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Bluelandtrail

LEP#068 – Interview Bluelandtrail

Aktuelle Folge

In der aktuellen Folge erfahrt ihr mittels Interview, dass Flo und Peter mit Johannes Riedelsheimer gemacht haben, alles über das Projekt Bluelandtrail.
Diese Trailveranstaltung hat am 12.10.2019 ihre Premiere und ist in Art und Organisation ein ganz spezieller Event. 

Der passionierte Outdoorsportler, Ultraläufer und Begründer des Bluelandtrails gibt einen tiefen und sehr schönen Einblick in die Organisation eines derartigen Events und auch in den Beruf eines engagierten Lehrers, der junge Menschen begeistern kann.

Wer ist Johannes Riedelsheimer?

Die Anfänge und die dunklen Zeiten

Johannes Riedelsheimer (40) ist seit Jahren ein passionierter Outdoorsportler, Bergsteiger Ultraläufer und Lehrer.
Direkt in der Ausbildung hat er die Leidenschaft Bergsteigen entdeckt und sich angelesen, dass es hierfür körperliche Fitness eine gute Voraussetzung wäre. So kam es recht flott zu ersten Marathonwettkämpfen und danach direkt zum Triathlon inkl. der Langdistanz um auch schön den ganzen Tag auszunützen.
Nachdem er 2010 auch direkt einen richtig schönen Höhepunkt im Triathlon erlebt hat, hat er sich nach neuen Herausforderungen umgesehen. Die Zeichen der Zeit haben auf Ultratrail gedeutet und die Liebe zum Laufen und die Liebe zum Berg ließen sich plötzlich herrlich miteinander verbinden.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Dunkle Zeiten im Becken und am Rad

Ultralauf und Erfolge

Direkt nach dem Schwenk auf Ultraläufe ging es zum Two Oceans Marathon. Dieser Lauf ist in Hannes Erinnerung einer der schönste, da er neben der unglaublichen Landschaft auch durch die wahnsinnige Lebensfreude und Leidenschaft der Bevölkerung beeindruckt. Nicht auf Bestzeit getrimmt, konnte Hannes den Lauf richtig geniessen und denkt gerne daran zurück.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Two Oceans Marathon – Langhaarige Glückseligkeit

Danach ging es richtig los und die DUV-Statistik von Hannes zeugt von gut gefüllten Saisonen und einiger Ultraerfahrung. Vom ZUT (Zugspitzultratrail), den TAR (Transalpine Run) über den Lavaredo bishin zum UTMB finden sich hier große Namen und schöne Erlebnisse.
Eine ganz spezielle Überraschung gelang beim Chiemgauer 100 km Lauf. Hier konnte Hannes mit einem zweiten Platz einen richtig großen Erfolg landen.
Nicht lange darauf sollte es gleich der UTMB sein und auch dieser wurde bezwungen. Nicht in der geplanten Sub30, aber dennoch in einer Spitzenzeit. Dieser Lauf hatbHannes aber auch gezeigt dass 100 Meilen und vorallem eine komplett durchlaufene Nacht nicht jedermann mag.
Danach gab es noch zwei 100 Meiler, die Hannes absolviert hat, aber er hat für sich festgestellt, dass 100 KM seine Distanz sind.

Lebkuchen und Allerlei

Der aussergewöhnliche Teamname, unter dem Hannes seine Läufe bestreitet, kommt vom Lebkuchengeschäft seines Schwiegervaters. Jedem, der in Nürnberg vorbeikommt, sei dieser Laden wärmstens empfohlen.

Pause?

2019 ist ein ganz besonderes Jahr. Zum 40sten Geburtstag sollte es kein Wettkampf sein, sondern ganz spezielle Abenteuer mit Freunden. Wir finden, dass das eine wunderschöne Idee ist.
Aber es ist ohnehin viel zu tun, den da gibt es ja noch den Bluelandtrail.

Bluelandtrail

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Begeisterte Schüler als Trailrunner

Wie kam es zum Bluelandtrail

Die Idee kam Hannes bei der Brockenchallenge. Dieser Wohltätigkeitslauf, der viele Leute begeistert war die Initialzündung, andere Menschen zum Laufen zu bringen.

Wie begeistert man 15 Schüler für einen Traillauf?

Vor einem Jahr hat Hannes ein Schwerpunktseminar über 1 1/2 Jahr gestartet. Bei diesem können bis zu 15 Oberstufenschülerinnen teilnehmen. Die Idee kam so gut an, dass sich doppelt soviele Schülerinnen gemeldet. Ziel dieses Seminars unter dem Leitfach Mathematik ist die Organisation eines Events inkl. Bewerbung, Sponsoring, Kommunikation, Dokumentation und Durchführung desselben.

So entstand der Bluelandtrail (BLUT) in und um Murnau . Der ursprüngliche Streckenvorschlag wurde von den Schülerinnen direkt überstimmt und nun sind die Fakten wie folgt:

Start und Ziel : Murnau am Staffelsee (Nähe Garmisch-Partenkirchen)
Länge: 35,6 Km
Höhenmeter: 1740
Teilnehmerzahl: max. 100

Das Projekt ist relativ komplex und umfangreich, aber gerade deshalb sind die Beteiligten mit soviel Herzblut dabei.
Wichtig ist, dass am Ende des Laufs die Teilnehmerinnen keinen unterschied zu anderen Läufen merkt und es kein “Schülerprojekt” ist.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Großer Einsatz eines Lehrers für seine Schüler

Bereits jetzt ist haben alle Beteiligten gelernt, wie schwierig manche Wege sind, welche Behörden man anschreiben muss, etc. Mithilfe der Gemeinde und der Sponsoren hat es aber bisher ganz gut geklappt.

Wie läuft das Wochenende ab?

Wie bei allen Veranstaltungen üblich, gibt es am ersten Tag Startnummernausgabe, Race Briefing und Pasta Party.
Am Lauftag selbst geht es zeitig los (7:30) und um 12:00 gibt es die Siegerehrung in Murnau.

LEP#068 - Interview Bluelandtrail
Trail durch das Murnauermoos

Wie geht es weiter?

Obwohl der Lauf noch gar nicht durchgeführt ist, gibt es im kommenden bzw. laufenden Schuljahr bereits zwei Seminare, die direkt mit dem Bluelandtrail in Verbindung stehen. So wird nicht nur die Evaluierung und Verbesserung sichergestellt, sondern auch die weitere Einbindung der Jugend und des ganzen Orts in diese noch junge Pflanze des Trailsports.
Das ultimative Ziel von Hannes ist, dass er in 1-2 Jahren selbst mitlaufen kann. Dann ist der Lauf erwachsen geworden.

Fazit

Wir sind von der Idee des Bluelandtrails total begeistert und wollen allen Leserinnen und Hörerinnen empfehlen, sich doch spontan nach Murnau zu begeben und dort neben Kultur und Aussicht auch diesen Lauf zu geniessen. Das kann nur gut werden!

Quellen
Sponsoo Artikel: https://www.sponsoo.at/p/johannes-riedelsheimer
Blueandtrail: https://www.bluelandtrail.de/%C3%BCber-uns/

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

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Downhillflo lässt es krachen

LEP#067 – Pumpgun Ronnie und der UTMB

Wenn es Richtung Herbst geht, ist es wieder Zeit für die Umrundung des Montblanc. Beim UTMB werden Jahr für Jahr aussergewöhnliche Leistungen gezeigt und in einer Qualität übertragen, die man als Benchmark für diesen Sport sehen kann. Gleichzeitig sieht man, am Beispiel von Pumpgun Ronnie, dass es bereits vor einigen Jahrzehnten ganz aussergewöhnliche Leistungen bei Bergmarathons gab. Auch der war “recht flott auf den Beinen”.

Feedback

Raceday.me

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB

Frage von Nadine: Wie heisst die Tracking App? (raceday.me)
Wie funktioniert das und wer braucht was ?

Das Service nennt sich raceday.me und ist ein personalisiertes Livetracking für Athleten.
Der Athlet hat muss aktuell noch ein iOS-Gerät haben und dort die entsprechende App starten.
Alle Beobachter können über den Browserlink das Rennen, die vorausgesagte Ankunft und die Abweichung zum gesetzten Ziel beobachten.
Ein Demo der Anzeige für die Crew, Fans, etc. findet ihr hier: Demo
Interview mit Stefan Kracht bei Fatboysrun – Folge 147

Entwickelt wird es von Stefan Kracht, der hier ein absolut feines Ding aus dem Boden gestampft hat. Obwohl es ein Gratisservice ist, gibt es die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen: Mit jedem Supporter kann das Service weiter ausgebaut werden – Support.
Wenn sich genug Menschen finden, wird es auch eine Androidversion geben. Das wäre natürlich für viele Läufer großartig.

Die aktuelle Stunde:

100 Meilen Weltrekord

Zach Bitter hat in 11:19:18 den 100 Meilenweltrekord um 9 Minuten unterboten mit einer Durchschnittspace von 4:15 pro Kilometer.
Bei der Veranstaltung, Six days in the dome hat er diese unglaubliche Marke gesetzt.
Ganz nebenbei hat er auch den 12h – Rekord mitgenommen. Ganze 104.88 Meilen hat er auf einer Laufbahn absolviert. Neben der läuferischen und körperlichen Leistung ist gerade bei solchen Läufen der mentale Aspekt ein ganz außergewöhnlicher.

Pikes Peak Marathon

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Pikes Peak – ein traditionsreicher Lauf auf einen wunderschönen Berg

Dieser Wettkampf ist ein besonder geschichtsträchtiger und geht 21km auf den Pikes Peak, bevor es den gleichen Weg wieder zurück geht. Bisherige Gewinner sprechen einhellig davon, dass das Rennen auf der Berabpassage gewonnen wird und es schon viele Athletinnen gab, die sich auf der ersten Hälfte zu sehr verausgabt haben und dann noch eingesammelt wurden.

Kilian Jornet, ganz lässig, aus der zweiten Reihe gestartet, ist hier in 3 Stunden 27 Minuten ist er ins Ziel geflogen. Dabei hat er Weltklasseathleten, wie Egloff, Puppi und Bonnet um 10-45 Minuten distanziert. Trotzdem besteht der Streckenrekord von Matt Carpenter aus dem Jahr 1992 mit 3 Stunden 16 besteht weiterhin und wartet auf die nächsten Herausforderer.
Das ganze Ergebnis gibt es hier.

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Die Top 10 des Pikes Peak Marathon 2019 (Foto – Pikes Peak Marathon)

UTMB 2019 – Ultratrail du Mont Blanc

Bei dieser Trailwoche der Superlative sieht man nicht nur im Bezug auf die sportlichen Leistungen ganz aussergewöhnliches, sondern auch die Technik und Videoübertragung (Runcam, Bikecam, Checkpoints, etc.) ist top of the league. Die Eliteläufer werden per E-Bikes oder laufend um den ganzen Kurs verfolgt und neben einer Regie, die zwischen den einzelnen Läuferinnen, den Checkpoints, den Interviewpartnern ist ein Moderatorenteam beinahe nonstop auf Sendung.
Für die Breitenwirksamkeit, die Zuschauer und Fangemeinschaft ist das ganz, ganz großartig. Als Läuferin ist das ein zweischneidiges Schwert. Ruhe gibt es für die Elite bei solchen Rennen nicht mehr. Jede Unsicherheit, jeder Ausrutscher, jede Emotion. Alles ist permanent im Blick. Das ist im Rennen vermutlich nicht direkt spürbar, da sich die Topathleten ohnehin sehr stark auf sich fokussieren müssen, aber im Bezug auf ihre Aussenwirksamkeit, die Nachbetrachtung und dem, was sie von sich preisgeben möchten oder auch nicht, ist es ein ganz neue Herausforderung.

Kurz vor dem Ziel - Bikecam
Die Aufbauten lieferten Topbilder – Topjob

CCC – 111km Courmayour – Champex Lac – Chamonix

Beim CCC gab es, wie beim OCC ein sehr spannendes und knappes Rennen. Das zeigt bei einer Länge von 111Km, wie eng das Weltklassefeld beieinander ist.
Männerergbnis:
1. Luis Alberto Hernando Alzaga
2. Thibaut Garrivier – nur 10 Min dahinter
3. Ciri Cipa – nur 16 min Rückstand

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den Damen:

Frauenergebnis:
1. Ragna Debats (NL) – 12:10
2. Amanda Bashman (USA) – 17min Rückstand
3. Camille Bruyas (FRA) – 24min Rückstand

UTMB

Dieses Jahr gab es einen Start-Zielsieg von Pau Capbell in nur 20 Stunden 20 Minuten. Diese Zeit benötigte er für 171 km mit 10.000 HM. Das ist auf die ganze Distanz gerechnet ein durchaus sportlicher 7er Schnitt.
Sehr stark und ab der Mitte bereits auf Platz 2 – Xavier Thevenard. Er war bis zum Schluss wieder extrem gut drauf, konnte aber den Abstand nicht genug verringern.
Robert Hajnal, letztes Jahr 2ter, war ganz lange auf Rang 3 , sah bei La Fouly und Champex Lac noch sehr gut aus, stieg aber in Trient völlig überraschend aus.

Miao Yao – blitzstart, hat richtig Tempo gemacht. Sie war lange in Top20 Overall, brach leider im Bereich des Col Ferrets ein und musste Courtney Dauwalter ziehen lassen. Bei La Fouly stand “withdrawn”. Wir sind überzeugt, dass sie wiederkommt und top performt.

Die männlichen Amerikaner sind wieder super gestartet aber wieder nicht glücklich. In Kurzzusammenfassung könnte man es so sehen:

Zach Miller – Gut, gut, gut, magen au, wieder gut, Champex Lac raus.
Hayden Hawks – gut, schnell , gut, raus. Im Interview könnte er keinen bestimmten Grund nennen. Es war einfach ein falscher Tag.
Tim Tollefsen – früh raus mit Magenproblemen.

Auch bei den anderen gab es ein paar Favoriten, die nicht ins Ziel kamen:

Kati Lickteig – Am weg Richtung Courmayour den berg runtergekugelt – over and out

Eva Marie Sperger – war top unterwegs, lange in den Top 10 der Damen – aufgegeben bei Champex-Lac.

Matthias Krah – Bester Deutscher:
Top 20 – Hat heuer schon den 85er beim Innsbruck Trail Festival gewonnen.

Triathlondog – Hat länger gebraucht ins Rennen zu kommen, war dann top da, hat sich aber beim Downhill nach Courmayour die Beine so zerschossen, dass sie danach zu gemacht haben und er es nicht mehr geschafft hat, sie zum arbeiten zu bekommen – leider nach 100km in Arnouvaz – Ende der Geschichte

Florian Grasel – bis kurz nach Courmayour Top 20 und danach leider raus.
Zum Thema Mental Stuff hat Flo Grasel auch einen schönen Einblick gegeben:

#disappointed is a way too small word how I'm currently feeling
Sooo many people put so much energy into my #utmbtop10 project (my family, my friends, @boafitsystem@sunshinemoments - thank you at this point!!!)
and it currently feels like letting them down!
It went all so well from the beginning and could ran through the night from the 50th to the 18th place... Only had some minimal lunge problems but everything else felt like I could definitely make my dream come true.
In Courmayeur I heard that @geraldsanchofister dropped out because of illness and the whole way up to Bertone I thought about "what if my lunge problems also come from an illness". And to be honest I started to get afraid - I don't want to be in the news with the headline "Runner died @utmbmontblanc because of myocarditis"
The negative feelings took over my mind and all mental tricks didn't work... Suddenly I felt like shit, was dizzy and crashed and hurt my knee and then it was #overandout
If I'm really ill - I don't know... If I come back to finish my project - I don't know... I only know now that my wife told me at the start line "No matter what will happen - your kids love you!" and this will help me over the next hard self-doubt phase I may have to #dialedin with...

Als Hörtipp können wir euch die Mentaltricks / Mentalcoach Folgen von Fat boys Run empfehlen. Folge 167 , Folge 166.

Aktuelle Folge

Kainach – Nachtrag

Ganz vergessen wurde bei der Berichterstattung zum Kainach Bergmarathon der Streckenrekord durch Pumpgun-Ronnie. Diese Geschichte wurde 2009 unter dem Namen “Der Räuber” auch verfilmt. Diese einzigartige Anekdote macht diesen Lauf sehr speziell.

Vienna Trail Run

Vienna Trailrun Startszene
Startschuss und los gehts… (Bild Vienna Trailrun)

18. August 2019 
Der Light Trail mit rund 6.4 km und 290 Höhenmeter oder der Classic Trail mit 14.0 km und 590 Höhenmeter.
Sebastian und Flo sind gestartet und wollten beide richtig Gas geben. Das ergab im Ziel Sebastian 11ter im Gesamtranking in 1:11:58 und Flo auf Rang 57 in 1:23:02.
Während es bei Sebastian richtig rund lief und er die Pace und Gruppe halten konnte, hat Flo nach einem starken Start in Sub4 beim ersten Anstieg bemerkt, dass seine Beine an diesem Tag nicht wie üblich arbeiteten. Gerade die Anstiege wollten nicht so leicht von den Wadeln gehen, wie es für Flo üblich ist und so musste er Sebastian relativ früh ziehen lassen. Dieser wiederum konnte die Form der letzten Wochen und Monate richtig ausspielen und das Anfangstempo voll durchziehen. Die recht hohen Temperaturen trieben bei den meisten Athletinnen die Pulsraten in luftige Höhen und forderten bei vielen Tribut. Als Hochpulserprobter war hier Sebastian gut gewappnet und hatte zwar einen durchschnittlichen Puls von 178, konnte diesen wahnsinnig hohen Herzschlag aber durchhalten, Platz um Platz gut machen und schlussendlich eine Bombenzeit herauslaufen..
Flo erfing sich auf den Bergabpassagen ein wenig und hatte noch das C-Ziel “Schneller als letztes Jahr” vor Augen. Die aufgebaute Downhillsicherheit der letzten Monate konnte er im Bereich nach dem Hermannskogel und in den Serpentinen gut ausspielen, musste aber in der letzten Sektion nochmal einen Gang zurückschalten und nachdem klar war, dass es einfach nicht sein Tag ist, lief er gemütlich ins Ziel.

Fotos

Finisher
(foto: Viennatrailrun)

Ergebnis 

2. Veltlinerlauf

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Das ganze Dorf macht mit…

Peter ist am 24.08.2019 beim 2.Veltlinerlauf in Neustift im Felde gestartet. Der ortsansässige Laufclub hat hier einen familiären Event im Rahmen des Feuerwehrfests aus dem Boden gestampft und der ganze Ort macht mit. Auch sind einige andere Laufclubs der Einladung gefolgt und so fand sich Peter unter einer Vielzahl von Athleten aus Horn, Langenlois, Turnau, Bruck, Klosterneuburg, Neustift, Wien etc.
Neben der gut organisierten Starterschar und dem netten Startgelände gab es bereits beim auch einen kleinen Negativpunkt: Es war heiß! Richtig heiß!
Der Start der 5km und 10km Läufe war für 1545 angesetzt und die Thermometer kochten bei 33 Grad im Schatten. Schon an dieser Stelle war die Idee “neue Bestzeit” eher im Bereich der Wunschträume anzusiedeln.
Trotzdem machte Peter sich nach Startunterlagenorganisation fertig für seinen Start. Ein aufmunterndes “Gib halt mal ein bissl Gas” gab es noch von der Freundin mit auf den Weg.
Dann konnte ja nix schiefgehen 🙂

Der Plan

Der Plan für den Lauf über 4 Runden á 2,5 km lautete:
1. Runde Platz finden und nicht zu flott angehen
2 und 3 Runde – Platz halten und Kräfte einteilen
4 Runde – Tempo steigern und am Schluss alles raushauen

Die Realität

Der Schützenverein ballerte die Meute ins Geschehen und Peter sortierte sich direkt in die erste Verfolgergruppe auf ca. Platz 10 ein. Vorneweg 3-4 Läufer, die entweder die 5km absolvierten oder sich die Podestplätze für den Tag ausmachten. Die Siegerzeiten auf 5km waren im Bereich der 17 Minuten, die Siegerzeit über 10km lag bei 34:xx. Hier gab es für Peter nix zu holen.

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB
Da lacht er noch, der Bub.


In einer 5er Gruppe stürmte er durch die erste Runde und die Pulsuhr gab natürlich Rückmeldung. Nach 2 Kilometern waren schon mehr als 175 Herzschläge notwendig, die Pace von 3:45-3:50 aufrechtzuhalten.
Die ersten Gedanken in Richtung “das wird eng” kamen auf, aber Peter wollte sich nicht aus der Verfolgergruppe droppen lassen. Also waren die ersten 2,5km nach 9:45 absolviert. In Runde zwei teilte sich die Verfolgergruppe zum ersten Mal und Peter konnte nur mit Mühe das Tempo der zweiten Gruppe halten.
In dieser Runde freuten sich die Athletinnen auch bereits sehr über die Bewohner des Ortes, die mit Gartenschläuchen für ein wenig Abkühlung sorgten. Es war spitze!

Der Tiefpunkt


Am Ende der ersten 5km war Sub40 ad acta gelegt, der Durchgang bei 20:06 und die Herzfrequenz ließen auch bereits böses für die kommenden 2 Runden erahnen und so wurde auch die dritte Runde die Schlimmste. Eine Pace von 4:30-4:45 mit Mühe haltend, zogen 2 weitere Athleten an Peter vorbei. Da hat sich wohl einer verzockt. Aber aufgeben ist auch keine Option, also Hinterbacken zusammenkneifen, noch einen Becher Wasser ins Gesicht und zumindest auf einem soliden Platz ins Ziel kommen. In der letzten Runde ging es wieder ein wenig besser und nach hinten war der Platz scheinbar auch abgesichert, also einigermaßen befreit in Richtung Ziel.

All Out

Zielsprint - letzte Reserven
Wenn der Puls auf der Ziellinie an der 200 kratzt – (Foto: Stefan Oellerer)


Wenn Peter aufgepasst hätte, hätte er einen heranspreschenden Konkurrenten bemerkt, der ihn 150m vor dem Ziel, direkt am Marktplatz mit einem lauten “HU!” zu einem spontanen Luftsprung animiert hat und zu einem Zielsprint zwang. Dieser wurde tatsächlich zu einem All-Out-Sprint mit einem Pulsschlag von 198 und einer Pace um die 2:20. Um 2 Zehntel konnte Peter sich zwar im Sprint durchsetzen, wurde aber hinter seinem Widersacher in der Ergebnisliste geführt, da dieser 4 Sekunden danach über das Startband lief.
Im Ergebnis gab es dann eine 43:06 und den 3ten Rang in der Altersklasse. Somit konnte Peter doch noch einen versöhnlichen Abschluss finden und freute sich über die Flasche Wein 🙂
Auch dieser Lauf ist einen Besuch wert! Schaut ihn euch an.



Das Ergebnis

LEP#067 - Pumpgun Ronnie und der UTMB

Nachtrag: Die Zeitnehmung hat leider nicht optimal geklappt und Peter war eigentlich 13ter, wurde aber mit Bruttozeit gewertet, da sein Chip beim Start nicht erfasst wurde.

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LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

LEP#066 – Des einen Freud, des anderen Leid

Nach dem Ausflug nach Frankreich, an den wunderschönen Montblanc, ging es in den Sommer. Der Trainingseinstieg erwies sich einerseits als nicht ganz einfach und andererseits warteten ja auch Wettkämpfe.

Die aktuelle Stunde

Grossglockner Ultratrail

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Grasel, Sperger und Farbmacher vorm Start (Bild – Livestream)

Am letzten Wochenende im Juli hat auch 2019 der Großglockner Ultratrail stattgefunden, an dem Florian ja bereits teilgenommen hat (Siehe Folge 40 – Der GGUT und der Carbonraketenmann).  Der Lauf umfasst in der Maximaldistanz 110 KM und 6500 HM und verläuft von Kaprun nach Kals und über die Rudolfshütte und das Kapruner Thörl wieder retour nach Kaprun. Eine großartige Beschreibung hat Klaus Sobirey auf trailrunning.de geschrieben.
Neben der Langdistanz gibt es auch eine Staffel, einen 75km, einen 50km und einen 30km Trail, die allesamt ein Erlebnis sind.

Am Freitag 2200 geht es für die Langdistanz los und 2019 wurde der Lauf zusätzlich zum bereits bekannten und großartigen Livetracking von Datasport auch per Facebook – Livestream übertragen. Über 30 Stunden wurden hier die Eregnisse begleitet, Interviews vor, während und nach dem Lauf mit den Favoriten geführt und Fragen der Community beantwortet. Derartige Berichterstattung kennt man eigentlich nur vom UTMB.
Ganz toller Service – bitte weitermachen!

Der Rennverlauf

Vor dem Rennen war schon der Zweikampf Farbmacher / Grasel angekündigt worden beide freuten sich darüber möglichst lange gemeinsam laufen zu können. Direkt nach dem Start hat sich auch genau dieser Paarlauf abgezeichnet. Lieder musste aber Thomas Farbmacher frühzeitig auf den DNF-Pfad abbiegen und ab diesem Zeitpunkt musste Florian Grasel ein einsames Rennen führen. 
In beeindruckender Manier hat er sich hier durchgesetzt und konnte nach 14 Stunden und 40 Minuten seine Kinder wieder in die Arme schliessen. Mit mehr als einer Stunde Vorsprung war das eine Machtdemonstration. 
Auf Platz 2 lief Amadeus Wild ein und knapp hinter ihm folgte Eva Sperger, die in 16 Stunden und 3 Minuten ein großes Ausrufezeichen in Richtung UTMB gesetzt hat. Hier sind wir schon sehr gespannt.
Aus dem Team Vegan konnte Sophia Schnabl das Rennen als 6te Frau beenden und schaffte es als letzte Dame über die ganze Distanz. Patrick Klug wurde nach einem guten Lauf bis zur Rudolfshütte, auf dieser abgewunken, da eine Gewitterfront aufzog. 

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Liveanfeuerung inklusive

Dieses Schicksal ereilte einen Großteil des Feldes und im Hinblick auf die Gefahr von Gewittern in den Bergen, ist eine entsprechende Entscheidung der Veranstalter zu unterstützen.

Das Rennergebnis findet sich hier.

Sierre Zinal

Im Schweizer Kanton Wallis fand die 46ste Ausgabe des Sierre Zinal statt.
Das schnellste Rennen der Golden Trails Series über 32km konnte, bereits zum 7ten Mal, Killian Jornet für sich entscheiden. Als Sahnehäubchen schaffte er gleich noch einen Streckenrekord, der nun bei 2:25:35 liegt.
Hinter ihm reihten sich der Sieger von 2016, Petro Mamu und Jim Walmsley ein. Bei den Damen konnte sich Maude Mathys mit einem neuen Streckenrekord von 2:49:20 durchsetzen.
Das Rennen wurde per Youtube-Livestream übertragen und es wurden neben den Kameras im Start/Zielbereich und den stationären Kameras bei den Labestationen auch Drohnen und Mountainbiker mit Kameras eingesetzt.
Gerade diese Kameraradler zeigten auf eine ganz beeindruckende Art, wie großartig die Bildstabilisatoren und die Gimbals mittlerweile sind. Die hinter den Athletinnen fahrenden Mountainbikerinnen vermittelten den Eindruck einer fixen Kamerafahrt.
Wie man das mit relativ überschaubarem Budget selbst hinbekommen kann, haben wir bereits vor zwei Folgen verlinkt, wollen es hier aber nochmals machen: Was läuft Podcast – Folge 19.

KAT100

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Premiere für ein neues Monster am österreichischen 100Meilen-Himmel (Foto Andi Frank)

Eine Premiere feierte heuer auch der KAT100 (Kitz Alps Trail). Zum ersten Mal wurde am 8.8 dieser 100 Meilen Lauf gestartet. Zusätzlich zu der 169km langen Distanz mit 9784 Höhenmetern gab es auch Unterdistanzen mit 87km, 58km, 23km und ein KidsRun.
Die Werte heben dieses Rennen in die Kategorie UTMB, wenngleich die Streckenschwierigkeit wohl noch über der des Referenzlaufs ist.
Werner Weissl hat sich dieser Herausforderung gestellt und konnte nach 39 Stunden und 58 Minuten als 14ter den Zielbogen durchschreiten. Insgesamt haben das nur 24 Teilnehmerinnen geschafft und somit betrug die Finisherquote 25%.
Die Siegerzeit lag über 28 Stunden und das Ergebnis spricht Bände.
Der Lauf an sich findet in einer beeindruckenden Landschaft statt, hat aber noch Verbesserungspotential bei den Labestationen und den Markierungen.
Wir freuen uns dennoch auf viele weitere Austragungen.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Es gibt noch einiges zu tun, aber der Weg führt bergauf. (Foto: Andi_Frank)

Phyrn-Priel Trophy

Startschuss bei der Phyrnprieltrophy
Start zum Speedtrail (c)Photo Phyrn- Priel-Trophy

Eine Woche nach dem Kainacher Bergmarathon hat unser Lieblingstriathlet Sebastian eine weitere Reise in die Steiermark unternommen. Bei dem Speedtrail der Phyrn-Priel-Trophy über 19,7 KM und 1270 HM konnte er seine momentane Hochform unter Beweis stellen. Direkt nach dem Start heftete er sich an die Führenden und konnte zwar die Ersten nicht halten, aber sich direkt im Verfolgerfeld behaupten. Nach 2 Stunden und 9 Minuten konnte er Gesamt Platz 11 erkämpfen. Eine Topleistung, die noch Großes in Aussicht stellt.

Bigfoot200

Beim diesjährigen Bigfoot 200, einem 200 Meilen Rennen in der Nähe von Washington, nahm ein australischer Surfer teil, der beim diesjährigen Delirious W.E.S.T. in Australien der Air BnB Host von Candice Burt war und dort spontan auf die Idee kam, er läuft auch sowas. Unterstützt von Candice hatte er nun 7 Monate Vorbereitung. Und er hat das Ganze als 11ter gefinisht. Das ist sehr, sehr unglaublich.

Aktuelle Folge

Training und der Schmerz (Flo)

Nach dem UTMBohneUTMB hat sich Flot als nächstes Ziel einen richtig schnellen Halbmarathon gesetzt. Am 27.10 soll es beim Herbstmarathon soweit sein. Als Minimalzielt ist eine 1:30 vorgegeben, soll aber möglichst weit unterboten werden.
Das beeinflusst natürlich das Training erheblich und so stehen viele Intervalle und Tempodauerläufe am Programm. Viele davon auf der Strasse und flach. Bei den ersten Intervallen ist es auch so richtig schief gegangen. Machbare Vorgabe haben nicht geklappt, der mentale Unterbau war nicht optimal. Mit der bereits gewonnenen Erfahrung hat Flo direkt nach 1-2 Wochen umgeschwenkt und einen langen Lauf am Wochenende in den Wiener Haushügeln auf der U4U4-Strecke mit Geordi gemacht.
Dieser Lauf fürs Gemüt war dringend notwendig und brachte sowohl Spass also auch die Geschwindigkeit retour.
Nach diesem Ausbruch konnten die kommenden Intervalle und Trainingsziele gut erreicht werden und der Plan stimmt wieder.
Es hat sich erneut gezeigt, dass man manchmal den Plan durchbrechen muss um den Plan einzuhalten.

Kainach Bergmarathon

Ankunft

Am 4.8. war es soweit. Der dritte und abschliessende Lauf des Bergmarathoncups (Östcher, Veitsch, Kainach) fand in einem Dorf zwischen nichts und nirgends statt. Gemeinsam mit unserem Lieblingstriathleten ging es für Peter um 5 Uhr morgens in die südliche Steiermark. Nach dem üblichen Startunterlagen, ich muss nochmal für Flatterblasler und einem kleinen Snack ging es für die Beiden direkt in Richtung Startbereich. Dort trafen sie direkt Franz Preihs, der dieses Jahr eine Ausgleichssaison vom Radfahren und dem RAAM macht und stattdessen ein paar Bergmarathons und als Saisonhighlight den Dick Collins 100k am Zettel stehen hat.
Auch Niki Kulmer, dem Moderator des Tierschutzlaufs, und seine Staffel trafen wir direkt bevor es losging.

Helfgott – zefix

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

In der Startaufstellung stehend, den Kreditkartenförmigen Timingchip an der linken Hüfte angebracht (weil sonst funktioniert er nicht ordentlich – ein kultiges Teil!) warten alle gespannt auf den Startschuss. Der kommt aber nicht. Es kommt der Dorfpfarrer, der ein paar Worte spricht und den Lauf segnet. Dieses Ritual verwirrt einige Starter, inklusive Peter und Sebastian sichtlich.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Venga, venga, venga

Ab dafür

Dann geht es aber wirklich los. Durch den Startbogen durch, ein paar Gassen durch das Dorf und raus auf die Landesstrasse. Nach 2 Kilometern biegt der Tross ab und hoch geht es den ersten Pfad. Vorneweg die Topleute der österreichischen Meisterschaft und die schnellen Staffeln. Dahinter die ambitionierten Athletinnen und dann irgendwann Sebastian und Peter.

Defensiv mit einem Lokalhelden

Die Beine fühlten sich gut an und die ersten Kilometer nach oben hätten noch ein wenig schneller gehen können, aber die Rennstrategie war “Defensiv nach oben, 1-2 Kilometer am Plateau ausschütteln und dann Attacke”. Also tapselten die Beiden nach oben und versuchten den Puls immer gut unter Kontrolle zu halten.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

Nach ungefähr 13 Kilometer ergab es sich, dass in einem Gespräch mit einem Mitläufer, dieser sich als ehemaliger Sieger dieses Laufs outete. Karl Scherz, früherer Mitorganisator des Laufs, hat dieses Rennen bereits in 3:30 absolviert. Nun, mit 57, läuft er nur mehr zum Spass an der Freud’ mit. In den nächsten Kilometern gab er wertvolle Tipps, wo man sich verbrennen kann und wo das Tempo schön angezogen werden kann.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Lokalmatador Karl Scherz zeigt den Weg

Daneben durften Sebastian und Peter erfahren, wie die umliegenden Berge und Täler heissen, wo ein schöner Aussichtspunkt ist, wo die Markierung wirklich geht (viele Läufer machen einen ungewollten Umweg 🙂 ) und welche Anekdoten es zu diesem Traditionslauf gibt. Die Zeit verging wie im Flug und es war eine großartige Abwechslung. Beim Plaudern vergingen die Kilometer rasch, der Staffelwechsel wurde durchlaufen und der steilste Anstieg des Laufs wurde absolviert.

King of the Mountain

Am Plateau angekommen, haben Herz-Kreislauf und die Beinchen, trotz der zurückhaltenden Strategie, bereits Rückmeldung gegeben, waren aber im Vergleich zum Veitscher Breakdown frisch wie der Morgentau. Die nächsten ebenen Trailkilometer ließen erahnen, welche Geschwindigkeit der Lokalmatador früher hatte. Die zwei Jungspunde hatten kein Bedürfnis zu überholen und gemeinsam konnten bereits die ersten Mitstreiter, die den Anstieg viel flotter angegangen sind, eingesammelt werden. Es ging Richtung Mittelfeld und die Aufholjagd konnte beginnen.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Ready for action

Drop it like it’s hot

Bei den Herren der Bergwacht links und hoppa, da geht’s runter. Jawohl – Downhill -Geil!
Peter konnte sich nicht halten und da der Aufstieg so gut eingeteilt war, konnte hier die Luzi richtig abgehen. Fallen lassen und die Füsse geschwind setzen. Die nächsten paar Kilometer waren eine Wonne und die Konkurrenz wurde eingesammelt wie Schwammerl. Motivation pur.

Peter hat hier richtig aufs Tempo gedrückt und hatte im Hinterkopf, dass Sebastian ohnehin auf den flacheren Passagen ein richtig flotter Flitzer ist. Nach dem steilen Downhill hat es allerdings ein wenig gedauert, bis von hinten ein Hulk-Sebastian im Streckgalopp angeschossen kam und erwähnte, dass er im Verkehr steckengeblieben ist und nun ein bisserl ausser Atem sei. Aber #hueftjonix, weiter in dem Tempo.

Die Formel W gibt Gas

Bis Kilometer 32, der zweiten Staffelübergabe wurden weiter Leute eingesammelt und plötzlich fanden sich die beiden wieder in der Damengruppe, die sie beim ersten Anstieg ziehen lassen haben. Diese Gruppe hatte zwischenzeitlich mehr als 15 Minuten Vorsprung, aber der Mittelteil ist den Beiden sehr fein gelungen. Von diesen Athletinnen umgeben, ging es auf die letzten 12 Kilometer und hier konnten Sebastian und Peter sehen, wie hart an der Spitze gekämpft wird. Die Damen haben um die Topplätze (Rang 5-8) gekämpft und so wurden alle Steigungen durchgelaufen, eine Labestation für ein paar Sekunden Vorsprung ausgelassen (muss man bei KM 37 auch schaffen), kurze Attacken zur Ermüdung geritten – kurzum großes Kino.
Ab Kilometer 40 ging es dann auf Asphalt und dort kamen die Klasse und der Leichtathletikbackground der weiblichen Konkurrenz ans Tageslicht. Sie zogen wieder davon und Sebastian und Peter freuten sich schon aufs Ziel

A Krampf mit dem letzten Schnapperl

Und dann waren sie da, die begeisterten Fans und Dorfbewohner und feuerten alle an. Die Kräfte wurden nochmal gebündelt und der Zielsprecher bereits zu hören. Die Duschen und das Ziel in Sicht, kam die letzte Labe….. Moment… warum ist da eine Labe…. und die Strecke bog nochmal 90 Grad nach rechts einen Hügel rauf. Ein “echt jetzt” kam über die Lippen und da hat doch tatsächlich jemand noch eine 1,5 km Schleife mit einem Schnapperl eingebaut. Die Freude war riesig, aber aufgeben war auch keine Option. Also nochmal rauf und am Friedhof vorbei Richtung Ziel. Im Rückspiegel kam noch ein Läufer und es sollte kein Platz mehr eingebüßt werden. Doch 400m vor dem Ziel krampfte Sebastians Wade so sehr, dass er einige Gehschritte einlegen musste. Eine kurze Abstimmung und es war vereinbart, dass Peter um den Platz kämpft und Sebastian nachkommt.

Um ein paar Sekunden ging es sich dann auch aus und Peter hatte nach 4:58 gefinisht. Sebastian konnte mit 4:59 ebenfalls Sub5 bleiben und ein großartiges Rennen konnte als erfolgreich abgeschlossen werden.

Am Ende belegten die Beiden Plätze 11 und 12 in der AK (Gesamt 76/78) – Das Ergebnis gibt es hier.
Peter konnte nach dem verpatzten Veitschauftritt auch wieder Plätze in der Cupwertung gut machen und am Ende gab es Rang 11 im Bergmarathoncup.

Klare Empfehlung für diese 3 Bewerbe, die sicherlich nochmal besucht werden.

Links zu den Seiten (entscheidet selbst, welche die schlimmste Optik hat 😉 ):
Ötscher
Veitsch
Kainach

Check/Packliste

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Ich packe in meinen Ultrakoffer

Die Packliste für Trailrunningevents, die nach dem 100 Meiler in Istrien begonnen wurde , haben wir nun durch die Liste des Trailrunning-Szene.at– Magazins ergänzt.
Ihr findet die Liste hier . Nutzt sie und ergänzt sie .

Tracknight

Auch dieses Jahr hat Mitte August ein ganz besonderer Event stattgefunden. Die Midsummer Tracknight. Bei dieser Leichtathletikveranstaltung dürfen neben den Einladungsevents alle interessierten und begeisterten Leichtathletinnen in verschiedenen Bewerben antreten. Neben Hoch- und Weitsprung, Hürdenlauf und Hammerwerfen gibt es natürlich auch die üblichen Laufdistanzen 100, 800, 1500 und 5000m. Hier ist die Besonderheit, dass es Topathleten gibt, die verschiedene Zeiten pacen und man sich so bei besten Bedingungen eine neue Personal Best erlaufen kann. Leider hatten wir dieses Jahr keine Zeit, aber für das nächste Mal ist der Kalender bereits vorbereitet.

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid

Vienna trailrun:

LEP#066 -  Des einen Freud, des anderen Leid
Vienna Trailrun (foto – vienna Trailrun)

Am 18.8. wird der Vienna Trailrun stattgefunden haben. Sebastian ist nach den letzten Erfolgen topmotiviert und im Attackmode. Er will die Top 20 angreifen. Flo will es nach dem Trainingshänger auch ordentlich krachen lassen. Eine Sub 1:15 will es werden.

Oh das so geklappt hat, könnt ihr in den Ergebnissen nachsehen und in der nächsten Folge hören.

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Pfeil 700km nach Santiago

LEP#065 – Vengamom: Going to Santiago de Compostela

Dieses Mal präsentieren wir eine ganz besondere Folge. In dieser geht es weder um Florian noch um Peter. Es geht um dieses Mal um ein spezielles Abenteuer, dass viele Menschen auf der Lifebucketlist haben. Der Jakobsweg nach Santiago de Compostela (in diesem Fall ausgehend von St. Jean Pied de Port).

Florians Mama hat sich diesem Abenteuer gestellt und berichtet in dieser Interviewfolge davon.

Aktuelle Folge

Der Samen wurde gesetzt

Buch zur Vorbereitung
Gut gelesen ist halb gewandert

Der Ursprung dieses Abenteuers befindet sich bereits 30 Jahre zurück. Eine Arbeitskollegin hat Florians Mutter vor längerer Zeit immer wieder von ihrem Mann erzählt, der den Jakobsweg beschritten hat und während der Reise immer wieder Statusberichte nach Hause gesendet hat. Sie haben im Büro den Weg verfolgt und in diesem Moment entstand die Idee “Das will ich auch einmal machen”.
Allerdings war auch sehr schnell klar, dass sie das nicht alleine machen möchte. So gingen ein paar Jahre ins Land, aber der Wunsch blieb und immer wieder kam sie mit dem Jakobsweg in Form von Büchern oder Filmen in Berührung .
Eine Auswahl findet ihr hier:

Eine Mitstreiterin

Nicht ganz unsportlich, geht es jede Woche ins Fitnessstudio und jedes Jahr zum Schifahren. Bei dieser Reise fand sich spontan eine Freundin, die sich dieser Aufgabe stellen wollte.

Nachdem das wer geklärt war, könnte das wann auch fixiert werden und so fehlte ja nur noch Equipment und ein bisschen Training.

Die Vorbereitung

Internetrecherche – Listen – Outdoorstore – Listen – testen – Outdoorstore – Umpacken und wieder von vorne.

Wie bei jedem ersten Mal, war die Equipmentauswahl und Einschätzung, was wirklich gebraucht wird, sehr schwierig. Es gibt zig Anleitungen und Listen, Erfahrungsberichte und Tipps. Ein wichtiger Ratgeber war der Auslöser der Idee. Dieser wurde bei persönlichen Treffen befragt und konnte sehr nützliche Hilfestellungen geben. Zusätzlich hat das Outdoorfachgeschäft der Wahl, in diesem Fall Treksport , großartige Beratung geleistet. Mehrmalige Besuche, Umtausch diverser Gegenstände und Packversuche etc. folgt.
Auch wenn jeder seine ganz individuellen Wünsche, Ergänzungen und Vorlieben hat, ist eine Packliste als Grundlage und Leitlinie ganz praktisch.

Zusätzlich sollte man ja auch eine ausreichende Fitness haben. Grundlage bildete die doch vielseitige sportliche Betätigung mit Yoga, Fitnessstudio und üblicher Wanderei.
Auch hier gab es einen Plan. Dieser beinhaltete “irgendwann fang ich dann auch an wirklich weitere Strecken zu wandern”.
Tja…..also kurzum war die erste richtig lange Wanderung dann der Camino Francés.

Die Reise geht los

Bereits die Anreise zum Startort , St. Jean Pied de Port, ist recht komplex, stimmt aber schön auf die kommenden Wochen ein. Es stehe ja nun 800km und 5 Wochen Wanderung direkt an.

Schöne Übersicht über den Camino Francés und andere Jakobswege

Nach der Ankunft und dem obligatorischen Besuch im Pilgerbüro zur Stempelrally wurde der Start am nächsten Tag vorbereitet. Einmal noch schlafen und dann….ab gehts.

7 Tage

Auf in die Pyrenäen
Auf gehts in die Berg

Der Erste Tag umfasst 25km und führt über den Ibaneta-Pass nach Roncesvalles.
Bereits hier merkt man, dass der Weg auf Pilger und ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. In unregelmäßigen aber überschaubaren Abständen finden sich Menschen mit Bananenkisten, kalten Getränken, Riegeln, die die Pilger selbstlos unterstützen. Diese Unterstützung wird natürlich in Richtung Ziel immer teurer. Trotzdem ist es ein sehr beruhigender und schöner Support.
Nach dem ersten Tag war die Euphorie über das Geschaffte groß und es sollte auch die schwierigste Passage sein. Die Entscheidung für ein Hostel hat sich im Nachhinein als sehr positiv erwiesen, da diese Variante zwar ein wenig teurer ist, aber er Erholungsfaktor gegenüber einer Nacht in einem Schlafsaal durchaus höher ist.

Das abendliche Pilgerritual mit Pilgermahl und einer Flasche Rotwein lässt den Tag auch gleich nochmal schöner erscheinen.
Bei diesem Tropfen wird der Tag rekapituliert und die nächste Etappe betrachtet. Dabei haben die beiden Wandersdamen auch darüber gesprochen, dass es ja nur die ersten 7 Tage schlimm ist (hat der Flo gesagt!) und dann ist es eine Gewohnheit und läuft dahin.

Der Rhythmus, Aufstehen – Essen – Gehen – Jause – Gehen – Zimmer – Essen / Wein – Schlafen, pendelt sich bereits nach 2-3 Tagen ein. Der angekündigte 7 Tag war vielleicht nicht 100% treffsicher, aber tatsächlich stellte sich nach ungefähr einer Woche eine Routine ein, die den Alltag schön machen. Trotzdem, dass es eine bestimmte Gruppe ist, die gleichzeitig losgeht und ein ähnliches Tempo hat, geht man oft stundenlang alleine, sieht aber bekannte Gesichter beim Abendmahl oder anderen Gelegenheiten immer wieder. Allein dadurch ergibt sich ein schönes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Same Same

Obschon es eine schöne Tätigkeit ist, kommt nach einer Zeit auch das, vielen Läufern/Ausdauersportlern geläufige “Warum mach ich diesen Schwachsinn”. Hier zeigt sich auch die mentale Einstellung. Es ist nicht wichtig, dass dieser Moment mit Freude und Begeisterung weggelächelt wird. Ein “was bleibt mir sonst über” oder ein “hüft jo nix” bringt dasselbe Ergebnis. Wichtig ist ja nur, dass der Weg weitergegangen wird.

“Bon Camino”

Die Weizenfelder und endlosen einsamen Wege im Mittelteil des Pilgerpfads bieten hier ein perfektes mentales Training.

Die letzten 100km

Und plötzlich steht er da, der 100km Stein. Euphorie! Es sind nur noch ein paar Tage, es ist bald das Ziel.
Ab diesem Zeitpunkt ändert sich aber ein wenig die Einstellung. Es ist nicht mehr das hier und jetzt und die nächste Etappe im Fokus. Es wird nun schon ein wenig auf das Ziel geschaut, die Markierungen zeigen nun auch die Restkilometer bis Santiago.

Leute, soviele Leute. Plötzlich, von einem Tag auf den anderen sind auch richtig viele Menschen unterwegs und wandern das letzte Stück nach Santiago.
Um dem ein wenig aus dem Weg zu gehen, wurde der Tagesstart nach vorne verlegt. Dieser Tipp, des Pilgerbruders Peter, hat wirklich funktioniert und es ist wieder ein wenig Ruhe eingekehrt.

Der letzte Anstieg

Finale

Der Plan war, vom letzten Berg, auf dem die Kathedrale steht und bei der entsprechende Rituale gibt, die letzten 6 Kilometer bis Santiago ganz bewusst und langsam zu marschieren, alles revue passieren zu lassen und die Reise so zu beenden.
Leider wird gerade, da es 2020 ein Jakobusjahr gibt, die Kathedrale und das Begleitgedöns gerade renoviert und so war diese leider geschlossen. Und auch die Statuen waren fort. Dafür waren viele Menschen dort. Und alles ausgebucht.
Irgendwie nicht wie im Plan…..

Ankunft in der Kathedrale
Ankunft in der Kathedrale

Nadann wird halt weitergegangen, auf der Suche nach einer Herberge… Huch, ein Ortschild

LEP#065 - Vengamom: Going to Santiago de Compostela

Tja, einen Tag zu früh und völlig anders als geplant war das Ziel erreicht. Aber Plan B wurde schnell gefasst. Eine Unterkunft war gefunden und nach dem letzten Mal Pilgermenü und Wein ging es ins Bett. Am nächsten Tag wurden die letzten Kilometer per Taxi retour zur Kathedrale genommen und dann sollte es wie geplant auf die letzten Kilometer gehen.

Eine Gruppe Jugendliche beobachtend kam das Ende und nach den obligatorischen Wegen zur Pilgerurkunde und der Pilgerinformation wurde der Tag genossen.

Und nun?

Ein wenig angefixt von dieser Reise, wird das nicht die letzte gewesen sein.
Wir bedanken uns aus ganzenm Herzen für das tolle Interview und wir sind schon gespannt, welche Erlebnisse da noch kommen. Wir sind schon ganz gespannt.

“Bon Camino”

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Kilometer 18 GSL - es wird hart

LEP#064 – Grenzverschiebung – 18 ist das neue 36

Diese Folge dreht sich neben der Aufarbeitung der aktuellen Rennen der Schönen und Schnellen um den Veitscher Grenzstaffellauf 2019 und welche Läufe Florian und Peter in den nächsten Monaten geplant haben.
Es gab eine Grenzverschiebung und es wird die Formel für Peters Mauer des Schweigens angepasst.

Die aktuelle Stunde:

 Golden Trail Series

Marathon du Mont Blanc

Der Marathon du Mont Blanc findet zwischen 27.6 und 30.6 in Chamonix statt und ist das zweite Rennen der Golden Trail Series. Er geht völlig überraschend über 42 km, hat dem Berlinmarathon ein paar Höhenmeter, genauer 2780 HM voraus.
Das man dieses Teil trotzdem in 3:30 bezwingen kann, hat 2013 Kilian Jornet bewiesen. Allerdings muss sich auch der Damenrekord mit 4:03 nicht verstecken. Das sind aussergewöhnliche Zeiten, von phänomenalen Menschen.
Es vewundert also nicht, dass es dieses Jahr keine neuen Rekorde gibt. Die Siegerzeiten von 3:47:13 bzw. 4:34:44 sind aber wahrlich kein lockerer Longjog. Das sind Weltklasseleistung von Profiathleten.

Insofern ist auch das Ergebnis absolut respektabel.

Resultat Männer
1 – Davide MAGNINI – 03:47:13
2 – Nadir MAGUET – 03:54:26
3 – Bartlomiej PRZEDWOJEWSKI – 03:56:15
Resultat Frauen
1 – Ruth Charlotte CROFT – 04:34:44
2 – Silvia RAMPAZZO – 04:37:57
3 – Eli Anne DVERGSDAL – 04:38:30

Tour de Genf

Nachdem machte es sich Flo im Bus bequem und träumte dem kommenden Heimflug. Leider fuhr der Bus nicht am Flughafen sondern an einen sonderbaren Ort mitten in Genf und Flo musste, nur noch 90minuten vor dem Abflug von dort, ohne Französischkenntnisse oder Internetzugang auf dem geschwindesten Weg zum Terminal. Sodenn sprintete er in zum einzigen Bus, der Aeroporto am Schild hatte und heizte während der Fahrt dem Busfahrer telepathisch ordentlich ein, damit dieser den Gasfuß schön nahe am Bodenblech lässt.
Kurz vor knapp erreichte der Straßenkreuzer den Fliegerhorst. Rausgesturmt und ab zum Check-in hat er es noch knapp vor dem Cut off zum Gate geschafft.
Und dann hatte der Flug 20min Verspätung….

Dolomyths Skyrace

Am 21.7 ist der 3 Lauf der Golden Trail Series über die Bühne gegangen. Dieses relativ kurze Rennen über 22 km trägt mit seinen 1700 hm (also im Schnitt 7,7 % Steigung)) den Titel Skyrace durchaus zu recht.
Mit diesen Rahmendaten sind die Ergebnisse wiederum unglaublich.

Resultat Männer
1 – Davide MAGNINI – 02:00:28
2 – Nadir MAGUET – 02:02:54
3 – Elhousine ELAZZAOUI – 02:02:54
Resultat Frauen
1 – Judith WYDER – 02:18:51
2 – Ruth Charlotte CROFT – 02:21:56
3 – Maude MATHYS – 02:22:08

Die Streckenrekorde bei diesem Rennen liegen bei 02:00:11 Kilian Jornet und 02:18:51 Judith Wyder. Das heisst bei den Männern war Davide Magnini nur 17 Sekunden hinter dem Streckenrekord und bei den Damen wurde er dieses Jahr pulverisiert. Zur Einordnung der Leistung, wir reden hier von einem 5:27 min/km bzw. 6:16 min/km.

Lavaredo Ultra

Ebenso hat der Lavaredo Ultratrail in Italien, ausgehend und endend in Cortina Ende Juni stattgefunden. Diesem Lauf (im Jahr 2017) haben wir bereits in Folge 22 berichtet.
Die Eckdaten sind 120km und 5800 HM. Das Streckenprofil ist sehr fordernd aber die Landschaft atemberaubend.
Werner Weissl, vom Team Vegan war dieses Jahr dort vertreten und hat es auch in einer Spitzenzeit von 21:52:05 ins Ziel geschafft.
Auch hier sind Eliteläufer am Start gewesen und es hat sich einmal mehr gezeigt, dass Trailrunning und Laufen im allgemeinen in Asien extrem schnell ausbreitet und die Spitzenläufer nun zur Weltklasse aufgeschlossen haben.

Resultat Männer
1 – Tim TOLLEFSON – 12:18:47
2 – Jiasheng SHEN – 12:31:08
3 – Sam MCCUTCHEON – 12:47:22
Resultat Frauen
1 – Katrin GÖTZ – 14:59:52
2 – Audrey TANGUY – 15:24:10
3 – Francesca PRETTO – 15:34:28

WSER 2019 – Western States 100

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Jim Walmsley  Photo: iRunFar/Bryon Powell

Traditionell Ende Juni hat auch dieses Jahr der Western States Endurance Run über 100 Meilen die Aufmerksamkeit vieler Trailrunner auf sich gezogen. Mit einem hochkarätigen Feld und noch höheren Erwartungen wurde auf ultralive.net und auf Twitter dem Rennen entgegen und dem Rennverlauf entlang gefiebert.
Schafft Jim Walmsley eine Wiederholung seines Erfolgs von 2018?
Kann er die Zeit nochmal unterbieten?
Ist möglicherweise sogar die 14 Stunden Marke möglich?
Kann Ryan Sandes, ein anderer der Coconino Cowboys (der Laufgruppe aus Flagstaff, rund um Jim Walmsley) auftrumpfen?
Wird Courtney Dauwalter gewinnen?
Wie weit nach vorne schafft sie es im Gesamtergebnis?
Kann Camille Herron eingreifen und das Rennen für sich entscheiden?
Gelingt Lucy Bartholomew ein Überraschungssieg?

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Lucy Bartholomew  Photo: iRunFar/Bryon Powell

Es war also für viel Spannung gesorgt und es sollte sich tatsächlich zu einem phänomenalen Rennen entwickeln.
Es geht los, erster Anstieg und traditionell overpaced da jemand und gewinnt dann nicht das Rennen. So auch dieses Jahr und die beiden Führenden Hallvard Schjolberg und Gediminas Grinius landen am Schluss auf Rang 25 bzw. 6. Etwas dahinter lauern die Favoriten.
An der zweiten Labe nach 15 Meilen findet man Jim Walmsley auf Platz 1 mit einer Minute Vorsprung, dahinter das Feld recht eng und Courtney Dauwalter auf Gesamtrang 23 führt das Damenfeld an. Auch hier nur niedrige Minutenabstände. Camille Herron kommt allerdings nicht so richtig in ihren Tritt und ist auf Rang 15. Ebenso Lucy Bartholomew, die direkt dahinter auf Rang 16 liegt.
Bei Halbzeit hat sich das Feld schon etwas weiter auseinander gezogen und es apert heraus, wer einen richtig guten Tag hat und wo es nicht ganz so locker geht.
Vorne Jim Walmsley in einer Spitzenzeit, ein paar Minuten dahinter Jared Hazen und dann tut sich bereits ein Respektabstand auf. Noch deutlicher wird es bei den Damen, da hier Courtney Dauwalter bereits mehr als 30 Minuten Vorsprung hat und es danach aber recht eng zugeht. Auffällig ist, dass Camille Herron weiterhin nicht unter den Top 10 zu finden ist. Sie muss auch tatsächlich bei Meile 55.7 aufgeben und diesen Tag schnell vergessen.
Auch Meile 65.7 zeigt das selbe Bild. Walmsley, Hazen – Pause – Rest und auf Gesamtrang 16 die Führende Courtney Dauwalter mit 36 Minuten Abstand.

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Courtney Dauwalter auf Rekordkurs  Photo: iRunFar/Bryon Powell


Meile78 bei den Männern hat sich mittlerweile Tom Evans auf Rang 3 gekämpft und Ryan Sandes auf Rang 8. Bei den Damen ist das Gap zwischen Dauwalter und Clare Gallagher allerdings auf 12 Minuten geschrumpft und auch Brittany Peterson und Kaci Lickteig sind nur wenige Minuten dahinter.
Und plötzlich bei Meile 79.8 – Gallagher vorne, Peterson zweite und Dauwalter DNF. Die Hüfte hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht und anstatt eines überragenden Siegs ist Reha angesagt. Der Weg ist also frei für die nun Führende.
Im Ziel liegt sie auf Gesamtrang 17 und in einer Zeit von 17:09:38 hat Clare Gallagher ein großartiges Rennen absolviert. Nur 11 Minuten hinter ihr kommt Brittany Peterson ins Ziel und Kaci Lickteig kann ihren 3ten Rang verteidigen.
Bei den Herren hat sich der hohe Favorit Jim Walmsley in 14:09:28 durchgesetzt und seine Streckenrekord aus dem Vorjahr nochmal erheblich nach unten gedrückt. Jared Hazen hat mit 14:26:46 ebenfalls ein unglaubliches Rennen hingelegt. Mit dieser Zeit wäre er 2018 noch vor Walmsley und mit Streckenrekord ins Ziel gekommen. Auf Rang 3 kann sich Tom Evans behaupten und ist somit gleichzeitig erster Europäer.

Erwähnt sei hier auch Markus Meinke, der als bester von fünf deutschen Läufern in 19:33:29 eine Topleistung abgeliefert hat.

Die Racecoverage von irunfar.com war auch dieses Jahr wieder aussergewöhnlich und kann nur als Vorzeigebeispiel für andere dienen.

Badwater Ultramarathon

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Start des Badwater Ultramarathon – (Photo The Weather Network)

Vor einigen Tagen ging auch der Badwater Ultramarathon über die Bühne. Dieser, als einer der härtesten Ultramarathons bekannte Wettkampf startet im Death Valley bei Temperaturen um die muckeligen 50 Grad Celsius und geht über 217km bis zum Tor des Mt. Whitmore.
Da das Rennen so sehr an die Grenzen der Athleten geht ist das Starterfeld auf 100 Teilnehmerinnen begrenzt. Wie bei einigen Läufen, die große Beliebheit haben, wird hier ein Verfahren zur Auswahl angewandt. Anders als bei Läufen, wie dem WSER100 und dem UTMB, die auf ein Losverfahren setzen oder bei Läufen wie dem Eiger Ultratrail, der nach dem First Come – First Serve die Startplätze füllt, wird hier mittels Bewerbung gearbeitet. Ähnlich dem Barkley Marathons werden hier die Teilnehmer manuell ausgewählt zu einem exquisiten Starterfeld geformt.
Das die Auswahl sinnvoll ist, zeigt die Finisherquote von 90%.
Dieses Jahr wurde auch ein Niederösterreicher, Christian Magadits, ausgewählt und trat die Reise auf diesem heissen Pflaster an. Bisher ist er eher durch seine Spitzenleistungen bei 6 Stundenläufen oder dem Race Across Burgenland aufgefallen, hat sich aber hervorragend geschlagen und mit Rang 18 in 32:31:44 groß aufgezeigt.

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Christian Magadits (Photo – Badwater.com)


Gewonnen hat diesen Lauf der Japaner Ishikawa Yoshihiko, dessen Ultrasignup-Profil Bände spricht, in der Rekordzeit von 21:33:01. Mit einem Abstand von 3 Stunden, hat er hier eine Bombenzeit hingelegt. Diesen Rang 2 konnte sich die Polin Patrycja Bereznowska erkämpfen, die mit 24:13:24 ebenfalls einen Feuerstreifen in den Boden gebrannt hat.

Aktuelle Folge

Florian und Peter waren natürlich nicht nur am verfolgen der internationalen Szene und haben sich vor dem UTMB ohne UTMB selbst in ein Abenteuer gestürzt.

Grenzstaffellauf Veitsch

In der obersteirischen Ortschaft Veitsch, fand zum 33sten Mal der Veitscher Grenzstaffellauf statt. Als zweite Station des Bergmarathon 3er Cups ist er mit dem Ötscher Ultramarathon (siehe Folge 60) und dem Kainach Bergmarathon ein Klassiker in der österreichischen Ultralaufszene.
Länge und Höhenmeter des Laufs sind nicht ganz klar und so wird offiziell von 54km und 2060 gesprochen, verschiedene Uhren behaupten ca. 50-52km und 2000 hm. Auf alle Fälle ist der Lauf mit der steilsten Stelle genau in der Mitte eine herausfordernde Prüfung.

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Streckenprofil (Bild Grenzstaffellauf Veitsch)


Gemeinsam mit Patrick aus dem Team Vegan haben sich Florian und Peter also auf den Weg gemacht und da das Rennen in die Woche des 2ten Virtual Runs gefallen ist, wollten natürlich alle ihre Teams würdig vertreten.

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Vorm Start gut gelaunt (Photo Werner Pointner)

Los gehts

Gemeinsam mit Franz Preihs, legten die beiden los und wollten gemäß der anvisierten Zielzeit von 6 Stunden nicht mit Turbosocken aber auch nicht trödelnd den Berg nach oben dackeln.

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Das erste Drittel ( Bild – Veitscher GSL)

Aufi auf die Alm

Nach dem ersten Kilometer durch die Ortschaft geht es direkt auf eine Forststrasse, die sich mit stetiger Steigung die ersten 6-7 Kilomter nach oben schlängelt und die ersten 500 Höhenmeter in die Beine der Läufer drückt. Mit flottem Tritt und sich unterhaltend geht es zu den ersten Laben und nach dem zweiten kleinen Anstieg ist der erste Wechsel der Staffelläufer und somit das Ende des ersten Drittels erreicht. Alles im grünen Bereich, ein wenig warm aber sonst sehr schön. Zeitlich sind Peter und Florian auf Kurs und so soll es weitergehen.

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Die erste Wechselzone ist bei KM 16 erreicht (Photo – Florian Kern)

18 ist die neue 36

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36

Aus der Labe raus und ab Richtung Rotsohlalm. Ein schöner Ausblick Richtung Turnau und auf die umliegenden Berge, weiterhin bergauf und plötzlich wird es ruhig neben Florian. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass es erst KM 18 ist und so fragt er Peter ob denn alles gut ist. Die knappe Antwort “nicht wirklich” überrascht ihn, aber er kramt in der Tipp- und Motivationskiste.
“Nimm ein Gel”, “Hast Salz?”, “Nur mehr ein paar KM und wir sind oben”, “Lass uns ein bissl langsam machen, dann geht es sicher wieder”, “Wir sind ja noch nicht bei KM36”.
Offensichtlich ist die Mauer des Schweigens bei Peter ein komplexes Gebilde.
Die Formel ergibt sich neben der Distanz wohl auch aus Temperatur, Höhe, gelaufene Höhenmeter, dem Superkompensationseffekt und der Musikkonstanten. In den nächsten Wochen wird diese Formel weiter erforscht werden.

Alle Versuche nutzen nicht viel, denn bald ist er da.

Der Teufelssteig

Auf einer Strecke von drei Kilometern müssen die Athleten 500 Höhenmeter nach oben kraxeln und auf diesem Teilstück ist bei Peter der Ofen aus. Er keucht, er schnaubt, er flucht, doch flott ist er nicht. Flo versucht es weiterhin mit verschiedensten Mitteln um diesen Hügel endlich zu erklimmen, doch groß ist der Erfolg nicht. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die beiden beim Graf-Meranhaus an und obwohl Peter Flo das Angebot gemacht hat “Lauf du, ich geh hier mal sterben”, war es auch weiterhin ein Paarlauf, da dieser ein herzliches “Wir haben gesagt wir laufen das zu zweit, also machen wir das auch” retournierte.

Stecker raus – Affe tot

Bei der Labe am Graf Meran Haus musste eine Pause von einigen Minuten eingelegt werden, damit es danach wenigstens im Wandertempo weitergehen konnte. Den Großteil des Plateaus waren keine weiten Laufstrecken von Peter erwartbar und so konnte Florian die Aussicht geniessen, dies auch kundtun und sich ein wenig mit anderen Läufern unterhalten. Während dieser Zeit verfluchte Peter den Umstand, dass er keine Kopfhörer mithatte. Nicht weil er Florian nicht hören wollte, sondern weil ihm ein paar hilfreiche Musikstücke fehlten. Eine gehörige Portion Hass hätte hier schon ganz gut getan.

Einfädelter Dehnplatscher

Ab Kilometer 27 ging es wieder leicht bergab und sobald die beiden unter 1700 Metern Seehöhe waren, gab es Latschen, Bäume und Wurzeln. Eine dieser lustig über den Weg stehenden Wurzeln hat sich in die Beine von Peter verguckt und sich ergriffen um das Schuhband desselben geschlängelt. Da er die bewährte Salomonschnürung in seinen Latschen hatte, hat das Schuhband gehalten, was es verspricht und ist nicht gerissen, sondern hat den Schuh schön am Fuß fixiert. Da aber der Schuh und der Fuß nun recht unvermutet stehengeblieben sind und der restliche Körper der Trägheit folgend weiter nach vorne ging, sollte Florian zwei bis drei Sekunden später ein “Ahhh – Ohhh – AU” hinter sich hören. Verdreht, wie ein Übungsdübel eines jungen Handwerkers lag sein Laufpartner auf der Erde und murmelte etwas von “Ich glaub mein Unterschenkel ist jetzt einen halben Meter länger”. Dieser, nun gut gedehnte, Unterschenkel machte Peter initial die meisten Sorgen, da er ausser einem Schmerzenden Oberschenkel, er ist wohl auf einen Baum oder seinen Stock gefallen, keine weiteren Blessuren entdecken konnte.
Nachdem feststand, dass es wohl kein Bruch, Riss oder ähnlich Schlimmes passiert ist, entknotete Peter sich und es ging nach einer Schreckminute weiter.

Die Wende

Nach einigen Kilometern war klar, dass der Unterschenkel wohl nur gut überdehnt wurde aber die Schmerzen weg waren. Der Aufprall am Oberschenkel sollte sich noch das ganze Rennen bei den Anstiegen bemerkbar machen und es verhindern, dass diese gelaufen werden können.
Trotzallem waren die Beiden froh, dass es so glimpflich ausging und überraschenderweise hat dieser Aufprall wohl einen moralischen Reset heraufbeschworen.
Das Laufen wollte wieder ein wenig besser klappen und bei der zweiten Staffelübergabe bei Kilometer 34,5 war Peters Gesicht wieder etwas heller (wenngleich nicht freudestrahlend).

Wellenreiten

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36

Entgegen dem ersten Gefühl beim betrachten der Karte, finden sich am dritten Abschnitt noch eine Reihe fieser Gegenanstiege, die nach 35+ Kilometern doch recht ordentlich weh tun. Da aber mit dem Oberschenkel ohnehin nicht an Laufen zu denken war, konnten diese noch gut bewältigt werden. Die Zielzeit schon lange abgeschrieben und nur noch auf finishen geeicht war die Stimmung ab Kilometer 40 auch gleich besser. Noch ein paar Waldtrail und schon ging es nach der vorletzten Labe runter.

Der Motiviationsschluck für den Zielsprint

Bei der letzten Labe angekommen, wurde zu den üblichen Leckereien auch ein Schluck aus der Motiviationsbierflasche gereicht und schon konnte der letzte Downhill in Richtung Ziel in einer 5er-Pace genommen werden.
Im Ort angekommen noch einen Kilometer durch die Gassen und nach 6 Stunden 38 Minuten konnten die Motoren im Ziel ausgeschalten werden.

LEP#064 - Grenzverschiebung - 18 ist das neue 36
Endlich durch (Photo: Florian Kern)

Zusammenfassend war das Rennen für Florian und Peter sicher sehr verschieden und die Zeit sagt: “Grenzstaffellauf – Wir sehen uns wieder! Revanche”

Dank und Anerkennung

Andi und Gloria haben ihren Patreonbeitrag erhöht. Vielen Dank, wir sind sehr glücklich!

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LEP#063 - UTMB ohne UTMB

LEP#063 – UTMB ohne UTMB

Ist der UTMB nicht Ende August? Ja, ist er… ist uns aber egal.

Die Reise beginnt

Koffer vor dem Abflug
Die Koffer sind gepackt

Pünktlich um 4 Uhr morgens klingen in Wien die Wecker.Auf, auf, der Berg ruft.Tag der Anreise zum Abenteuer – #UTMBohneUTMB – ist gekommen. Die letzten Kleinigkeiten in die Taschen gepackt und ab zum Flughafen. Pünktlich um 6 Uhr morgens treffen sich 3 der 4 Läufer am Check-In und machen sich mit einem Bauch voller Vorfreude am Weg nach Genf. Dort erwartet sie bereits, der Weatherman und Ideengeber, @die_Bergziege.


Doch, halt!
Wie kamen die Buben zu diesem Ort und worum geht es eigentlich?

And the Winner is…

Die Athleten und Freunde, Basti (@die_bergziege) , Geordi (@geordi2504) , Michele(@montemuggiowien) und Florian (@laufenentdecken) hatten sich im Jahr 2018 die Punkte für den UTMB 2019 erlaufen und sich direkt in die Lotterie desselben geworfen.
Der UTMB eines der bekanntesten Ultratrailrennen über 170 km mit mehr als 10000hm.
Ein Team wollten sie bilden und haben dies natürlich bei der Anmeldung auch angegeben. Somit konnten Sie nur gemeinsam gezogen oder nicht gezogen werden……. Dachten sie. Es trug sich zu, dass von den vier Läufern zwei einen positiven Bescheid und zwei eine Absage erhalten haben.

Profiorganisationen machen keine Fehler

Laut der Lotterieregeln des UTMB ist das zwar nicht möglich, aber augenscheinlich doch Realität. Mit diesem verwirrenden Ergebnis konfrontiert, wandten sie sich an die Veranstalter um eine gütliche Lösung zu finden.

Leider gab es hier seitens der Veranstalter kein sinnvolles Entgegenkommen. Die angebotenen Alternativen, dass die Beiden gezogenen Läufer als Einzelläufer starten könnnen oder sie ihre Lose für das kommende Jahr behalten, vermochten keine Begeisterungsstürme auszulösen. Diese Enttäuschung im Kopf, geisterte zum ersten Mal die Idee “dann Lauf ma den UTMBohneUTMB” in der Runde herum.

Die Geburt des #UtmbOhneUTMB

Über die nächsten Wochen und Monate reifte dieser Gedanke zu einer fixen Idee und wurde zu einem Gemeinschaftsprojekt der vier Freunde und irgendwann stand fest:
Anfang Juli wird der UTMB gelaufen – Punkt.

Das Wochenende 5.7 – 7.7. war auserkoren und die Planung ging los. Ausgehend von völliger Selbstversorgung planten die vier ein Fahrzeug nach der 80-120 km in La Fouly oder Champex – Lac abzustellen, um die Dropbags zu deponieren und so frische Kleidung, Vorräte etc. auffüllen zu können. Alle anderen Laben müssten durch die Refuges abgedeckt werden.
Alles durchgeplant, hat es sich ergeben, dass Peter dieses Wochenende Zeit hatte und zwar nicht in der Lage ist, 170km zu laufen, wohl aber, die vier Helden als Supportcrew zu unterstützen und da waren es also Fünf.

Gentlemen, get ready

Fun vor dem Run
Das wird ein Spass….

Tja, und nun ist es soweit. Ein Tag Vorbereitung vor Ort, noch einmal schlafen und dann geht es los mit der 170 km langen Reise über 10000 HM auf einem der schönsten Weg rund um den höchsten Berg Europas.
Ausgehend von Chamonix in Frankreich führt die Route über Les Chapieux, Courmayeur, Champex-Lac und Trient um dieses bezaubernde Bergmassiv.

LEP#063 - UTMB ohne UTMB
Touristeneinkaufstour


Nach der erfolgreichen Ankunft im Quartier, optimal im Herzen von Chamonix, mit wunderbarem Blick auf den großen weissen Berg, ging es direkt los zum Verpflegungskauf. Nach erfolgreicher Essensjagd hieß es nun Kräfte sparen.
Am Vorabend des großen Abenteuers wurden die frisch erworbenen Karten der Gegend mit eingezeichneter TMB-Route studiert, Labestationen nach Wichtigkeit und Erreichbarkeit bewertet und ein Zeitplan aufgestellt.
LEP#063 - UTMB ohne UTMB

LEP#063 - UTMB ohne UTMB

Das Wetter sollte bis Samstag Nachmittag/Abend trocken und warm bleiben und so wurde die Startzeit auf Freitag 5.7.2019 – 0600 festgelegt (Üblicherweise startet der UTMB um 1800). Die Marschtabelle war auf eine Zeit von 40 Stunden ausgelegt, also sollte der Zieleinlauf am Samstag um 2200 sein.
Eckpunkte waren fixiert und nachdem alle Athleten ihre Rucksäcke gepackt hatten und auch die Verpflegung für die Laben finalisiert wurde ging es ab auf die Matratzen um nochmal Energie zu tanken.
LEP#063 - UTMB ohne UTMB

Start your Engines

Es war 0500 als die Wecker schepperten und Küchenchef Michele die Espressomaschine anwarf. Jeder kannte seinen Ablauf und in einer geschäftige Routine wurden die letzten Vorbereitungen getroffen.

Startschuss

LEP#063 - UTMB ohne UTMB
Letztes Foto vor dem Start
LEP#063 - UTMB ohne UTMB
They are rollin….

Punkt 0600 sollte es losgehen. Ging es aber nicht. Da mussten noch Fotos geschossen und nochmal die letzten Ausrüstungsgegenstände gecheckt werden. Also 0604 – Startschuss.
Voller Vorfreude auf die nächsten Stunden liefen alle fünf Richtung Les Houches. Fünf deshalb, da die erste Labe direkt vor Les Houches war und Peter diese “mobile” dabei hatte.
Durch die Strassen von Chamonix ging es nach 1-2 Kilometern direkt auf die erste Forststrasse. Von frühaufgestandenen Damen und einer Gruppe Jugendlicher Camper angefeuert, wurden die erste leichten Wellen absolviert. Im schlauen Buch zum UTMB steht geschrieben, dass Läufer, die nicht die Top 10 anpeilen und bis Les Houches durchgelaufen sind, einen Fehler gemacht haben. Dieser Weisheit folgend versuchte sich das Team, trotz überschäumender Motivation, in Geduld und die Anstiege wurden großteils im zügigen Gehschritt absolviert.

Splitter / CP 1 – Les Houches

Mobile Labe auf einem STein
Mobile Labe

Nach 8 Kilometern hatte die Gruppe Les Houches erreicht und es hieß Abschied nehmen. Peter lief wieder zurück zur Unterkunft und machte sich mit dem Versorgungsmobil auf den Weg zur zweiten Labe.
Die vier Läufer hatten nun den ersten ernstzunehmenden Anstieg vor sich. Über den Col de Voza, einem recht steilen 1700er, begleitet von einer Horde stechender Fluginsekten, ging es nach St. Gervais-les-Bains. Am Weg dorthin erwiesen sich der GPX-Track auf den Uhren nicht immer als optimal und so gab es den einen oder anderen Umweg. Glücklicherweise hatte Geordi den Track auch in der Ortovox-App gespeichert, die hiermit sehr lobend erwähnt sei, und konnte durch die dort sehr gute Navigation inkl. umliegender Pfade und Wege gröbere Irrwege verhindern.

Brunchtime / CP 2 – St. Gervais-les-Bains

Labe in St Gervais auf einem Betontrog
Brunchtime

Gut in der Zeit und nur wenige Minuten, nachdem der Checkpoint fertig aufgebaut war, lief die johlend und kichernde Reisegruppe in St. Gervais ein. Während des Kurzberichts über die kleinen Umwege, die Flugtierchen und die ersten Eindrücke, wurden die Trinkflaschen aufgefüllt, Wassermelone und Obst genascht sowie die ersten Gels nachbestückt.
Bei dieser Gelegenheit fiel auf, dass der Iso-Vorrat und ein Gurt für die Stöcke in der Unterkunft vergessen wurde. Also musste das Versorgungsmobil nochmal retour.
Derweilen setze sich die Trailcrew wieder in Bewegung und ging auf die nächsten 10km nach Les Contamines. Zu dieser Zeit, mittlerweile war es bereits nach 1000 stieg auch langsam die Temperatur in Richtung erweiterter Kuscheligkeit.

Dinner is Served / CP 3 – Les Contamines

Mittagessen in Contamines
Traillunch bei CP3

Während die laufende Mannschaft ohne Umwege Richtung Les Contamines unterwegs war, wollte das Navi den Versorgungsbus von einer mindestens 60m hohen Brücke stürzen. Trotz der Meinungsverschiedenheit ob der Existenz der Strasse, konnte in Les Contamines ein Mittagstisch bereit gemacht werden und frisches Baguette, Pfirsichen und Oliven sollten ein wenig Abwechslung zu den Gels und Cliffbars bieten. Pünktlich um 1130 erreichten alle die Labe und snackten sich durch das Angebot. Florian berichtete verwundert, dass @die_bergziege heute gar nicht so defensiv unterwegs war und schon mehrfach die Führungsarbeit übernommen hat.
Unterdessen wurden mittlerweile routiniert die Rucksäcke mit Gels, Riegeln und Getränken befüllt. Nebenbei wurde auch schon der Wasserkübel mit Schwämmen benutzt – war es doch schon gut warm. Nach ein paar Minuten waren alle Speicher wieder voll und der nächste, kurze Abschnitt konnte kommen.

Quickstop / CP 4 – La Balme Notre-Dame de la Gorge

Die Truppe folgte für die nächsten Kilometer einem Bachlauf in Richtung La Balme. Nicht zu heiss, etwas Schatten und das kühle Nass in unmittelbarer Nähe, lief es fantastisch. Nach 4-5 Kilometern bei Notre Dame de la Gorge angekommen, war allen direkt klar, dass die nächste Pause genau hier stattfinden würde, da der Weg zur eigentlichen Station nicht zugänglich war.
Diese Verkürzung war der Grund, weswegen Peter trotz flottem Labe-Verstauen und Vorratsaufstockung zu spät war. 1-2 Minuten nach den Läufern bog das schwarze Mobil erst um die Ecke. Die Fahrwege rund um dieses Bergmassiv sind erheblich länger, als die Fußwege.
Trotzdem wurde die Labe nicht ausgelassen. Zu erfahren war die Gruppe und wusste, dass jeder Verpflegungspause eine gute Pause war. Darum Getränke auffüllen, die ersten nahmen neben, je nach Ernährungsform, Käse, Salami oder Paradeiser, Datteln und Bananen auch bereits Suppe zu sich. Man munkelt, dass diese sehr gemundet hat.
Dem Plan folgend wurden die Grödel in die Rucksäcke gepackt, da es auf der nächsten Etappe erstmals über 2000m ging und es sehr wahrscheinlich war, dass am Col du Bonhomme oder beim darauffolgenden Abstieg Schneefelder die Route queren, die möglicherweise Leichtsteigeisen notwendig machen. Für diesen ordentlichen Anstieg und den Weg nach LEs Chapieux waren ca. 4 Stunden veranschlagt, sodass der südlichste Punkt der Umrundung gegen 1600 erreicht sein sollte.

South of Heaven / CP 5 – Les Chapieux

LEP#063 - UTMB ohne UTMB
Lac de Roselend

Während die Laufstrecke an dieser Stelle 15 km umfasst, die allerdings 1200 positive Höhenmeter beherbergen, ist die Versorgungsroute etwas ausladender. 90km und eine Fahrzeit von 2-3 Stunden standen am Navi. Den Bergstrassen folgend, durch diverse kleine Ortschaften, die allesamt vom Tourismus leben, entlang der Berghänge mit mehreren Tälern und anschliessenden Anstiegen, schlängelt sich das Asphaltband Richtung Les Chapieux. Mehrfach musste Peter stehenbleiben und das atemberaubende Panorama geniessen. Diese Pausen und ein wenig Verpflegungsaufstockung ergaben eine Ankunftszeit in Les Chapieux von 1530. Kofferaum auf, Labe aufbauen und ein schneller Kaffee….perfekt. Die vier Recken traben pünktlich wie ein Uhrwerk um 1557 in die Labe. Wieder gibt es Geschichten von einer offensiven und hochmotivierten Bergziege, die den Downhill runtergebrettert ist und sich davor am Refuge de la Croix du Bonhomme einen Radler gegönnt hat. Der Anstieg war aber recht anstrengend und vorallem Getränke zehrend. Alle Möglichkeiten der Wiederbefüllung mussten genutzt werden. Ebenso wurden bei allen Gelegenheiten die Buffs und Kappen in kaltem Wasser getränkt. Der von Geordi mitgebrachte mobile Wasserfilter war bereits zu diesem Zeitpunkt im Einsatz und leistete gute Dienste. Es war heiss!
Die üblichen Wiederbefüllungsmaßnahmen wurden getroffen und die Lampen für den nächsten Anstiege eingepackt. Es sollte ja nun über die zweiten hohen Berge gehen (Col de la Seigne und Co des Pyramides Calcaires). Noch ein paar Schlucke vom Radler und sie zuckelten Richtung Col de la Seigne, später auch Col der sengenden Hitze genannt.

Hot Stuff

Die folgenden Kilometer durchliefen und durchwanderte die Gruppe das sprichwörtliche Tal des Todes. Ohne Schatten, dafür aber eine, zwar nicht besonders steile, aber dafür nicht endenwollende Steigung hinauf zum Col de la Seigne. Nur abgelenkt durch die Sichtung mehrerer Wildtiere (ein Rudel Gemsen, ein freilaufender Bergbagger,…) und Gesprächen über Fußball ging es unaufhörlich Richtung italienischer Grenze. Basti, die Bergziege, litt auf diesem Anstieg sehr und er sehnte sich nach der Labe bei Lac Combal. Doch dazu musste er über die Berge drüber und auf der anderen Seite noch ein Stück hinunter. Zudem war diese wichtige, aber straßentechnisch exponierte Labe recht unsicher.
Michele, die Maschine zeigte keine Ermüdungserscheinungen, Florian hatte einen kurzen Durchhänger, war aber nach nunmehr mehr als 55km wieder gut drauf und auch Geordi war im Ultramodus.
Es nagte in Basti und er litt. Wie soll das weitergehen. Sie waren doch erst bei ungefähr einem Drittel der Strecke und seine Kräfte waren in den letzten Kilometern mit der Hitze verdampft. Wenn er doch schon bei 100km wäre, dann würde der Kopf den Rest erledigen. Aber hier und jetzt? So früh im Rennen? Den Col de Seigne überwindend und rund um den Col des Pyramides Calcaires reifte die Idee, bei der nächsten Labe abzubrechen. Als beim Abstieg, direkt nach den Gipfeln, die Grödel aufzuziehen waren, schoss zu allem Überfluss auch noch ein Krampf ins Bein. Unfähig sich selbst schnell die Grödel anzuziehen, packten die anderen der Gruppe an machten Basti bereit für das kommende Schneefeld. Angekommen beim Refugio Elisabetha versuchte er Peter zu erreichen um dessen Status zu erfahren.

Kette dran – du kommst da nicht rein

Dieser hatte eine erneut recht umfangreiche Fahrt am Plan. Wiederum 90km sollten es werden und erneut waren es Bergstrassen voller Serpentinen und Engstellen. Da die Ankunft um 2000 sein sollte, hiess es Gas geben. Es lief gut und nach einem weiteren Stopp in einem Supermarkt, um eine Ananas und andere Kleinigkeiten zu besorgen, ging es von Courmayeur in den Graben zur Labe Lac Combal. Vorbei an sonderbaren Gestalten, die offensichtlich spezielle Interessen haben und an diesem Tag ein Mittelalter oder Druiden-Festival feierten (oder ordentlich einen an der Waffeln hatten), ging es zügig den Berg hinauf. Plötzlich war eine Kette quer über die Strasse gespannt. Per Schloss gesichert und durch massive Steher war die Aussage an dieser Stelle “da geht es nicht weiter, mein Jung’ “. Ein Gegencheck mit der Karte verriet Peter, dass es noch 200hm und 3 km bis zum Labenpunkt vor ihm lagen. Mit einem geschätzten Gepäck von 10-15 kg und viel zu wenigen Tragetaschen war die Variante “hinlaufen” eine eher unschöne Aussicht. Am Wegesrand stand allerdings ein Schild der Cabane du Combal mit Telefonnummern. Geschwind gewählt ergab sich ein interessantes Gespräch. Die Dame am einen Ende der Leitung sprach und verstand nur Italienisch unnd rudimentär englisch.
Auf der anderen Seite stand Peter, der versucht mittels Englisch die Lage zu beschreiben. Nach 1-2 Minuten wurde das Telefon an einen Englischsprechenden weiter gegeben. Dieser beantwortete die Frage, ob es irgendeine Möglichkeit gibt kurzfristig den gesperrten Weg zu befahren, mit dem Hinweis, dass das nur die Polizei von Courmayeur kann und er leider nichts machen kann.
Mit dieser unschönen Antwort konfrontiert ging die Überlegung los, was denn an dieser Stelle des Kurses notwendig ist und definitiv mit muss, wurde der Rucksack begonnen zu packen.

Private Parts / CP 6 – Lac Combal

LEP#063 - UTMB ohne UTMB
durch diese hohle Gasse müssen sie kommen

Plötzlich taucht ein Geländewagen auf der anderen Seite der Absperrung auf. Mit dem mehrmaligem Hinweis, dass er nicht da ist, Peter nicht gesehen hat, wo der Schlüssel liegt, dieses Gespräch niemals stattgefunden hat, Peter sich des Risikos bewusst sei und dass das Auto bei Entdeckung mitunter abgeschleppt werden kann verschwand er wieder. Nicht aber ohne der dringlichen Aufforderung, dass Peter, falls er diesen Privatweg nutzt, nicht über die Brücke fahren sollte, da diese sehr gefährlich und vorallem einsturzgefährdet sei.
Überschwenglich bedankt war Peter 5 Minuten später auf der Privatstrasse am Weg zum vereinbarten Treffpunkt. Um kurz vor 2000 war das Auto geparkt, die Labe aufgebaut und die Läufer könnten kommen. Negativ war nur, dass er kein Netz hatte. Immer wieder vergeblich in verschiedene Richtungen laufend, war er auf der Suche nach Netz um zu verkünden, dass die Labe, wie vereinbart, aufgebaut ist und sie freudig erwartet werden.

LEP#063 - UTMB ohne UTMB

Nur 2,5 km entfernt, im Refugio Elisabetha, magazinierten sie die vier Läufer auf, da sie nicht wussten, ob es Peter geschafft hat und sie ebenfalls keinen Empfang hatten um nachzufragen.

In dieser Situation hat Basti den anderen drei Läufern eröffnet, dass er, beim Aufstieg beinahe einen Hitzschlag bekommend, beschlossen hat, dass er das nicht durchhält und bei der nächsten Labe das Unternehmen beendet.

Teamspirit

Dieser Offenbarung folgte eine fast einstündige Diskussion darüber ob die anderen weitermachen sollten oder nicht. Basti versucht sie davon zu überzeugen, dass sie zu dritt, mit Peters Hilfe, ganz normal weitermachen könnten und er dazwischen ins Hotel gebracht wird.
Die Anderen waren sich allerdings schnell einig, dass das Abenteuer zu viert gestartet wurde und auch zu viert zu Ende geht. Wo und wann auch immer das ist.

Irgendwann hatten es ein paar Nachrichten auch durch den Äther geschafft und es war klar, dass es nur ein Katzensprung bis Lac Combal war.

Um 2145 trafen die bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 70km und 4500hm in den Beinen habenden Freunde bei Peter ein und drückten ihre Uhren ab.

DNF – Den Nächsten Finishen wir

LEP#063 - UTMB ohne UTMB

Der Nachgang

Nachdem noch ein paar Minuten versucht wurde, zu ergründen ob es nun tatsächlich beendet ist, stiegen alle ein und 45 Minuten später (der obszön teure Tunnel durch diesen Berg verkürzt die Fahrzeit ungemein) traf die Reisegruppe wieder im Mannschaftsquartier ein.
Es folgten ein paar Bier und ein Review der letzten 14 Stunden.

Fazit

Im Nachhinein betrachtet, in dem Wissen, dass es entgegen des Wetterberichts keine Gewitter gab, wäre ein Start am Abend vermutlich temperaturtechnisch besser gewesen.
Bei selben Voraussetzungen würden aber die Entscheidungen wieder exakt gleich getroffen werden. Gewitter in den Bergen ist unter allen Umständen zu vermeidendes Erlebnis.
Vielleicht hat die Bergziege vor lauter Freude zu sehr gepusht. Vielleicht war das Wetter und der Tag einfach nicht richtig.
Auf alle Fälle, war es für alle ein unvergesslicher und grandioser Tag in den Bergen und nach diesem Erlebnis ist festgeschrieben, dass weitere Reisen und autonome Unternehmungen folgen müssen.

Links

Hier noch einige Links und Eindrücke dieses großartigen Erlebnisses:

Eindrücke einer Tour:

LEP#062.5 - Strava Virtual Run 2

LEP#062.5 – Strava Virtual Run 2

Beim Strava Virtual Run 2 gibt sich die Gemeinschaft rund um den Laufend Entdecken Podcast erneut die Ehre. Der große Erfolg der ersten Auflage im Winter 2018 hat uns zu einer Sommerausgabe verleitet und wir sollten nicht enttäuscht werden.

Mehr als 50 Anmeldungen, aufregende Ankündigungen zu den Outfits, mitfiebernde Twitteranten und ein herausforderndes Wetter ließen auf eine grandiose Woche schließen.

Wir sollten aber nicht erahnen, wie herausragend die Beiträge waren.

Krasse Bilder / Krasse Leute / Krasse Krassheit

Neben den zu erwartend schönen Läufen für der beiden Lager,  wurden in der Kreativkategorie erfrischende und aufregende Beiträge abgeliefert.
Siegessicher hat Peter sich mit seinem Elefanten vor die Tür gewagt und dachte sich, “da werdens mit den Ohren schlagern”.
Doch so schnell war das Lied nicht zu Ende getrötet. Keine 8 Stunden später, beglückte Florian die Welt mit den Lauffotos im giftgrünen Mankini. Aber selbst diese beiden wirklich auf das Minimum reduzierten Outfits bildeten das Ende der Freizügigkeit.
lofi ließ es sich nicht nehmen, im #Teamohnehose durch Mallorca zu pflügen und seine Südseite freischwingend über die Trails zu peitschen.

Nur Nackt ist geil?

Nein!

Auf der anderen Seite der Skala, erreichten die Jury eine Röngtenhose von Bibi, Peter stellte sich mit seiner nochmal mit Geschwindigkeitslöchern aufgemotzten Carmouflageleggins an die STartlinie des Veitscher Grenzstaffellaufs und am letzten Abdruck gingen die bis dahin überschiessenden Temperaturen, die sich fleissig jenseits der 30 tummelten ein wenig zurück. Das nahm unser Geordi zum Anlass, sich in seinen Sweatsuit aka. Schihose zu werfen und eine Runde durch Wien zu drehen.

Diese Woche hat die Bandbreite der Möglichkeiten wirklich gezeigt und wir sind sehr glücklich, all diese Verrückten in der Community versammelt zu haben.

Die Topathleten

Neben Glanz und Glitter wurde aber der sportliche Aspekt nicht ausser acht gelassen und so erliefen sich die Athleten innerhalb einer Woche mehr als 2200 Km und 43000 HM.

Armin – Kurze Hose – 70.6 km Lauf und gesamt 5865 Höhenmeter
Christian – Lange Hose – 128.2 km
Ludwig – Kurze Hose – 3:21 / 5 km

Nach einem ausgeglichenen Start und einem knappen Rennen am ersten Tag, hat sich in den folgenden Tagen ein klarer Vorsprung für Teamkurzehose herauskristallisiert.
Durchschnittliche Tageshöchstwerte von mehr als 30 Grad Celsius haben die Starterzahl bishin zu einem Verhältnis von 4:1 verschoben.
Durch die gnadenlose Bekenntnis zu ihrem Team, konnten die Freunde des anschmiegsamen Wadenkleids trotzallem den Sieg der meisten Kilometer pro Teilnehmer und der meisten Höhenmeter pro Teilnehmer für sich entscheiden.

Die Gesamtwertung konnte mit klarem Abstand das Team Kurze Hose erlaufen. Hier half dem Team Lange Hose nichtmal die Mithilfe eines Olympioniken. Christian Kreienbühl hat sich zwar mit seinem Umfang von 128.2 km den Sieg in der Distanzwertug geholt, aber die zahlenmäßige Übermacht der Shortsportler war zu groß.

Gesamtkilometer:
Team Kurze Hose – 1700 km / 34000 HM
Team Lange Hose – 500 km / 9000 HM

In den nächsten Tagen werden die Gewinne an die Sieger versandt und wir hoffen, dass es wieder eine freudige Überraschung wird.

Liebe Teilnehmerinnen… Wir sind so stolz auf alle, die teilgenommen haben und freuen uns schon auf die nächste Ausgaben!


Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein
Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

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Weintraubenlauf / Mozart 100

LEP#062 – Eine Symphonie in zwei Akten

Freunde des Podcasts, heute ist ein ungewöhnlicher Freitag. Ihr werdet diese herrlichen, vom Peter liebevoll verfassten, Shownotes sicher jeden Freitag verschlingen und euer Hörerlebnis auf ein neues Level katapultieren. Dieses Mal muss ich euch, hoffentlich nicht so schlimm, enttäuschen. Aufgrund von Umständen (Arbeit), hat der eigentliche Verfasser dieser Texte keine Zeit und ihr müsst mit mir vorlieb nehmen. Ich hoffe ich kann diese Lücke füllen und euch genauso ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern wie er. Ich verspreche euch, dass wir ab nächstes Mal wieder zu gewohntem Modus zurückkehren werden.

Mozart 100

LEP#062 - Eine Symphonie in zwei Akten

Als Vorbereitungsdoppel für den UTMB ohne UTMB hat sich Florian die 63k Variante des Mozart 100 herausgesucht.

Der Mozart 100 selbst ist ein feiner Lauf, der von Salzburg, über den Fuschlsee wieder zurück nach Salzburg führt. Dieses Jahr wurde er sogar in die Ultra Trail World Tour aufgenommen (wir haben in LEP#058 schon mal über die Tour gesprochen), was zur Folge hatte, dass so gut wie alle Straßenabschnitte aus der Streckenführung entfernt wurden. Ganz lässt es sich natürlich nicht vermeiden, aber dort wo es möglich ist, wurde es getan. Für die Trailläufer unter uns sind das sicher gute Nachrichten.

Wie wir bereits in LEP#061 besprochen haben standen die 7:30h – für Florian – im Raum. Wir arbeiten in dieser Folge die Ereignisse auf und führen euch durch das Rennen. Von den ersten 31k in denen Florian, wie ein junger Gott (Vielleicht lob ich mich hier zu viel? Ach, das passt schon), geflogen ist, bis zu den Schwierigkeiten des 2. Abschnitts.

Darüber hinaus berichten wir noch von Florian’s Schwester und ihrem phänomenalen Abschneiden. Und wie wir das auch schon aus den letzten Folgen gewohnt sind, werden wir am Schluss analysieren, was Florian hier gelernt hat und ins nächste Rennen (Veitsch) mitnimmt.

19. Internationale Ruppersthaler Weintraubenlauf

LEP#062 - Eine Symphonie in zwei Akten
Peter auf dem Weg zur Bestzeit

Natürlich ist der Peter auch in diesen 2 Wochen nicht untätig gewesen, sondern hat seine 10k Bestzeit – mal so – nach unten geschraubt. Wo könnte man das besser machen, als beim über Österreich hinaus bekannten 19. Internationalen Ruppersthaler Weintraubenlauf. Klar, oder?

Wir besprechen auch hier den Rennverlauf und wieviel sich Peter nun im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat. Für die exakte neue Bestzeit müsst ihr die Folge schon selbst hören. Ich weiß, ich weiß – ich bin schon ein bisschen gemeiner als der Peter. Upsi.

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Oh du mein Wien

LEP#061 – Eine Empfehlung für den Wienmarathon

Der nächste Virtual Run findet in der Woche 24.6- 30.6 statt. Die genauen Informationen zu diesem Event findet ihr auf der Eventseite und auf Strava. Nehmt fleissig teil – viele Leut – viel Gaudi!

Das es in diesem Podcast eine Empfehlung für den Wienmarathon gibt, hätte wohl niemand für möglich gehalten und einige werden es auf die Hitze schieben. Trotzdem kann man diesem Lauf auch seine guten Seiten abgewinnen. 

Fragen

Wir haben im Vorlauf dieser Folge eine Frage erhalten, die für viele Läuferinnen vor Ihrem ersten Marathon eine sehr wichtige ist.
Wo soll ich meinen ersten Marathon laufen?
Neben der Distanz zum Heimatort und der mehr oder weniger stressigen Umgebung/ Zeit rund um den Lauf sind auch Möglichkeit des Heimschlafens, Freunde und Familie wichtige Faktoren. Daneben spielen natürlich Untergrund, Landschaft, Höhenmeter und natürlich die Organisation eine Rolle.
Kurzum ist diese Frage doch recht komplex und kann nicht aus Sicht von Dritten leichtfertig beantwortet werden. Aber natürlich gibt es Indikatoren und Ratschläge.
Aus der Sicht von Flo und Peter eignen sich für Wiener Läuferinnen im Frühjahr folgende Läufe sehr gut.

Strasse:

Wien – Nahe, Möglichkeit zuhause zu schlafen, schnelle und unkomplizierte Anreise, Menschen die man mag oder mit denen man verwandt ist, die Möglichkeit, die Strecke vorzulaufen und so Sicherheit zu haben

Linz – Gut erreichbar, schöne Strecke, gute Labestellen

Salzburg – flacher Kurs, schöne Strecke

Kärnten – entlang des Wassers kann es hier um 1-2 Grad kühler sein und so Vorteile bringen. In Verbindung mit einem Entspannungswochenende sicher fein.

Trail:

Mozart 100 – Top Organisation, sehr schöne Strecke, kein Zeitdruck

Innsbruck Trail Running Festival – sehr schönes Streckenprofil, keine Zwangspace, gute Organisation

Die aktuelle Stunde

Hardrock gecancelt

Etwas überraschend wurde in den letzten Tagen der Hardrock 100 für 2019 gecancelt. In diesem Zusammenhang sieht man, dass es die Organisatoren sich bei derartigen Veranstaltungen nicht leicht machen und auch finanzielle Risiken eingehen, wenn sie einen Lauf ausrichten bzw. absagen.
In diesem Fall behalten alle Starter die Plätze für das Folgejahr und es wird für 2020 keine zusätzlichen Startplätze geben. Die Veranstalter wollen den Hardrock 100 nicht auf einer komplett anderen Route stattfinden lassen, damit das Rennen auch immer der Hardrock bleibt.
Die Entscheidung ist sicherlich hart aber nachvollziehbar und aus sportlicher Sicht sicher richtig.

Zegama – Golden Trail Series

Der Zegama Marathon (42,195km / 2736 hm) ist der erste Lauf der Golden Trail Serie und bei seinem 10 Antreten hat Kilian Jornet das neunte Mal gewonnen. Für den Spanier ist dieser Lauf und der Sieg dabei eine liebgewonnene Tradition.
Die beiden anderen am Stockerl stehenden haben mitunter zusammengearbeitet um an dem sprintenden Spanier dranzubleiben mussten sich aber am Ende doch dem kraxelnden Katalanen beugen.

LEP#061 - Eine Empfehlung für den Wienmarathon

Resultat Männer
1- Kilian Jornet (Sub 4- 3:52:47)
2 – Bartlomiej Przedwojewski
3 – Tibaut Baronian
Resultat Frauen
1 – Eli Anne Dvergsdal
2 – Elisa Desco
3 – Amandine Ferrato

Hochwechseltrail

Anfang Juni hat zum ersten Mal der Hochwechseltrail stattgefunden. Auf 44 km durch das steirische Wechselgebiet konnten sich die Teilnehmerinnen neben der schönen Landschaft auch an den zahlreichen und reichlich ausgestatteten Pausen- und Jausenstationen laben.
Klare Empfehlung – Teilnehmer berichten von tollem Lauf, guter Organisation, Spitzenlabestellen und schönen Pokalen.
Zusätzlich gibt es bei diesem Lauf auch noch gratis Teilnehmerfotos. Ein Feature, dass schon lange nicht mehr selbstverständlich ist.
Daumen nach oben, nächstes Jahr ist der Lauf definitiv auf der Shortlist

Ergebnisse und Fotos

Florian’s Lernstunde

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Gebotsschild Wanderer

LEP#060 – Defensive Vierer Pace

Eine Viererpace passiert schneller als man denkt,
wenn der Bauch und nicht das Hirn die Beine lenkt
Später kanbbert man dafür noch lange daran,
wenn er kommt, der Hammermann.

Dank und Anerkennung

Andreas – Vielen Dank. Seid wie Andreas! – Der virtuelle Klingelbeutel

Aktuelle Folge

Ötscher Ultratrail 

Blick auf den rauen Kamm.
Der tradtitionsreiche Ötschermarathon begeistert eine Vielzahl an Athleten (c) Ötscher Marathon

Peter ist am Samstag, den 25.5. beim Ötscher Ultratrail über 50km mit 1850hm gestartet. Nach dem WUT, die längentechnisch bisher größte Herausforderung.
Dieser traditionsreiche Lauf, bereits in der 23. Auflage, begeistert eine große Zahl an Athletinnen, sich der Ein oder Zweitagesherausforderun (50+20km) zu stellen.
Gemeinsam mit dem Veitscher Grenzstaffellauf und dem Bergmarathon Kainach bildet der 50km Lauf den Bergmarathon 3er Cup.

Die letzten Wochen waren wettertechnisch sehr unbeständig und so war die Ausrüstungswahl für diesen Lauf recht herausfordernd. Mit etwas Extragepäck im Topcase hat sich Peter aufgemacht zu einer schönen langen Lauf in Niederösterreich.

LEP#060 - Defensive Vierer Pace
Der Ötscher am Rande Niederösterreichs

Raceday

Im Start/ Zielgelände angekommen war die Freude groß, als er direkt ein bekanntes Gesicht, Florians Schwester Kathi und ihre Crew, entdeckt hat. Kathi hatte auch noch einen Tipp des Trainers im Gepäck, dass das Rennen erst in den Ötschergräben richtig beginnt. Die Renntaktik muss also “Defensiv starten und hinten raus halten” sein. Das klang für Peter logisch, schlau und er nahm sich genau das vor.
Die Kleidungsentscheidung war nun auch endgültig gefallen und es wurde, wie konnte es anders sein – die lange Hose. Dazu wurde kess ein kurzes Tshirt mit Ärmlingen kombiniert.
Einen Kaffee und ein Schwätzchen später, war es schon Zeit für das Racebriefing. Da das Wetter in den letzten Tagen vor dem Wettkampf schön, warm und trocken war, wurde die Originalstrecke gelaufen.



Am Start hat Peter auch Hans Stockinger, ein bekannter Läufer, getroffen, der sich nach Peters Wunschzeit erkundigte. Die geplanten 6-6 1/2 Stunden genannte, hatte er direkt den Rat, “geh es ned zu flott an, da bin ich schonmal arg eingegangen” parat.
Nachdem Peter keine 1000 Tode durchleben wollte, war die bereits genannte Renntaktik klar und musste nur noch exekutiert werden.

LEP#060 - Defensive Vierer Pace
Hans Stockinger hat Peter noch vor dem Start Tipps gegeben, die er unbedingt beherzigen wollte.

Startschuss

Los ging es in Lackenhof die ersten 2-3 Kilometer über eine Asphaltstrasse, leicht ansteigend zum eingrooven und die Beine locker bekommen und sich im hinteren Drittel des Feldes nicht übernehmen. Danach direkt auf eine Forststrasse, es rollt. Defensiv angehen, nicht übereilen.

Defen…was?

Super Wetter. Beine gehen gut. schöner Flow.
Mal flott auf die Uhr linsen, was der Puls und der Schnitt sagen.
Heidewitzka – das ist ja mal ein gut defensiver Viererschnitt.
Ab in die erste Schlucht. Herrlich am Wasser entlang ging es direkt zur zweiten Labe. Noch immer mit leichtem Gefälle, Chillis in den Schuhen und einem Grinser wie eine Wassermeloneenscheibe werden die ersten Zweifel an dieser Taktik weggegrinst.
Nach der zweiten Labe, nunmehr mitten im Feld wurden die Stöcke das erste Mal ausgepackt und der erste Wasserfall erklommen.

LEP#060 - Defensive Vierer Pace

Kurz innegehalten und die Szenerie betrachet, ging es direkt weiter zu Labe 4 in Puchenstuben.
Nachdem kräftig beim Buffet zugelangt wurde, konnte es weitergehen.

Gruppentherapie

Zu diesem Zeitpunkt hat sich das Feld schon gut verteilt und im Bereich von Peter waren in etwa 8-10 Läuferinnen, die alle ein ähnliches Tempo angeschlagen haben. Bereits seit Kilometer 15 war immer in unmittelbarer Nähe der Tschechische “Trailtrain”, eine Läuferin und ein Läufer, die die Anstiege mittels Stockverbindung bewältigten. Laetetia Pibis, eine wohlbekannte und bärenstarke Linzer Athletin ( 2. GGUT, 2.MIUt, 2.ZUT…. Interview) und ihre nicht minder fitte Laufpartnerin Maria Wohlschlager, die bereits 2012 den 3ten Rang erlief und zumeist die W50 dominiert. Auch Heinz Schadulek, Gewinner des Ultralaufcups 2014 und Patricia Olivier, die auch bereits am Lindkogel ein paar Minuten vor Peter ins Ziel gehuscht ist, vor waren in unmittelbarer Nähe.
Bestens gelaunt ging es weiter zum zweithöchsten Punkt des Tracks. Am Weg dorthin kam Peter mit Clarissa Friedrichkeit ins Gespräch. Da sich ihr Tempo gut ergänzte, haben wurde ab hier gemeinsam gelaufen.
Die Kuppe bei Gössing erreicht war es Zeit für Labe 5 und den längsten Downhill des Laufs.
Es rollte, es lief, es war großartig – kurzum 5er Schnitt geht immer.
Labe 6, der Wechselpunkt der Staffel bei Kilometer 30 kam und die Wasservorräte mussten wieder aufgefüllt werden.
Die Helferinnen an den Laben waren großartig. Mit viel Witz und geschickten Griffen, wurden die Flasks gefüllt, das Essen gereicht und ein paar motivierende Worte mit auf den Weg gegeben.
Viel Zeit blieb Peter aber ohnehin nicht, es ging ja schon weiter – zum schönsten Teil des Rennens – den Ötschergräben.
Bevor die mit Wanderern gesäumten Singeltrails genossen werden konnten, hieß es, wie auch nach den Laben davor, bücken und Gelpackungen und Becher aufheben, die weiter vorne liegende Läuferinnen weggeworfen haben.

Wegwerfwut – der Gelpackungsgrant

Jeder hat auf seinen Läufen, in Wettkämpfen oder beim Wandern schonmal etwas verloren. Ob es ein Kopfhörer war, ein Taschentuch oder Gel, das unbemerkt aus der Laufweste gefallen ist oder sonstige Mitbringsel, die mit auf die Trails gebracht wurden.
Das kann passieren.
Wenn allerdings 4 Laben hintereinander, 200-500m danach Plastikbecher und Gelpackungen im Wald liegen, dann mögen die dafür verantwortlichen Läufer und Läuferinnen bitte bei Stadtstrassenmarathons bleiben, bei denen es üblich ist, dass Tausende Becher weggeworfen werden und danach die Stadtreinigung durchfährt.
In der Natur, die wir beim Laufen alle sehr geniessen und erleben dürfen ist es nicht zuviel verlangt, dass man seinen Scheiss entweder bei der Labestation stehen lässt, da es bei 97% des Feldes nicht um den Sieg geht oder es einfach bis zur nächsten Labestation mitnimmt. Eine Gelpackung oder ein Becher sind durchaus tragbar.
Eine derartige Ignoranz und Rücksichtlosigkeit sollte gerade in diesem Sport nicht zur Schau gestellt werden.

Müll im Wald
Dosen, Gels und Becher….das muss nicht sein


Auf dieses Thema wollen wir aber ohnehin einer anderen Folge näher eingehen. #cleanyourtrails .

Entschuldigung bitte…

Hinein in die Ötschergräben, entlang des Ötscherbachs wurde weiter geplaudert und mit strammen Schritt die leichten Steigungen bewältigt. Peters Waden haben zu diesem Zeitpunkt schon Feedback gegeben, welches ihn kurz an den Beginn und die Downhillballerei denken lies.
Wer konnte das schon ahnen.
So ein Samstag mit Sonnenschein im Mai bringen Wandershorden in Bewegung. Alle paar Meter hieß es “Entschuldigung bitte”, “Obacht” und “Dürfen wir durch”. Der überwiegende Teil der Wanderinnen machte bereitwillig und flott Platz, sodass es zu keinen unnötigen Stopps kam.
Beim Ötscherhias vorbei, vor dem Mirafall durch und ab Richtung Jägerherz. Peter, als Neuling, kannte die Strecke ja noch nicht und so verliess er sich ganz darauf, dass er entweder die zum Teil spärlich angebrachten Flatterbänder sah oder aber ein Läufer bzw. eine Läuferin in der Nähe wusste wohin es weiterging.

Am Scheideweg


Kurz vor Kilometer 37 lief die Gruppe auf zwei Wanderer auf, die sie aufgrund einer Engstelle kurz bremsten. Diesem Umstand geschuldet sahen sie sich um und bemerkten, dass hinter dem gerade umlaufenen Felsen, ein schmaler steiler Pfad nach rechts führte, auf dem sich ein Flatterband befand. Der offensichtlichere, schön ausgebaute Weg linkerhand über eine Brücke war also der Falsche.

Später erfuhr Peter, dass eine doch beachtliche Zahl der Läufer und Läuferinnen genau diese Stelle übersehen haben und zum Teil mehrere Kilometer in die falsche Richtung liefen.
So auch Kathi, Flos Schwester, die bis zu diesem Zeitpunkt auf hervorragendem 7 Stunden Kurs lag, hier aber mehr als eine Stunde verlor und nicht nur eine Extrameile gemacht hat.

LEP#060 - Defensive Vierer Pace
So schön der Bach ist, …..

Glücklicherweise hatte also die Gruppe die richtige Abzweigung genommen.

The Sound of Silence

Also rechts rum und hoch den Pfad, der eher einem Gamssteig glich und Peter sehr schroff an seine Wall of Silence heranführt. Die ganze Luft wurde zur Atmung benötigt.
Mit den Stöcken nunmehr im Dauereinsatz und Motivationsmantras im Kopf war auch diese Steigung irgendwann geschafft und nach ein paar Metern durchschnaufen, wurde der Laufschritt wieder ausgepackt.

Labe 8 von 10 in Sicht, knapp 40 Kilometer absolviert, die Beine schon etwas schwer und die Energieversorgung schwierig. Der Labemeister, der die Auszeichnung “motivierenster Mitarbeiter” definitiv verdient hat, verteilte Salztablette, Obst, füllt die Getränkevorräte und gibt Zuspruch. Danke dafür.
Noch nichtmal ordentlich runtergeschluckt, scheucht die in den Laben immer in Windeseile fertige Clarissa, Peter wieder auf die Strecke, da sie aus dem Augenwinkel den Tschechischen Trailtrain sah und ihr kompetitiver Teil Oberwasser hatte.
Nadann, über Forststrassen ein paar Kilometer in das Tal hineinarbeiten, die vorletzte Labe als nächstes Etappenziel. Am Weg dorthin wurde das Duo von Christina Khinast, der amtierenden Vizestadtmeisterin des Linzmarathons – 3:17:51, mit leichtfüssigen Schritten überholt.
Die Zeiten dieser Kilometer zeigten deutlich, dass der Anstieg beim Jägerherz richtig zugeschlagen hat. Mit Kilometerzeiten zwischen 7 und 7 1/2 Minuten fühlte es sich auf der leicht abschüssigen Strecke sehr zäh an. Die Gewissheit vor Augen, dass der steilste Teil noch kommt, wurde ein wenig auf Sparflamme gekocht.

Die Schwarzblauen kriegen uns nie

Die vorletzte Labe erreicht, nochmal Energie getankt und sich Mut für die letzten 5 Kilometer zugesprochen, gingen die beiden noch immer gemeinsam Laufenden nur ein paar Meter vor den in schwarzblau gekleideten tschechischen Raidlight-Athleten wieder auf die Strecke und hin zum Anstieg, der sie zum Riffelsattel führen sollte.
3 Läufer vor Ihnen, 2 hinter Ihnen, ackerten sich die Zwei Serpentine für Serpentine durch den Wald. Das Gespräch sehr einsilbig, Luft Mangelware, die Hände entweder auf den Oberschenkeln oder fest um die Stöcke geschlungen arbeiteten sie sich den Berg hinauf. Trotz des nicht mehr überwältigenden Tempos wurden die Läufer davor eingesammelt und jeder Überholvorgang brachte ein wenig Energie zurück.
Ab 1000 Meter Seehöhe fanden sich vereinzelt Schneerosen und natürlich auch mehr oder weniger große Schneeflächen. Diese sollten bis zum Sattel merklich zunehmen und am letzten Anstieg nur mehr einen schmalen Streifen freilassen, den die Athletinnen hochliefenkrochen.

Es geht abwärts

Die letzten Tische mit Essen, das letzte Iso vor dem Ziel. Es war erreicht und wurde schnellstmöglich Richtung Magen bugsiert. Wie bei den letzten Stopps musste Peter danach wieder etwas Boden gut machen, da er nunmal etwas langsamer isst.
Mit der Gewissheit im Kopf, dass es nun nur noch bergab geht, machte ihm das keine großen Sorgen und ein paar hundert Meter später war die alte Ordnung wiederhergestellt.
Wieder zwei Läufer überholt, wieder etwas Luft übrig, kehrte auf den letzten Kilometern sogar das Gespräch wieder. Neben den üblichen Anfeuerungen mischte sich auch immer mehr Freude über das bald Geschaffte in die Worte.
Noch ein letzter Läufer, der eingesackt wurde und schon ging es über die letzte Schipiste hinunter zum Ziel.
Freudestrahlend wurde die Medaille nach 50km und 6 Stunden 12 Minuten übernommen.

Finish

LEP#060 - Defensive Vierer Pace
Die finalen Meter bis zum Ziel. Da kehrt auch das Lachen bei Peter und Clarissa zurück

Flüssigkeit und Kuchen brachten die Lebensgeister schnell zurück und die kommenden Athletinnen wurden beim Zieleinlauf angefeuert.

Lataetia Pibis und Maria Wohlschlager
Lataetia Pibis und Maria Wohlschlager im Ziel

Im Ziel konnte sich Peter auch mit Flos Mutter unterhalten, die ihm von dem Navigationsproblem vor dem Jägerherz berichtete.
Da sie mit https://raceday.me/ unterwegs war, einer Trackingapp für IOS konnten ihre Begleiterinnen immer sehen, wie und wo sie unterwegs ist. Für Begleiterinnen und Daheimgebliebene eine großartige Möglichkeit mit ihren Athletinnen mitzufiebern.
Mit dem Willen einer wahren Ultraläuferin wurde aber auch dieser Rückschlag verdaut und Kathi bezwang ihren zweiten Ultra in 8:46 und wurde 7te in der W30.

LEP#060 - Defensive Vierer Pace
Kathi finalisierte ihren zweiten Ultra als 7te ihrer Altersklasse

Einen Eindruck vom Lauf erhaltet ihr auch hier – Peters Lauf als Relive

LEP#060 - Defensive Vierer Pace

Das Ergebnis

Resultat Frauen
1- Veronika Limberger – 04:57:43
2 – Nora Nemeth – 05:38:35
3 – Verena Paus – 05:39:55

Resultat Männer
1 – Oldrich Janecek – 04:18:26
2 – Andreas Milleder – 04:33:05
3 – Helmut Pesau – 04:35:28

Am nächsten Tag folgte noch ein 20km Berglauf, der gemeinsam mit dem 50km Marathon den Ultra ergab. Auch hier fanden sich die üblichen Verdächtigen auf den vordesten Plätzen.

Zusammengefasst war es ein wunderschöner Lauf, der neben wunderbarer Landschaft und großartigen Eindrücken auch die Wettkampftrigger ansteuerte.

Um es mit Ebay zu sagen: Top – gerne wieder (vielleicht mit ein paar Markierungen mehr).

Wien – Schneeberg

Panorama des Schneebergs
Schneebergpanorama Von de:Freedom_Wizard – Eigenes Werk, CC BY 3.0

In der Nacht von 24.5 auf 25.5.2019 starteten die_bergziege, geordi, Mikele und Florian ihr Abenteuer, Wien – Schneeberg. Ausgehend vom 23.Bezirk in Wien, sollte über eine Vielzahl an Trails die Nacht genutzt werden um sich dem Schneeberg zu nähern und in den Morgenstunden, einen wunderschönen Berg zu erklimmen.

So sollte die Erzählung beginnen. Tut sie aber nicht. Diversen Bazillen geschuldet waren am 24.5 nur Geordi und Florian am Start. Dazu das bereits erwähnte unbeständige Wetter der zurückliegenden Wochen, dass den Schneeberg unter ebendiesem begrub, führten zu einer Alternativplanung, die es dennoch in sich hatte.

Weitwanderweg 444

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444 – den gönn ich mir

444 – The number of the Trail

Glückliche Läufer nach dem Lauf
Nach dem Lauf schauen sie noch immer sehr verliebt drein….

Die Gruppe ist zwar auf 2 Personen geschrumpft, aber einen Freitag Abend kann man nicht ungenutzt lassen. Darum haben sich Flo und Geordi kurzentschlossen zu einer Alternativroute entschlossen und sind um 20:30 am 24.5 in Mödling auf den Weitwanderweg 444 in Richtung Cobenzl abgebogen. Flo hat diesen 52km langen Weg mit 2000hm vor einigen Jahren bereits getestet und so sollte es dann auch mit dem romantischen Laufdate losgehen.
Los ging es direkt mit dem längsten Anstieg auf den Anninger, der neben dem Anningerlauf, auch das restliche Jahr viele Mountainbiker, Läufer und Wanderer anzieht.
Danach ging es direkt hinunter nach Gaaden. Die ersten Trails haben die Schuhe und Waden der Beiden schön umgefärbt.
Obwohl Florian den Weg noch ganz gut im Kopf hatte, war es hilfreich, dass Geordi den Track auf der Uhr mithatte. Dieser Umstand hat wohl den einen oder anderen Extrameter erspart.
Wenn zwei lustige Gesellen mit Stirnlampe durch die Nacht traben, kommt es bei Begegnungen mit Heurigenhalodris, die wohl auch noch einen Orientierungslauf nach Hause am Programm haben, zu verduzten Gesichtern und manch flottem Spruch.
Weiter durch die Nacht ging es Richtung und durch Purkersdorf. In WUT-Erinnerungen (siehe Folge 44) schwelgend zogen die beiden feixend durch die Metropole des Ostens.

Hyperreality – Bam Oida

LEP#060 - Defensive Vierer Pace
Clash of Cultures

Danach ging es Richtung Sophienalpe, dass an diesem Abend eine spezielle Veranstaltung ausrichtete. Ein Clubbing namens Hyperreality – mitten in der Nacht – mitten im Nix. Um kurz vor 3 Uhr morgens war das wohl der größte Clash of Cultures dieser Nacht.

Danach nur noch rollend durch den Wienerwald. Allerdings war die Uhrzeit, so gegen 4 Uhr morgens, für Flo recht schwierig. In solchen Momenten ist Geordi mit exzessiven Erzählungen Gold wert und hat das Motivationsloch mit Worten ausgefüllt.

Ab dem Cobenzl, auf den letzten Kilometern, war das Motivationsloch überwunden und das Zielbier am Dönerstand in Heiligenstadt schmeckte auch um halb 5 morgens vorzüglich.

Trail oder Tracks – so ein Freitag bietet für jeden das Richtige.
Hier nochmal der Lauf auf Strava mit verschiedenen Eindrücken.

LEP#060 - Defensive Vierer Pace

Frauenlauf

LEP#060 - Defensive Vierer Pace
33.000 Läuferinnen verwandeln den Wiener Prater in ein orangenes Meer

26.5.2019 war der Tag des österreichischen Frauenlaufs . Dieser findet, wie ein großer Teil der Laufveranstaltungen in Wien, im Wiener Prater statt. Es gibt dort beinahe keine befahrenen Strassen, es ist mit dem Praterstadion eine gute Infrastruktur gegeben ist und die Streckenführung kommt ohne Höhenmeter aus. Kurzum – ein optimaler Spielplatz für Läuferinnen. So auch an diesem Sonntag, der mehr als 33.000 Läuferinnen an die Startlinie zog.
Toporgansiert wurden die Bewerbe über 5 bzw. 10 km über die Bühne gebracht.

In allen Leistungsklassen erliefen sich die Starterinnen Spitzenzeiten. Kathi, die am Vortag noch den Ötscherultramarathon gelaufen ist, war ebenso am Start, wie Flos bessere Hälfte, Irene und eine Vielzahl an Läuferinnen aus dem Team Vegan.

Angefeuert von tausenden Zuschauerinnen konnte Caroline Makandi Gitonga nach 15:48 den Elitebewerb für sich entscheiden. Ebenso beeindruckend ist Cornela Mosers Zeit über 10km, die sie nach 36:28 absolvierte. Das ganze Ergebnis findet sich hier.

Irene durchquerte nach nur 33 Minuten und 39 Sekunden das Ziel und hat somit ihre alte Bestzeit geradezu pulverisiert. Willkommen in der Sub7-Liga.
Kathi war noch ein wenig flotter und beendete ihr Laufwochendende in 33:09.
Team Vegan war mit ganzen 13 Starterinnen angetreten und mischten in allen Altersklassen mit. Ganz vorne dabei war, wie nicht anders zu erwarten, Maria Hinnerth, die die 5km in 18:24 absolvierte und 23ste wurde.

Die weibliche Seite des Team Vegan hat neben den tollen Einzelleistungen auch die Teamwertung gewonnen. Maria Hinnerth, Nadine Schmitz, Christiane Grötzl, Lena Witzany und Anja Altenburger haben den Fleischeslustfanatikern gezeigt wo das Gemüselaberl hängt.

Gratulation an alle Teilnehmerinnen! Das habt ihr fein gemacht.

UTMB ohne UTMB

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UTMB 2017 – By mako10 – Flickr: IMGP0217, CC BY 2.0,

Da es ja leider mit dem gemeinschaftlichen Start beim UTMB 2019 zu starten leider aufgrund der suboptimalen Organisation nicht geklappt hat, soll es unabhängig vom offiziellen Lauf eine Selbstversorgervariante geben. Unter dem Arbeitstitel UTMB ohne UTMB wollen Flo, Geordi, Mikele und Basti im Juli diesen 100 Meiler bezwingen. Hierzu wird es auf alle Fälle noch eine spezielle Sendung geben um alle am Laufenden zu halten.

Gute Tat – 5 Stern Salat

Wenn es euch gefällt würde wir uns über ein Abo und ein Bewertung auf iTunes oder Spotify  freuen. Seid ihr generell an unseren Trainingsläufen interessiert, schaut doch bei unseren Strava Profilen Florian & Peter vorbei.

Viel Spass beim Hören!

Wenn ihr den Podcast direkt ohne Installation hören möchtet, könnt ihr das hier tun: Laufendentdecken auf Podbay

Florian: Twitter, Instagram
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