden lassen. Und um dafür zu trainieren hat sie sich im Keller auf das Laufband gestellt und ist einen Kilometer gelaufen. Und dann 2 und danach 3 Kilometer. Einer weissen Wand entgegen, nur von Musik begleitet, wurde hier schon das ganz besondere Talent sichtbar. Sabrina braucht keinen Wettkampf, Sabrina braucht keine abwechslungsreiche Strecke oder gar ein schönes Panorama.
Ein Keller, ein Laufband und eine Wand und das Glück ist vollkommen.
Deshalb war es bald so, dass sie auch 2 oder 3 Stunden auf dem Laufband stand.

Der Frauenlauf war dann nur noch das Sahnehäubchen. Da das ja so gut lief, hat sie sich gemeinsam mit ihrer Tante zu ihrem ersten Stundenlauf gemeldet.
Also hat sie sich einfach mal hingestellt und versucht, wie weit sie kommt. 73 Kilometer später war sie am Podest und der erste Ultra erledigt.

Begeistert auf einer ihrer Lieblingsstrecken in Langenzersdorf
Sabrina auf einer ihrer Lieblingsstrecken – Langenzersdorf

Beim nächsten 12h – Lauf (4 Wochen später!) waren dann schon 96 km und die #Ultralaufliebe war voll entflammt und der Weg zu einer der erfolgreichsten Ultraläuferinnen Österreichs war geebnet.

Was denkt sie sich dabei? Gedanken schweifen lassen – Leute beobachten.
Trails sind grundsätzlich in Ordnung, wenn sie gut laufbar sind. Die Liebe sind aber Strassenstundenläufe.

Highlights:

  • Österreichische Meisterin in Irdning im 24h Lauf mit 190,5 km
  • 12h Langenzersdorf – 117km

Taktik und Ernährung:

Sabrina versucht möglichst keine Pausen zu machen, da es ihrem Körper am besten tut.

Ernährungstechnisch verlässt sie sich nicht auf Gels, sondern arbeitet mit Chiasamen, Kokoswasser, Traubenzucker, Gemüsesuppe, Tee, etc.
Alles möglichst flüssig, da auch sie feste Nahrung nicht gut in sich rein bekommt.

Wie geht es 2019 – The Present

Als österreichische Meisterin im 24h – Lauf hat sich Sabrina für diesjährige WM im 24h Lauf in Albi qualifiziert.

Nach dem Wien Rundumadum 2018 ging es mit dem Trainingsaufbau los und gleich zum Start hat sich Sabrina lang gemacht und sich an der Hüfte verletzt. Das war ein Fullstop und es war weder an Laufen, noch an Radfahren oder ähnliches zu denken. Und so wurde es “Aquajogging”, Krafttraining und Stabi. Dieses Mentaltraining hat sie einige Monate betrieben und erst im Juni gab es eine Rückkehr auf die Strasse.
Der Sommer lief gut und im September gab es als Belohnung beim WUT den Vizestaatsmeisterinnentitel im Edurancetrail.

Vizemeisterin im Endurancetrail
Vizestaatsmeisterin im Endurancetrail 2019

So sollte alles gut für die WM gehen. Also ab nach Albi…. Ziel ist die Startlinie.

24H WM Albi

Das österreichische Team, bestand aus 12 Personen und Sabrina hatte die Ehre die Fahne zu tragen.

Los ging es auf der 1500m langen Runde, die zum Teil über eine Laufbahn ging (auf der eine Webcam für den Webstream positioniert war). Bei 25 Grad wurde um 10:00 gestartet und bereits 1-2 Stunden später musste schon fleissig gekühlt werden.
Die ersten Stunden gingen spitze dahin und nach 140 km legt überraschend das Knie ein intensives Veto ein. Laufen war danach nicht mehr möglich. Da Sabrina ja eine mentale Superfrau ist, hat sie beschlossen, dass sie nicht aufgibt und ist die restliche Zeit gegangen.
So konnte sie nach 24 Stunden mit mehr als 166 Kilometern finishen und wurde 3te Österreicherin und bestätigte ein weiteres Mal, dass sie eine der erfolgreichsten Ultraläuferinnen Österreichs ist.

Nun heißt es rehabilitieren.

Wo führt die Reise hin – The Future

Die mittelfristige Ziele sind 200 km , Spartathlon und Race across Burgenland (238km).

Wie auch bisher wird Sabrina sich wieder zusammenflicken, gut trainieren und sicher stärker als je zuvor zurückkommen. Wir freuen uns bereits auf die kommenden Erfolge und Geschichten. Die 200 Kilometer sind sicherlich bald abgehakt.

Als Pacemakerkuh beim Tierschutzlauf
Mit unglaublichen Spass und immer motiviert geht es auf in ein großartiges 2020

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Viel Spass beim Hören!

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Florian: Twitter, Instagram
Peter: Twitter, Instagram

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Am Ziel der Träume in New York

LEP#072 – UKW Ultrakathis Welt

Erneut haben Florian und Peter zum Interview gebeten. Dieses Mal erzählt Katharina Kimmel über ihren Weg zur mehrfache Marathon- und Ultramarathonfinisher, Laufmentorin und Florians Schwester. Sie unterhält sich mit den beiden über sich, ihren Werdegang, die aktuellen Herausforderungen und ihre Zukunft.

Langenzersdorfer Weihnachtsmarathon

3. Virtual Run mit Weihnachtsmarathon vom 16.12 - 22.12

Am 22.12. findet in direkter Umgebung von Wien ein Weihnachtsmarathon statt, bei dem hoffentlich viele der Hörerinnen des Podcasts im Rahmen des 3.Virtual Runs teilnehmen. Florian und Peter würden sich freuen, wenn das Jahr mir diesem Abschluss-Community-Event schön ausklingen könnte und sind schon gespannt, wie die Gesichter zu den Ohren aussehen.

Kathis Ultrawelt

Wer ist Katharina?

Kathi ist eine 31-jährige Sozialpädagogin, die Kindern in einer Volksschule den Nachmittag versüßt.

Family Business bei der Aufnahme
Kathi mit dem Bruderherz bei der Aufnahme

Wie und wann ist Sie zum Laufen gekommen?

Da Florian und auch der Vater der beiden passionierte Läufer sind, gab es hier schonmal gute Vorbedingungen.
Als dann auch noch Kimmel Senior zum 40sten Geburtstag den New York Marathon gelaufen ist war der Grundsteing gelegt. Er hat davon so sehr geschwärmt , dass Florian das auch machen musste. Flo wollte aber nicht bis 40 warten und hat sich diesen Traum zum 30sten Geburtstag erfüllt.
Als New York Fan wollte sie unbedingt dabei sein und als sie das Gefühl erlebt hat, war es um sie geschehen. Soviel Begeisterung und Freude haben Kathi überwältigt.
Genau zu diesem Zeitpunkt wusste sie, dass sie den Marathon auch laufen musste. Zwei Jahre bis zum 30sten Geburtstag – das geht sich aus.

Mit dieser Erfahrung als Startschuss ging es los.

Wie trainiert man für einen Marathon?
Wie hat es begonnen?

Katharina hat ganz für sich, mit einer Laufapp gestartet. Schön langsam angefangen und immer ein wenig gesteigert. So hat es mit 2 Minuten Laufen und 1 Minute gestartet und nach einigen Monaten war es ein Halbmarathon. 3 mal wöchentlich wurde gelaufen und analog zu ihrem Bruder zeichnet Kathi Disziplin und Konsequenz aus. Wenn die App sagt, dass nun gelaufen wird, dann wird das umgesetzt.
Die sinnvoll aufgebaute Struktur dieser App ist für einen langfristigen Erfolg gut geeignet. Im Gegensatz zu vielen anderen Laufanfängerinnen, hat Kathi nicht in einem Überschwang an Motivation tägliche All-Out-Läufe gemacht, sondern sich an die Vorgaben gehalten und siehe da, es hat funktioniert.

Nachdem Kathi nun auch geübter ist und in dem Thema Laufen tiefer drinnen steckt, fragt sie natürlich ihren erfahrenen Bruder, wenn sie Fragen zu Equipment, Läufen oder Ähnlichem hat.
So hat Florian bei der Auswahl der Uhr oder der Stöcke geholfen.
Wenn jemand ebenfalls Stöcke sucht, gibt es hier einen sehr hilfreichen Blogartikel von Jason Koop: https://trainright.com/ultimate-guide-to-using-poles-in-ultrarunning-part-1/

Durch die Ötschergräben
Mit den neuen Stöcken ab zum Ötscher

Warum hast du dich für einen Trainer entschieden?

Der Weg von der App zu einem Trainer ging relativ flott. Nach ca. 9 Monaten hat Kathi sich über das Team, sie ist auch Mitglied des Team Vegan.at, einen Trainer geschnappt. Nachdem dieser leider nach 1 1/2 Jahren gesundheitlich ausfiel, hat sie zu Christoph: http://www.mytriathlon.coach/ gewechselt und ist seitdem demselben Trainer anheim gefallen, wie ihr Bruder.

Back to New York

Die ersten zwei Jahre ihrer seit 2015 laufenden Karriere haben sich tatsächlich rein auf Asphalt abgespielt. Marathons in Wien (3x), Berlin und New York sollten in die Laufstatistik eingetragen werden.

Das Ziel New York war also erreicht. Von Long Island ausgehend ging es durch den großen Apfel. Das Gefühl, von allen angefeuert, jeden Meter durchgetragen zu werden, war unbeschreiblich.

Genauso hat sie es sich vorgestellt. Selbst in den Vororten stehen unablässig Menschen, die die Namen der Läuferinnen rufen bzw. die Weintrauben oder andere Leckereien reichen. Bei diesem Familienlauf sind auch 2 von 3 Läufern etwas eingegangen. Kathi war die Dritte im Bunde und hat das Ding bärenstark durchgezogen.
Am Ende des Laufs, im Central Park, lernte Kathi auch die Vorzüge von Flos Rückseite kennen. Sie konzentrierte sich dann ausschliesslich auf diese und er zeigte durch Handzeichen an, auf welcher Seite die nächste Läuferin zu überholen sei. In Folge 28 war dieser Lauf auch bereits Thema im Podcast inkl. Video.
Der “fast last k” war auch hier nicht so der Burner. Nach 4 Stunden 28 war der Traum vollzogen und Kathi war NYC-Marathon-Finisherin.

Endlich selbst mit Startnummer beim New York Marathon
Family Business in New York

Beim Vienna Trailrun kam sie auf den Geschmack der asphaltfreien Zonen und plötzlich fanden sich immer mehr Trailläufe im Wettkampfkalender. Und wie konnte es anders sein, wollte da jemand plötzlich auch so ein Ultrading ausprobieren. Der Bruder hat ja berichtet, dass das so spaßig ist.

Going Ultra

Beim Wienerwaldultra 2018 feierte Kathi ihr Ultradebüt. Gemeinsam mit Sabrina Lederle hat sie die 55 KM bravourös gemeistert. Und es war tatsächlich lustig. Bis auf den Umstand, dass sie sich auf die Flo’sche Streckenbeschreibung verlassen hat. Laut seinen Ausführungen war der erste Anstieg der schlimmste und danach wellt es nur noch dahin. Sie liefen los, hatte viel Spass, aber da waren doch mehrere Anstiege. Als sie dann bei der letzten Labe ihren Papa getroffen haben, hat dieser noch erzählt, dass Flo gesagt hat, dass es nur noch einmal bergauf geht. Und es waren noch 3-4 Anstiege bei denen sie Florian doch das eine oder andere Mal verflucht haben.

Gespannt am Weg zum ersten Ultra im Wienerwald 2018
Der erste Ultra steht direkt bevor – Auf zum Wienerwaldultra 2018

Nachdem sie erfolgreiche Bezwingerin des Wienerwalds war, ging es dieses Jahr direkt weiter mit dem Ötscher-Ultramarathon.

Ötscher – Wie war das aus Kathis Sicht?

Gespannt beim Racebriefing des Ötscherultramarathons
Vor dem Start wird nochmal die Strecke studiert

Im Unterschied zum Wienerwaldultra war der Ötscher der erste Lauf, den sie alleine gelaufen ist. Ziel war hier “ankommen”. Während dieses Laufs hat sich dann auch gezeigt, dass es mitunter zusätzliche Herausforderungen geben kann. Bei Kilometer 35, in den Ötschergräben, hat sie sich ordentlich verlaufen. Gemeinsam mit einem Läuferpärchen hat sie 4 Kilometer extra absolviert. Die Stelle, die sie hier nicht gesehen hat, war die einzige Markierung, die nicht ordentlich zu sehen war. Trotz deser Unwegsamkeit, hat sie diesen Tiefschlag gut überwunden und ist gemeinsam mit dem Paar zusammen ins Ziel gelaufen.

Gemeinsam mit ihrem Bruder am Start des Mozart 100
Mozart 100 kann nur empfohlen werden

Danach ging es nach Salzburg zum Mozart 100, bei dem sie die 50 KM Strecke ebenfalls spitzenmäßig geschafft hat. Hier hat sie es auch noch Sub-10 geschafft. Der Kapuzinerberg und die letzten Kurven durch die Stadt immer mit dem Ziel vor Augen, ist sie den letzten Kilometer geflogen und konnte in 9:58:52 finishen.

WSUT 2019

Und dann kam der Wörthersee Ultra im September 2019. Bereits beim ersten Überblicken der Streckendaten (72km – 3000hm) und der Cutoffzeiten baute sich ein gewisser Stress auf. Das Wissen um die Möglichkeit, aus dem Rennen genommen zu werden hat eine gewisse Blockade aufgebaut. Es ging also ab nach Kärnten und ab zur längsten Distanz der noch jungen Karriere.
Christoph hat zwar eine gute Zeit vorgegeben, aber es ist in dem Umfeld, in dem sich Kathi befindet natürlich schwer, dass die anderen Läufer oftmals zackiger starten und mitunter auch erfahrener sind. Bei diesem Rennen war also schon ein wenig der Wurm drinnen. Es hat sich schon komisch angefühlt, da Kathi sich auf den Lauf gefreut hat (normalerweise will sie vor dem Start weg). Bei diesem Rennen fühlte sie sich direkt gehetzt und irgendwie kam sie nie so richtig ins Laufen gekommen. Nach ein paar Kilometern hatte sie schon keine Lust mehr und bei Kilometer 10 wollte sie bereits das erste Mal aussteigen. Man steigt aber immer erst bei der nächsten Labe aus. Ab Kilometer 12-13 ging sie dann und da war es dann klar – Labe bei KM 15 – Ende – Aus – Vorbei.

Und nun?

Bei diesem DNF hat Kathi auch beschlossen, dass die Saisonpause genau jetzt notwendig ist. Der bereits gemeldete und geplante Wien Rundumadum mit 80km wurde gecancelt und die Lust am Laufen musste erstmal zurückkommen. Wenn es keinen Spass mehr macht, dann läuft etwas falsch.

Ist das Laufjahr nun vorbei? Mitnichten! Der Trainer hat umdisponiert und nun heisst es Speedwork, da der Mödlinger Altstadtlauf unter 25 Minuten absolviert werden will.

Wie bekommst du Laufen in deinem Alltag unter?

Kathis komplettes Leben ist um Arbeit und Training aufgebaut. Bei dem 40 Stundenjob läuft sie oft in die Firma, arbeitet und geht danach noch ins Fitnessstudio. Eine gewisse dedication ist da schon rauszuhören.
Deshalb verwundert es auch nicht, dass das Thema Streakrunning auch bei Kathi vorbeigezogen ist. Sie hat nach einem Podcast, in einem Tief, gestreakt und hat 72 Tage lang durchgehalten. Für sie hatte das streaken aber einen bestimmten Zweck, nämlich sie aus dem damaligen Tief zu holen, und darum wurde es dann auch recht sorgenbefreit wieder beendet. Es war kein streaken, der Streak zuliebe.

Wo soll die Reise hingehen?

Kathis sieht freudig auf das nächste Jahr.
Motiviert blickt Kathi auf das Jahr 2020

Der Wörthersee wird im Jahr 2020 wieder am Plan stehen und im September wird Kathi auch diesen gefinisht haben. Da freuen wir uns schon sehr darauf.

Laufen in deiner Hortgruppe / MädchenGruppe auf den Frauenlauf vorbereiten. Warum? Wie? Warum gerade junge Mädchen?

In der Nachmittagsbetreuung der Schule, in der Kathi arbeitet, hat sie mit einer Kollegin eine Laufgruppe gegründet, die zum Ziel hat, mit den Schülerinnen den Frauenlauf zu absolvieren. Da diese Veranstaltung ein großartiger Einstieg ist, ist das auch eine schöne Veranstaltung für den Nachwuchs. Für diesen gemeinsamen Abschluss der Ausbildung in der Volksschule haben sich bereits 15 Mädchen gemeldet. Mit diesen hat sie ein paar Testläufe gemacht und ist nun guter Dinge, dass sie den Frauenlauf gemeinsam rocken. Es wird auf alle Fälle ein Gemeinschaftslauf und kein “Wettkampf” innerhalb der Gruppe.

Frauenlauf 2020


Dieser, großartige Ansatz, ist sehr unterstützenswert und wir freuen uns schon sehr auf die Zielfotos!

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Viel Spass beim Hören!

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Peter: Twitter, Instagram

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Zeitnehmung des Ineos 159 im Ziel

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde

Rekorde so weit das Auge reicht. In dieser Folge geht es um persönliche Rekorde, die Freuden des Unterstützens bei Rekorden und natürlich um die Weltrekorde, die der Herbst 2019 mit sich gebracht hat.

Die Stravagruppe

Virtualrun 16.12 - 22.12
Ein drittes Mal geht es um die Beinkrone. Join #teamkurzehose oder #teamlangehose

Virtual Run 3 – 16.12-22.12

Als Jahresausklang gibt es wieder eine neue Auflage unseres virtual Runs. Der Virtual Run 3 findet zwischen dem 16.12 und dem 22.12.2019 statt und erneut kämpfen die Teams #teamkurzehose und #teamlangehose um die Vorherrschaft am Spekulatiusteller. Wenn andere den Gürtel enger schnallen, knallen wir die Kalorien nur so raus und verlangen Nachschlag.
Alle Regeln, den Twitterfeed und News findet ihr auf unserer Virtual Run Seite: https://laufendentdecken-podcast.at/virtual-run/

Weihnachtsmarathon

Als ganz besonderes Zuckerl haben wir uns zum Abschluss des 3.Virtual Runs ein Communityevent überlegt. Beim diesjährigen Weihnachtsmarathon am 22.12.2019 in Langenzersdorf bei Wien werden Flo und Peter an den Start gehen und gemeinsam mit hoffentlich ganz vielen von Euch einen Lauf absolvieren. Es gibt Distanzen zwischen 241,2m bei den Wichtelläufen bis hin zu 42.195 Kilometern, wenn man den ganzen Weihnachtsmarathon machen mag.
Es gibt doch keine schönere Kombination, wie Laufen mit netten Menschen in der Vorweihnachtszeit und sich dabei die beste Ausrede für die Völlerei in den Folgetagen zurückzulegen: “Bin ja so weit gelaufen – hab ein Kaloriendefizit”.

Bitte nicht vergessen: Ihr müsst einfach auf http://www.weihnachtsmarathon.at/ klicken und euch mit dem Teamnamen “Laufendentdecken Podcast” anmelden und schon seid ihr dabei.

Wir haben auch hierfür eine Strava Veranstaltung ins Leben gerufen: Weihnachtsmarathon Veranstaltung


Es gibt zum Virtual Run und zum Weihnachtsmarathon ein Stravaevent. Meldet euch fleissig an und kontrolliert bitte, ob ihr noch angemeldet seid. Strava hatte hier technische Schwierigkeiten und bei einigen Events (natürlich auch diese Beiden) sind alle Teilnehmer gelöscht worden.

Die aktuelle Stunde:

Bigs Backyard Ultra

Jedes Jahr im Oktober wird in Tennessee die inoffizielle Weltmeisterschaft der Backyard Ultras ausgetragen. Die Regeln dieser Läufe sind denkbar einfach. Wir haben es bereits in der Folge 45 näher erläutert. Ebenso sei allen das nachhören der Folgen rund um die Barkley Marathons ans Herz gelegt.
Maggie Guterl gewinnt als erste Frau mit 60 Runden und einer Gesamtdistanz von 402,5 KM. Nachdem letztes Jahr Lazarus Lake noch Courtney Dauwalter mit den Worten “Es wird niemals eine Frau diesen Lauf gewinnen” getritzt hat, hat bereits ein Jahr später, die Damenschaft ein dickes “Aber wetten doch!” Statement abgegeben und spätestens jetzt sollte klar sein, dass im Ultrasport Chromosomenpaare nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Disziplin, Talent und Sturheit sind nur drei Eigenschaften, die alle einen größeren Einfluss auf den Ausgang eines Ultraevents haben.

Marathon Weltrekord

Am 13. Oktober 2019 lief Brigid Kosgei im Rahmen des Chicago-Marathons eine unglaubliche Zeit von 2:14:04. Damit verbesserte sie den 16 Jahre bestehenden Weltrekord von Paula Radcliffe um 1 Minute 24 Sekunden. Die 25 jährige Kenianierin hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Karriere hingelegt und ist davon überzeugt, dass der Weltrekord der Frauen bald unter 2:10:00 liegen wird.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Brigid Kosgei hat den 16 Jahre bestehenden Weltrekord von Paula Radcliffe um 1 Minute 24 Sekunden unterboten. (Foto: gettyimages | Jim Young)

Weltrekord über 42,195 Kilometer

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
#nohumanslimited

Eilud Kipchoge hat im Rahmen des INEOS 159 Events den schnellsten Lauf eines Menschen über die Distanz von 42,195 km in 1:59:40 absolviert.
Als in Wien lebende Läufer mussten das ganze natürlich live begleitet werden und es war eine unfassbare Demonstration an läuferischer Perfektion. Wie ein Uhrwerk, mit einer Leichtigkeit, die unsereiner nur für 100m während eines läuferischen Balztanzes hinbekommt, hat Eilud Kipchoge und seine Mannschaft an Pacemakern, die allesamt eine Spitzenleistung gebracht haben, die 42 Kilometer abgespult. Er war so gut vorbereitet, dass er auf dem letzten Kilometer nochmal einen Temposteigerung von seinem “normalen” 2:50er Schnitt auf 2:40 hingelegt hat. Da hat er wohl Flo Neuschwander gut zugehört und einen #fastlastk hingelegt.

Ein famoser Laufstil und eine perfekte Formation bieten den Rahmen zu einem geschichtsträchtigen Lauf

Die schönsten Worte fand der Moderator nach dem Zielinterview: “Eilud sieht nach dieser Leistung aus, als ob er gerade beim Bäcker Frühstück holen war”.

Es werden immer wieder Stimmen laut bzw. kommen Meinungen in Umlauf, die da behaupten, dass das alles nicht soviel wert sei. Es ist ja kein echter Weltrekord, die Pacemaker haben ja getauscht, die Bahn war ja optimal vorbereitet etc.

Hier sei festgehalten, dass Eilud Kipchoge auch der offizielle Weltrekordhalter ist.
Es wäre zudem auch relativ einfach gewesen “offizielle” Bedingungen zu kreieren. Hierüber haben sie die beiden Fat Boys Run – Protagonisten in Folge 174 Gedanken gemacht. Allerdings wäre die Geschichte mit den Pacern nicht ganz so einfach, wie es sich Michael Arend vorgestellt hat, da diese nicht überrundet werden dürfen.

Kurzum war es kein offizieller Marathonweltrekord, aber Eilud Kipchoge ist der erste Mensch der die Distanz von 42.195 KM in unter 2 Stunden absolviert hat.

24h – Weltbestleistung

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
24 Stunden in Albi (Foto: Sabrina Lederle)

Bei der IAU 24h Weltmeisterschaft in Albi hat Camille Herron ihre eigene Bestmarke auf nunmehr 270,1 km geschraubt und die Damenwertung überlegen gewonnen. Damit ist sie in der Gesamtwertung auf Rang 6 gelandet und hat ein weiteres Mal ihre unglaubliche Konstitution unter Beweis gestellt. Den Sieg holte sich Aleksand Sorokin aus Litauen vor Tamás Bódis aus Ungarn. Die ungarische Mannschaft war dieses Jahr bärenstark unterwegs.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Camille Herron am Weg zu ihrem triumphalen Sieg



Aus dem Team Vegan.at ist Sabrina Lederle ins österreichische Team einberufen worden und konnte sich mit mehr als 160km in den Top 100 halten, obwohl dieses Jahr suboptimal verlaufen ist. Wir werden in den nächsten Wochen ein Special mit ihr machen und sie zu ihrem Werdegang, zur Faszination Ultrarunning und der Weltmeisterschaft befragen.

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Die östereichische Mannschaft in Albi

Dick Collins Firetrails

Franz Preihs hat beim diesjährigen Dick Collins Ultramarathon mitgemacht und über die 80 Kilometerdistanz als 14ter gefinisht. Damit war er bester Nicht-Amerikaner.

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Am Weg zum “Auslandsoscar” – Bullenstarker Auftritt von Franz in den USA. (Foto: Scenaperformance )

Es zeigt sich, dass er das er bei der ganzen Radlerei das Laufen noch nicht ganz verlernt hat. Wir sind gespannt, ob da nicht 2020 noch etwas kommt.

Aktuelle Folge

Wachau Halbmarathon

Beim diesjährigen Wachauhalbmarathon durfte Peter einen Freund, zu seiner neuen Bestzeit begleiten. Er wollte endlich die 1:40 unterbieten und so hat es sich gut getroffen, dass Peter gerade im Training war und Zeit hatte. Die Arbeitsaufteilung war Joe: Laufen, Peter: Rest.

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Beim Start sehen die Jungs noch frisch aus (Foto: Conny Föda)

Mit dieser rudimentären aber klaren Trennung der Aufgaben ging es los und das Zieltempo von 4:40 pro Kilometer konnte am Anfang natürlich mit Leichtigkeit gehalten werden. Hier war die Herausforderung eher die, nicht zu overpacen (würde Peter ja nie machen) und nicht alle Körner auf einmal rauszuknallen.

Nach den ersten Kilometern war der Schnitt bei ca. 4:30-4:35 und ein paar Sekunden Buffer waren aufgebaut. Neben dem permanenten Blick auf die Uhr und regelmäßigen Checks ob alles gut läuft war es Peters Hauptaufgabe bei den Labestellen die Getränke zu organisieren und keine Sekunden unnötig zu verschwenden.

Bei Kilometer 12 würde die Rückfrage nach dem Spirit mit einer Naja-Geste beantwortet. Also Gel aus der Hose fischen und geschwind an Joe weiterreichen. Zucker wird es richten. Danach ein paar Sekunden langsamer machen um den Puls zu beruhigen und ab Kilometer 15 kam der zweite Frühling. Die Pace war wieder im Plan und mit fliegenden Schuhen ging es Richtung Ziel.

Kurz vor dem Ende sollte es noch ein zweites Gel gehen um kein Risiko einzugehen. Nach 1:38:30 war das Ziel erreicht und die Mission mehr als erfolgreich abgeschlossen. Diese schöne Teamleistung ließ alle um die Wette strahlen.

Grazmarathon

Anfang Oktober war Peter wieder im Einsatz und auch diesmal war er in Pacermission unterwegs. Diese Woche wollte er Maria zu einem Sub-4 finish beim Grazmarathon begleiten.

Gemeinsam mit der Fanschar (mit 2 und 4 Beinen) wurden die Startnummerm geholt und der Abend vor dem Rennen verbracht. Bei diesem Zusammensitzen erfuhr Peter, dass es bei der Erklärung der Superkompensation einige Missverständnisse gibt/gab. So ist der zeitliche Ablauf und die genaue Formel noch erklärungsbedürftig. Das wird in den nächsten Folgen nachgeholt. Es soll hier ja kein gutes Ergebnis verhindert, sondern Bestleistungen gefördert werden.

Nach einer kurzen Nacht ging es am Morgen zum Start und bei Kaiserwetter machten sich die beiden auf den Weg.

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Vor dem Start des Marathon ist die Stimmung prächtig

Bereits bei der Starteinteilung zeigte sich, dass der Grazmarathon eine feine Veranstaltung ist, die es im Gegensatz zu gewissen anderen Stadtmarathons es schaffen, die Halbmarathonläufer ein paar Minuten später abzulassen.

Nach ein paar Kilometern wurde klar, dass der 4-Stundenpacemaker um einige Sekunden pro Kilometer zu schnell war. So kam es, dass Peter bald eine Gruppe von ca. 6-8 Läuferinnen und Läufern um sich hatte, die sich dem Duo anschlossen. Bei der ersten Labestation wurde fleissig angefeuert und ähnlich wie in der Wachau war Peters Aufgabe: Pace kontrollieren, Getränke holen und die Motivation hoch halten.

So ging es genau nach Plan durch die Stadt. Dazwischen wurde getratscht, die Getränke und Bananen verteilt und nach 1:59 war der erste Halbmarathon absolviert. Der Pacer wart nicht gesehen und es wurde deutlich, dass dieser die erste Hälfte um einiges zu schnell durchgezogen hat.

Auch aus der Gruppe rund um Maria und Peter sind ein paar Läufer verschwunden, aber die Gruppe blieb auf Kurs. In der zweiten Hälfte ist das Feld merklich ausgedünnt, aber durch die Streckenführung, die sich im das Stadtzentrum windet, ist immer eine gute Stimmung entlang der Strecke.

Ab Kilometer 30 zeigten sich mehrere Dinge. Peter bemerkte, dass es zwar sehr löblich ist, wenn man für seine Gruppe die Versorgung sichert, es aber auch schlau wäre, wenn man selbst auch genug trinkt. Glücklicherweise konnte er aber rechtzeitig gegensteuern und es wurde zu keinem Problem.

Bei Maria machten sich langsam ein paar Ermüdungszeichen bemerkbar. Mit dem einen oder anderen Gel konnte das Tempo aber aufrecht erhalten werden. Als es das zweite Mal Richtung Andritz ging und der Kilometer 33 um die Ecke lugte, musste das Tempo leicht reduziert werden. Letzte Wende und nur mehr 7 Kilometer waren es bis ins Ziel. Der letzte aus der Gruppe verbliebene Mitläufer musste bei Kilometer 36/37 plötzlich mit Seitenstechen das Tempo rausnehmen. So waren Maria und Peter als Duo Richtung Ziel unterwegs. Peter hat alle Motivationskniffe ausgepackt und das “Zielbier” ließ Maria nochmal alle Energiereserven mobilisieren.

Durch die letzten Gassen ging es wieder ins Stadtzentrum und in einer großartigen 4:03 konnte Maria ihre persönliche Bestleistung deutlich verbessern. Beim nächsten Mal wird noch an der Superkompensation geschraubt und die 4 Stunden werden ein sprichwörtliches Lapperl werden.

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Mit Begeisterung ab ins 4 Stunden Erlebnis

Der Lauf hat Peter mindestens genauso viel Spaß gemacht wie die eigene Jagd nach einer neuen Bestzeit.

Tierschutzlauf

Am 6.Oktober fand der neunte Tierschutzlauf im Wiener Prater statt. Florian, Peter und deren Lieblingstriathlet Sebastian traten mit hohen Erwartungen an. Der von Florian und Peters Verein, Team Vegan, veranstaltete Wettkampf brachte neben einer Vielzahl von veganen und nicht-veganen Hobbysportlern auch den 3x-fachen österreichischen Staatsmeister Andreas Voija an den Start.

Nächstes Wochenende – nächster Wettkampf.

Sebastian war für die 5 Kilometer gemeldet und hat direkt vom Start weg eine sehr starke 3:25er Pace angeschlagen. Er konnte sein Tempo gut durchhalten und so gab es am Schluss neben einem schicken Foto mit elegantem Gesichtsausdruck auch eine Flasche Apfelsaft für den 3ten Platz.

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Attacke!

Währendessen wollten Florian und Peter die jeweiligen Bestzeiten über 10 Kilometer verbessern. Florian wollte eine 38:xx erreichen und Peter eine 39:xx.

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Zwei Gazellen im Wiener Naherholungsgebiet

In gewohnter Manier ging es los. Florian fast in seinem Zielbereich, Peter um 20 Sekunden zu schnell. Das konnte ja nur gut werden. Und so ging es über die Hauptallee zur ersten 180 Grad Kehre. Der Schnitt bei 3:40 und der Puls schon gut hoch und Peter einige Meter vor Flo. Tippitoppi.

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Volle Kraft voraus….

Nach 5 Kilometer waren die Beiden gleich auf und die Uhr zeigte 19:10 als Durchgangszeit. Florian war nun auf Betriebstemperatur und konnte sein Tempo beinahe unverändert durchziehen. Dem vielleicht doch etwas ambitionierten Anfangstempo geschuldet, musste Peter etwas abreissen lassen.

Das Tempo konnte er mit Krampf auf 4:10 halten und so mit 40:05 ins Ziel kommen. Knapp aber doch war das am Ziel vorbei.

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Geschafft…aber halt auch grad nicht…..

Und Florian?

Auch er hat ein wenig Zeit eingebüßt und musste am Schluss arg kämpfen. Die Uhr war aber gnädig und so war es eine 38:59,5 und das Ziel punktgenau erreicht.

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Das ging sich haarscharf aus….38:59

So kann jeder Trainer stolz sein!

Korneuburg Donaulauf

Und die Woche danach? Natürlich war auch hier ein Wettkampf. In Korneuburg fand erneut ein Halbmarathon statt. Da sich Stockerau zurückgezogen hat, würde aus dem 2 Städtelauf der Korneuburger Donaulauf. Sebastian und Peter dachten, daß Recht überschaubare Starterfeld betrachtend, “da könnt was gehen”. Die Zeiten der letzten Jahre waren machbar und so war eine Platzierung ganz vorne das Ziel.

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Mit dem Stockerl wurde geliebäugelt

Bei Toplaufwetter und mit grosse Motivation ging es ab an den Start. Sebastian, bisher schon eine Bestzeit von 1:27 stehen hatte, wollte die 1:24 angreifen. Peter, der im Frühjahr 1:32 schaffte, wollte endlich unter 1:30 kommen.

Startschuss und los ging es. Business as usual. Die Spitze schlug einen 4er Schnitt an und mittendrinnen sind Sebastian und Peter.
Für Sebastian waren 4:00 exakt die Zielpace, doch Peter wollte doch sub 1:30. Ob er da nicht vielleicht ein bisschen zu schnell war.
Nach 3-4 Kilometern hatte Peter einen klaren Moment, schaute auf seine Uhr und sah, dass er erstens um 10 Sekunden pro Kilometer zu schnell war und zweitens sein Puls um 10 Schläge zu weit oben war. Also Tempo drosseln und abreissen lassen.
Da zogen sie hin, die Verfolgergruppe inkl. Sebastian. Peter tappelte dann alleine Richtung Halbzeit, immer 2 Läufer im Abstand von ca. 50-100m im Rückspiegel sehend. Vorne war da nichts mehr zu holen. Kurz vor der Wende kamen ihm die beiden Führenden entgegen, die am Ende mit einer 1:16 bzw. einer 1:17 ins Ziel eilen würden. Die Verfolgergruppe hatte schon Respektabstand. Hier fand sich auch Sebastian, der ein wahnsinnig starkes Rennen lief und hinter den ersten 4 Läufern die Kehre nahm und seine kleine Gruppe hier stehenlassen konnte.
Peter kam dann auch als 8ter zur Wende, sah hier aber schon, dass einer seiner beiden Nächstgelegenen einen sehr fitten Eindruck machte und sich anschickte, schnell näher zu kommen. Und so war es dann auch. Bei Kilometer 15 wurde er eingeholt, blieb aber im Windschatten des Angreifers. Nach 200m winkte dieser rechts und bog ab. Das Schuhband war offen und in diesem Moment hatte Peter Mitleid. Mit einer so starken Leistung hat man kein offenes Schuhband verdient.

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Keine Körner mehr für einen besseren Zielsprint über (Foto; Monika Magart)


Der besagte Mitläufer hatte sein Problem aber schnell gefixt und konnte danach, wohl auch mit etwas Wut im Bauch, wieder auf die Jagd gehen. 1-2 Kilometer vor dem Ziel war es erneut soweit und er überholte Peter. Dieser blieb zwar bis zum Schluss dran, konnte aber im Zielsprint nicht mehr soviel drauflegen und so musste er sich um eine Sekunde geschlagen geben. Auch wenn es am Schluss nur der 9te Rang war, erfreute Peter die Zeit von 1:28:38 umso mehr. Er hatte sein Ziel weit unterboten und hatte Florian für die Folgewoche auch eine gute Motivation mitgegeben.

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Volle Kanne, Hoschi! Foto: Monika Magart

Sebastian hat zu dem Zeitpunkt bereits gut durchgeschnauft, da er bereits mit einer unglaublichen 1:22:xx ins Ziel gedüst ist. Platz 4 hieß es am Ende und Platz 3 in der AK. Da freute er sich doch gleich noch mehr über die nächste Flasche Apfelsaft.

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Stolz und zufrieden konnten die beiden Starter in Korneuburg über ihre neuen Bestzeiten sein

LCC – Herbstmarathon

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Florians A-Wettkampf im Herbst 2019 war überraschenderweise ein Straßenhalbmarathon. Der lcc-Herbstmarathon war das Objekt der Begierde und eine 1:27:xx sollte am Zettel stehen.

Peter hatte ja bereits in der Vorwoche sein Saisonziel mehr als erfüllt und konnte so ganz entspannt zum Start gehen. Kurz abgesprochen hieß es für Florian, 4:05 am Kilometer anschlagen und möglichst bis ins Ziel durchhalten.
Peter beschloss, Florian auf den ersten Kilometern ein Tempo zu machen und dann, je nachdem wie der Puls wäre, kürzer oder länger die Pace zu machen.
Gesagt, getan und ab ging es im strammen 4:05er Schnitt. Peter versuchte für Florian dann und wann die Strasse freizuschreien, da nicht am Wettkampf beteiligte Menschen immer wieder die gute Idee haben, durch ein laufendes Feld zu schreiten, ihr Fahrrad quer zu schieben oder sonstwie Dummfug zu machen.
Soweit konnten alle Hindernisse aus dem Weg geschafft werden und es ließ sich zeittechnisch gut an.
Als dann bei Kilometer 4 plötzlich die Liliputbahn das Läuferfeld querte und alle Anwesenden einen unvemuteten Ausfallschritt oder zwei oder drei machen mussten, war Florian und Peter bewusst, dass dieser Tag etwas sonderbar war.

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In trauter Zweisamkeit durch die erster Runde (Foto: Nadine Schmitz)

Nach der ersten 7 Kilometerrunde war der Puls bei Peter viel zu hoch und so überantwortete er Florian an einen ähnlich schnell Laufenden und ließ sich ein wenig zurückfallen.

Danach zog Florian davon und war gut auf Kurs, richtung Sub 1:28. Peter brachte mit 2 Kilometern im 4:25er Bereich seinen Puls wieder unter Kontrolle und lief zu diesem Zeitpunkt recht einsam dahin.
Kurz vor Ende de zweiten Runde (ca. KM 12) war die Gruppe um den 3:00 Marathonmann da und haben Peter eingekesselt. Dieser hat er sich für ein paar Kilometer angeschlossen, konnte das Tempo aber auch um ein Euzerl nicht halten. Ähnlich erging es der drittplatzierten Frau, die gemeinsam mit Peter die letzten Kilometer absolvierte.

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Flo konnte in der zweiten Runde das Tempo gut halten und hatte den graushirtigen Mann immer in Schlagdistanz. Im dritten Umlauf waren es nur wenige Sekunden, die er langsamer wurde und schon musste Florian die letzten Geraden alleine laufen.

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Die neue Bestzeit im Blick (Bild: Newetschny)

Kurz vor Schluss hatte Flo nochmal eine inspirierende Begegnung mit einem Linienbus, der quer zu Laufrichtung auf der Allee stand. Nachdem Florian in seinem Vorleben bereits schmerzhafte Erfahrungen mit Buskontakten hatte, hat er hier versucht, durch verbale Kraftakte einen Zusammenstoss vermeiden zu können und tatsächlich kam er ohne Metallvollkontakt ins Ziel.

Am Ende hatte Flo eine 1:27:50 stehen und wir sind wahnsinnig stolz auf diese großartige Leistung. Peter folgte mit einer soliden 1:31:xx, konnte so seine Form bestätigen aber merkte die 8 Wochen Racing.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Soviel Zeit muss sein….

Die ebenfalls angetretenen Freunde der Beiden haben es auch richtig krachen lassen und sind mit persönlichen Bestzeiten ins Ziel gekommen.

Dieser Quasi-Saisonabschluss war auf alle Fälle würdig und recht und die ganzen anfeuernden Teamkolleginnen waren Gold wert.

LEP#071- Herbst der hundert Rekorde
Knackfrisch – Die Medaille ist wirklich sehr schön.

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay

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LEP#070 - Schluppencast

LEP#070 – Schluppencast

Der Schluppe

Schluppenchris läuft anders!

LEP#070 - Schluppencast
Guten Morgen, Christian!

Im Twitteruniversum der deutschsprachigen Ultrarunner fällt man früher oder später über Christian, besser bekannt als Schluppenchris oder Schluppe. @schluppenchris

Doch warum? Wer ist dieser berühmte und berüchtigte Läufer? Sind die denn alle bekloppt?
Was macht ihn so bekannt? Warum sollten ihn noch mehr Menschen kennen?


Um diese und noch mehr Fragen zu beantworten, haben ihn Peter und Florian zum Interview geladen.

LEP#070 - Schluppencast
Lass laufen (Foto: was läuft/Schuppenchris)

Wer ist Christian und warum Schluppenchris?

Vorneweg – Christian ist lustig. Und Christian ist kreativ. Fast scheint es so, als ob seine Ideen beim Laufen über Laufen ein kreatives Perpetuum Mobile sind. Je mehr er läuft, desto mehr Ideen hat er und desto mehr er davon umsetzt, desto mehr läuft er….

Wie bist du zum Laufen gekommen?
Diese Information ist wohl auf ewig in den Gedächtniswindungen verschollen. Christian weiss noch, dass es vor 1997 war, aber wann genau und warum hat es sich aus dem Kopf gelaufen.

Was hat sich über die Jahre verändert?
Nach 10 Jahren im eigenen Nahegebiet und ohne große Ambitionen war 2007 der erste Marathon fällig. Heute findet sich Chris das eine oder andere Mal in Ultrastartblöcken (siehe unten) und vorallem jeden Tag draussen, zum Laufen.

Er ist also Streaker, Ultraläufer, Laufchallengedesigner, Minimalschuhläufer und Querdenker.
Bei all der Verrücktheit, hat man aber nie den Eindruck, als ob es verkrampft wäre oder ein Kampf. Christian wird sehr natürlich und geradlinig und statt Top 3 mit Ellbogen meint man bereits beim ersten Interview / beim ersten Lesen seines Blogs zu wissen, dass es mit ihm ein Abenteuer ist.

Abenteuerlich sind auch einige seiner Einfälle. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die in einer Bierlaune die “ultimative” Idee haben, die dann nie Realität wird, setzt er vieles auch einfach um.

Verrückte Ideen

Der #Schlem

LEP#070 - Schluppencast
Die vollständige Strecke des SCHLEM

#SCHLEM (Schluppes Einfahrtmarathon)

Was ist der Schlem und wie kam es dazu?

Der SchlEM ist Schluppes Einfahrtmarathon. Dieser führt über eine Strecke von 182m und 231 Runden am ehemaligen Wohnort Christians. Die Ursprungsidee kam ihm in der Vorbereitung zum #METM, dem Mount Everest Treppenmarathon und 2017 tat er es….. er absolvierte die Strecke in seiner Einfahrt. Hierzu gibt es natürlich einen schönen Blogpost: https://schluppenchris.de/tag/schlem

Und weil er auf Twitter von #allesbekloppten umgeben ist, fanden die Idee so lustig, dass sie auch des Schluppes Einfahrt bevölkern wollten …. und so kam es dann 2018 zu einer Neuauflage: https://schluppenchris.de/der-schlem-2018

Natürlich musste hiernach der Erfinder noch einen drauflegen und den #SCHLEUM laufen (Schluppes Einfahrtultramarathon) 🙂

Gibt es eine Neuauflage oder etwa noch eine Steigerung?

Natürlich…. der Christian ist umgezogen und darum hat er 2019 den #SCHLUG25 (Schluppes Underground Garage 25k) gemacht. Unglaubliche 400 Runden hat er des Nächtens in einer/seiner Tiefgarage absolviert. Dabei hat er unter anderem eine mutmaßlich nüchterne, bekleidete Dame getroffen, die um 03:30 in der Nacht zu ihrem Auto gelaufen ist. Nach einer Weile Kofferaumgekrame hat sie ihre Beute, eine Flasche Cola, an sich genommen, hat Chris einen guten Morgen gewünscht und verschwand wieder.
Komische Dinge passieren, wenn man in der Nacht in der Tiefgarage laufen geht.
https://www.strava.com/activities/2784275560/overview

LEP#070 - Schluppencast

Das war alles? Aber sicherlich nicht……

#Runtzee

Was ist Runtzee?
Runtzee ist ein Laufspiel im Stil von Yahtzee kombiniert mit den Tagen eines Monats.
Kurzum, 31x Laufen gehen mit den Distanzen 1-31km. Das ergibt die Formel:

LEP#070 - Schluppencast
Bildungspodcast (bei n=31 ergibt sich für die Monatskilometer k ein Wert von 496)

Die ganze Geschichte rund um und zum Runtzee gibt es natürlich bei Chris: https://schluppenchris.de/runtzee . Dort beschreibt er den ganzen Reifeprozess, die genauen Regeln, den Ablauf und den persönlichen Eindruck der ganzen Geschichte.

Der geneigte Leser sieht, dass da eine ganze Goldader der lustigen Ideen unter der harten Rinde des Schluppeschen Kopfs liegt, die erst Stück für Stück freigelegt wird.

Und als Förderband bzw. Brandbeschleuniger hat der Jung’ nun auch noch begonnen zu streaken.

Streak running

Neben den erwähnten und beschriebenen Ideen, ist Christian seit mehr als 500 Tagen im Streakrunning gefangen.

  • Wie ist er dazu gekommen?
    Kurz: ist passiert 🙂 ….
    Lang: In Vorbereitung auf einen Ultramarathon wollte er eigentlich nur eine Peakweek einlegen und hat dazu jeden Tag einen Lauf eingelegt. Ebenso in der Folgewoche und weil er dabei war, hat er sich überlegt, dass er das ja auch einen Monat machen könnte.
    Schwupps, war der durch und dann ging es klassisch weiter….50 Tage, ein Quartal, 100 Tage, 111 ist eine lustige Zahl, Svens Streak schlagen, schaff ich ein Jahr…. 🙂
  • Was sind die größten Herausforderungen?
    Es zur Routine werden zu lassen. Am Anfang ist es natürlich schwierig, die Gewohnheit zu etablieren und nicht locker zu lassen. Später ist es eine Selbstverständlichkeit, aber kein Selbstläufer.
    Ungeachtet dessen klingt es aus Christians Mund selbstverständlich, dass er mal die eine und dann noch eine und noch eine Woche gemacht hat und plötzlich eine schon beachtliche Streak hatte.
  • Gab es / gibt es schwere Momente?
    Natürlich! Wenn die Zeit knapp ist oder bevor ein großes Ziel erreicht wird (zum Beispiel das 1te Jahr).
  • Hat sich dadurch etwas geändert?
    Es gibt sehr unterschiedliche Streakertypen, die jeden Tag meditative 22km absolvieren oder aber auch ein klassisches Trainingsprogramm absolvieren und die Pausentage mit dem Minimum von 1 Meile auffüllen. Darum kann man hier keine allgemein gültigen Ableitungen treffen.
    Christians Regenerationszeit ist allerdings merklich besser geworden, weil die Beine es gewohnt werden, dass sie täglich gefordert werden. Zusätzlich hat sein Immunsystem einen Boost erhalten und er wird noch seltener krank.

Und dann macht der Kerl auch noch Wettkämpfe. Der letzte war the great Escape.

The great Escape

Zu einem seiner neuesten Abenteuer hat Chris auch einen schönen Artikel verfasst: https://schluppenchris.de/die-belgische-meile

Ein spezieller Lauf voller Überraschungen und einem herausfordernden Ende. Auch Chris kann zweifeln 🙂

Runpacking

Zu guter Letzt wollen wir euch auch noch zeigen, was Christian treibt, wenn er mal richtig Hand anlegt. Dann denkt er sich einen Runpackinganhänger aus, den er sich dann bauen lässt.
Warum?
1. Weil es geht.
2. Weil es ihm so erlaubt, längere Touren zu machen und das Dropbag immer dabeizuhaben.

Zum weiterlesen gibt es hier den äußerst lesenswerten Blog von Christian: https://schluppenchris.de/

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

–Viel Spass beim Hören!

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Florian: Twitter, Instagram
Peter: Twitter, Instagram

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Zielsprung

LEP#069 – Arktisches Geflügel gibt Fersengeld

Geordi tapselt mit Florian und Peter über den WSUT 2019 und den Schneebergtrail.
Erneut haben Florian und Peter einen Gast in der Folge. Unser Liebster Pinguin hat in den letzten Wochen sowohl mit Peter als auch mit Florian eine schöne Zeit verbracht und so soll darüber berichtet werden, wie das arktische Geflügel Fersengeld gibt.

WSUT 2019 – Wörthersee Ultratrail

Im südlichsten Bundesland fand Ende September der Wörthersee Ultratrail statt, der einen der Höhepunkte in Peters Rennplanung bildete. Das erste Mal weiter als 70km und das bestenfalls unter 9 Stunden. Damit auch nichts schiefgehen konnte, hat Geordi sich als Mitläufer, Supporter und Pacemaker ebenfalls auf in die “Seenswerte” Gegend gemacht.

Die Eckpunkte

Anreise und Racebriefing

Auch bei einer optimalen Superkompensation ist die Tradition des Preracebiers einzuhalten. Das verplichtende Racebriefing bietet hier meist den optimalen Rahmen. So auch in Pörtschach, wo Geordi und Peter, direkt nach der Startnummernausgabe und der Information, dass eine Stirnlampe vor 2 Tagen in die Pflichtausrüstung mitaufgenommen wurde, diese Hopfenkaltschale genossen. Bezüglich der Stirnlampe konnte mit den Verweis auf die kurze Vorankündigung mit dem Veranstalterteam vereinbart werden, dass bei gemeinsamen Start auch eine gemeinsame Lampe in Ordnung ist.

Preracebier
Das spannendste beim Racebriefing ist immer das Preracebier

Nach Abschluss des Briefing fuhren die Beiden nach Villach ins schwiegerelterliche Quartier. Nach einem schönen Carboloading und einem kleinen Schlummertrunk ging es in die Federn.

Das Rennen

Um 4 Uhr morgens ertönt der liebliche Klang der Wecker und es werden die Laufklamotten auf den Leib geworfen und das Frühstück flott einverleibt. Mit ein wenig Kaffee und einem Müsli im Magen konnte es losgehen. Die Flasks gefühlt, eine getauscht, weil sie undicht ist und dann ab nach Pörtschach.

Aufgeweckt
Aufgweckte Kerlchen um 04:30

Start

In Pörtschach angekommen wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und nach einem charmanten Pflichtausrüstungscheck ging es an die Startlinie.
Tatsächlich waren einige Fans um 6 Uhr morgens bereits beim Startgelände und feuerten die Meute 72er an.

Zwei eulen am Start
Zwei Eulen stehen am Start

Pünktlich ging es los und gut gelaunt ging es im vorderen Mittelfeld aus Pörtschach hinaus und hinauf auf die große Gloriette. Auf dem wurzeligen Trail war die Stirnlampe wirklich notwendig. Die Pinguinsche Lampe konnte Geordi und Peter aber sicher Richtung Forstsee bringen.

Erste 15km

Die Renneinteilung (ist ja nur ein Viertel- ein Halb- und ein Marathon) machte das Rennen etwas leichter fassbar. Die ersten Trails hinter sich gebracht und um den Forstsee herum ging es ab zur Römerschlucht.

Dampfender See am Morgen
Schön, ruhig und verlockend dampfend…

An dieser Stelle gab es auch die einzige Möglichkeit, sich zu verlaufen. Die Strecke, mit mehr als 1500 Fähnchen, Schildern und einer Heerschar von Frewilligen war vorbildlich ausgeschildert, fiel wohl für ein paar Meter einer Meute an Harvestern zum Opfer, die einen weichen, breiten aber doch eigenwiligen Forstarbeitertrail legten.
Eine Gruppe an Läufern und Läuferinnen kamen Geordi und Peter entgegen, nachdem sie sich um etwa 50-100m verlaufen hatten.
Gemeinsam mit dieser Gruppe ging es in Richtung Saisersee, der dann beinahe ganz umrundet wurde. Auch hier wieder wunderschöne Landschaft, herrliche Ufertrails uns eine gute Stimmung unter den Athleten.

Die Geordische Ferse, die seit einigen Wochen bereits für Ungemach sorgte und so für die längste Taperingphase in der Pinguinschen Laufkarriere gesorgt hat, verhielt sich noch recht ruhig und es hatte den Anschein, als ob das hier gut werden könnte.

Raus aus dem Wald und runter nach Velden. Dort wartet die erste Verpflegungsstelle und der erste Viertelmarathon ist absolviert.
Bei dieser Labe herrscht ein recht reger Betrieb, da das Feld noch relativ eng beeinander liegt. Als direktes Feedback wurde den freundlichen Damen vom Verpflegungsstand mitgegeben, dass anstelle des aus geschmacklichen Gründen muntermachenden Energydrinks ein Kaffee hervorragende Dienste leisten würde.

Kinderbagger in Velden
Ein bisserl Baggern muss immer drin sein

Frisch aufgetankt und ein wenig an der Strandpromenade gebaggert, dann kann es weitergehen.

Aufstieg zum Pyramidenkogel

Nach der kurzweiligen Asphalteinlage auf der Strandpromenade, ging es bei nächster Gelegenheit wieder auf Trails und dem Wörtherseerundwanderweg folgend in Richtung Pyramidenkogel. Dieser ist auf dem Höhenprofil (und natürlich auch in Wirklichkeit) der höchste Punkt, sieht aber nach dem schwierigsten Anstieg aus. Angekommen am Fusse des Pyramidenkogels ging es einer laufbaren Forststrasse entlang bergauf. Entgegen der Erwartung, dass hier ein schwierigerer oder steilerer Anstieg kommt, zeigte sich diese Steigung als durchgängig angenehm und hatte keine giftigen Steige. Bei dem ganzen Anstieg waren GEordie und Peter von Patrizia und Stefan begleitet. Patrizia, noch mit den Transalpinerun-Beinen, zeigte sich gerade bergauf bärenstark. Geordie und sie plauderten sich den Berg hoch. Stefan und Peter schwiegen sich sehr unterhaltsam an.
Auf diesem Anstieg haben die Jungs auch das einzige Mal das Livetracking gecheckt und bemerkt, dass sie um Platz 30 liegen und Patrizia gar auf Rang 2 bei den Damen.


Das sieht ja ganz gut aus. Inzwischen meldete sich das Flosserl vom Pinguin spürbar. Bergauf war es noch gut aushaltbar, aber der Asphalt war nicht die beste Therapie. Es bahnte sich aber langsam etwas an.

Zu diesem Zeitpunkt denkt man aber natürlich noch nicht an später. Also aufi aufn Berg und Turm besteigen war angesagt.. Plattform 8 war das Ziel und an dieser Stelle soll angemerkt sein, dass es wirklich ein einmaliges Erlebnis wäre, wenn man die rutsche nehmen dürfte….PFFF!

Aussichtsturm des Pyramidenkogels
Treppauf ging es …und Treppab

Nach dem Turm und der Labe geht es vorbei am Start der Marathonis, die um 9 gestartet sind. Im Unterschied zu den ersten Austragungen 2013/2014 ging es auch nicht zurück zum Wörthersee Rundwanderweg retour, sondern zum Keutschacher See. Diese Downhills kamen Peter endlich ein wenig entgegen und er konnte flott aber kontrolliert Meter machen. Hier hat sich das Bein vom besten Supporter der Welt leider stärker eingebracht und vermeldet, dass Downhills eigentlich gar nicht so geil sind. Für ein wenig Auflockerung sorgten tierische Begenungen mit einer Herde, Horde, Rotte, Rudel Esel deren Blicke doch sehr eindeutig waren und ihr Unverständnis über diese Menschen zum Ausdruck brachte.
Beim Keutschacher See gab es auch eine Labe, die bereits mit Bier (mit und ohne Alkohol) aufwartete 😉 Genusslauf auf kärntnerisch.

Seenswert
Seenswert war es und schön (Foto: Scherer)

Ein bisschen rauf, runter und rüber, über recht technische Wurzeltrails in Richtung Spintnikteiche und ab Richtung Klagenfurt. Diese Passage wäre 30km früher definitiv angenehmer und lustiger gewesen. Trotzdem konnte das Tempo einigermaßen gehalten werden und beim letzten Downhill Richtung Klagenfurt konnten die beiden auch auf einen, offensichtlich von der Straßenszene kommenden Läufer aufschliessen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Geordi bereits beide Kopfhörer im Ohr und das Hüftunterwerk bereitete ihm keine große Freude. Er ließ immer ein wenig abreissen und folge Peter im Abstand von 20-50m.

LEP#069 - Arktisches Geflügel gibt Fersengeld

Da ist der Lindwurm drin

Nach 50km, bei der Stadtdurchquerung der Kärntner Landeshauptstadt, fand sich die nächste größere Raststation (Wenn es neben Salami, Käse und Obst auch Bier gibt, dann ist das mehr als eine Labe).
Dort trafen die beiden auch Stefan, der gemeinsam mit Patrizia gestartet war. Nachdem sie am Weg zu dieser Labe erfahren hatte, dass die drittplatzierte Frau nur wenige Minuten hinter ihr war, sah er ein blitzen in ihren Augen und wusste, er sollte sie wohl besser ziehen lassen. Gemeinsam mit Thorben, der auch beim Pyramidenkogel nur ein paar Minuten vor dem Duo war, machte sie sich auf den Weg und Stefan wollte gemütlich finishen.
Nach ein/zwei Minuten in dieser Labe und einer kurzen Sitzpause ging es frisch aufgetankt wieder los. Zuerst zum Start der Halbmarathon Läufer und Trailwalker und danach quer durch Parks Richtung Falkenberg.

Der Split
In Klagenfurt erfolgte der Split…Pinguine leiden alleine

Bereits ein paar Meter nach der Labe zeichnete sich ab, dass das Füßchen nicht mehr wollte. Nach einer kurzen Unterredung schicke Geordi Peter völlig selbstlos los um die letzten Kilometer zu absolvieren, während alleine in Agonie den letzten Halbmarathon in Angriff nahm.

Bergauf war er noch flott im Vorwärtsmarschieren, hatte aber im Flachen und vorallem in den Bergabpassagen hart zu kämpfen. Da wurden die Schritte schwer und dem Vorfußlauf geschuldet, machte bald die Wade zu. In weiterer Folge meldete sich das Knie, der Oberschenkel und die Hüfte und irgendwann war es ein Wandertag.

Bei der letzten Labe war es dann genug und das angebotene Bier dankend angenommen “weils schon wurscht is”. Derart gestärkt konnte unserer Lieblingspinguin auch die letzten 8 Kilometer inklusive des letzten Schnappers über die kleine Gloriette absolviert werden.

Trotz aller Strapazen ging sich noch 9:37 noch ein Zielsprung aus. Glück und am Ende war das Abenteuer für Geordi beendet.

Zielsprung
Ein Pinguin fliegt ins Ziel

Doch wie ging es Peter so ganz alleine?

Attackmode

Nach dem 44-46km Einbruch und der Labe bei Klagenfurt waren Peters Beine wie ausgewechselt. Durch den Park in Richtung Falkenberg wurden die ersten Marathonläufer eingeholt und in weiterer Ferne konnte er einen Ultraläufer an seinem blauen Nummernschild erkennen. Der war das nächste Ziel. Der Abstand konnte geschwind verringert werden und beim Anstieg zum Falkenberg war er bereits direkt hinten dran.
Das Wettkampfgen erwachte und im Kopf machte es Klick. Ab diesem Zeitpunkt war der Attackemodus eingeschaltet. Mit dem Plan B des grandiosen Scheiterns und Eigehens auf den letzten 20 Kilometern wollte Peter wissen, was denn noch in den Knochen und Muskeln steckte.

Somit wurde bergauf, sofern es nicht laufbar war, ein strammer Marschierschritt angelegt und der eingeholte Ultraläufer war bald nicht mehr zu sehen. Als nächstes erkannte er das grüne Dress seines Teamkollegen Thorben. Bald aufgeschlossen, unterhielten sich die beiden und Thorben erwähnte, dass er sich wohl in den letzten Wochen auch ein wenig den Fuss beleidigt hat. Bergauf war hiervon wenig zu spüren, aber beim ersten Downhill ließ es Peter gut laufen und obwohl Thorben normalerweise ein richtig fixer Downhiller ist, war er am Ende des Downhills plötzlich fort.

Push hard


Wieder alleine und angetrieben von den immer wieder auftauchenden und überholten Trailwalkern, Halbmarathon- und Marathonläufern hatte Peter immer kleine Zwischenziele vor Augen, die es zu erreichen gab.

In den nächsten Kilometern wurde jeder Berg attackiert und es stellte sich neben der Anstregung auch eine gewisse Euphorie ein. Zwischendurch konnten auch immer wieder Ultraläufer eingesammelt werden und vor dem vorletzten Anstieg sichtete Peter in einigen Metern Patrizia, die auch sehr flott unterwegs war. Einen kleinen Abstieg später waren die beiden gleichauf und nach einem kurzen Tratsch schickte auch diese ihn auf die Jagd.

Kurz vor dem Anstieg zum Pirkerkogel, bei einer Wasserstelle, hatten sich gerade 4 Ultraläufer gesammelt um sich aufzumagazinieren. Die Chance witternd zog Peter das Tempo an, blieb nur kurz an der Stelle stehen um nur eine Flasche zu füllen und schaffte es, noch vor den vieren die Labe zu verlassen. Wieder mit Adrenalin und Motivation gepusht hoch den Pirkerkogel. Auch hier konnte ein weiterer Ultraläufer eingesammelt werden und ein “Echt Jetzt” von einer Gruppe bergaufwandernder Marathonis, die er laufend überholte, puschte zusätzlich.

Aus 4 mach 8

Runter den Hügel und hin zur letzten Labe erreichnete Peter sich die Distanz mit “oh nur mehr 4 Kilometer”. Groß war die Überraschung, dass direkt bei der Einkehr auf der Strasse stand “noch 8 Kilometer”. Da musste ein “geh bitte” über die Lippen huschen. Doch für viel Gefluche blieb keine Zeit, denn kurz vor dieser Stelle, war ja ein weiterer Ultra überholt worden. Also schnell zwei Wassermelonenscheiben und eine Banane in den Mund und dabei die Wasserflaschen füllen und weiter gehts. Aufi aufn Hügl und runter auf einer Straßenpassage.

Schlussattacke – All out

Pörtschach in greifbarer Nähe wähnte sich Peter schon am Weg ins Ziel. Vor dem geistigen Auge war nun schon der Zieleinlauf und die positiven Emotionen hatten schon überhand. In der Senke angekommen stand noch ein Strekcenposten der im Vorbeilaufen rief “nur noch über die kleine Gloriette und dann ist es geschafft”. Bei dem antwortenden “Danke” blickte Peter über die Schulter und sah aus dem Augenwinkel, neben einer gerade überholten Trailwalkerin, einen Rucksack samt darin steckendem Mann, der ein blaues Nummernschild (72km) trug und offenbar einen Zielangriff ritt und flott näher kam.

LEP#069 - Arktisches Geflügel gibt Fersengeld
Im Streckgalopp den letzten Downhill runter – “der kriegt mich nie!”

Im Kopf blitze ein kurzes “Aber fix nicht!” auf und obwohl die kleine Gloriette nicht im Laufschritt möglich war, versuchte Peter mit den Händen auf den Oberschenkeln den schnellstmöglichen Schritt zu gehen und ab der Kuppe mit allem, was die Beine noch hergaben, den Hügel hinunterzustürmen und danach die Straßenpassage in Richtung Ziel im All-Out-Mode hinter sich zu bringen. Nach 8 Stunden und 39 Minuten überquerte er als 18ter das Ziel. Erst da drehte er sich um und war verwundert, dass der Verfolger nicht zu sehen war.

Eine Minute später war dieser im Ziel und beim Plausch erfuhr Peter, dass dieser sich anschleichen wollte. Als sein Angriff bemerkt wurde und er Peters Downhill gesehen hat, stellte er gleich wieder ab mit den Worten “das wär sich nie ausgegangen”.

Kurz nach Peter war auch Patrizia im Ziel und durfte sich über Platz 2 in der Damenwertung freuen. 20 Minuten danach bog auch Thorben um die Kurve und nach einem Zielbier ging es hinaus zum Zielbogen um Geordi über die Linie der Glückseligkeit zu begegnen.

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Schneebergtrail

Frei nach dem Motto, gegen Laufverletzungen hilft wohl nur laufen, hat sich unser Lieblingspinguin nur 7 Tage nach dem doch recht durchwachsenen Wörthersee Ultra erneut die Laufschuhe angezogen und schickte sich an, mit Florian den Schneebergtrail zu absolvieren. Die Distanz von 32km ist mit 2400 HM garniert und das Wetter ist bei diesem Lauf immer eine besondere Herausforderung.

Fruehstueckslachen
Verschlafen aber gut gelaunt gehen es die Buben an

Die Fakten

Der Berg ruft

Schneeberg
Das Ziel immer im Blick

Frühmorgens am 28.9.2019 hat es Florian und Geordi aus den Laken geschüttelt und auf ging es zum Schneeberg. Nachdem die Woche davor von Schmerzen und dem Durchleben aller Altersstufen (man munkelt, dass der Sonntag im Pinguinheim eher einem Altersheim glich), hat sich nach einer Blitzgenesung der Tag schon schön angelassen. Leider ohne Peter, bei dem die Vernunft nach der Belastung am Wochendende davor gewonnen hat (wieso er tags darauf beim Wachauhalbmarathon gelaufen ist, zeigt, dass die vernünftigen Momente manchmal recht kurz sind) und ohne der Bergziege, die sich nicht von der Arbeit loseisen konnte. Verstärkung fanden die beiden aber mit Michele, der den Schneeberg auch wiedermal bezwingen wollte.

Team Defensiv

Gemütlich, aber nicht gemächlich gingen die beiden den Lauf an und testeten aus, wie sich die Glieder anfühlten. Mit einem zufriedenen “passt gut” war der Bodycheck abgeschlossen und so konnte der Anstieg kommen.

Stramme Marschierer

Bergauf hat Geordi einen sehr fixen Marschierschritt vorgelegt, sodass Florian das eine oder andere Mal einen kurzen Zwischenlaufschritt einlegen musste.

Das dicke Ende kommt zum Schluss
Das dicke Ende kommt zum Schluss… aber stramm marschiert ist halb gewonnen.

Glorreiches Ziel

Ohne große Verletzungen oder Blessuren flogen die beiden in der grandiosen Zeit von 4 Stunden und 57 Minuten ins Ziel. Entspannt heisst nicht immer langsam. Mit dieser Spitzenzeit könnten sich Florian und Geordi auch freuen wie zwei Schneeköniginnen.

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay

Florian: Twitter, Instagram
Peter: Twitter, Instagram

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Bluelandtrail

LEP#068 – Interview Bluelandtrail

Aktuelle Folge

In der aktuellen Folge erfahrt ihr mittels Interview, dass Flo und Peter mit Johannes Riedelsheimer gemacht haben, alles über das Projekt Bluelandtrail.
Diese Trailveranstaltung hat am 12.10.2019 ihre Premiere und ist in Art und Organisation ein ganz spezieller Event. 

Der passionierte Outdoorsportler, Ultraläufer und Begründer des Bluelandtrails gibt einen tiefen und sehr schönen Einblick in die Organisation eines derartigen Events und auch in den Beruf eines engagierten Lehrers, der junge Menschen begeistern kann.

Wer ist Johannes Riedelsheimer?

Die Anfänge und die dunklen Zeiten

Johannes Riedelsheimer (40) ist seit Jahren ein passionierter Outdoorsportler, Bergsteiger Ultraläufer und Lehrer.
Direkt in der Ausbildung hat er die Leidenschaft Bergsteigen entdeckt und sich angelesen, dass es hierfür körperliche Fitness eine gute Voraussetzung wäre. So kam es recht flott zu ersten Marathonwettkämpfen und danach direkt zum Triathlon inkl. der Langdistanz um auch schön den ganzen Tag auszunützen.
Nachdem er 2010 auch direkt einen richtig schönen Höhepunkt im Triathlon erlebt hat, hat er sich nach neuen Herausforderungen umgesehen. Die Zeichen der Zeit haben auf Ultratrail gedeutet und die Liebe zum Laufen und die Liebe zum Berg ließen sich plötzlich herrlich miteinander verbinden.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Dunkle Zeiten im Becken und am Rad

Ultralauf und Erfolge

Direkt nach dem Schwenk auf Ultraläufe ging es zum Two Oceans Marathon. Dieser Lauf ist in Hannes Erinnerung einer der schönste, da er neben der unglaublichen Landschaft auch durch die wahnsinnige Lebensfreude und Leidenschaft der Bevölkerung beeindruckt. Nicht auf Bestzeit getrimmt, konnte Hannes den Lauf richtig geniessen und denkt gerne daran zurück.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Two Oceans Marathon – Langhaarige Glückseligkeit

Danach ging es richtig los und die DUV-Statistik von Hannes zeugt von gut gefüllten Saisonen und einiger Ultraerfahrung. Vom ZUT (Zugspitzultratrail), den TAR (Transalpine Run) über den Lavaredo bishin zum UTMB finden sich hier große Namen und schöne Erlebnisse.
Eine ganz spezielle Überraschung gelang beim Chiemgauer 100 km Lauf. Hier konnte Hannes mit einem zweiten Platz einen richtig großen Erfolg landen.
Nicht lange darauf sollte es gleich der UTMB sein und auch dieser wurde bezwungen. Nicht in der geplanten Sub30, aber dennoch in einer Spitzenzeit. Dieser Lauf hatbHannes aber auch gezeigt dass 100 Meilen und vorallem eine komplett durchlaufene Nacht nicht jedermann mag.
Danach gab es noch zwei 100 Meiler, die Hannes absolviert hat, aber er hat für sich festgestellt, dass 100 KM seine Distanz sind.

Lebkuchen und Allerlei

Der aussergewöhnliche Teamname, unter dem Hannes seine Läufe bestreitet, kommt vom Lebkuchengeschäft seines Schwiegervaters. Jedem, der in Nürnberg vorbeikommt, sei dieser Laden wärmstens empfohlen.

Pause?

2019 ist ein ganz besonderes Jahr. Zum 40sten Geburtstag sollte es kein Wettkampf sein, sondern ganz spezielle Abenteuer mit Freunden. Wir finden, dass das eine wunderschöne Idee ist.
Aber es ist ohnehin viel zu tun, den da gibt es ja noch den Bluelandtrail.

Bluelandtrail

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Begeisterte Schüler als Trailrunner

Wie kam es zum Bluelandtrail

Die Idee kam Hannes bei der Brockenchallenge. Dieser Wohltätigkeitslauf, der viele Leute begeistert war die Initialzündung, andere Menschen zum Laufen zu bringen.

Wie begeistert man 15 Schüler für einen Traillauf?

Vor einem Jahr hat Hannes ein Schwerpunktseminar über 1 1/2 Jahr gestartet. Bei diesem können bis zu 15 Oberstufenschülerinnen teilnehmen. Die Idee kam so gut an, dass sich doppelt soviele Schülerinnen gemeldet. Ziel dieses Seminars unter dem Leitfach Mathematik ist die Organisation eines Events inkl. Bewerbung, Sponsoring, Kommunikation, Dokumentation und Durchführung desselben.

So entstand der Bluelandtrail (BLUT) in und um Murnau . Der ursprüngliche Streckenvorschlag wurde von den Schülerinnen direkt überstimmt und nun sind die Fakten wie folgt:

Start und Ziel : Murnau am Staffelsee (Nähe Garmisch-Partenkirchen)
Länge: 35,6 Km
Höhenmeter: 1740
Teilnehmerzahl: max. 100

Das Projekt ist relativ komplex und umfangreich, aber gerade deshalb sind die Beteiligten mit soviel Herzblut dabei.
Wichtig ist, dass am Ende des Laufs die Teilnehmerinnen keinen unterschied zu anderen Läufen merkt und es kein “Schülerprojekt” ist.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Großer Einsatz eines Lehrers für seine Schüler

Bereits jetzt ist haben alle Beteiligten gelernt, wie schwierig manche Wege sind, welche Behörden man anschreiben muss, etc. Mithilfe der Gemeinde und der Sponsoren hat es aber bisher ganz gut geklappt.

Wie läuft das Wochenende ab?

Wie bei allen Veranstaltungen üblich, gibt es am ersten Tag Startnummernausgabe, Race Briefing und Pasta Party.
Am Lauftag selbst geht es zeitig los (7:30) und um 12:00 gibt es die Siegerehrung in Murnau.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Trail durch das Murnauermoos

Wie geht es weiter?

Obwohl der Lauf noch gar nicht durchgeführt ist, gibt es im kommenden bzw. laufenden Schuljahr bereits zwei Seminare, die direkt mit dem Bluelandtrail in Verbindung stehen. So wird nicht nur die Evaluierung und Verbesserung sichergestellt, sondern auch die weitere Einbindung der Jugend und des ganzen Orts in diese noch junge Pflanze des Trailsports.
Das ultimative Ziel von Hannes ist, dass er in 1-2 Jahren selbst mitlaufen kann. Dann ist der Lauf erwachsen geworden.

Fazit

Wir sind von der Idee des Bluelandtrails total begeistert und wollen allen Leserinnen und Hörerinnen empfehlen, sich doch spontan nach Murnau zu begeben und dort neben Kultur und Aussicht auch diesen Lauf zu geniessen. Das kann nur gut werden!

Es ist vollbracht:

Zeitungsbericht über den Blut2019
Die Premiere des BlUT war ein voller Erfolg!

Quellen
Sponsoo Artikel: https://www.sponsoo.at/p/johannes-riedelsheimer
Blueandtrail: https://www.bluelandtrail.de/%C3%BCber-uns/

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

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Peter: Twitter, Instagram

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