👤 Gast der Folge
Hanna Gröber – internationale Berg- und Trailathletin mit Erfolgen bei EM und WM, rund 770 ITRA‑Punkten und starken Leistungen auf Straße und Trail. Sie ist zweifache deutsche Berglaufmeisterin, lief 3000 m Hindernis im College‑Sport in den USA, arbeitet in Zürich in der Pathologie und absolviert das Schweizer Lehrdiplom für Biologie. Ihre Vielseitigkeit reicht von Fußball über Ski‑Alpin bis Langlaufen und prägt ihre heutige Laufkarriere.
📝 Gesprächsinhalte
Laufkarriere zwischen USA, Deutschland und Schweiz
Hanna erzählt, wie sie über den Hindernislauf und Cross Country in den USA zum Trailrunning fand. Nach ihrer Rückkehr begann sie eine Promotion in Zürich, wechselte später in ein Histologie‑Labor und studiert parallel das Lehrdiplom für Biologie. Die Nähe zu den Bergen und ein starkes Laufumfeld in Zürich unterstützen ihre sportliche Entwicklung.
Hindernislauf als Grundlage für den Trail
Wir sprechen über ihre Jugendjahre im Hindernislauf, die Rolle selbstgebauter Trainingshindernisse und warum die Disziplin oft unterschätzt wird. Hanna erklärt, wie die Kombination aus Technik, Kraft und Rhythmus ihr heute auf technischen Trails und im Downhill zugutekommt.
Marathon, Straße und Alternativtraining
Hanna berichtet über ihr Marathon‑Debüt in Valencia 2024, das sie mit 2:35 h trotz geringer Laufumfänge und viel Spinning absolvierte. Sie erklärt, wie sie Radtraining und Zwift nutzt, warum der Wien‑Marathon ein Ziel für 2025 ist und wie sie versucht, Geschwindigkeit von der Straße in den Trail zu übertragen.
Fokus auf Short‑Trail & Golden Trail World Series
Dieses Jahr liegt ihr Schwerpunkt auf kürzeren Trailrennen. Sie beschreibt ihre ersten Erfahrungen bei der Golden Trail World Series im Pitztal, die Besonderheiten der Strecke und die Frage, warum dort keine Stöcke erlaubt waren. Wir sprechen über die Unterschiede zwischen Berglauf, Golden Trail und klassischen Ultrarennen.
Krafttraining als Schlüssel zur Verletzungsfreiheit
Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um Hannas Krafttraining. Sie erklärt, wie sie mit einer befreundeten Trainerin zwei Programme entwickelt hat, die Mobilität, Balance, Plyometrie und klassische Kraftübungen kombinieren. Durch regelmäßiges Training konnte sie frühere Achillessehnen‑ und IT‑Band‑Probleme deutlich reduzieren und ihre Belastbarkeit im Uphill und Downhill steigern.
Multisportliche Basis
Hanna erzählt von ihrer breiten sportlichen Vergangenheit: Fußball, Radfahren, Ski‑Alpin, Surfen, Schwimmen und Langlaufen. Diese Vielseitigkeit hilft ihr heute, unterschiedliche Belastungen zu verkraften und flexibel zu trainieren. Auch Langlaufen spielt eine Rolle, besonders für Oberkörperkraft und Stocktechnik – obwohl sie selbst noch nie mit Stöcken im Trail gelaufen ist.
Stöcke im Trail – Einsatz und Training
Wir diskutieren, warum Stöcke je nach Strecke sinnvoll sein können, wie Athletinnen wie Katharina Hartmuth sie gezielt einsetzen und weshalb Hanna selbst bisher ohne Stöcke unterwegs ist. Die Frage, ob sie es künftig trainieren wird, bleibt offen – abhängig von den Rennformaten, die sie künftig wählt.
„This or That“ – Kennenlernen im Schnelldurchlauf
Im beliebten Entweder‑Oder‑Block erfahren wir, dass Hanna Downhill liebt, wellige Trails bevorzugt, sowohl Intervalle als auch Long Runs mag und eine Mischung aus Struktur und Gefühl im Training schätzt. Yoga verliert gegen Stabi, und Abwechslung ist ihr wichtiger als strikte Spezialisierung.
🔗 Erwähnte Links
- Golden Trail World Series – Pitztal
- Bob Graham Round – FKT von Katharina Hartmuth I run far