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Mountainpeak (eberhard-grossgasteiger)

LEP#116 – UTMPeak now or never

Neben den aktuellen Themen, wie den unglaublichen Radritt von Christoph Strasser, sehen wird die Hochphase der UTMB Vorbereitung beleuchtet. Wie sieht es so in der Peak Week aus? Ist Flo auf Kurs?

Aktuelle Stunde

10.000 m Weltrekord

Innerhalb von 2 Tagen wurde der 10.000 Meter Weltrekord gleich zweimal verbessert. Als erste setze Sifan Hassan in Hengelo (Niederlande) die Marke auf 29:06,82.

Siegerfoto von Sifan Hassan
Kurzzeitig hatte Sifan Hassan den Weltrekord inne.

Kurz darauf shredderte die Äthiopierin Letesenbet Gidey diesen Rekord auf der gleichen Strecke und legte die neue Bestzeit mit 29:01,03 fest.

Lauffoto von Letesenbet Gibey
Die aktuelle Weltrekordlerin ist auch Favoritin für Olympia (Foto: Zuma Wire)

Sowohl die Zeiten, als auch die Sprünge sind unglaublich. Tiefer Respekt.

Hardrock100

Francois Dhaene – Gewinnt den Hardrock 100 und unterbietet den bisherigen Streckenrekord von Kilian Jornet um knapp eine Stunde und setzt ihn nun auf 21:45:5.
Deutlich dahinter, aber trotz allem mit unglaublichen Zeiten kamen unter anderem Dylan Bowman und Ryan Smith ins Ziel.
Bei den Frauen hat sich mit Sabrina Stanley eine Wiederholungstäterin ganz vorne platziert. Am Siegertreppchen wurde sie von Darcy Piceu und Meghan Hicks flankiert.

Die Resultate finden sich hier.

Wie bei allen Wettkämpfen gebührt allen Finisher:innen Respekt und Anerkennung – muss man ja mal machen und dann auch noch schaffen.

Siegerfoto von Francois D'haene und Sabrina Stanley beim Hardrock 100
Die Sieger des diesjährigen Hardrock 100 (Foto: irunFar.com)

Christoph Strasser – 24h Weltrekord

Christoph Strasser mit Rad vor seinem Weltrekordversuch
Ein Mann – eine Maschine …. und ein Rad hat er auch dabei (Foto: Lex Karelly)

Christoph Strasser, der Rekord-RAAM-Sieger, hat seinem Rekorde und Siegebuch ein weiteres Kapitel angehängt.

Aus Kraubath (nahe Bruck an der Mur) kommend, hat er in Zeltweg, also unweit seiner Heimat, einen (oder eher 12) Weltrekord aufgestellt, der unfassbar ist und sich auf einem Niveau mit einem Marathon unter 2h trifft.

Er hat in 24h sage und schreibe 1026km am Fahrrad absolviert. Damit hat er als erster Mensch überhaupt 1000km in unter 24h geschafft und nebenbei hat er noch mehr als 10 Unterdistanzweltrekorde mitgenommen.

Das Wetter war zudem nicht optimal und die letzten 9 Stunden ist er im Regen gefahren – mit einer schnittigen Durchschnittsgeschwindigkeit von 42km/h.

Christoph Strasser in Aeroposition am Rad
Unglaubliche 1026km wurden es nach 24h (Foto: Lex Karelly)

Da hat man gar nicht soviele Hüte, wie man hier ziehen will.

Der Bericht von Christoph Strasser findet sich hier.
In den nächsten Folgen des Sitzfleisch Podcasts wird er hier sicher noch ausführlich erzählen. Eine Empfehlung an alle – nicht nur für Radenthusiasten.

Aktuelle Folge

UTMB Peak Week

Nur noch einige Wochen ist der UTMB, das jahrelange Ziel von Flo entfernt. Mit dem Trainer gibt es also schon seit Monaten einen fixen Aufbauplan, der nun seinen Umfanggipfel erreicht.
Damit Flo hier auch brav die Zonen und Distanzen einhält, hat Christoph aka. der Trainer, der nebenbei auch beim UTMB startet, die Peak Week persönlich überwacht.

Anfang Juli wurden also in zwei aufeinanderfolgenden Wochen jeweils mehr als 120 km in die Beine geprügelt. Die intensivste Zeit war dabei das Ultra-Doppeldeckerwochenende.

Am ersten Tag sind Flo und Christoph den Lindkogeltrail-Ultra abgelaufen, der dieses Jahr auch erstmals als Bewerb beim Lindkogel im Herbst stattfindet. Laut GPX sollten es ca. 54km sein, wenn man sich verläuft, sind es natürlich ein paar Meter…Kilometer mehr.

Streckenfoto vom Lindkogeltrail

Flo: Lindkogeltrail: https://www.strava.com/activities/5611111069

Spass beim Lindkogeltrail
Wenn Spass zwei Gesichter hat

Etwas mehr als 8 Stunden sind sie unterwegs gewesen und haben auch hier schon brav versucht, die Geschwindigkeit an den kommenden Saisonhöhepunkt anzupassen. Die Beine, der Magen und der Kopf haben gut mitgemacht, einzig die Eigenversorgung ist immer etwas schwierig.
Den Tag gut ins Ziel gebracht, ab ins Bett, weil am Folgetag ja noch die Kombination Schneebergtrail – Schneeberglauf auf dem Programm stand.

Am zweiten Tag ging es also ab nach Puchberg und der Schneebergtrail sollte es werden. Waren die Beine beim Aufstehen noch gut in Schuss, haben sie ihre Meinung zu Laufen bis zum Start ein wenig geändert.

Vor dem Start zur Schneebergrunde
Zwei Grinsekatzen in Puchberg – los gehts


Aber – #hueftjonix – ab gehts es und nach ein paar Kilometern war der Flow wieder da. Mit der Vorbelastung war auch keine Gefahr des Overpacings gegeben und so arbeiteten sich die Beiden brav auf den Mont Neige rauf. Im Gegensatz zu Wettkämpfen sind die Pausen etwas länger, man muss sich ja auch ein wenig anstellen, aber der Spass ist nicht geringer.

Flo – Schneeberg: https://www.strava.com/activities/5616011521

Streckenfoto vom Schneebergtrail/Schneeberglauf
42 km sind der perfekte Recoveryrun – Schneebergtrail/Schneeberglauf

Nachdem der Schneeberg erklommen war und “nur noch” der Schneeberglauf, also im großen und ganzen ein langer Downhill bevorstand, war die Motivation auch das noch zu laufen enden wollend. Doch was muss, das muss und so brachten die Zwei auch das noch gut ins Ziel und am Ende des Wochenendes standen 98 km mit 4700Hm am Tacho.

Schneebergtrail Uphill
Die Richtung stimmt – Die Form zeigt bergauf


Das kann man wohl als gutes Trainingswochenende werten. Vorallem waren die Vitalparameter und die Beine am Folgetag in Ordnung.

Dann kann ja der Vorbereitungswettkampf, der OTT – Osttirol Trail, mit 84km und 5000hm kommen. Den werden die Beiden Ende Juli ebenfalls ins Angriff nehmen. Bei dieser Form und Vorbereitung wird das wohl ein walk in the Park.

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Teufelssteig

LEP#089 – Im Brennpunkt – Double Trouble Rotweissrot

Gerade als alle in den Urlaub abdüsen möchten, startet die Laufsaison wieder. Gerade auf der Ultradistanz mit einem richtigen Knaller. Die 24-Stunden-Meisterschaft in Bad Blumau hat gleich den ganzen Staub aus den Gewändern gebeutelt. Flo hat sich derweilen auch wieder zusammengeflickt und wird nun ein wenig Asphaltspass geniessen. Peter hingegen hat sich erneut dem Veitscher Grenzstaffellauf gestellt.

Die aktuelle Stunde:

12h / 24h – Meisterschaft in Bad Blumau

24h Blumau

Als eines der ersten richtigen Ultraevents, fand am ersten Juliwochenende der 12- und 24 Stundenlauf in Bad Blumau statt. Hochkarätig besetzt, waren die Ergebnisse bemerkenswert und so sollte man mindestens 200 km in 24h laufen, wenn man auch nur in die nähe eines Podestplatzes kommen will. (Ergebnis)

Mit Christian Magadits haben wir auch einen bereits mehrfach erwähnten Athleten ganz oben am Meisterschaftstreppchen gefunden, den wir versuchen, vor das Mikrofon zu zerren.

KAT100

100 Meilen in den Kitzbühler Alpen – ein besonderes Erlebnis (Foto: Peter Vonier)

Anfang August findet in den Kitzbühler Alpen der KAT100 statt. Neben der 100 Meilen Distanz finden sich diverse kürzere Abenteuer auf der Speisekarte. So kann man bereits mit 7 Kilometern dabei sein oder sich mit 91,5 km, 61,8k, oder 24,2 km die Traildröhnung geben.
Designed und durchgeführt wird die Veranstaltung von B’jaks Trail-&Runningshop von Thomas Bosnjak. Er ist auch die zentrale Figur hinter der ASTA (Austrian Skyrunning and Trail Assosiation) und hat hier auch an dem neulich angesprochenen Sicherheitskonzept mitgearbeitet/dieses entworfen. Selbst ein begeisterter Ultraläufer, weiss er um die Bedürfnisse der Athletinnen und wird hier sicher ein feines Rennen aufsetzen.

— UPDATE —

Auch der KAT100 musste leider abgesagt werden. Informationen findet man unter: https://kat100.at/

Phyrn Priel Trophy

Ebenfalls im August findet die Phyrn Priel Trophy statt. Hier wird dieses Jahr die österreichische Meisterschaft im Speedtrail ausgetragen. Aus Erfahrungsberichten haben wir erfahren, dass es ein sehr schönes und empfehlenswertes Rennen ist.

Zu Gast in der Wechselzone

Flo und Peter durften in der Folge Kannst du Ultra – Teil 2 Rede und Antwort stehen.
Vom sympathischen Ludwig interviewt ergab sich ein superschönes Gespräch über 50 Minuten. Reinhören – klicken – liken.

Aktuelle Folge

Veitscher Grenzstaffellauf – Allein zu zweit

Am 27.6.2020 war der Veitscher Grenzstaffellauf angesetzt. Bereits sehr früh und vorausschauend wurde die diesjährige Veranstaltung abgesagt. Dabei war die Rückerstattung etc. richtig vorbildlich und unkompliziert. Es sei erwähnt, dass es wohl im Herbst, am 5.9.2020, eine Grenzstaffellauf-Wanderung gibt. Diese Wanderung ist kostenfrei, allerdings ohne Zeitnehmung, Labestellen etc.
Die offizielle Veranstaltung findet dann wieder im kommenden Jahr statt.

Antreten zum privaten GSL

33 1/2 findet aber am 27.6.2020 statt

Doch soll man so einen schönen Tag einfach vergehen lassen?
Bereits in der Interviewfolge mit Franz Preihs ist die Idee aufgetaucht, den Lauf in Eigenregie durchzuführen. Gesagt, getan, standen am 27.6 um 0730 Peter und Franz (Tja, der Flo wollte eigentlich auch – hat aber den Termin verbummelt….) an der gedachten Startlinie in der Veitsch.

auf gehts - am STart zum GSL
Und schon geht es los zum GSL

Da die Strecke ganzjährig markiert ist (großteils) und Franz sie ja bereits 9x gelaufen ist, verzichteten die Beiden darauf, den Track auf die Uhren zu spielen.

Es ging ganz gemütlich los, vorbei am Friedhof und auf zum langen Anstieg Richtung hohe Veitsch. Die ersten 16 Kilometer sind laufbar, gehen allerdings kontinuierlich bergauf und können sich, wenn man zu motiviert und schnell ins Rennen geht, bitter rächen (siehe Folge 64).

Fun in the Sun
Fun in the Sun

Hoch in Richtung Pretalsattel, war die Zeit zwar langsamer als letztes Jahr, aber man will ja auch aus Fehlern gelernt haben. Sehr praktisch ist die Tatsache, dass es auf der Strecke des Grenzstaffellaufs mehrere Brunntröge bzw. Quellen gibt. So konnten Franz und Peter mit nur 1 Liter Flüssigkeit starten und die Flasks immer wieder nachfüllen.

Hilfreich wäre wohl auch Sonnencreme gewesen, wenn es schon mehr als 26 Grad hat und man 6 Stunden in der Sonne läuft. Vorallem, wenn es der erste Lauf in einem Singlet ist.

Kilometer 18 – Meter der Entscheidung

Teufelssteig
Der Teufelssteig ist bei jeder Begegnung wieder eindrucksvoll

Da das Anfangstempo etwas langsamer gewählt wurde, hätte der geneigte Zuhörer auch nach Kilometer 18 die liebliche Stimme Peters vernommen und wohl überrascht die Augenbrauen gelupft. Aber die Stimmung war gut und es ging auch gut voran.
Bei der gedachten 4.Labe zeigte Franz, ab welchem Punkt er geht und so wurde es auch gemacht. Bis zum Ausstieg des Teufelssteigs wurde flott gewandert.

Quasselnde Influencer statt stumme Diener

Als ob der Teufelssteig nur ein Tempohügel gewesen wäre, starteten die Beiden am Weg zum Graf Meran Haus ein Instagram TV – Livevideo und influencerten ein paar Minuten durch die Gegend. Anstrengend dieses Social Media Business 🙂

Hütte offen – Labe gesichert

Panorama Veitschplateau
Endlich kann Peter auch die Schönheit des Veitschplateaus schätzen

Das Graf Meran Haus war geöffnet (und sehr gut besucht), also rein an die Bar, 2 Cola in 3 Schlucken in den Magen buxtiert ein wenig mit anderen Läufern geplaudert und los geht es auf das Hochplateau.

Im Gegensatz zu 2019 wurde hier gelaufen und sieh an, es ist schneller, als Gehen. Nebenbei konnte Peter auch die Landschaft geniessen und Flos Worte aus dem vergangenem Frühling konnten nun auch gewürdigt werden.

Die Kilometer flogen nur so dahin und bald war die zweite Staffelübergabe auf der Klein-Veitsch-Alm erreicht. Auch hier fanden sich offene Türen, ein Cola, einen Brunnen zum Nachfüllen der Flasks und aufmunternde Worte der Wanderer.

Aufi – umi – dauni – zuvi – vieri

Panorama Veitsch
Nur mehr irgendwo dort umi und owi….

Also nur noch aufs Hocheck, das Veitscheck zum Mirl und retour in den Ort. Das kann ja nicht so schwer sein. Schwer nicht, aber verwirrend, wenn zwei ausgefuchste Navigationsprofis auf dem einzigen Teilstück, auf dem es keine Markierungen gibt, falsch abbiegen, den falschen Berg runter, auf der anderen Seite rauf, um ein eingezäuntes Gebiet linksrum rauf, eine Schleife im Barkleystyle durch den Wald drehend um 30 Minuten später den Zaun von der anderen Seite zu sehen, zwei mal beinahe wieder auf die strecke kommend, sich ein wenig verlaufen.

Wenn zwei Navigationsprofis zielgerichtet durch die Pampa hirschen, wird der dritte Teil des GSL etwas modifiziert.

Am Ende stimmte der letzte Teil des GSL zwar nicht ganz, aber die Distanz und die Höhenmeter haben Franz und Peter getroffen. Die Route war nur etwas spezieller.

Dennoch konnte nach etwas mehr als 6 Stunden der Grenzstaffellauf als gefinished abgehakt werden und ein schöner Tag mit wunderbarer Unterhaltung und tollen Eindrücken neigte sich dem Ende zu.

Finishfoto
33 1/2 GSL done -glücklich und fertig

Die Oberkörperfärbung von Peter hat ihn auch zu einem glühenden Patrioten gemacht. Rotweissrot machte er sich auf den Heimweg.

Auf Ebay würde geschrieben stehen: “Super Event – gerne wieder”.

Asphalt soll es sein – schön flach

Nachdem es dieses Jahr richtig wöchelt, ist es für Flo nur gut, dass er viel Asphalt machen kann. Am besten flach und ohne Stolperfallen. Er erhält aber seine Form ganz gut und hat sich dazu entschlossen, sich wieder die bewährten Altras auf die Hufe zu pappen. Das kann ja nur gut werden.

Wir drücken beide Daumen und die zugehörigen Knöchel, dass die Verletzungsserie vorbei ist und Flo wieder in seinen Bergflow kommt.

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RAAM

LEP#085 – Franz Preihs – Interview with a Madman

Es gibt Menschen, die suchen sich ein Hobby bzw. einen Sport und üben diesen aus. Manche sind dabei auch motiviert und erfolgreich. Und dann gibt es noch Menschen, die ihre Passion bis an die Grenze des Möglichen treiben. Und wenn sie an dieser Grenze sind, dann wollen sie unbedingt wissen, was denn dahinter noch ist.
Wir sind stolz, dass wir einen dieser Menschen in dieser Folge im Interview haben.
Franz Preihs, ein Ultrasportler der Sonderklasse, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und der im Tanz der Extreme das Goldstar Abzeichen mit einem lockeren Hüftschwung mitgenommen hat um danach ganz entspannt davon zu erzählen.

Cradle to the Grave

Vor etwa 40 Jahren (1978) geboren, wuchs Franz Preihs im muckeligen Mürztal auf und hat, wie es sich für einen Steirer gehört, direkt nach dem Kinderwagen die Ski für sich entdeckt. Für den WSV Veitsch in die Rennen gehend, brachte er es in seinen Jugendjahren bishin zum österreichischen Meister in der Kombination und im Slalom. Schon da zeigte sich, dass er wohl nicht ganz unsportlich ist und auch eine spezielle Art hat, mit Wettkampf umzugehen.
Von den Strukturen etwas eingeengt suchte er danach seinen Weg währen der Ausbildung und des Studiums abseits der Piste.
An einem schönen Frühlingssonntag spazierte er aus dem damaligen Büro im zweiten Wiener Gemeindebezirk und fand sich unverhofft mitten in einem Läufermeer, dass sich gerade durch die Stadt kämpfte. Er hatte genau das Wienmarathonwochenende erwischt. Von dem Treiben fasziniert, fuhr er zum Rathausplatz und beobachtete die Emotionen der einlaufenden Sportler.
Das hatte was.

Auf gehts. Jetzt wird gelaufen.
Ein Laufstart wie er in keinem Lehrbuch steht

Maximum Violence

Dieses Bild vor Augen fuhr er nach Hause und kontaktierte einen Bekannten, Jürgen Plechinger, der als österreichischer Spitzenläufer mit einer Marathonbestzeit von 2:25:14 wohl ein geeigneter Trainer war für die etwas verrückte Idee in nur ein paar Wochen von “ich schau mir einen Marathon an” zu “ich starte beim Veitscher Grenzstaffellauf” zu kommen. Prämisse beim Training war, dass Franz beim Training mitmachen durfte, aber Jürgen nicht auf ihn wartete. Also dabeibleiben oder schauen wie man heimkommt. “kann man machen :)”
Es hat sich ausgezahlt und der erste Grenzstaffellauf wurde erfolgreich gefinisht.
Ab da war es um ihn geschehen. Marathons, Ultramarathons, 24h-Stundenläufe, 48-Stundenläufe, x00-Kilometerläufe – alles wollte bezwungen werden.
Dem immensen Trainingsvolumen und der Intenstität geschuldet, meldeten sich irgendwann die Beine – hier ein Band, da eine Plantarfaszitis und letztendlich ein Ermüdungsbruch im Schienbein.

Into the Abyss

The Truth Hurts


Plötzlich hat da jemand den Notaus betätigt. Somit war zumindest vorerst Schluss mit der Lauferei. Zeit zum Aufgeben? Keine Spur.
Glücklicherweise war das gerade die Zeit von Wolfgang Fasching, der Langdistanzradfahrikone der letzten Jahrzehnte.
Bei einem Vortrag über das Race Across America, dass Fasching drei mal gewinnen konnte, lernte Franz ihn kennen. Mit dem Eindruck, dass dieser Wolfgang Fasching ein Topathlet ist, aber kein Ausserirdischer, reifte in Franz die Überlegung ob es den für einen Normalsterblichen wie Ihn (Anmerkung der Redaktion: NORMAL…bruhaha) auch möglich ist, dieses Rennen zu finishen, sattelte er auf das Fahrrad um.

24h Mountainbikerennen
Down with the Sickness


Und es ging wieder los…
Race Across The Alps, Glocknerman, Le Raid Provence Extrem, XX Alps, Le Tour Ultime, Race Around Slovenia, Crocodile Trophy, Alpentour MTB Trophy, Salzkammergut Trophy Extreme, Race Around Austria, Furnace Creek 508, Race Across the West, No Country for Old Men und viele mehr.

Hell Awaits

Wasserreichung beim RAAM
Through the never …

2008 war es dann soweit – Der erste Start beim RAAM (Race across america). 5000 km und mehr als 50.000 Höhenmeter – kann man ja mal machen.
Und wie er konnte. Erster Versuch und direkt vierter Platz. In die Geschichtsbücher ging er zusätzlich noch ein, da er mehr als 3000 km mit einem gebrochenen Schlüsselbein absolviert hatte.
Da gab es wohl nicht nur einen shout at the devil.
Diesem unglaublichen Abenteuer sollten 2009,2013,2015 und 2018 noch 4 weitere folgen und man munkelt, dass da noch etwas kommt.

No End in Sight

Für diese Saison, hat sich Franz noch ein wenig Laufen verschrieben und möchte im Herbst zumindest noch einen kleinen 200er in New Mexico machen. Und wenn alles gut geht, dann sehen wir ihn auch bald wieder am Start des RAAM und wer weiss, vielleicht erfindet er sich noch ein weiteres Mal komplett neu.

Wer Franz unterstützen will (so ein RAAM kostet ja auch 20.000€ aufwärts pro Antreten) oder zumindest auch so schnittig aussehen will, kann das direkt hier tun: https://dowe-sportswear.com/shop/

RAAM
Egal wie lange die Nacht ist, dieses mentale Monster erlebt den nächsten Morgen

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